piwik no script img

Bremer Theater: Droht der Konkurs?

„Dann kann man den Konkurs ausrechnen, das ist dann nur noch eine Frage der Zeit“ – wenn nämlich der Aufsichtsrat der Bremer Theater GmbH auf seiner kommenden Sitzung dem „Theaterkompromiß“ der Bremer Politiker zustimmt. Das erklärte Rolf Rempe, Verwaltungsdirektor des Theaters, gestern auf Anfrage der taz. Am nächsten Montag sitzt der Aufsichtsrat über dem umstrittenen Beschluß der Kulturdeputation zu Rate, nach dem jährlich rund 1,5 Millionen Mark weniger als vertraglich vereinbart aus dem Stadtsäckel in die Theaterkasse fließen sollen. Das brächte das Theater in absehbarer Zeit in akute Zahlungsschwieirgkeiten, sagt Rempe: Schließlich hätten er und Intendant Klaus Pierwoß bisher auf Basis eines 5-Jahres-Budgets gewirtschaftet. Im ersten Jahr habe man beim Premierenrummel mehr Geld ausgegeben, in der Hoffnung, das durch spätere Einsparungen wieder wettmachen zu können. Genau das aber wird nach dem neuen Sparplan nicht mehr möglich sein. Wenn die Subventionen tatsächlich sinken sollten, „dann tauchen Liquiditätsprobleme auf“. Nicht gefährdet sei die groß angekündigte „Meistersinger“-Produktion zu Beginn der neuen Spielzeit Ende September. Aber schon dann wird, so Rempe, eine Erhöhung des Eintrittspreise unumgänglich sein. Und wenn es so weitergehe, sei „nur noch beim Personal zu sparen“ – sprich: „an der künstlerischen Substanz“. taz

Eine Koalition, die was bewegt: taz.de und ihre Leser:innen

Unsere Community ermöglicht den freien Zugang für alle. Dies unterscheidet uns von anderen Nachrichtenseiten. Wir begreifen Journalismus nicht nur als Produkt, sondern auch als öffentliches Gut. Unsere Artikel sollen möglichst vielen Menschen zugutekommen. Mit unserer Berichterstattung versuchen wir das zu tun, was wir können: guten, engagierten Journalismus. Alle Schwerpunkte, Berichte und Hintergründe stellen wir dabei frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade jetzt müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Was uns noch unterscheidet: Unsere Leser:innen. Sie müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass guter Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Es wäre ein schönes Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen