: RAF ist bloß Kunst
Bundeszentrale für politische Bildung steigt bei RAF-Ausstellung aus, weil die ihren Zeitgeist-Bezug verliert
BERLIN dpa/epd ■ Die Bundeszentrale für politische Bildung arbeitet nicht an der umstrittenen RAF-Ausstellung mit. Das habe sich mit dem neuen Konzept des Berliner Ausstellungshauses „Kunst-Werke“ erledigt, sagte am Dienstag der Präsident der Einrichtung, Thomas Krüger. Offen ist, ob der Ausstieg sich auf die Finanzierung der Ausstellung auswirkt. Der Hauptstadtkulturfonds soll mit 100.000 Euro fördern. Das Gremium hatte das erste Konzept verworfen, das neue wird geprüft. Die Ausstellungsmacher seien mit dem ersten Entwurf – Verknüpfung von Kunst und Zeitgeschichte – an ihn herangetreten, sagte Krüger. Nach der „hysterischen öffentlichen Debatte“ wollten sie sich nun leider auf den reinen Kunstaspekt konzentrieren.