: „Blutdiamanten“ bald illegal
BERLIN taz ■ Ein Gipfeltreffen in London hat erstmals konkrete Maßnahmen gegen kriegsfinanzierenden Diamantenhandel erarbeitet. An dem Treffen unter Federführung des britischen Außenministeriums nahmen Vertreter der Diamantenindustrie sowie der wichtigsten Rohdiamantenimporteure der Welt teil – Belgien, Indien, Israel und die USA. Sie einigten sich darauf, ein einheitliches System von Herkunftsnachweisen zu erarbeiten, wie es Marktführer De Beers aus Südafrika bereits vorgeschlagen hat. Die einheitliche „Zertifizierung“ der Diamanten soll es Rebellen aus Angola und Sierra Leone und Kriegsparteien in der Demokratischen Republik Kongo unmöglich machen, legal Diamanten zu verkaufen und sich damit zu finanzieren. Die Einzelheiten sollen am 20. Juli im belgischen Antwerpen festgeklopft und im September in Südafrika formell beschlossen werden.
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