Aussichtsreicher Antrag im Bundesrat: Niedersachsen will Vorschriften für Junghennenställe
| Der Bundesrat wird am Freitag voraussichtlich genaue Vorschriften für die Haltung von Junghennen sowie Legehennen- und Masthühner-Elterntieren fordern. Der von Niedersachsen eingebrachte Antrag sieht vor, dass der Bund erstmals vorschreibt, wie viel Platz und Sitzstangen diesem Geflügel eingeräumt werden müssen. Eine Mehrheit in der Länderkammer ist wahrscheinlich, da der Agrar-Ausschuss des Bundesrates bereits zugestimmt hat. „Jede Legehenne war auch mal ein Jungtier, und jedes Huhn hat Eltern. Es wird deshalb höchste Zeit, dass wir mindestens auf Bundesebene und besser noch auch EU-weit sowohl für Junghennen als auch für Elterntiere verbindliche Haltungsregelungen einführen“, sagte der niedersächsische Minister Christian Meyer (Grüne) der taz. „Der Bund muss diese Lücke schnellstmöglich schließen – zumal es ganz unterschiedliche Ansprüche für die beiden Tiergruppen gibt.“ Das sei auch nötig, damit die Länder künftig nach bundesweit einheitlichen Kriterien über Genehmigungen für den Bau von Ställen entscheiden können. (jma)
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen