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sonntaz-Gespräch mit Lady Bitch Ray"Ich bin ein moralischer Mensch"

Lady Bitch Ray provozierte mit Porno-Rap und Vaginalsekret. Jetzt will sie brav werden, ein bisschen. Ihr Traum: Eine Professur. Ob das als Dr. Lady Bitch Ray geht?

2008, Lady Bitch Ray zu Gast bei "Schmidt&Pocher": Die Linguistin und Pornorapperin überreicht Moderator Oliver Pocher ihr Vaginalsekret. Und: Ihre Inszenierung geht auf, Lady Bitch Ray ist omnipräsent.

Es waren Auftritte wie diese, für die die Musikerin stand. Ein Jahr zuvor saß sie bei Sandra Maischberger und hatte mit 74 schlüpfrigen Wörtern in 75 Minuten schockiert. Ein Jahr später brach sie zusammen: Neurotische Depression und Burnout.

Sie ist zurück und will sich vor allem auf ihre wissenschaftliche Laufbahn konzentrieren, im sonntaz-Gespräch spricht eine Frau mit zwei Identitäten. "Als mein Zusammenbruch kam, war das Wichtigste, dass ich alles loslasse. Da ging es dann nur noch um Leben und Tod, ums Weiterleben. Ich hatte eine sehr schwere Depression. Da sieht man nichts mehr", sagt sie im sonntaz-Gespräch.

Lady Bitch Ray ist Reyhan Sahin und umgekehrt. Sie scheint beide Persönlichkeiten in sich zu tragen. Heute kann Sahin über ihr Alter Ego Lady Bitch Ray reflektiert und mit einer gewissen Distanz reden. Sahin ist türkisch-alevitisch sozialisert und in Bremen aufgewachsen. Ihr Vater ging arbeiten und ihre Mutter blieb zu Hause mit der Sehnsucht nach Heimat im Herzen.

Diesen und viele andere spannende Texte lesen Sie in der sonntaz vom 28./29. Januar. Am Kiosk, eKiosk und im Wochenendabo. Für Fans und Freunde: facebook.com/sonntaz

In Bremem war sie als Rapperin bekannt, die sich auffällig anzieht. Schritt für Schritt entwickelte sich daraus Lady Bitch Ray. "Ich habe ein Konstrukt daraus gemacht: eine Lady Bitch Ray, die stark ist, emanzipiert und eine starke freie Sexualität auslebt", sagt sie.

Jetzt hat sie ihre Doktorarbeit abgegeben und verteidigt diese nächsten Monat. Sie möchte in die Wissenschaft. Ihr Berufsziel: Professorin an einer Universität. Trotzdem: So ganz kann sie Lady Bitch Ray nicht sein lassen. Im Oktober soll ihr neofeministisches Pamphlet "Bitchsm" erscheinen. Es sei ein Buch über Sexualität, Aufklärung, Unterdrückungsmechanismen und auch über HipHop, sagt Sahin.

Im Interview spricht Reyhan Sahin außerdem über Lady Gaga, Alice Schwarzer – und ihre eigene Spießigkeit. Das gesamte Gespräch lesen Sie in der aktuellen sonntaz in der Wochenendausgabe der taz vom 28./29. Januar – an jedem gutsortierten Kiosk, im eKiosk oder per Wochenendabo direkt in Ihrem Briefkasten.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

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3 Kommentare

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  • E
    eskalaparty

    die japaner kaufen das als getragene damenunterhosen zum schnueffeln ...

  • S
    suswe

    Vaginalsekret ist zwar beileibe nicht so eklig wie Hedgefonds, aber als Provo schon etwas heftig. Ansonsten wünsche ich mir eine Professorin Lady Bitch Ray.

  • B
    broxx

    Schon putzig das man in Deutschland Diktor mit einer Arbeit über Kopftücher werden kann. Ansonsten ist das ne echt eklige Braut. Wozu man Votzensekret verschenkt ist mir auch rätselhaft...