So viel Kritik muss sein:Greta Schemmel über den Immerstab

Nachhaltige Seifenblasen

Foto: JPK

Ein Stück Bambus, ein handgedrehter Eisendraht und ein wenig Atem. Mehr bedarf es nicht, damit aus dickflüssiger Seifenlauge zahlreiche Blasen entstehen, regenbogenfarbig, gen Himmel schwebend. Dank der Marke Einhornpipi, die auch eine gleichnamige Seifenflüssigkeit herstellt, gibt es nun eine Alternative zum Seifenblasenstab aus Plastik – den Immerstab.

Im Naturlook erscheint er wie ein Fundstück aus vergangenen Kinderzeiten. Etwas Rost am Drahtring des schon gebrauchten Modells unterstützt diesen leicht nostalgischen Eindruck.

Doch der Immerstab ist die moderne Innovation für nachhaltiges Spielzeug. Es gibt kein aufwühlendes buntes Spiel am Ende des Stabes, aber ansonsten erfüllt er seine Funktion wie sein Konkurrent aus dem Supermarkt. Der Immerstab wird zwar online beworben, ist aber nur auf Festivals wie der Breminale, am Rande von Veranstaltungen, in einigen kleinen Läden oder Bars erhältlich – eine bewusste Entscheidung des Herstellers Niels Schumann aus Bremen: „Weil Freude analog ist.“ Dort wird er gerne als Werbeartikel verwendet, denn Einhornpipi verkauft das Produkt mit Logos oder Wunschtexten.

Sofern man eine der Verkaufsstätten entdeckt, bietet sich der Immerstab also auch als personalisiertes Geschenk an. Um lange Transportwege zu vermeiden, wächst in Bremer Gärten auch das Hauptmaterial. Nervig nur, dass der verpackungsfreie Spaß nach dem Gebrauch abgewaschen werden muss. Wem es das wert ist, der kann sein eigenes Einhornpipi allerdings sogar selbst herstellen. Das Rezept wird im Netz auf den Seiten seiner Marke präsentiert. Retten kann der Immerstab die Welt nicht, doch er ist ein wahrhaft schöner Schritt in Richtung Nachhaltigkeit.

Kontakt: Einhornpipi.de und Mundyoga.de