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Archiv-Artikel

Stoiber wirbt daheim um ehemalige Freunde

Heute und morgen will der Bayern-Chef sich seinen Truppen erklären. Huber droht: Sonst kommt Seehofer

MÜNCHEN afp ■ CSU-Chef Edmund Stoiber steht unter Druck aus den eigenen Reihen und setzt deshalb zur Selbsterklärung an. Gestern erhielten rund 5.000 CSU-Funktionäre einen Brief Stoibers mit der Bitte um Unterstützung: Heute und morgen will der bayerische Ministerpräsident zudem mit den CSU-Abgeordneten aus Bundestag und Landtag reden. Mitglieder der CSU-Landesgruppe forderten, dass Stoiber dabei seinen Verzicht auf das Amt des Bundeswirtschaftsministers genau erklären müsse.

Bayerns Staatskanzleichef Erwin Huber (CSU) warnte die CSU-Landtagsfraktion, dass bei einem Rücktritt Stoibers als Parteichef wahrscheinlich CSU-Vize Horst Seehofer neuer Vorsitzender würde. Das würde „wenig Begeisterung“ erzeugen, sagte Huber.

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Andreas Scheuer sagte der Bild vom Montag: „Ich erwarte von Edmund Stoiber, dass er der CSU-Landesgruppe in Berlin seinen Schritt erklärt.“ In der „angespannten Lage“ müssten Lösungen erörtert werden, „wie wir uns künftig personell aufstellen“. Auch der CSU-Abgeordnete Herbert Frankenhauser habe eine Aussprache verlangt, berichtete Bild. Stoiber solle darlegen, warum er nicht mehr Wirtschaftsminister werden will.

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