Biologisch abbaubar sind Süßstoffe wie Cyclamat oder Saccharin nicht. Im menschlichen Körper können sie nicht verstoffwechselt werden. Auch Kläranlagen überstehen sie.von Barbara Kerneck
Es bleit zu beachten: Nanopartikel und geloste Wasserinhaltsstoffe könnten auch ein erhebliches synergistisches Potenzial bilden....
Da ist durchaus noch was zu tun.
Glück auf!
Karl
29.06.2009 09:26 Uhr
von hto:
Was die nicht abbaubaren Stoffe im Wasser angeht, da ist doch wohl die Nanotechnologie mit ihrem stetig wachsenden Anteil an Titandioxid am bedenklichsten - Nanopartikel kommen überall hin / überwinden die Blut-Hirnschranke und sind wahrscheinlich haltbarer als Radioaktivität!?
Der "Bio"sektor jedenfalls, hat sich angesichts dessen darauf eingestellt und positioniert sich und seine Produkte zunehmend mit dem Namen Bio-Nano ganz neu - Süsstoff ist da doch wohl ein leicht zu integrierendes Problem / Peanuts!?
26.06.2009 16:54 Uhr
von Bäääärrrrk!!!:
Wenn es mal bloß Süssstoffe wären aber die Gewässer sind ja auch voll mit Hormonen insbesondere Östrogene die i.d.R. via Frau (Pille) ins Abwasser gelangen. Und insbesondere bei Hormonen sind Mengen im Nanogramm Bereich schon äusserst effektiv.
26.06.2009 13:30 Uhr
von Jens Schlegel:
Niemand braucht Süssstoffe. Und generell ungefährlich sind sie auch nicht. Seit wann ist die Konzentration der Stoffe auf das heutige Mass entstanden? Wie hoch wird die Konzentration in 10 Jahren sein? Stiegt der Einsatz von Süssstoffen und somit die Zufuhr in das Abwasser? Haben Süssstoffe überhaubt einen positiven Effekt hinsichtlich der Energiezufuhr oder unterstützen sie nur den Heisshunger aus Süsses? Diese Fragen zu klären wäre deutlich interessanter als der gesamte Artikel. Und sie fallen einem in 2 bis 3 Minuten ein.
26.06.2009 11:51 Uhr
von Takeshi:
Wann lassen unsere politischen Mietmäuler endlich andere natürliche Süssstoffe wie z.B. Stevia zu? Bis her lassen sich unsere politischen Kasperlepuppen von der Zuckerrübenindustrie und den Chemiewerken ja super fernsteuern. Stevia ist weltweit als unbedenklich eingestuft, nur die EU mauert. Warum wohl?
26.06.2009 10:11 Uhr
von Karl:
Die nachgewiesenen Konzentrationen sind im Bericht überinterpretiert worden. Es ist nicht statthaft anhand von Zeitpunkt-Proben auf die Gesamtfracht an Zielsubstanz für ein gegebenes Wasservolumen zu schließen. Vielmehr ist auf diese Weise nur eine fehlerbehaftete Annäherung möglich. Gehalte von Zielsubstanzen in Einzelproben können, müssen aber nicht, in einem festen Verhältnis zum Wasservolumen stehen. Erfahrungsgemäß handelt es sich bei Realproben (Zeitpunkt-Proben) meist um Einzelaussagen die aus dynamischen Gleichgewichtssystemen entnommen worden sind und dann ohne Kenntnis dieser Gleichgewichte interpretiert werden. Das führt dann bisweilen zu Fehleinschätzungen.
D.h. bevor eine weitreichende Aussage zur möglicherweise aufnehmbaren Dosis gegeben werden kann, müsen die Zielsubstanzfracht und die systembestimmenden Gleichgwichte bekannt sein (pH, Stabilitätsfelder in-situ!). Dazu gibts auch schon geeigente technische Grundlagen und Projekte!
Diese werden aber nur ungern angewendet, weil die bisherigen Ansätze, wie auch dieser, erheblich ungenauer sind und meist zu niedrige Gesamtfrachten liefern...außerdem würde sich zeigen das die Modellierungssoftware eigentlich ihren Aufgaben nicht gerecht werden kann...aber schöne bunte Bilder liefert.
Eine grundsätzlich wichtige Arbeit die aber durchaus noch der Verfeinerung bedarf.
Glück auf
Karl
26.06.2009 08:54 Uhr
von Uwe:
"Ausgehend von den nachgewiesenen Spuren in den Flüssen müssten Sie je nach Süßstoff 10 bis 50 Jahre lang täglich zwei Liter von der Wasser zu sich nehmen, um auf die in einer Süßstofftablette enthaltene Menge zu kommen".Ihren Kommentar hier eingeben
Oh der Fehlerteufel...
26.06.2009 08:54 Uhr
von Stanley Williams:
na und? es ist mir doch egal, was irgendwelche lobbyisten für ungefährlich halten. ob die einen stoff nun zulassen oder nicht, sagt doch nichts über seine gefährlichkeit aus................
26.06.2009 06:24 Uhr
von denninger:
Danke, Barbara, dass Du mich mit Deinem Artikel so erfreut hast, dass ich den Tod vom King Of Pop eine Zeit lang vergessen konnte. Das ist wieder ein echter Kerneck (SCNR). Schon der erste Satz des Haupttextes besticht durch eine wirklich unerwartete Puralbildung. Aber schon geht es weiter. Die "Ergebnisse" wurden "in Kläranlagen" und Flüssen "gewonnen" und nicht etwa im TZW aus Wasserproben ermittelt. Die Gambler vom TZW "gewinnen" überhaupt alles, sogar "Messwerte". Die Verwendung der deutschen Übersetzung statt dem allgemein verständlichen Kürzel "HPLC" für eine Analysemethode erstaunt und macht neugierig auf weitere lyrische Spezereien. Aber leider leider, es wird etwas eintönig. Außer eine etwas seltsame Verwendung eines Konjunktivs erheitert mich nichts mehr im Folgetext. Die Logik hinter der These, die "ermittelten Süßstoffen" stellten "keine Gefahr für die menschliche Gesundheit" dar, da sie ja "vielfach von internationalen Expertengremien" "bewertet wurden" überrascht nicht wirklich wenn man Barbaras Artikel kennt. Da tröstet mich auch der heitere Vergleich von jahrzehntelangem Wassertrinken mit einer Süßstofftablette nicht. Also muss ich, nach einer kurzen, durch den aussagelosen ("Im Wasser sind Süßstoffe, aber das ist voll egal.") Artikel bedingten Zäsur doch wieder um Michael Jackson weinen.
25.06.2009 23:29 Uhr
von Curt:
Dass die genannten Süßstoffe in geringen Mengen keine Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellen, dürfte falsch sein. Größtes Risiko sind die sog. pseudoallergischen Reaktionen.
Unter der genannten Bedingung, fehlende Abbaubarkeit, ist sowieso ein Verbot dieser Stoffe angebracht, um unser Trinkwasser langfristig zu schützen.
25.06.2009 22:51 Uhr
von michaelbolz:
Wovon man nicht sprechen will, darüber lieber schweigen. Kein Satz davon, was eine derartige Kontamination mit der Umwelt macht, aber wer weiß das schon. Brauchen Fische Süssstoffe?
Leserkommentare
30.06.2009 10:01 Uhr
von karl:
@ hto
Es bleit zu beachten: Nanopartikel und geloste Wasserinhaltsstoffe könnten auch ein erhebliches synergistisches Potenzial bilden....
Da ist durchaus noch was zu tun.
Glück auf!
Karl
29.06.2009 09:26 Uhr
von hto:
Was die nicht abbaubaren Stoffe im Wasser angeht, da ist doch wohl die Nanotechnologie mit ihrem stetig wachsenden Anteil an Titandioxid am bedenklichsten - Nanopartikel kommen überall hin / überwinden die Blut-Hirnschranke und sind wahrscheinlich haltbarer als Radioaktivität!?
Der "Bio"sektor jedenfalls, hat sich angesichts dessen darauf eingestellt und positioniert sich und seine Produkte zunehmend mit dem Namen Bio-Nano ganz neu - Süsstoff ist da doch wohl ein leicht zu integrierendes Problem / Peanuts!?
26.06.2009 16:54 Uhr
von Bäääärrrrk!!!:
Wenn es mal bloß Süssstoffe wären aber die Gewässer sind ja auch voll mit Hormonen insbesondere Östrogene die i.d.R. via Frau (Pille) ins Abwasser gelangen. Und insbesondere bei Hormonen sind Mengen im Nanogramm Bereich schon äusserst effektiv.
26.06.2009 13:30 Uhr
von Jens Schlegel:
Niemand braucht Süssstoffe. Und generell ungefährlich sind sie auch nicht.
Seit wann ist die Konzentration der Stoffe auf das heutige Mass entstanden? Wie hoch wird die Konzentration in 10 Jahren sein? Stiegt der Einsatz von Süssstoffen und somit die Zufuhr in das Abwasser? Haben Süssstoffe überhaubt einen positiven Effekt hinsichtlich der Energiezufuhr oder unterstützen sie nur den Heisshunger aus Süsses?
Diese Fragen zu klären wäre deutlich interessanter als der gesamte Artikel. Und sie fallen einem in 2 bis 3 Minuten ein.
26.06.2009 11:51 Uhr
von Takeshi:
Wann lassen unsere politischen Mietmäuler endlich andere natürliche Süssstoffe wie z.B. Stevia zu?
Bis her lassen sich unsere politischen Kasperlepuppen von der Zuckerrübenindustrie und den Chemiewerken ja super fernsteuern.
Stevia ist weltweit als unbedenklich eingestuft, nur die EU mauert. Warum wohl?
26.06.2009 10:11 Uhr
von Karl:
Die nachgewiesenen Konzentrationen sind im Bericht überinterpretiert worden. Es ist nicht statthaft anhand von Zeitpunkt-Proben auf die Gesamtfracht an Zielsubstanz für ein gegebenes Wasservolumen zu schließen.
Vielmehr ist auf diese Weise nur eine fehlerbehaftete Annäherung möglich.
Gehalte von Zielsubstanzen in Einzelproben können, müssen aber nicht, in einem festen Verhältnis zum Wasservolumen stehen. Erfahrungsgemäß handelt es sich bei Realproben (Zeitpunkt-Proben) meist um Einzelaussagen die aus dynamischen Gleichgewichtssystemen entnommen worden sind und dann ohne Kenntnis dieser Gleichgewichte interpretiert werden. Das führt dann bisweilen zu Fehleinschätzungen.
D.h. bevor eine weitreichende Aussage zur möglicherweise aufnehmbaren Dosis gegeben werden kann, müsen die Zielsubstanzfracht und die systembestimmenden Gleichgwichte bekannt sein (pH, Stabilitätsfelder in-situ!).
Dazu gibts auch schon geeigente technische Grundlagen und Projekte!
Diese werden aber nur ungern angewendet, weil die bisherigen Ansätze, wie auch dieser, erheblich ungenauer sind und meist zu niedrige Gesamtfrachten liefern...außerdem würde sich zeigen das die Modellierungssoftware eigentlich ihren Aufgaben nicht gerecht werden kann...aber schöne bunte Bilder liefert.
Eine grundsätzlich wichtige Arbeit die aber durchaus noch der Verfeinerung bedarf.
Glück auf
Karl
26.06.2009 08:54 Uhr
von Uwe:
"Ausgehend von den nachgewiesenen Spuren in den Flüssen müssten Sie je nach Süßstoff 10 bis 50 Jahre lang täglich zwei Liter von der Wasser zu sich nehmen, um auf die in einer Süßstofftablette enthaltene Menge zu kommen".Ihren Kommentar hier eingeben
Oh der Fehlerteufel...
26.06.2009 08:54 Uhr
von Stanley Williams:
na und? es ist mir doch egal, was irgendwelche lobbyisten für ungefährlich halten. ob die einen stoff nun zulassen oder nicht, sagt doch nichts über seine gefährlichkeit aus................
26.06.2009 06:24 Uhr
von denninger:
Danke, Barbara, dass Du mich mit Deinem Artikel so erfreut hast, dass ich den Tod vom King Of Pop eine Zeit lang vergessen konnte.
Das ist wieder ein echter Kerneck (SCNR).
Schon der erste Satz des Haupttextes besticht durch eine wirklich unerwartete Puralbildung.
Aber schon geht es weiter. Die "Ergebnisse" wurden "in Kläranlagen" und Flüssen "gewonnen" und nicht etwa im TZW aus Wasserproben ermittelt.
Die Gambler vom TZW "gewinnen" überhaupt alles, sogar "Messwerte".
Die Verwendung der deutschen Übersetzung statt dem allgemein verständlichen Kürzel "HPLC" für eine Analysemethode erstaunt und macht neugierig auf weitere lyrische Spezereien.
Aber leider leider, es wird etwas eintönig. Außer eine etwas seltsame Verwendung eines Konjunktivs erheitert mich nichts mehr im Folgetext.
Die Logik hinter der These, die "ermittelten Süßstoffen" stellten "keine Gefahr für die menschliche Gesundheit" dar, da sie ja "vielfach von internationalen Expertengremien" "bewertet wurden" überrascht nicht wirklich wenn man Barbaras Artikel kennt.
Da tröstet mich auch der heitere Vergleich von jahrzehntelangem Wassertrinken mit einer Süßstofftablette nicht.
Also muss ich, nach einer kurzen, durch den aussagelosen ("Im Wasser sind Süßstoffe, aber das ist voll egal.") Artikel bedingten Zäsur doch wieder um Michael Jackson weinen.
25.06.2009 23:29 Uhr
von Curt:
Dass die genannten Süßstoffe in geringen Mengen keine Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellen, dürfte falsch sein. Größtes Risiko sind die sog. pseudoallergischen Reaktionen.
Unter der genannten Bedingung, fehlende Abbaubarkeit, ist sowieso ein Verbot dieser Stoffe angebracht, um unser Trinkwasser langfristig zu schützen.
25.06.2009 22:51 Uhr
von michaelbolz:
Wovon man nicht sprechen will, darüber lieber schweigen.
Kein Satz davon, was eine derartige Kontamination mit der Umwelt macht, aber wer weiß das schon.
Brauchen Fische Süssstoffe?
25.06.2009 18:47 Uhr
von Johnny:
taz hat also photocase.com entdeckt ;)