■ Alles neu: „Berliner Zeitung“
Als Erich Böhme als Herausgeber der Berliner Zeitung antrat, wollte er das einstige SED-Blatt zur deutschen Washington Post machen. Doch schon bald mußte er einsehen, daß die Trauben um Meter zu hoch hingen. Selbst dem bescheideneren Versuch, im alten West-Berlin Fuß zu fassen, war wenig Erfolg beschieden, und die Berliner Zeitung verlor ständig an Auflage (in einem Jahr um fast 17.000 auf 233.000 im 3. Quartal 95). Den Herausgeberwechsel von Böhme zu Dieter Schröder, Ex-Chef der Süddeutschen, nahm Gruner + Jahr nun zum Anlaß, den Chefredakteur Hans Eggert abzulösen. Nachfolger Michael Maier will das Blatt nun „nach dem Vorbild der Süddeutschen machen“. Immer noch ziemlich hohe Trauben. MR
Nach dem Erfolg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt bangen viele Menschen um die Zukunft, es droht die erste AfD-Regierung. Das wäre eine (weitere) Zäsur für Deutschland. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen