Eine Kirchengemeinde wollte wissen, was sich sozial schwache Marzahner wünschen, und startete eine Umfrage. Jetzt liegen die Antworten vor.von Marina Mai
Das Grundeinkommen ist eine durchaus praktikable Idee, wenn auch nur ein allererster Schritt. In Hamburg gab es dazu sehr lebhafte Veranstaltungen - siehe hier:
...es sollte meiner Auffassung nach allerdings nicht aus der Besteuerung der gesellschaftlichen Mehrwertmasse finanziert werden, d.h. man sollte erst gar nicht den Versuch wagen, es langfristig systemimmanent zu denken, sondern vielmehr die Abschaffung der Arbeit und der Warenform anvisieren. Der Kapitalismus wird in wenigen Jahren eh ad acta gelegt werden müssen.
Empfehlen kann ich dazu die Erkenntnisse der "modernen Wertetheorie": exit-online.org
Die erste Partei, die seit Jahren für das Grundeinkommen sind DIE VIOLETTEN - siehe:
http://www.die-violetten.de/
Die Art der Finanzierung wird sich dort demnächst wahrscheinlich auch ändern, da die Erkenntnisse dazu reifen. Ich schätze mal, man wird anstelle dessen eine Lebensgeldschöpfung setzen, so wie das Banken das heute schon täglich machen - also Geldschöpfung aus dem Nichts. So gewinnt man vielleicht 3-4 Jahre. Da kann man dann den nächsten Schritt machen, z.B. ein Zeit-Äquivalenz-System. Der übernächste Schritt wäre dann alles nur noch durch basisdemokratische Kommunikation und Entscheidung zu steuern, anstatt über Systeme individuell-egoistischer Abrechnung. Das ist durchaus möglich, denn sachlich spricht nichts dagegen aber sehr viel dafür.
23.12.2009 18:04 Uhr
von Sim:
Das hört sich an, wie der Wunsch nach einem bedingungslosen Grundeinkommen..
23.12.2009 16:07 Uhr
von Patrick P.:
Der Artikel heuchelt soziales Engagement vor, trieft aber von der selbstgerechten Arroganz der Ober- und Mittelklasse.
"Sozial Schwache" - wer arm ist, ist asozial und egoistisch - oder welche sozialen Defizite werden da unterstellt?
Ängste vor Umweltzerstörung? Wenn man im Oktober nicht weiss, ob man Ende November im Eis (er)frieren muss? Die verständnisvollen Reichen können nicht verstehen, warum die Armen nicht die existenzbedrohenden Ängste der Reichen haben? Sie wollen die Armen dazu erziehen, die richtigen Ängste - ihre - zu haben?
Sie wollen die Armen überhaupt erziehen? Vor allem dazu, "nicht den Rechten anheimzufallen"? Als das letzte Mal die Rechten die Macht übernommen haben, da haben sie überall da gewonnen, wo wohlhabende und "gebildete" Kreise zuhause waren: in den Villenvororten, bei den freien Berufen, in den Universitäten. Nur in den Slums, da wollte keiner was von ihnen wissen.
Wenn man mit Fakten statt mit wohlfeiler Klassenarroganz an die Frage geht, bleibt keine Frage, wer Erziehung braucht.
Leserkommentare
24.10.2010 20:25 Uhr
von BeobachterHH:
Das Grundeinkommen ist eine durchaus praktikable Idee, wenn auch nur ein allererster Schritt. In Hamburg gab es dazu sehr lebhafte Veranstaltungen - siehe hier:
http://www.spirit-online.de/index.php/magazin/11561-grundeinkommen-ist-stark-im-gespraech
...es sollte meiner Auffassung nach allerdings nicht aus der Besteuerung der gesellschaftlichen Mehrwertmasse finanziert werden, d.h. man sollte erst gar nicht den Versuch wagen, es langfristig systemimmanent zu denken, sondern vielmehr die Abschaffung der Arbeit und der Warenform anvisieren. Der Kapitalismus wird in wenigen Jahren eh ad acta gelegt werden müssen.
Empfehlen kann ich dazu die Erkenntnisse der "modernen Wertetheorie": exit-online.org
Die erste Partei, die seit Jahren für das Grundeinkommen sind DIE VIOLETTEN - siehe:
http://www.die-violetten.de/
Die Art der Finanzierung wird sich dort demnächst wahrscheinlich auch ändern, da die Erkenntnisse dazu reifen. Ich schätze mal, man wird anstelle dessen eine Lebensgeldschöpfung setzen, so wie das Banken das heute schon täglich machen - also Geldschöpfung aus dem Nichts. So gewinnt man vielleicht 3-4 Jahre. Da kann man dann den nächsten Schritt machen, z.B. ein Zeit-Äquivalenz-System. Der übernächste Schritt wäre dann alles nur noch durch basisdemokratische Kommunikation und Entscheidung zu steuern, anstatt über Systeme individuell-egoistischer Abrechnung. Das ist durchaus möglich, denn sachlich spricht nichts dagegen aber sehr viel dafür.
23.12.2009 18:04 Uhr
von Sim:
Das hört sich an, wie der Wunsch nach einem bedingungslosen Grundeinkommen..
23.12.2009 16:07 Uhr
von Patrick P.:
Der Artikel heuchelt soziales Engagement vor, trieft aber von der selbstgerechten Arroganz der Ober- und Mittelklasse.
"Sozial Schwache" - wer arm ist, ist asozial und egoistisch - oder welche sozialen Defizite werden da unterstellt?
Ängste vor Umweltzerstörung? Wenn man im Oktober nicht weiss, ob man Ende November im Eis (er)frieren muss?
Die verständnisvollen Reichen können nicht verstehen, warum die Armen nicht die existenzbedrohenden Ängste der Reichen haben? Sie wollen die Armen dazu erziehen, die richtigen Ängste - ihre - zu haben?
Sie wollen die Armen überhaupt erziehen? Vor allem dazu, "nicht den Rechten anheimzufallen"?
Als das letzte Mal die Rechten die Macht übernommen haben, da haben sie überall da gewonnen, wo wohlhabende und "gebildete" Kreise zuhause waren: in den Villenvororten, bei den freien Berufen, in den Universitäten.
Nur in den Slums, da wollte keiner was von ihnen wissen.
Wenn man mit Fakten statt mit wohlfeiler Klassenarroganz an die Frage geht, bleibt keine Frage, wer Erziehung braucht.