der tazkulturrat empfiehlt

Antonia Herrschertaz plan

Auf Platzdrei

Dass Berlin immer auf Platz eins steht, stimmt natürlich nicht – zum Beispiel bei Literaturmessen. Da liegt die „Buchberlin“ nach Frankfurt und Leipzig nur an dritter Stelle. Andererseits haben Hunderte Verlage und Autoren ihre Heimat in der Hauptstadt – mehr als anderswo. Rund 300 von ihnen stellen sich nun bei der Buchberlin vor.

23. & 24. 11., MOA Mercure Hotel, Stephanstr. 41, ab 10 Uhr

Thomas Mauch
Berlin-Kultur

Fridays for No Future

Miesepeter werden vielleicht einwenden, dass das mit der No Future früher auch mal besser war. Aber man muss ja nicht ewig schwarzmalen. Jetzt jedenfalls ist der alte Slogan wieder da, ganz zeitaktuell angebunden: Im Cortina Bob ruft man zur ersten Ausgabe von „Fridays for No Future“. Zu hören gibt es da dreifach sortierten Punk.

22. 11., Cortina Bob, Wiener Str. 34, 20 Uhr

Ole Schulz
taz plan

Die neuen Afrobeats

Mit Highlife und dem Afrobeat kommen zwei Stile aus Westafrika, die geradezu als Synonyme für afrikanische Musik gelten. Doch seither hat sich in Metropolen wie Dakar oder Lagos viel getan und ein an Afrobeat angehängtes S ist der Sammelbegriff für neuen Afro-Pop, wie ihn DJ Mixanthrope bei African Beats & Pieces’s vorstellt.

21. 11., Monarch, Skalitzer Str. 134, 21 Uhr

Sophie Jung
taz plan

Liebe & Waffen

Mit „The Murder of Halit Yozgat“ holte Forensic Architecture die Wahrheitssuche in die Kunst und legte die Versäumnisse bei der Aufklärung eines NSU-Mordes dar. Nun deckt das Kollektiv beim Screening und Gespräch zu ihrer Arbeit „Triple Chase“ erneut auf, was wir alle wissen sollten: die Verquickung von Philanthropie und Waffenhandel.

21. 11., Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Mariannenplatz 2, 19 Uhr

Tim Caspar Boehme Film

Chapeau Claque

Der Regisseur Ulrich Schamoni schaffte es mit seinen Filmen oft, das Publikum und vor allem die Kritiker zu polarisieren. In „Quartett im Bett“ (1968) etwa durch die Verpflichtung der Kreuzberger „Blödelbarden“ Insterburg & Co. Das tat er aber so erfolgreich und komisch, dass er sie in „Chapeau Claque“ von 1974 gleich noch einmal hinzubat.

21. 11., Zeughauskino, Unter den Linden 2, 20 Uhr