Mehr Einbürgerungen

Berlin und Brandenburg werden bunter

Nach kontinuierlichen Rückgängen in den zurückliegenden vier Jahren sind 2011 erstmals wieder mehr Menschen in Berlin eingebürgert worden. Wie das Amt für Statistik am Montag mitteilte, erhielten im vergangenen Jahr 6.959 Personen die deutsche Staatsangehörigkeit. Im Jahr davor war mit 5.537 Einbürgerungen in Berlin der niedrigste Stand seit Einführung des neuen Staatsangehörigkeitsrechts im Jahre 2000 registriert worden.

Die meisten Eingebürgerten kamen aus der Türkei (26 Prozent beziehungsweise 1.814 Personen). Danach folgten Einbürgerungen aus Vietnam, Polen sowie aus dem Libanon und der Ukraine. Der Anteil von Personen aus EU-Staaten sei leicht von 10,7 auf 12,3 Prozent angestiegen. Knapp die Hälfte der Neubürger war jünger als 25 Jahre, genau die Hälfte war zwischen 25 und 60 Jahre alt. Wie das Amt weiter mitteilte, lebte mehr als ein Drittel der Neubürger bereits länger als 15 Jahre in Deutschland.

In Brandenburg hat sich die Zahl der Einbürgerungen im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2010 sogar verdoppelt. Nach Angaben des Statistikamts erhielten im Jahr 2011 788 Ausländer die deutsche Staatsangehörigkeit. (epd, dpa)