Was fehlt ...: ... Robustere Schafe
Riesige Grasballen machen der Kleinstadt Wangaratta im Südosten Australiens zu schaffen. Bis zu zwei Meter hoch türme sich das lästige Steppengras und begrabe mancherorts Häuser sowie Autos unter sich, berichteten örtliche Medien. „Es hat Anfang der Woche begonnen. Plötzlich waren die Häuser von trockenen Gräsern umgeben“, sagte der Verwaltungsbeamte Rod Roscholler am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. „Dieses Problem haben wir noch nie gehabt“, ergänzte er.
In einer Sondersitzung beschloss der Gemeinderat, von einem Nachbarort einen Saugwagen auszuleihen. Dieser solle am Montag zum Einsatz kommen, teilte Gemeindemitarbeiter Steve Burke mit. Bei den vom Wind in die Stadt getriebenen Gräsern handelt es sich um eine Art Steppenläufer-Pflanze, die in Australien auch als „hairy panic“ (haarige Panik) bekannt ist. Der wissenschaftliche Name lautet Panicum effusum.
Das Gras trocknet bei steigenden Temperaturen und breitet sich dann mit dem Wind aus. Die Einwohner vermuten, dass die Invasion von einer brachliegenden Weide am Stadtrand kommt. Auf Videos ist zu sehen, wie Menschen mit Gebläsen versuchen, ihre Grundstücke von den Gräsern zu befreien. Für Menschen sei die Pflanze ungefährlich, teilten die Behörden mit. Schafe, die sich an dem Gras überfressen, können aber Leberschäden davontragen, wie es hieß. (dpa)
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