Ausgabe vom 21./22. Dezember 2013

Mit "Tschick" in die Walachei

Wo man landet, wenn Wolfgang Herrndorfs Roman „Tschick“ als Landkarte dient – eine sonntaz über Menschen, die seit diesem Jahr fehlen.

Bild: David Oliveira

Was bleibt, wenn ein Mensch stirbt? Viele schöne Geschichten – die sonntaz erinnert an die Toten des Jahres 2013:

Ottmar Walter war der Mann, der den ungarischen Stopper Lorant aus der Deckung lockte, als Deutschland bei der Fußballweltmeisterschaft 1954 gegen Ungarn 3:2 gewann. Aber das weiß niemand mehr. Sein Bruder Fritz wurde Nationalheld, Ottmar Tankwart.

Walter Jens litt an Demenz. Als er starb, stand eine gleißend gelbe Sonne über der Wurmlinger Kapelle, auf der anderen Seite war der Waldrand, völlig schwarz. Und seine Frau wusste: Es ist geschehen. Ein Gespräch mit Inge Jens über die Liebe und den Tod.

Außerdem: Geschichten von Vivi Bach, Lothar Bisky, Wolfgang Herrndorf, Dieter Hildebrandt, Almut Klotz, Doris Lessing, Nelson Mandela, Ottfried Preußler, Manfred Rommel, Otto Sander, Gertrude Sandmann und Margaret Thatcher.

Jede Woche stellen wir eine Streitfrage, auf die Politiker, Wissenschaftlerinnen, Leserinnen und Prominente antworten. Die Diskussionen und den jeweils aktuellen Streit finden Sie unter taz.de/streit. Diskutieren Sie mit!

Und folgende Themen:

Ein halbes Jahr nach der Flut. Die Elbe nimmt, und die Elbe gibt, sagen die Menschen im Hochwassergebiet. Einige schon mit Zuversicht. Ein vorweihnachtlicher Besuch.

Mehrere tausend Internetnutzer wurden Anfang Dezember abgemahnt, weil sie angeblich Sexvideos im Netz sich angesehen haben. Aber ist Streaming eigentlich in Deutschland verboten?

Ein Gespräch mit Jim Jarmusch über seine neue Produktion „Only Lovers left alive“, die Liebe zu Vampirfilmen und darüber, wie sein Film mit ihm spricht, wenn er Szenen auswählt.

Mit Kolumnen von Christel Burghoff und Tania Martini.