: ...auf unsere eigene Gattung anwenden
...auf unsere eigene Gattung anwenden
»Wenn die Zeugung von der Geschlechtsliebe einmal vollkommen getrennt ist, werden die Menschen in einem völlig neuen Sinne frei geworden sein. Gegenwärtig ändern sich die Nationalcharaktere nur langsam, Gesetzen zufolge, die wir absolut nicht kennen. In Zukunft wird es vielleicht möglich sein, durch selektive Aufzucht die Charaktere ebenso schnell zu verändern wie die Einrichtungen. Ich kann mir vorstellen, wie die Wahlplakate in 300 Jahren aussehen werden (wenn solche verzwickten politischen Methoden bis dahin noch am Leben sind, was ja vielleicht unwahrscheinlich ist): ‘Stimmt für Smith und mehr Musiker!‚, ‘Stimmt für O'Leary und mehr Mädchen!‚ oder vielleicht schließlich und endlich: ‘Stimmt für McPherson und für Greifschwänze bei euren Urenkeln!‚ Tierarten zu verändern vermögen wir bereits heute in außerordentlichem Grad, und es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, wann wir imstande sein werden, die gleichen Prinzipien auf unsere eigene Gattung anzuwenden.«John Burdon Sanderson Haldane
Mit reinem Gewissen wissen
Auf taz.de finden Sie eine unabhängige, progressive Stimme. Frei zugänglich, ermöglicht von unserer Community. Alle Informationen auf unserer Webseite sind kostenlos verfügbar. Wer es sich aber leisten kann, darf – ganz im Zeichen des heutigen "Tags des guten Gewissens" – einen kleinen Beitrag leisten. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass guter, kritischer Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen