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Autobahnräuber gefaßt

■ Systematisch von Reisenden aus Osteuropa „Wegezoll“ kassiert

Potsdam (dpa) – Die Serie von Raubüberfällen auf den Autobahnen Brandenburgs ist weitgehend aufgeklärt. Wie der Potsdamer Polizeipräsident von Schwerin mitteilte, wurden vier Ukrainer und ein Armenier im Alter von 19 bis 31 Jahren auf frischer Tat festgenommen. Die Männer seien bereits in der Nacht zum 25.8. auf einem Parkplatz am Autobahndreieck Spreeau (Dahme-Spreewald) gestellt worden. Das Amtsgericht Potsdam erließ Haftbefehl.

Seit Jahresbeginn waren auf Parkplätzen und Raststätten an den Autobahnen Berlin-Hannover, Berlin-Frankfurt (Oder) sowie am Berliner Ring 20 Überfälle auf Reisende aus Rußland, den baltischen Staaten und der Ukraine verübt worden. Nach Polizeiangaben wurden den insgesamt 37 Opfern 13 Autos sowie über 18.000 Mark, mehr als 7.000 US-Dollar und Bargeld in den Währungen Polens und Litauens entwendet. Nach Polizeiangaben waren die Parkplätze in den Nächten seit Mitte August von bis zu 80 Beamten überwacht worden. Den Fahndern gelang die Festnahme, als die Täter einen Lockvogel der Polizei zu überfallen versuchten. Die Kripo geht davon aus, daß die Täter zu einer Bande gehörten, die bereits im Herbst 1993 unter dem Namen „Brigade Tarassow“ gewaltsam „Wegezoll“ von Reisenden aus GUS-Staaten kassierte.

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