: Gefragt und nachgedacht wird hinterher –betr.: „Einfache Deutungsmuster“ (Matthias Thieme), „Gelegentlich einiger Lektüre“ (Susanne Fischer), taz vom 14./15. 4. 99
Leider steht die Wahrheit, wie überall, hintan. Danke Fr. Fischer und Hr. Thieme (und dem rest der wahrheit-redaktion) für informative und aufklärende artikel . Im rest der zeitung überwiegt das übliche; in kriegszeiten ist das motto der presse (welchen systems auch immer): hauptsache in vorderster front (der schreibtische wohlgemerkt) und mit- und drauflosgeschossen, quatsch, natürlich nur –geschrieben, was die federn (sprich computer, denn auch im schreibwesen ist high-tech „angesagt“) hergeben, gefragt wird hinterher und noch viel hinterherer vielleicht auch mal nachgedacht.
p.s. daß in der „Wahrheit“ auch ab und an einmal die zarten gefühle der gutmenschelnden leser/-innen verletzt werden – was soll's! Beinahe genau so schlimm wie die kriegstreiber sind die moralisten, deren ekelhafte tour der grandiose spd-kriegsminister scharping in seiner doppelrolle 1 a vormacht. (übrigens: endlich hat's die spd einmal geschafft, nicht nur mitzulaufen, wie 1914, herzlichen glückwunsch) wolfgang bräuer, nürnberg
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