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Den armen Fischen bleibt die Luft weg

Berlin. Auch vier Tage nach den starken Regenfällen des vergangenen Wochenendes sterben in den Berliner Gewässern noch Tausende von Fischen an Sauerstoffmangel. Aus dem Teltowkanal seien schon über drei Tonnen tote Plötzen, Barsche, Zander und Aale abgeschöpft worden, so Susanne Jürgensen, Leiterin des Fischereiamtes. Erkenntnisse über das genaue Ausmaß des Fischsterbens würden aber erst erwartet, wenn sich die Sauerstoffversorgung normalisiert habe und alle Tierkadaver eingesammelt seien.

Zwischen dem vergangenen Donnerstag und Dienstag dieser Woche sei der Sauerstoffgehalt vieler innerstädtischer Gewässer von 6 auf 1,5 Milligramm pro Liter gesunken. Nach acht Wochen Trockenheit hätten die Niederschläge eine »extreme Schmutzfracht« in die Kanäle und Seen der Hauptstadt geschwemmt. Die dort lebenden Bakterien verbrauchen Sauerstoff, wenn sie die organischen Bestandteile des Schmutzes zersetzen. Für die Fische bleibe dann nicht mehr genug zum Atmen übrig, sagte Frau Jürgensen.

Mit einer Verbesserung der Situation rechne sie »in den nächsten Tagen«. Auch weiterhin werde ein Belüftungsboot eingesetzt. An anderen Brennpunkten verschaffe die Feuerwehr den Fischen Erleichterung, indem sie einen scharfen Wasserstrahl in Seen und Teiche sprüht. Dabei werde dem Wasser Sauerstoff zugeführt. dpa

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