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227 Tote bei Absturz eines Jumbos auf Guam

■ Die Absturzursache ist noch unklar, die Flugschreiber wurden gefunden

Agaña (AP/dpa/taz) – Vermutlich 227 Tote und 27 Überlebende – das ist die Bilanz des Absturzes eines südkoreanischen Jumbo-Jets auf der US-amerikanischen Pazifikinsel Guam. Die vorwiegend mit Touristen und Paaren auf Hochzeitsreise besetzte Maschine stürzte am frühen Mittwochmorgen bei starkem Regen im Landeanflug auf den Flughafen der Hauptstadt Agaña in den Dschungel, wo sie zerbrach und in Flammen aufging.

Rettungskräfte und Soldaten der nahe gelegenen US-Militärbasis bemühten sich den ganzen Tag, weitere Überlebende aus den Trümmern der Boeing 747-300 der Fluggesellschaft Korean Air zu bergen. Am Mittwoch abend bestand keine Hoffnung mehr auf weitere Überlebende. Statt dessen waren bereits fünf gerettete Personen ihren Verletzungen erlegen.

An Bord des Fluges 801 von Seoul nach Agaña waren 231 Passagiere und 23 Besatzungsmitglieder. Die Ursache des Unglücks ist noch ungeklärt. Das Landeleitsystem des Flughafens war wegen Reparaturarbeiten ausgeschaltet. Die Piloten haben jedoch für den Landeanflug auch andere übliche Hilfsmittel. Die Flugschreiber wurden gefunden. Die US-Flugsicherheitsbehörde entsandte ein Untersuchungsteam auf die 2.000 Kilometer östlich der Philippinen gelegene Insel. In Seoul demonstrierten gestern mehr als 100 Angehörige von verunglückten Passagieren gegen Korea Air. Die Airline hatte die Zahl der Überlebenden erst mit 55 angegeben.

Guam ist das westlichste Territorium der USA. Ein Drittel der 550 Quadratkilometer großen Insel dient den US-Streitkräften als Stützpunkt. Das tropische Eiland ist bei Touristen aus Japan und Süd-Korea beliebt.

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