• 03.09.2010

Unkultur im Netz

Schieß den Muezzin

In einem Onlinespiel der steirischen FPÖ kann man auf Moscheen und Muslime schießen. Nach einer Anzeige der Grünen ermittelt nun die Staatsanwaltschaft. von Ralf Leonhard

  • 12.10.2010 07:54 Uhr

    von oesterfix:

    was hat anklicken mit Schießen zu tun, übrigens in islamischen Ländern bin ich vielen Jugendlichen begegnet, die leider nicht Computerspielen sondern auf "Andersgläubige" schießen gelehrt werden, im Gaza-Streifen sogar mit Raketen.

  • 05.09.2010 12:49 Uhr

    von blabla:

    "Schieß auf die Kartoffel" - und die TAZ würde Hurra schreiben!!!

  • 04.09.2010 20:03 Uhr

    von Naja:

    Es ist kravallig, mehr nicht. Grüne gehen mit ihren Gegnern auch nicht gerade menschlich um, das läuft dann aber unter witzig. Hätten Kirchengegner Kirchtürme und Pfarrer genommen um gegen den Papst zu demonstrieren fände es die Taz lustig. So ist es ein Aufruf zu Mord und eine Massenerschießung. In Wirklichkeit soll es eben diejenigen an die FPÖ binden die keine Islamisierung Österreichs wollen. Es ist unzweifelbar richtig, daß bestimmte Kreise genau dies wollen und es bereits umsetzen. Hin und wieder bringt die ARD etwas anderes als Sarrazin Hinrichtungsberichte. Die sollte sich dann hin und wieder auch der Autor des Artikels ansehen. Wenn keiner etwas dagegen unternimmt und die Politiker anderer Parteien lieber das Integrationslied singen, dann kommt eben die FPÖ. Unrecht haben sie damit nicht immer. Glaubt ihr nicht? Bitte: http://www.youtube.com/watch?v=pCG2ud23Pl4&feature=player_embedded

  • 04.09.2010 15:57 Uhr

    von don miguel:

    1) das spiel ist nun vom netz. wegen einer einstweiligen gerichtlichen verfügung und wie es seitens der fpö heißt, auf anraten ihres rechtsbeistandes. mit dem ergebnis, dass enttäuschte fans der fpö in internetforen vorwerfen "keine eier" zu haben.
    2) in der fpö steiermark gibt es bereits wegen volksverhetzung verurteilte menschen. susanne winter, mittlerweile im österreichischen nationalrat hat mohammed öffentlich als kinderschänder bezeichnet. ihr sohn in einem parteiblatt empfohlen im grazer stadtpark eine schafherde grasen zu lassen, damit muslime der sodomie frönen können und die grazer frauen in ruhe lassen.
    3) in der fpö gibt es eine ganze reihe von funktionären, die allesamt rechtskräftig verurteilt wurden und dennoch ihren dienst tun. siehe dazu: http://www.wien.gv.at/mdb/gr/2010/gr-056-w-2010-01-27-084.htm

  • 04.09.2010 07:10 Uhr

    von Schwartau:

    @Name

    "Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch in Deutschland weniger versteckt auf Muslime eingedroschen wird, so wie in unseren Nachbarländern. Aber so lange in der aktuellen Debatte um Sarrazin dieser Punkt immer wieder vernachlässigt wird und man lieber versucht ihn über seine Gen-Spinnereien lächerlich zu machen, kann die islamophobe Haltung weiter in der Gesellschaft Fuß fassen...um es mit den Worten Hagen Rethers zu sagen: "Wehe uns, wenn hier demnächst die Moscheen brennen, dann will's wieder keiner gewesen sein."

    Erbärmlicher Kommentar!

  • 03.09.2010 16:37 Uhr

    von erikius:

    Man kann alles und jeden in Computerspielen abballern. Wo die Aufregung, wenn man Jesus abknallen kann? Oder wen auch immer?
    Es scheint sich immer mehr zu bestätigen: Wenn man gewaltbereite Reaktionen einer Gruppe befürchten muss, fässt man diese lieber mit Samthandschuhen an. Da Christen, Demokraten oder Buddhisten nicht zu Gewaltausbrüchen neigen, darf man diese von der TAZ ungestraft mit deren Symbolen alles machen, es wird sogar applaudiert (ich erinnere an das Peniskreuz am Kirchentag, welche als Religionskritik gewertet wurde, der Klinsmannjesus aus der Titanic, welches in der TAZ gar kein Problem ist).
    Die TAZ selektiert in diesem Bereicht sehr stark und nimmt einseitig Partei. Ich habe noch nie einen Artikel in der TAZ gelesen, in der Christen wegen so einer Sache verteidigt wurden dafür aber haufenweise negative Artikel zu christlichen Veranstaltungen.

  • 03.09.2010 15:15 Uhr

    von Maximo:

    Ein Land, dass sich immer weiter gen rechts bewegt, dank einer Partei, die an Geschmacklosigkeit nicht zu überbieten ist. Dazu kommen dann Bürger, die so eine Witzgestalt wie Strache auch noch wählen.
    Traurig, traurig. Und ob man nun schießt oder klickt, die message ist diesselbe.
    Abstoßend!

  • 03.09.2010 15:00 Uhr

    von LinksFeatAntifa:

    auch wenn die taz mal wieder ein wenig über das ziel hinausgeschossen ist, läuft (wie in der deutschen) in der österreichischen politik zurzeit sehr viel falsch.
    für fremdenhass sollte auch in österreich kein platz sein.

  • 03.09.2010 14:45 Uhr

    von Name:

    Gut 90 Minuten später ist "Österreicher"s Aussage über die Umfrage schon hinfällig. Mittlerweile stimmen mehr gegen die Positionen der FPÖ als dafür.

    Dieses "Spiel" zeigt doch die ganze Lächerlichkeit der Rechten. Nicht nur, dass mehr Gotteshäuser gebaut werden als vermutlich benötigt, nein, sie sind natürlich auch so hoch wie die Berge und überragen alles...absolut lächerlich. aber dennoch gefährlich, denn solch billige Propaganda wirkt leider bei allen, die Angst vor der Zukunft haben, die den Wandel der Gesellschaft nicht sehen wollen, den (ewig) Gestrigen usw. usf.

    Aber dies ist ja auch nur ein weiteres Zeichen dafür, dass man in unseren Nachbarländern offener mit dem Hass gegen Muslime umgeht als bei uns. Hier sind es Menschen wie Sarrazin und Broder oder Giordano, die sich eher durch ihre Rhetorik entlarven als durch offen zur Schau gestellte Fremdenfeindlichkeit. Das ist es dann ja auch. Es ist ja nicht der Hass auf alles Fremde, sondern "nur" auf Muslime (bei vielen ist es wohl noch "nur" Angst, aus der aber Hass werden kann) und dafür haben wir noch kein Wort. Aber wenn man sich genau damit auseinandersetzt, dann erleben wir viele Parallelen zum Antisemitismus und Antiziganismus.

    Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch in Deutschland weniger versteckt auf Muslime eingedroschen wird, so wie in unseren Nachbarländern. Aber so lange in der aktuellen Debatte um Sarrazin dieser Punkt immer wieder vernachlässigt wird und man lieber versucht ihn über seine Gen-Spinnereien lächerlich zu machen, kann die islamophobe Haltung weiter in der Gesellschaft Fuß fassen...um es mit den Worten Hagen Rethers zu sagen: "Wehe uns, wenn hier demnächst die Moscheen brennen, dann will's wieder keiner gewesen sein."

  • 03.09.2010 14:20 Uhr

    von Ackbar:

    "Schieß den Muezzin" entspricht nicht der Wahrheit.

    Toller Journalimus.

  • 03.09.2010 14:04 Uhr

    von Piet:

    "Aufruf zur Gewalt"?

    Geht's vielleicht auch 'ne Nummer kleiner?

  • 03.09.2010 13:27 Uhr

    von BigKelle^:

    Na und gibt viele spiele da wird auf deutsche geschossen oder auf Amis oder Juden, weiß ich auf was noch alles...
    taz das ist "Bild dir deine Meinung"

    tata

  • 03.09.2010 13:06 Uhr

    von Österreicher:

    Warum lügt der Autor?

    Man kann nicht schießen in diesem Spiel!
    Man kann (ähnlich wie Zensursula es plante) ein Stopschild setzen, um den Bau von virtuellen Minaretten zu verhindern oder das Singen von virtuellen Muselmännern zu stoppen, was einem auf Dauer (so ist das im Spiel gewollt) nicht gelingen kann.
    Am Ende gibt es dann eine Umfrage bei der zur Zeit 2/3 der Spieler der FPÖ recht geben, ihre Pläne gegen Überfremdung des Landes, durchzusetzen.

    Lügen verbreiten; das ist also Qualitätsjournalismus?

  • 03.09.2010 12:53 Uhr

    von Ketzerschnecke:

    Wo gibt es das Spiel "Schieß den Päderastenpriester"?

  • 03.09.2010 11:53 Uhr

    von ihr Name:

    "Nach einer Spielidee von Thilo Sarrazin."

  • 03.09.2010 11:48 Uhr

    von Johnny Weismann:

    Alltag raus, Österreich rein.

  • 03.09.2010 10:50 Uhr

    von bämbäm:

    Toll, erst wird man mit Screenshot und Beschreibung angefüttert und dann ist nirgends n link zum spielen..

  • 03.09.2010 10:25 Uhr

    von Sebastian:

    "Klick den Muezzin weg", so müsste der Titel heißen! Der jetzige Titel ist absolut reißerisch und hat BILD Zeitung Niveau!

    Achja, danke für den Spiele-Tipp, 47500 beim ersten Versuch :)

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