• 29.12.2009

Todesstrafe in China

Brite mit Spritze hingerichtet

Obwohl erkennbar geistig verwirrt, ist der Brite Amal Shaikh in China hingerichtet worden. Die Verhandlung dauerte nur eine halbe Stunde und die Briten sind diplomatisch schwer verstimmt.von Jutta Lietsch

  • 01.01.2010 18:05 Uhr

    von taz = Bildzeitung ?:

    Der Artikel ist seltsam. Wahrscheinlich war die Recherche eher zu dünn, um einen besseren Artikel zu machen. Die Rechtslage hätte das Urteil gerechtfertigt, soweit zumindest mein Eindruck.
    Eine andere Frage ist, ob die Todesstrafe eine erkennbare Wirkung auf den Drogenhandel hat.

  • 31.12.2009 00:57 Uhr

    von Benjamin:

    Ein Mensch wird nach nur einer halben Stunde Gerichtsverhandlung ohne Möglichkeit einer Verteidigung hingerichtet und alles über was sich die Kommentatoren hier aufregen ist warum hier darüber berichtet wird... ihr seid doch hängen geblieben...

  • 30.12.2009 23:42 Uhr

    von addizzy:

    Yes! (cf. Eggshell); Der artikel sieht wieder mal verdammt nach cut-up methode aus:
    Röm-pöm-pöm, wir ze'schnibble 'ne dpa-ticke'-meldung un' fülle die lücke mit paar westler-selbstgerecht-allgemeinplätz' - fe'tig; Ach, noch: 'von autohr' 'einsetze!

    Abgesehen davon, dass die story wirklich zum himmel stinkt: von der verhaftung bis zur exekution des briten sind 2 jahre verstrichen - hätte da nicht jemand der vorgeblich so sehr interessierten hilfsorganisationen (Reprieve), die angehörigen u./o. die britische regierung die identität des 'bekannten' ermitteln können, der dem vorgeblich ahnungslosen jenen koffer in die hand gedrückt haben soll?
    So gesehen wäre die exekution - die mit nichts zu rechtfertigen ist - die vernichtung von beweis-'material'. Und hieraus folgt die große preisfrage: warum?!

  • 30.12.2009 19:54 Uhr

    von rose:

    Im 19.Jh. hat GB zwei Kriege gegen China geführt,für das Recht auf freien Handel mit Opium!!Millionen Chinesen wurden getötet,damit kriminelle Europäer ungehindert Profit mit dem Elend von Dutzenden Millionen Menschen machen konnten!Hat sich je ein britisches Regierungsmitglied dafür entschuldigt?
    Die Chinesen haben das sicher nicht vergessen!
    Da fliegt ein britischer Staatsbürger nach Tadshikistan(mit offenen Grenzen zu Afgh.,wo unter Nato-Besatzung 90% der weltopium-Prod.zu hause ist),von dort nach Urumqui (eine Provinzstadt in West_China)um eine Gesangskarriere zu machen?Wenns wenigstens Shanghai,Hongkong oder Peking wäre...
    Und so eine Geschichte erzählt man der Chin. Justiz...
    Nicht nur ,das sowas ein Zeichen eines kolonialistisch-rassistischen Chinabildes ist,ist es auch eine Beleidigung des menschlichen Verstandes!
    Im übrigen werden auch in Singapur und anderen Staaten der Region Europäer wegen Drogenhandels hingerichtet!Ist natürlich kein Thema,da Verbündete des Westens...
    Wenn man schon gegen die Todesstrafe ist(Bin ich auch!),dann bitte objektiver berichten,sonst wird es unglaubwürdig!
    Guten Rutsch ins neue Jahr!

  • 30.12.2009 18:55 Uhr

    von Eggshell:

    Ich bin selbst kein Befürworter der Todesstrafe, ich verstehe auch vollkommen dass die Familie und die Britische Regierung alles möglichst unternommen haben damit ein Menschensleben gerettet wird, aber worum geht dieser Artikel denn ? Ist Herr Akmal Shaikh nur „WOMÖGLICH“ oder wie schon „ERKENNBAR“ geistig verwirrt war ? Geht es hier ganz allgemein um das Schicksal eines hingerichteten Menschen oder um die Drogenpolitik Chinas ? Oder um den sensationellen Bericht des ersten Europäischen Staatsbürgers seit 1951 der in China hingerichtet wurde ? Ich hätte mir gewünscht dass die TAZ dafür eine Gerichtsreporterin des Kalibers von Frau Gisela Fridrichsen oder zumindest einen Reporter wie Herrn Georg Blume haben würde, sorry, die Story hätte ich genauso gut in der Bild-Zeitung lesen können.

  • 30.12.2009 11:09 Uhr

    von Erkenntnis:

    Obwohl ein Brite pakistanischer Abstammung ERKENNBAR geistig verwirrt ist, fliegt von Polen nach China, um eine Gesangskarriere(!) zu starten.
    Dabei hat er einen Koffer mit schlappen 4000 Gramm Heroin bei sich.
    Ich bin gegen die Todesstrafe, aber die meisten Angeklagten bzw. deren Angehoerige erzaehlen etwas vom Pferd, um die Haut zu retten. Vielleicht haetten die Angehoerigen, ihn gar nicht fliegen lassen sollen. Jemand aus meiner Familie ist geistig krank, aber moechte in den Fernen Osten gehen, um eine Gesangskarriere zu starten? "Mach's gut und viel Glueck." waere meine Antwort bestimmt nicht gewesen...

  • 30.12.2009 06:25 Uhr

    von Paul:

    Doof nur, dass in der taz auch von einheimischen Opfern der Todesstrafe berichtet wird. Zwar nicht von jedem einzelnen Fall, dann müsste mensch eine ganze Rubrik "Todesstrafe" anlegen und auch die US-Amerikanische Todesstrafe wird in der taz thematisiert - wenn sie denn ausgeführt wird.

    Im Übrigen ist besonders dieser Fall eine Nachricht wert, weil darin das Unrecht aufgezeigt wird, dass dem Mann wiederfuhr.

    Nun enteignet euch doch mal euren Verschwörungstheorien und schaut über den Tellerrand der subjektiven Wahrnehmung hinaus.

    PS: @ na und: der einzige Nachteil deiner Zeitung aus Indien: nicht jeder kann Englisch << im übrigen auch Teil des westlichen Ethnozentrismus, alle Weltsprachen entstammen aus dem europäischen Raum.

    Achja, vom Lokalteil der Zeitung ganz zu schweigen.

  • 29.12.2009 16:16 Uhr

    von na und:

    @free.jamal-juma.abdulla-ramah.mohammed-othman :

    mhh, taz = europäische bzw. dt.zeitung?

    wenn sie mehr an anderen kulturen interessiert sind kaufen sie sich doch ne indische oder mosambikanische zeitung, wahlweise auch nen regionalzeitung aus peru. erst dann werden sie sicher vor der "westlichen" kultur sein.
    ist aber schon komisch, dass ne eu. tageszeitung über für europaer wichtige themen berichtet.

    Ps: hier sind sie sicher vor der westlichen kutur
    naja bis auf die schriftzeichen ^^

    http://timesofindia.indiatimes.com/

  • 29.12.2009 15:30 Uhr

    von richtigbissig:

    Wenn man gegen die Todesstrafe ist, muss man auch die USA kritisieren, ansonsten ist die Kritik am Urteil fragwürdig. Wer 4 Kilo Tod/Heroin schmugelt, muss in China mit dem Tod rechnen, unabhängig von seiner Herkunft.

    Ob das der erste Prozess war oder schon die zweite oder dritte Verhandlung ist unklar, dazu hätte ich mir mehr Informationen gewünscht.

    LG

  • 29.12.2009 13:32 Uhr

    von free.jamal-juma.abdulla-ramah.mohammed-othman:

    China richtet einen 'Europäer' hin - das ist eine Nachricht wert - und sagt mehr über den westlichen Ethnozentrismus aus, wie 100 Studien.

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