Seit drei Wochen muss man für die Online-Ausgabe der Times bezahlen. Doch die acht Pfund im Monat blechen nur wenige - und die Nutzerzahlen sind massiv eingebrochen.von Ben Schwan
Es stellt sich die Frage, wie man auf die Idee kommen kann, man könnte auf diese Weise Geld verdienen. Das Internet lebt allein davon, dass man Zugriff auf eine Unmasse an Informationen hat, dass man in Sekunden, Minuten sich Informationen über eine Vielzahl von Medien verschaffen kann. Müsste man für jede dieser Informationen zahlen, müsste man mehrfacher Millionär sein. Wer also zahlt, müsste seine Informationsquellen beschränken. Er könnte noch je nach finanzieller Ausstattung ein, zwei, fünf verschiedene Medien benutzen. Damit aber würde das Internet uninteressant. Dann kann man auch genauso gut in die nächste Kneipe, das nächste Restaurant oder Cafe mit verschiedenen Zeitungs- und Zeitschriftenangeboten gehen, sich an zwei Tassen Kaffee, Capuccino usw. laben und dabei kostenfrei auf ein größeres Angebot zugreifen, als es dann noch das Internet bieten würde.
Übrigens: Auch die Morgenpost hatte offensichtlich zwischenzeitlich ein Einsehen! Dort waren ja alle berlinbezogenen Artikel kostenpflichtig. Inzwischen hat die Morgenpost das aufgehoben, nur die archivierten Artikel kosten - und auch diesen Unfug wird die Morgenpost irgendwann aufgeben! Ich vermute Mal, dass die Userzahl so drastisch bei kostenpflichtigen Angeboten zurückgeht, dass der Verwaltungsaufwand für die Abrechnung höher ist als das, was man einnimmt.
22.07.2010 01:29 Uhr
von multireader:
Ihr könnt euch schonmal darauf einstellen, daß ich mich von der taz verabschiede, wenn ihr diesen Schritt machen solltet. Offenbar testet ihr ja schon aus, ob's Akzeptanz findet.
Ich verstehe ja, daß ihr von den Klickzahlen nicht leben könnt und letztendlich der Journalismus qualitativ stark leidet, wenn der Konsum kostenlos ist. Ein Zeitungsabo kostet aber mehr wie die web-Flat für den ganzen Monat (und nur deswegen habe ich einen web-Anschluß). So gut ist eure Zeitung dann auch nicht, daß ich mich auf die taz beschränken würde.
Leserkommentare
22.07.2010 05:01 Uhr
von Böhme:
Es stellt sich die Frage, wie man auf die Idee kommen kann, man könnte auf diese Weise Geld verdienen. Das Internet lebt allein davon, dass man Zugriff auf eine Unmasse an Informationen hat, dass man in Sekunden, Minuten sich Informationen über eine Vielzahl von Medien verschaffen kann. Müsste man für jede dieser Informationen zahlen, müsste man mehrfacher Millionär sein. Wer also zahlt, müsste seine Informationsquellen beschränken. Er könnte noch je nach finanzieller Ausstattung ein, zwei, fünf verschiedene Medien benutzen. Damit aber würde das Internet uninteressant. Dann kann man auch genauso gut in die nächste Kneipe, das nächste Restaurant oder Cafe mit verschiedenen Zeitungs- und Zeitschriftenangeboten gehen, sich an zwei Tassen Kaffee, Capuccino usw. laben und dabei kostenfrei auf ein größeres Angebot zugreifen, als es dann noch das Internet bieten würde.
Übrigens: Auch die Morgenpost hatte offensichtlich zwischenzeitlich ein Einsehen! Dort waren ja alle berlinbezogenen Artikel kostenpflichtig. Inzwischen hat die Morgenpost das aufgehoben, nur die archivierten Artikel kosten - und auch diesen Unfug wird die Morgenpost irgendwann aufgeben! Ich vermute Mal, dass die Userzahl so drastisch bei kostenpflichtigen Angeboten zurückgeht, dass der Verwaltungsaufwand für die Abrechnung höher ist als das, was man einnimmt.
22.07.2010 01:29 Uhr
von multireader:
Ihr könnt euch schonmal darauf einstellen, daß ich mich von der taz verabschiede, wenn ihr diesen Schritt machen solltet. Offenbar testet ihr ja schon aus, ob's Akzeptanz findet.
Ich verstehe ja, daß ihr von den Klickzahlen nicht leben könnt und letztendlich der Journalismus qualitativ stark leidet, wenn der Konsum kostenlos ist. Ein Zeitungsabo kostet aber mehr wie die web-Flat für den ganzen Monat (und nur deswegen habe ich einen web-Anschluß). So gut ist eure Zeitung dann auch nicht, daß ich mich auf die taz beschränken würde.
21.07.2010 17:07 Uhr
von Andy:
Selbst schuld!