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Archiv-Artikel

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Flick kann sich freuen, der Wert seiner Sammlung wird sich wohl um einiges erhöhen. Denn seit Eröffnung der „Friedrich Christian Flick Collection“ im Hamburger Bahnhof Berlin vorige Woche haben bereits 20.000 Besucher die Ausstellung gesehen. Ein schöner Erfolg für den Sammler, der wohlweislich die Werke nicht dem Staat überlassen, sondern sie nur für sieben Jahre verliehen hat. Ein Risiko, „das Deutschland nie hätte eingehen sollen“, wie der Chefkunstkritiker der New York Times Michael Kimmelmann meint. Sein Urteil über die Sammlung ist wenig begeistert: rasch zusammengestellt und am Tagesgeschmack orientiert.

Ganz und gar nicht am Tagesgeschmack orientiert ist dagegen eine Künstlerin, die seit Jahrzehnten ihren ganz eigenen Stil pflegt: Pina Bausch. Die Chefin des Wuppertaler Tanztheaters ist die Namenspatronin des Festivals „Tanztheater – Drei Wochen mit Pina Bausch“, der Fortsetzung des Internationalen Tanzfestes NRW. Ihr Stück „Iphigenie auf Tauris“ wird am Freitag das Tanzfest eröffnen, auf dem rund 40 Produktionen aus aller Welt gezeigt werden, unter anderem aus Indien, Korea und Japan.

Erfolg als Festivalleiter wurde jetzt auch Marco Müller bescheinigt, dem neuen Leiter der Filmbiennale von Venedig, der für weitere drei Jahre in seinem Amt bestätigt worden ist. Biennale-Präsident Davide Croff lobte das kürzlich beendete 61. Filmfestival, trotz einiger organisatorischen Mängel. „Die Biennale war so reich, dass sie in gewisser Hinsicht einfach zu reich war. Dies hat zu Zähigkeit und Verspätungen geführt“, erklärte Croff. Auch die finanzielle Situation sei positiv: Bis zum Jahresende werde die Biennale die Gewinnschwelle erreichen oder sogar schwarze Zahlen schreiben.