Peter Chapman gab sich auf Facebook als Teenager aus und lockte so eine 17-Jährige in eine tödliche Falle. In Großbritannien wird nun nach Online-Einschränkungen für Sexualstraftäter gerufen.
Der Tenor der Kommentare ist: Nicht der Mörder ist schuld, sondern die Ermordete. Was steigt sie auch zu so einem ins Auto. Und die Eltern hätten auch besser aufpassen müssen. Und Sanktionen gegen den Täter behindern dessen Resozialisierung. Das ist Bildzeitungsniveau von links. Von links unten, um genau zu sein. Schon als es in den letzten Tagen um die nachträglich angeordnete Sicherungsverwahrung für einen zur Tatzeit jugendlichen Sexualmörder ging, galt der Hauptgedanke des Titelseitenkommentars der Resozialisierung und nicht dem Opferschutz. Das Gericht hat dankenswerter Weise die Prävention für wichtiger erachtet. Resozialisierung für Sexualstraftäter findet in Gefängnissen praktisch nicht statt. Das ist bedauerlich, aber so lange das so ist, muss die Prävention Vorrang haben. Die ultimative Rückfallprävention wäre die Todesstrafe für Kapitalverbrechen. Die ist aus gutem Grunde in zivilisierten Staaten abgeschafft. Im vorliegenden Fall handelte es sich, wie so oft bei derartigen Taten, um einen Wiederholungstäter. Wenn es tatsächlich unumgänglich ist, derartige Risikoträger in Freiheit leben zu lassen, sollten alle sinnvollen Maßnahmen ergriffen werden, um solche Taten zu verhindern. Und wenn dazu massive Einschränkungen z.B. beim Mediengebrauch gehören, ist das durchaus gerechtfertigt. Natürlich kann ein findiger Mensch viele technische Einschränkungen umgehen. Das ist aber kein Grund, das Risiko mit technischen Maßnahmen nicht wenigstens zu mindern. Und ob es sich bei der Klientel um findige Köpfe handelt, darf bezweifelt werden.
10.03.2010 18:00 Uhr
von Andi:
Klar, Sexualstraftäter im Netz mit einem rießigen, roten Banner kennzeichnen, damit diese gemieden werden. Wer will denn dann mit denen was zu tun haben, Resozialisierung funktioniert anders.
10.03.2010 13:14 Uhr
von cosy:
Das sind eben die Risken des Internet, gell? Es gibt viele neue Möglichkeiten, aber eben auch Gefahren. Deshalb muß ich Marcel zustimmen: Die Eltern sind gefragt, da aufzuklären und auch zu warnen. Unsere Eltern haben uns gesagt: Mach nicht die Tür auf, wenn du alleine zuhause bist. Laß dich auf der Straße nicht von Fremden ansprechen etc. Liebe Eltern: Ich würde vorschlagen, diese Liste mal zu aktualisieren.
10.03.2010 13:11 Uhr
von quame :
Das ist Panikmache die man eigentlich von der Bild gewohnt ist. Hier geht es doch nur darum den Bürgern, in Naher Zukunft, noch mehr Rechte zu nehmen. Dann muss man warscheinlich, damit nicht nochmehr unschuldige junge Mädchen sterben, seinen Ausweis im Internet Café vorlegen. Und dass diese Unnützigen Vorschläge von einer nichts nutzigen Mutter aus Big Brother-UK kommen wundert mich auch nicht im geringsten.
10.03.2010 10:50 Uhr
von Marcel:
Ich denke, dass die größte Schuld wirklich die Eltern trifft, deren Handeln allerdings kein Einzellfall ist.
Viele Jugendliche und vor allem auch Kinder sind in Zahllosen sozialen Netzwerken angemeldet, in denen sie Teilweise mehr "Freunde" haben als man sich normalerweise Namen merken kann. Ich denke da an 1000 und mehr Freunde, sowas ist aus jeder Relation gerissen. Dort werden auch massiv Fotos und Persönliche Details hochgeladen.
Natürlich achtet zB. Schülervz darauf, dass dort keine Fake-Proflie oder Verfassungsfeinliche etc. erstellt werden, aber die Kinder erschaffen sich da eine zweite Persönlichkeit und jeder ist im Prinzip in der Lage diese Profile zu lesen, dabei wird zwar die Möglichkeit geboten sein Profil privat zu machen, aber wenn trotzdem jede Freundesanfrage angenommen wird nützt das nicht viel.
Dabei finde ich wichtig zu sagen, dass diese Sozialen Netzwerke oftmals alles nötige zum schutz der angemeldeten Personen tun, aber letzendlich doch diese selbst verantwortlich sind, bzw. eben deren Eltern.
09.03.2010 22:38 Uhr
von Egozentrum:
Die Überschrift sowie der letzte Satz waren BILD-Niveau. das muss besser werden, Leute!
09.03.2010 18:50 Uhr
von Pascal:
"Im Netz markieren", soso... Und die E-Mail-Accounts überwachen, das wird sicher ein durchschlagender Erfolg gegen die Arbeitslosigkeit, wenn die da den ganzen Tag die Spam-Mails flöhen. Was für ein Glück, dass der durchschnittlicher Serienvergewaltiger noch nicht gehört hat, dass er sich bei Hotmail oder auch sonstwo mit kostenlosen E-Mail-Adressen nach belieben eindecken kann.
Herr schmeiß Hirn vom Himmel.
09.03.2010 17:46 Uhr
von Chris:
Was soll dieser Artikel? Jetzt ist Facebook Schuld. Hallo!!! Der Typ ist seiner Wohnmeldepflicht nicht mehr nachgekommen. Klar, Facebook hat vermutlich auch Schuld das die Polizei da nicht eingreifen kann.
Und das man zu Fremden nicht ins Auto steigt duerfte auch ein Zeiten von Facebook noch gelten.
Leserkommentare
11.03.2010 23:42 Uhr
von Feyngeiss:
Der Tenor der Kommentare ist: Nicht der Mörder ist schuld, sondern die Ermordete. Was steigt sie auch zu so einem ins Auto. Und die Eltern hätten auch besser aufpassen müssen. Und Sanktionen gegen den Täter behindern dessen Resozialisierung.
Das ist Bildzeitungsniveau von links. Von links unten, um genau zu sein.
Schon als es in den letzten Tagen um die nachträglich angeordnete Sicherungsverwahrung für einen zur Tatzeit jugendlichen Sexualmörder ging, galt der Hauptgedanke des Titelseitenkommentars der Resozialisierung und nicht dem Opferschutz. Das Gericht hat dankenswerter Weise die Prävention für wichtiger erachtet.
Resozialisierung für Sexualstraftäter findet in Gefängnissen praktisch nicht statt. Das ist bedauerlich, aber so lange das so ist, muss die Prävention Vorrang haben.
Die ultimative Rückfallprävention wäre die Todesstrafe für Kapitalverbrechen. Die ist aus gutem Grunde in zivilisierten Staaten abgeschafft. Im vorliegenden Fall handelte es sich, wie so oft bei derartigen Taten, um einen Wiederholungstäter. Wenn es tatsächlich unumgänglich ist, derartige Risikoträger in Freiheit leben zu lassen, sollten alle sinnvollen Maßnahmen ergriffen werden, um solche Taten zu verhindern. Und wenn dazu massive Einschränkungen z.B. beim Mediengebrauch gehören, ist das durchaus gerechtfertigt.
Natürlich kann ein findiger Mensch viele technische Einschränkungen umgehen. Das ist aber kein Grund, das Risiko mit technischen Maßnahmen nicht wenigstens zu mindern. Und ob es sich bei der Klientel um findige Köpfe handelt, darf bezweifelt werden.
10.03.2010 18:00 Uhr
von Andi:
Klar, Sexualstraftäter im Netz mit einem rießigen, roten Banner kennzeichnen, damit diese gemieden werden. Wer will denn dann mit denen was zu tun haben, Resozialisierung funktioniert anders.
10.03.2010 13:14 Uhr
von cosy:
Das sind eben die Risken des Internet, gell?
Es gibt viele neue Möglichkeiten, aber eben auch Gefahren.
Deshalb muß ich Marcel zustimmen: Die Eltern sind gefragt, da aufzuklären und auch zu warnen.
Unsere Eltern haben uns gesagt: Mach nicht die Tür auf, wenn du alleine zuhause bist. Laß dich auf der Straße nicht von Fremden ansprechen etc.
Liebe Eltern: Ich würde vorschlagen, diese Liste mal zu aktualisieren.
10.03.2010 13:11 Uhr
von quame :
Das ist Panikmache die man eigentlich von der Bild gewohnt ist.
Hier geht es doch nur darum den Bürgern, in Naher Zukunft, noch mehr Rechte zu nehmen.
Dann muss man warscheinlich, damit nicht nochmehr unschuldige junge Mädchen sterben, seinen Ausweis im Internet Café vorlegen.
Und dass diese Unnützigen Vorschläge von einer nichts nutzigen Mutter aus Big Brother-UK kommen wundert mich auch nicht im geringsten.
10.03.2010 10:50 Uhr
von Marcel:
Ich denke, dass die größte Schuld wirklich die Eltern trifft, deren Handeln allerdings kein Einzellfall ist.
Viele Jugendliche und vor allem auch Kinder sind in Zahllosen sozialen Netzwerken angemeldet, in denen sie Teilweise mehr "Freunde" haben als man sich normalerweise Namen merken kann. Ich denke da an 1000 und mehr Freunde, sowas ist aus jeder Relation gerissen. Dort werden auch massiv Fotos und Persönliche Details hochgeladen.
Natürlich achtet zB. Schülervz darauf, dass dort keine Fake-Proflie oder Verfassungsfeinliche etc. erstellt werden, aber die Kinder erschaffen sich da eine zweite Persönlichkeit und jeder ist im Prinzip in der Lage diese Profile zu lesen, dabei wird zwar die Möglichkeit geboten sein Profil privat zu machen, aber wenn trotzdem jede Freundesanfrage angenommen wird nützt das nicht viel.
Dabei finde ich wichtig zu sagen, dass diese Sozialen Netzwerke oftmals alles nötige zum schutz der angemeldeten Personen tun, aber letzendlich doch diese selbst verantwortlich sind, bzw. eben deren Eltern.
09.03.2010 22:38 Uhr
von Egozentrum:
Die Überschrift sowie der letzte Satz waren BILD-Niveau. das muss besser werden, Leute!
09.03.2010 18:50 Uhr
von Pascal:
"Im Netz markieren", soso...
Und die E-Mail-Accounts überwachen, das wird sicher ein durchschlagender Erfolg gegen die Arbeitslosigkeit, wenn die da den ganzen Tag die Spam-Mails flöhen. Was für ein Glück, dass der durchschnittlicher Serienvergewaltiger noch nicht gehört hat, dass er sich bei Hotmail oder auch sonstwo mit kostenlosen E-Mail-Adressen nach belieben eindecken kann.
Herr schmeiß Hirn vom Himmel.
09.03.2010 17:46 Uhr
von Chris:
Was soll dieser Artikel?
Jetzt ist Facebook Schuld. Hallo!!!
Der Typ ist seiner Wohnmeldepflicht nicht mehr nachgekommen. Klar, Facebook hat vermutlich auch Schuld das die Polizei da nicht eingreifen kann.
Und das man zu Fremden nicht ins Auto steigt duerfte auch ein Zeiten von Facebook noch gelten.