Die Berichte der Boulevardmedien sind gefährlicher als Videospiele, meint Zensurforscher Roland Seim. Über Jugendliche, die Verbotslisten als "Einkaufsliste" nutzen und typisch deutsche Regulierungswut.von Michael Eichhammer
Ja, manches mag ich gern geregelt... z.B. dass alles getan wird, um diese viele Tausend Trainingslager in den Kinder- und Jugendzimmern zu beenden, in denen das eingeübt wird, was ein Amokläufer braucht: alles umnieten, was einem in die Quere kommt.
27.03.2009 13:19 Uhr
von Mag. phil. Jürgen Mayer:
Ich finde es schade, dass Herr Seim meint auf Neonazi-Software zurückgreifen zu müssen in dem Interview. Diese ist weder innerhalb irgendeiner Computerspieleindustrie entstanden, die heute angegriffen wird, noch waren ihre Urheber bekannt. Fahrlässig nenne ich das - angesichts der Bedrohung von Arbeitsplätzen bei einem tatsächlichen Verbot von "Killerspielen" in Deutschland, wie auch immer ein solches nun umgesetzt werden soll, der zumindest einmal angedrohten Kriminalisierung Hunderttausender, etc. Dass er dem Begriff "Killerspiel" noch etwas abgewinnen kann, kann ich ebenfalls überhaupt nicht nachvollziehen: gerade war noch die Rede von einer restriktiven Gesetzgebung in diesem Bereich, und dann soll gerade wegen Gewaltverbrechen eine Rede von "Killerspielen" erst eine Berechtigung erlangt haben? Ich hoffe mal das sollte eine weitergehende Kritik an der negativen Indizierungspraxis mit gegenteiligem Effekt als "Leseliste" sein...
@Mathias Zerm In "erlaubten" Videospielen geht es keineswegs "nach wie vor darum" was Sie da schreiben, höchstens oberflächlich betrachtet. Vielleicht meinten Sie aber auch ein "Killerspiel" wie "Moorhuhnjagd", ja gut - da hätten Sie schon Recht, aber ich denke doch, dass gerade der Werbespot nun nicht unbedingt von einem Verbot betroffen wäre...
27.03.2009 13:02 Uhr
von Petra Kessel:
@ Matthias Zerm: Der Mann nennt sich übrigens Seim. Reim war wohl eher in der Schlagerecke angesiedelt ;-) ich glaube nicht, dass Herr Seims Aussage, dass Siele wie "KZ-Manager" und "Anti-Neger-Test" verboten gehören gleichzeitig bedeutet, dass der Mann die Killerspiele für sehr gut erachtet. Ich meine, dass der Sinn solcher Spiele extrem fragwürdig ist. Man sollte diese nur Erwachsenen zugänglich machen, ein Verbot ist mit Vorsicht zu genießen. Die Zeiten der vorschnellen zensur liegen hinter uns.
27.03.2009 07:51 Uhr
von Demian Naftali:
guter artikel, guter mann
zusammen mit dem "bundeswehr ausbilder intreview" der Gamestar online bzg. "killerspiele" beim militär mythos einer der beste in dieser "phase"
26.03.2009 22:13 Uhr
von ultrafrettchen:
Ihr versteht nicht den Unterschied zwischen "verboten" und strafbar, weil eine Zensur in Deutschland entsprechend dem Grundgesetz tatsächlich nicht stattfindet. KZ-Manager, etc. sind "verboten", weil es sich ein Spiel handelt, welches den Tatbestand der Volksverhetzung oder des 86a STGB erfüllt. Wenn man es besitzt, kann s beschlagnahmt werden, der Besitz ist aber nicht notwendigerweise strafbar. Strafbar ist der Vertrieb, Verkauf, Weitergabe, etc. Eine Indizierung untersagt ebenfalls den Vertrieb, ggf. gebunden an Altersfreigaben, hat aber letztendlich nichts mit dem Strafrecht zu tun, da dadurch letztendlich überwiegend Inhalte mit naziverherrlichendem content erfaßt sind. Insofern ist der Besitz von "Killerspielen" in keinster Weise strafbar und wird es voraussichtlich auch nicht werden, da dies einer Zensur gleichkommt,welche durch das GG untersagt ist. Es ist aber mal befreiend, daß hier die Verantwortlichkeit der Medien in den Mittelpunkt gerückt wird und nicht irgendwelche Comics, Computerspiele oder sonstwas. Die Medien haben kein Interesse, ihre eigene Verantwortlichkeit zu thematisieren. Klar ist aber, daß eine Motivation derartiger Täter ist, sich einen lebenslänglichen Wikipedia-eintrag zu verschaffen an dem die Nachwelt nicht mehr vorbei kommt. Mit anderen Worten, bring sechzehn Leute um, und du kommst auf das Titelbild vom Spiegel. Was will man mehr als frustrierter Jugendlicher, der es der Welt mal richtig zeigen will.
26.03.2009 15:12 Uhr
von Matthias Zerm:
Die folgende Aussage Herrn Reims macht mich ja doch stutzig: "In jeder Gesellschaft muss es natürlich Grenzen geben, etwa wenn die Integrität von Mitmenschen verletzt wird. Frühe Beispiele für "Spiele", die indiskutabel sind, sind z.B. "KZ-Manager" und "Anti-Neger-Test". Die Aussagen des dahinter stehenden menschenverachtenden Weltbildes kann niemand gutheißen, der in einer demokratischen Wertegemeinschaft verankert sein möchte." Ich kenne die genannten Spiele zwar nicht, aber seine Aussage muss man ja wohl so verstehen, dass die erlaubten Spiele diesbezüglich "ok" seien. Demnach verletzten Spiele, bei denen es nach wie vor darum geht, um es bewusst verkürzt auszudrücken, alles zu "eliminieren", was sich bewegt, nicht die "Integrität von Mitmenschen" und das dahinterstehende Weltbild sei nicht menschenverachtend und somit in einer demokratischen Wertegemeinschaft verankert. Merkwürdig! Es ist schon auffallend, wie oft in letzter Zeit zu lesen und zu hören ist, dass all jenen, die sich kritisch oder auch nur fragend äußern, damit begegnet wird, dass sie keine Ahnung von den Spielen hätten. Das scheint offenbar die Strategie zu sein, sich um die eigentlichen Fragen zu drücken, wie z.B., kann es für einen 10jährigen gut/föderlich sein (die Gegenfrage, ob es schadet, ist bereits wieder nur ein Ablenkungsmanöver), wenn er seine Abende und Wochenenden damit verbringt, auf alles was zu ballern was sich in der Scheinwelt des Spieles bewegt? Vermutlich kommt die Weigerung, solche Fragen überhaupt zu zulassen (siehe Totschlagargumente wie "die haben ja keine Ahnung" usw.) aus einer (Rest)-Ahnung, die man besser wegdrängt, um sich selbst nicht in Frage stellen zu müssen. Ein ähnliches Muster ist regelmässig zu beobachten, wenn mal wieder das Thema "Gewalt im Fernsehen" diskutiert wird.
25.03.2009 18:05 Uhr
von Hank:
Wer ist denn "der Deutsche"? Ist das ein Kumpel von "dem Russen"? Und was ist grundsätzlich daran so schlimm, wenn man Dinge regulieren möchte (z.B. Märkte, Frauenquote etc.)? Zumal ich der Auffassung bin, dass hierzulande auf vielen Gebieten eher ein blindes Laissez faire herrscht - erst recht nach dem neoliberalen Ruck der letzten Jahre.
Aber in den Conclusio stimme ich Herrn Seim zu: Jetzt wird mal wieder versucht, komplexe Probleme durch das Suchen eines "Sündenbocks" (Computerspiele) zu lösen.
25.03.2009 14:16 Uhr
von Karl:
Volk der Bloggwarte willst Du ewig leben?
Karl
25.03.2009 12:05 Uhr
von Dreamhunter:
@Omti
wann hat er denn gesagt das diese Spiele erlaubt sind?
Er meint, wenn es überhaupt keine Zensur gäbe könnten solche Spiele auf den Markt kommen.
25.03.2009 12:04 Uhr
von Dreamhunter:
@Omti
wann hat er denn gesagt das diese Spiele erlaubt sind?
Er meint, wenn es überhaupt keine Zensur gäbe könnten solche Spiele auf den Markt kommen.
25.03.2009 11:30 Uhr
von Naituela:
@Omti: Erstmal weiter lesen.....
"Frühe Beispiele für "Spiele", die indiskutabel sind, sind z.B. "KZ-Manager" und "Anti-Neger-Test". Die Aussagen des dahinter stehenden menschenverachtenden Weltbildes kann niemand gutheißen, der in einer demokratischen Wertegemeinschaft verankert sein möchte. Es dürfte kein Verlust sein, dass derlei verboten WURDE."
24.03.2009 23:49 Uhr
von Mr. Watchman:
Aufschlußreiche Infos :-) Hätte nicht gedacht dass es bei uns noch so viele indizierte Sachen gibt. Schätze es wird in Zukunft nicht weniger werden... :-(
24.03.2009 22:17 Uhr
von Omti:
"Frühe Beispiele für "Spiele", die indiskutabel sind, sind z.B. "KZ-Manager" und "Anti-Neger-Test". Die Aussagen des dahinter stehenden menschenverachtenden Weltbildes kann niemand gutheißen, der in einer demokratischen Wertegemeinschaft verankert sein möchte."
Bis zu diesem Textpassage dachte ich es würde sich um einen Experten handeln, der sich mit Computerspielen auskennt... Allerdings scheint dies doch nicht der fall zu seien, da er sonst wüsste das besagte Spiele durchaus verboten sind. Ich hätte nie geglaubt, dass jemand, der anscheinend keine Ahnung hat doch die richtigen Schlüsse ziehen kann.
24.03.2009 15:22 Uhr
von Hans Lotus:
Hut ab!
Auch wenn ich mit Eurer politischen Richtung so ziemlich Null übereinstimme: Das hier ist in den letzten 14 Tagen der dritte extrem gute Artikel in der taz, der sich wohltuend von dem unreflektierten Geschreibsel der Konkurrenz unterscheidet.
Glückwunsch dazu, Ihr macht Euch. Danke für diesen Artikel, der eine Stimme der Vernunft in der ganzen aktuellen Hysterie darstellt.
Leserkommentare
05.04.2009 23:47 Uhr
von jbes:
Ja, manches mag ich gern geregelt...
z.B. dass alles getan wird, um diese viele Tausend Trainingslager in den Kinder- und Jugendzimmern zu beenden, in denen das eingeübt wird, was ein Amokläufer braucht: alles umnieten, was einem in die Quere kommt.
27.03.2009 13:19 Uhr
von Mag. phil. Jürgen Mayer:
Ich finde es schade, dass Herr Seim meint auf Neonazi-Software zurückgreifen zu müssen in dem Interview. Diese ist weder innerhalb irgendeiner Computerspieleindustrie entstanden, die heute angegriffen wird, noch waren ihre Urheber bekannt. Fahrlässig nenne ich das - angesichts der Bedrohung von Arbeitsplätzen bei einem tatsächlichen Verbot von "Killerspielen" in Deutschland, wie auch immer ein solches nun umgesetzt werden soll, der zumindest einmal angedrohten Kriminalisierung Hunderttausender, etc.
Dass er dem Begriff "Killerspiel" noch etwas abgewinnen kann, kann ich ebenfalls überhaupt nicht nachvollziehen: gerade war noch die Rede von einer restriktiven Gesetzgebung in diesem Bereich, und dann soll gerade wegen Gewaltverbrechen eine Rede von "Killerspielen" erst eine Berechtigung erlangt haben? Ich hoffe mal das sollte eine weitergehende Kritik an der negativen Indizierungspraxis mit gegenteiligem Effekt als "Leseliste" sein...
@Mathias Zerm
In "erlaubten" Videospielen geht es keineswegs "nach wie vor darum" was Sie da schreiben, höchstens oberflächlich betrachtet.
Vielleicht meinten Sie aber auch ein "Killerspiel" wie "Moorhuhnjagd", ja gut - da hätten Sie schon Recht, aber ich denke doch, dass gerade der Werbespot nun nicht unbedingt von einem Verbot betroffen wäre...
27.03.2009 13:02 Uhr
von Petra Kessel:
@ Matthias Zerm: Der Mann nennt sich übrigens Seim. Reim war wohl eher in der Schlagerecke angesiedelt ;-) ich glaube nicht, dass Herr Seims Aussage, dass Siele wie "KZ-Manager" und "Anti-Neger-Test" verboten gehören gleichzeitig bedeutet, dass der Mann die Killerspiele für sehr gut erachtet. Ich meine, dass der Sinn solcher Spiele extrem fragwürdig ist. Man sollte diese nur Erwachsenen zugänglich machen, ein Verbot ist mit Vorsicht zu genießen. Die Zeiten der vorschnellen zensur liegen hinter uns.
27.03.2009 07:51 Uhr
von Demian Naftali:
guter artikel, guter mann
zusammen mit dem "bundeswehr ausbilder intreview" der Gamestar online bzg. "killerspiele" beim militär mythos einer der beste in dieser "phase"
26.03.2009 22:13 Uhr
von ultrafrettchen:
Ihr versteht nicht den Unterschied zwischen "verboten" und strafbar, weil eine Zensur in Deutschland entsprechend dem Grundgesetz tatsächlich nicht stattfindet. KZ-Manager, etc. sind "verboten", weil es sich ein Spiel handelt, welches den Tatbestand der Volksverhetzung oder des 86a STGB erfüllt. Wenn man es besitzt, kann s beschlagnahmt werden, der Besitz ist aber nicht notwendigerweise strafbar. Strafbar ist der Vertrieb, Verkauf, Weitergabe, etc.
Eine Indizierung untersagt ebenfalls den Vertrieb, ggf. gebunden an Altersfreigaben, hat aber letztendlich nichts mit dem Strafrecht zu tun, da dadurch letztendlich überwiegend Inhalte mit naziverherrlichendem content erfaßt sind.
Insofern ist der Besitz von "Killerspielen" in keinster Weise strafbar und wird es voraussichtlich auch nicht werden, da dies einer Zensur gleichkommt,welche durch das GG untersagt ist.
Es ist aber mal befreiend, daß hier die Verantwortlichkeit der Medien in den Mittelpunkt gerückt wird und nicht irgendwelche Comics, Computerspiele oder sonstwas. Die Medien haben kein Interesse, ihre eigene Verantwortlichkeit zu thematisieren. Klar ist aber, daß eine Motivation derartiger Täter ist, sich einen lebenslänglichen Wikipedia-eintrag zu verschaffen an dem die Nachwelt nicht mehr vorbei kommt. Mit anderen Worten, bring sechzehn Leute um, und du kommst auf das Titelbild vom Spiegel. Was will man mehr als frustrierter Jugendlicher, der es der Welt mal richtig zeigen will.
26.03.2009 15:12 Uhr
von Matthias Zerm:
Die folgende Aussage Herrn Reims macht mich ja doch stutzig: "In jeder Gesellschaft muss es natürlich Grenzen geben, etwa wenn die Integrität von Mitmenschen verletzt wird. Frühe Beispiele für "Spiele", die indiskutabel sind, sind z.B. "KZ-Manager" und "Anti-Neger-Test". Die Aussagen des dahinter stehenden menschenverachtenden Weltbildes kann niemand gutheißen, der in einer demokratischen Wertegemeinschaft verankert sein möchte."
Ich kenne die genannten Spiele zwar nicht, aber seine Aussage muss man ja wohl so verstehen, dass die erlaubten Spiele diesbezüglich "ok" seien. Demnach verletzten Spiele, bei denen es nach wie vor darum geht, um es bewusst verkürzt auszudrücken, alles zu "eliminieren", was sich bewegt, nicht die "Integrität von Mitmenschen" und das dahinterstehende Weltbild sei nicht menschenverachtend und somit in einer demokratischen Wertegemeinschaft verankert. Merkwürdig!
Es ist schon auffallend, wie oft in letzter Zeit zu lesen und zu hören ist, dass all jenen, die sich kritisch oder auch nur fragend äußern, damit begegnet wird, dass sie keine Ahnung von den Spielen hätten. Das scheint offenbar die Strategie zu sein, sich um die eigentlichen Fragen zu drücken, wie z.B., kann es für einen 10jährigen gut/föderlich sein (die Gegenfrage, ob es schadet, ist bereits wieder nur ein Ablenkungsmanöver), wenn er seine Abende und Wochenenden damit verbringt, auf alles was zu ballern was sich in der Scheinwelt des Spieles bewegt? Vermutlich kommt die Weigerung, solche Fragen überhaupt zu zulassen (siehe Totschlagargumente wie "die haben ja keine Ahnung" usw.) aus einer (Rest)-Ahnung, die man besser wegdrängt, um sich selbst nicht in Frage stellen zu müssen. Ein ähnliches Muster ist regelmässig zu beobachten, wenn mal wieder das Thema "Gewalt im Fernsehen" diskutiert wird.
25.03.2009 18:05 Uhr
von Hank:
Wer ist denn "der Deutsche"? Ist das ein Kumpel von "dem Russen"? Und was ist grundsätzlich daran so schlimm, wenn man Dinge regulieren möchte (z.B. Märkte, Frauenquote etc.)? Zumal ich der Auffassung bin, dass hierzulande auf vielen Gebieten eher ein blindes Laissez faire herrscht - erst recht nach dem neoliberalen Ruck der letzten Jahre.
Aber in den Conclusio stimme ich Herrn Seim zu: Jetzt wird mal wieder versucht, komplexe Probleme durch das Suchen eines "Sündenbocks" (Computerspiele) zu lösen.
25.03.2009 14:16 Uhr
von Karl:
Volk der Bloggwarte willst Du ewig leben?
Karl
25.03.2009 12:05 Uhr
von Dreamhunter:
@Omti
wann hat er denn gesagt das diese Spiele erlaubt sind?
Er meint, wenn es überhaupt keine Zensur gäbe könnten solche Spiele auf den Markt kommen.
25.03.2009 12:04 Uhr
von Dreamhunter:
@Omti
wann hat er denn gesagt das diese Spiele erlaubt sind?
Er meint, wenn es überhaupt keine Zensur gäbe könnten solche Spiele auf den Markt kommen.
25.03.2009 11:30 Uhr
von Naituela:
@Omti: Erstmal weiter lesen.....
"Frühe Beispiele für "Spiele", die indiskutabel sind, sind z.B. "KZ-Manager" und "Anti-Neger-Test". Die Aussagen des dahinter stehenden menschenverachtenden Weltbildes kann niemand gutheißen, der in einer demokratischen Wertegemeinschaft verankert sein möchte. Es dürfte kein Verlust sein, dass derlei verboten WURDE."
24.03.2009 23:49 Uhr
von Mr. Watchman:
Aufschlußreiche Infos :-) Hätte nicht gedacht dass es bei uns noch so viele indizierte Sachen gibt. Schätze es wird in Zukunft nicht weniger werden... :-(
24.03.2009 22:17 Uhr
von Omti:
"Frühe Beispiele für "Spiele", die indiskutabel sind, sind z.B. "KZ-Manager" und "Anti-Neger-Test". Die Aussagen des dahinter stehenden menschenverachtenden Weltbildes kann niemand gutheißen, der in einer demokratischen Wertegemeinschaft verankert sein möchte."
Bis zu diesem Textpassage dachte ich es würde sich um einen Experten handeln, der sich mit Computerspielen auskennt...
Allerdings scheint dies doch nicht der fall zu seien, da er sonst wüsste das besagte Spiele durchaus verboten sind. Ich hätte nie geglaubt, dass jemand, der anscheinend keine Ahnung hat doch die richtigen Schlüsse ziehen kann.
24.03.2009 15:22 Uhr
von Hans Lotus:
Hut ab!
Auch wenn ich mit Eurer politischen Richtung so ziemlich Null übereinstimme: Das hier ist in den letzten 14 Tagen der dritte extrem gute Artikel in der taz, der sich wohltuend von dem unreflektierten Geschreibsel der Konkurrenz unterscheidet.
Glückwunsch dazu, Ihr macht Euch. Danke für diesen Artikel, der eine Stimme der Vernunft in der ganzen aktuellen Hysterie darstellt.