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Der Bierdurst ist in Ost und West gleichermaßen groß

Dresden (dpa/taz) — Der Bierdurst ist in den neuen und alten Bundesländern gleichermaßen groß: Rechnerisch gesehen trinkt jeder und jede Deutsche — vom Baby bis zum Greis — im Jahr rund 140 Liter des des Gerstensafts. Das ist in der europäischen Statistik die Spitze. Der Präsident des Deutschen Brauer-Bundes, Josef Hattig, sieht auch beim Bier große Ost-West-Unterschiede. Während die westdeutschen Brauer 1990 mit 103 Millionen Hektolitern ein Rekordjahr verbuchten, und damit die seit 1976 anhaltende Stagnation überwunden werden konnte, sieht es bei den ostdeutschen Kollegen „mau“ aus. Füllten sie in der Vergangenheit jährlich etwa 22 Millionen Hektoliter ab, kamen sie seit dem Inkrafttreten der Währungsunion lediglich noch auf sechs bis sieben Millionen. Die Ursachen dafür liegen auf der Hand. Völlig veraltete Betriebe bringen nur etwa 30 bis 40 Prozent der Produktivität des westlichen Niveaus, in Werbung wurde im Osten kaum investiert. Dennoch sieht Hattig für viele der 140 ostdeutschen Brauereien Chancen, denn Bier brauche Heimat: Zwei Drittel der Westbetriebe verfügten über jährliche Produktionskapazitäten von maximal 20.000 Hektolitern, die in der näheren Umgebung getrunken werden.

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