: Warmer „Winter“
Der vergangene Winter war der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnung in Dahlem im Jahr 1908 gewesen, sagt Meteorologe Norbert Becker-Flügel vom Wetterdienst MC Wetter. Der sogenannten dreihundertjährigen Reihe zufolge habe es letztmals vor 250 Jahren einen derart milden Winter gegeben. Im Schnitt lagen die Temperaturen für die Monate Dezember bis Januar in Berlin um 4,4 Grad Celsius über dem Durchschnittswert von 0,4 Grad Celsius. Auch der März sei bislang deutlich wärmer als üblich. Durch die milden Temperaturen erwacht die Natur früher als gewöhnlich. Was übrigens nicht nur Insekten aus ihrer Winterruhe lockt: „Bereits jetzt leidet die Hälfte der Baumpollen-Allergiker unter Beschwerden“, sagt Harald Enzmann von der Berliner Regionalgruppe des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen. Vor allem Haselnuss und Erle blühten früher als sonst. DDP