: Bonbon
■ betr.: "Die Avantgarde fährt Rad", taz vom 6.7.91
betr.: „Die Avantgarde fährt Rad“, taz vom 6.7.91
Ich schlage die taz auf, und etwa in der Mitte purzelt mir ein Bonbon entgegen. Dieses Bonbon wird von Philippe André in Form seines Artikels gereicht — köstlich.
Der Artikel zeichnet sich einerseits durch den Witz aus, mit dem er geschrieben ist — andererseits dadurch, daß er (leider) wahr ist. Ob sich André von der entsprechenden Glosse in der taz Bremen vor einigen Wochen inspirieren hat lassen oder nicht — der Trend zum superteuren, superschnellen Rad, das auch superschnell ganz oder zumindest teilweise geklaut ist, ist eigentlich schon gar kein Trend mehr.
Da kann man sich mittlerweile freuen, wenn man noch ein klappriges Hollandrad hat, das schon wegen seiner braungrüngraudreckigen Farbe niemanden zum Klauen animiert. Vielleicht wäre das ja eine Marktlücke? City-Tarnfarben für das Mauntn-Beik — asphaltgrau für die Straße. Oder grasgrün mit reichlich braunen Flecken für die Spielwiese. Oder... Sebastian Lovens, Duisburg
Mit reinem Gewissen wissen
Auf taz.de finden Sie eine unabhängige, progressive Stimme. Frei zugänglich, ermöglicht von unserer Community. Alle Informationen auf unserer Webseite sind kostenlos verfügbar. Wer es sich aber leisten kann, darf – ganz im Zeichen des heutigen "Tags des guten Gewissens" – einen kleinen Beitrag leisten. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass guter, kritischer Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen