Überraschend wurde Astrid Rothe-Beinlich nicht zur Vorsitzenden ihrer Fraktion gewählt. Linke Grüne sprechen von einem Putsch, die Parteispitze redet die Personalie herunter.von Paul Wrusch
Ja, Ja, so sind sie, die Grünen. Links (= fortschrittlich und sozial) in der Opposition um dann, falls ein Politikwechsel mit ihrer Hilfe Realität zu werden "droht", flugs ihr wahres Gesicht zu zeigen: konservativ-bürgerlich. Denn ihren guten Platz in der Gesellschaft (gutes Einkommen, sicherer Arbeitsplatz, womöglich sogar vererbbares Vermögen(!)) zu behalten und sogar auszubauen ist ihnen in Wirklichkeit weit wichtiger als eine sozialere und ökologischere Gesellschaft. Denn diese würde die Umkehrung der seit Jahren bestehenden Umverteilung von unten nach oben bedeuten. Diese würde einen höheren Spitzeneinkommenssteuersatz, eine Vermögenssteuer, eine höhere Erbschaftssteuer, eine höhere Besteuerung der Kapitaleinkünfte, etc. bedeuten. Alles Maßnahmen, von dessen Fehlen etliche Grüne profitieren - ganz so wie beispielsweise FDP- oder CDU-Anhänger. Was wundern also die Vorgänge in Thüringen? Als Beispiel schaue man nur nach Hamburg. Dort machten die Grünen den "Ypsilanti": Vor der Wahl wollten sie den Politikwechsel. Ole van Beust und seine CDU sollten nicht länger Hamburg regieren. Sie hatten ein Programm, deren Kernpunkte ökologisch und sozial unvereinbar war mit der bestehenden CDU-Politik (Gemeinschaftsschule, Elbvertiefung, Kohlekraftwerk, etc.). Nach der Wahl? Alles vergessen! Um bei der Besetzung gut bezahlter Posten dabei zu sein, gingen sie in die Regierung und opferten dafür praktisch ihr ganzes(!) Wahlprogramm. Politikwechsel? Was soll's. Was haben wir den Wählern vor der Wahl versprochen? Was soll's! Was lernen wir daraus? Will man wirklich einen Politikwechsel, will man wirklich linke Politik, so darf man nicht die Grünen wählen. Die sind nur in der Opposition links.
11.02.2011 17:58 Uhr
von DasPferd:
Ich wäre vor einer Woche auch noch innerlich explodiert, doch ich muss gestehen das Gespräch mit einer Alt-Grünen, mit der ich an 'nem Stand gesprochen habe, hat mich da zum Nachdenke gebracht. Sie ist seit "Jugoslawien" nicht mehr aktiv gewesen und engagiert sich jetzt wieder seit etwa einem Jahr. zwischenzeitlich hat sie überwiegend PDS bzw. Linke gewählt. Als ich sie fragte, warum sie denn jetzt wieder aktiv sei, sagte sie mir folgendes. Die Basis sei bei den Grünen so stark wie in keiner anderen Partei. Als nach dem Kosovo-Einsatz viele ausgetreten oder inaktiv geworden seien, habe das zu einem Rutsch in die Mitte geführt, obwohl vorher die sogenannten Fundis in der Regel die kritische Abstimmungen gewonnen hätten (Beispiel 5 Mark für 1 Liter Benzin). Der Unterschied zum Realo-Flügel: Die sind geblieben! Sie vertrat die These wenn mehr Grüne den Weg von Ströbele gegangen wären, die Partei von innen wieder auf Kurs zu bringen, wäre Hartz IV nie gekommen. Sie wolle die - wie sie sagte - wieder sehr starke linke Basis der Grünen stärken und somit die Ursprünge der Partei wieder stärker betonen. Sie wolle nicht noch mal den Fehler machen bei Widerstand oder Dingen, die ihr nicht gefielen, das Feld kampflos zu räumen. Den Gedanken fand ich interessant und nicht ganz abwegig. Zudem mit dem Zusatz, dass dieses Phänomen in allen Parteien zu beobachten ist. Bleibt zu hoffen, dass die Basis der Grünen in Thüringen die Drahtzieher des Putsches aus dem Amt wählt und nicht wegrennt...
11.02.2011 17:58 Uhr
von Juergen K.:
Wenn ich MITTE höre, möchte ich in diese hineinkotzen.
11.02.2011 17:58 Uhr
von Katev:
So sind sie halt, die Realos und Konservativen in unseren "linken" Parteien. Intrigante Verfechter des Status Quo. Das kennen wir ja schon von der SPD mit ihrem Seeheimer Kreis und den Netzwerkern. Bürgerliche sind gut im Intigrieren. Wird ganz allmählich Zeit über einen Übertritt zu den Linken nachzudenken, was?
27.09.2009 13:25 Uhr
von Dat Tinchen:
Meine Güte, glaubt hier wirklich jemand bei der Linken würde es dieses ganze Intrigenspiel nicht geben? Der muss ja dann wirklich mit dem Klammerbeutel gepudert sein. In meiner Stadt wird in der Linken genauso intrigiert wie in den anderen Parteien. Und wenn sie mal in der Regierung sind, müssen auch die Linken feststellen, dass mit Umverteilungslyrik allein kein Staat zu machen ist. Man muss doch nur mal einen Blick nach Berlin werfen...
In jeder Partei gibt es Flügel und mal setzt sich der eine durch, mal der andere. Was das mit Putsch zu tun haben soll, keine Ahnung.
26.09.2009 20:29 Uhr
von Jürgen Orlok:
@autor "Putschvorwürfe der Konservativen" bedeutet doch nach einfacher deutscher Sprache, daß die Konservativen jemandem einen Putsch vorwerfen ... Inhaltlich doch wohl andersherum ...
Ich vertehe ja, daß es nicht einfach ist eine gute Schlagzeile zu machen, aber ....
26.09.2009 17:50 Uhr
von Mabuse:
Ja, Ja, so sind sie, die Grünen. Links (= fortschrittlich und sozial) in der Opposition um dann, falls ein Politikwechsel mit ihrer Hilfe Realität zu werden "droht", flugs ihr wahres Gesicht zu zeigen: konservativ-bürgerlich. Denn ihren guten Platz in der Gesellschaft (gutes Einkommen, sicherer Arbeitsplatz, womöglich sogar vererbbares Vermögen(!)) zu behalten und sogar auszubauen ist ihnen in Wirklichkeit weit wichtiger als eine sozialere und ökologischere Gesellschaft. Denn diese würde die Umkehrung der seit Jahren bestehenden Umverteilung von unten nach oben bedeuten. Diese würde einen höheren Spitzeneinkommenssteuersatz, eine Vermögenssteuer, eine höhere Erbschaftssteuer, eine höhere Besteuerung der Kapitaleinkünfte, etc. bedeuten. Alles Maßnahmen, von dessen Fehlen etliche Grüne profitieren - ganz so wie beispielsweise FDP- oder CDU-Anhänger. Was wundern also die Vorgänge in Thüringen? Als Beispiel schaue man nur nach Hamburg. Dort machten die Grünen den "Ypsilanti": Vor der Wahl wollten sie den Politikwechsel. Ole van Beust und seine CDU sollten nicht länger Hamburg regieren. Sie hatten ein Programm, deren Kernpunkte ökologisch und sozial unvereinbar war mit der bestehenden CDU-Politik (Gemeinschaftsschule, Elbvertiefung, Kohlekraftwerk, etc.). Nach der Wahl? Alles vergessen! Um bei der Besetzung gut bezahlter Posten dabei zu sein, gingen sie in die Regierung und opferten dafür praktisch ihr ganzes(!) Wahlprogramm. Politikwechsel? Was soll's. Was haben wir den Wählern vor der Wahl versprochen? Was soll's! Was lernen wir daraus? Will man wirklich einen Politikwechsel, will man wirklich linke Politik, so darf man nicht die Grünen wählen. Die sind nur in der Opposition links.
26.09.2009 17:15 Uhr
von symphatisant:
Das rechte Kleinbürgertum an der Grenze zum Habenichts in seiner Eigenschaft als Niewiedergrünwähler hat sich nach 2003 bis zu den Knien in rot-grüner Jauche wiedergefunden. Jetzt zu hören, eine der verschrobensten Gestalten aus dieser zwielichtigen Kirchenfunktionärsszene könnte Ministerpräsident werden wollen - dazu fällt uns nur der Refrain jenes unnachahmlichen Biermann-Liedes "vom Regen in die Traufe" ein.
Wenn ich einen Tipp abgeben sollte: Es wird keine Rot-Rot-Grüne Koalition in Thüringen geben. Der Wunsch, die kommunal stark verankerte Linke in Thüringen ließe sich mit den vereinten Kräften von SPD und Grünen quasi öffentlich domestizieren, ist zwar fromm aber nicht realistisch. Darüber kann auch das aufgesetzte Lächeln des Herrn Matschie nicht hinwegtäuschen.
Das einzige Gute an den Grünen sind ihre Wahlplakate. Man sollte ihnen eine Preis dafür zusprechen.
26.09.2009 11:59 Uhr
von Axel:
Egal ob bei Grünen oder SPD, wenn die Linke zur Gefahr wird und entsprechende Koalitionen mit sozialerer Poltik für die Menschen "drohen", findet sich bestimmt ein "Gewissensmensch" dies zu verhindern... Wer Grün wählt wird sich schwarz ärgern.
26.09.2009 10:25 Uhr
von Michael Scheier:
Wer sich über die politische Tendenz an der Spitze der Grünen noch Illusionen macht, der lese nach, was Cem Özdemir auf der Seite der Grünen unter der Rubrik "Frieden" nach einem Besuch in Israel und den palästinensischen Gebieten zur Frage äußert, ob Netanjahu "mutige Schritte" machen könne:"Vielleicht braucht Netanjahu Zeit. Seine Vorgänger Ariel Scharon und Ehud Olmert sind erst während ihrer Regierungsarbeit in ihre Rollen hineingewachsen". Gibt´s da noch was zu kommentieren?
26.09.2009 09:59 Uhr
von bichette:
links denken und grün wählen - ist paradox. wenn die grünen ihre paar pseudolinken nicht hätten, wären sie längst in der cdu aufgegangen. so wie ihr neoliberaler ideologe m e t z g e r , der sich in widerlicher manier der cdu in baden-württ. andiente.
und die spd mit ihren seeheimer mitte-kandidaten, die in letzter minute n i c h t zu ihrer partei standen. auch die ist nicht wählbar.
halb schwanger geht nicht - deshalb auch nicht grün, und auch nicht spd. wir sollten uns entscheiden....
26.09.2009 09:03 Uhr
von runzbart:
laut abgeordnetenwatch hat frau g.e. allen militäreinsätzen ausser der oef zugestimmt. ökologie gehört auch nicht zu ihren politikfeldern. warum ist die frau überhaupt bei den grünen?
26.09.2009 06:48 Uhr
von DieFeineArt:
Solche Göring-Eckardt-Grüne werde ich sicher nicht wählen. So ein Politikstil, rein machtorientiert, Macchiavelli-Methoden, erst Intrigen im Hinterzimmer, dann krampfige "Geschlossenheit": Das mag in SPD und CDU täglich üblich sein, ja. Zu was es führt, sieht man auch in diesen Parteien. Bei den Grünen möchte ich sowas nicht sehen. Oder sie sehen eben keine Stimme von mir. Von daher: Danke fürs Augenöffnen vor der BTW, Katrin. Wünsche viel Erfolg bei den weiteren Schritten auf diesem sonderbaren "Karriereweg". Endete er ganz pragmatisch irgendwann in der CDU, würde mich das wenig überraschen.
Auch wegen sowas ist übrigens die Piratenpartei entstanden.
26.09.2009 01:11 Uhr
von helmuthase:
Bü90 - das war ein mal, die Opportunisten haben seit langem die Macht. K-G-E ist eines der Symbole des letzten Jahrzehnts für Verrat an Werten und Positionen bei Bü90/Die Lügner. Wenn jemand diese Farce noch wundert, dann ab in den Keller!
HH
26.09.2009 00:56 Uhr
von DasPferd:
Ich wäre vor einer Woche auch noch innerlich explodiert, doch ich muss gestehen das Gespräch mit einer Alt-Grünen, mit der ich an 'nem Stand gesprochen habe, hat mich da zum Nachdenke gebracht. Sie ist seit "Jugoslawien" nicht mehr aktiv gewesen und engagiert sich jetzt wieder seit etwa einem Jahr. zwischenzeitlich hat sie überwiegend PDS bzw. Linke gewählt. Als ich sie fragte, warum sie denn jetzt wieder aktiv sei, sagte sie mir folgendes. Die Basis sei bei den Grünen so stark wie in keiner anderen Partei. Als nach dem Kosovo-Einsatz viele ausgetreten oder inaktiv geworden seien, habe das zu einem Rutsch in die Mitte geführt, obwohl vorher die sogenannten Fundis in der Regel die kritische Abstimmungen gewonnen hätten (Beispiel 5 Mark für 1 Liter Benzin). Der Unterschied zum Realo-Flügel: Die sind geblieben! Sie vertrat die These wenn mehr Grüne den Weg von Ströbele gegangen wären, die Partei von innen wieder auf Kurs zu bringen, wäre Hartz IV nie gekommen. Sie wolle die - wie sie sagte - wieder sehr starke linke Basis der Grünen stärken und somit die Ursprünge der Partei wieder stärker betonen. Sie wolle nicht noch mal den Fehler machen bei Widerstand oder Dingen, die ihr nicht gefielen, das Feld kampflos zu räumen. Den Gedanken fand ich interessant und nicht ganz abwegig. Zudem mit dem Zusatz, dass dieses Phänomen in allen Parteien zu beobachten ist. Bleibt zu hoffen, dass die Basis der Grünen in Thüringen die Drahtzieher des Putsches aus dem Amt wählt und nicht wegrennt...
25.09.2009 19:32 Uhr
von Ein Brandenburger:
Es gibt wirklich keine bessere Kandidatin für das Amt des Ministerpräsidenten in Thüringen als die Präses der EKD-Synode Katrin Göring-Eckhardt. Als Ministerpräsidentin hätte sie eine ausgezeichnete Möglichkeit auf die Nichtgläubigen zuzugehen und sie christlich zu missionieren.
Schon der Gedanke ist absurd, daß die Ministerpräsidentin aus einer 6% Fraktion kommen könnte. Wenn dann noch ein hoher Würdenträger der evangelischen Kirche mit Missionierungsabsichten ins Spiel gebracht wird, kann es nur ein Spiel aus dem Tollhaus sein.
25.09.2009 18:36 Uhr
von rose:
Bisher hatte ich noch Hoffnung,wollte trotz Afghanistan-Krieg und neoliberaler Spuren noch mal Grün wählen.Das war der letzte Tropfen,der das Fass zum überlaufen brachte!Nie mehr Grün!!!Dann schon das Original Schwarz+Gelb,wäre auch ehrlicher! Hallo Moped-City!Dein Beitrag war sicherlich reine Ironie,sonst müsste ich dir gehörigen Realitätsverlust attestieren!Frau G-E kennt nur ein Interesse:ihr persönliches!Das aber mit allen Mitteln!Wenn die MP in Thüringen werden sollte,wandere ich aus!!!
25.09.2009 18:35 Uhr
von rose:
Bisher hatte ich noch Hoffnung,wollte trotz Afghanistan-Krieg und neoliberaler Spuren noch mal Grün wählen.Das war der letzte Tropfen,der das Fass zum überlaufen brachte!Nie mehr Grün!!!Dann schon das Original Schwarz+Gelb,wäre auch ehrlicher! Hallo Moped-City!Dein Beitrag war sicherlich reine Ironie,sonst müsste ich dir gehörigen Realitätsverlust attestieren!Frau G-E kennt nur ein Interesse:ihr persönliches!Das aber mit allen Mitteln!Wenn die MP in Thüringen werden sollte,wandere ich aus!!!
25.09.2009 18:31 Uhr
von Maddin:
Was für ein Kindergarten! Da wird in der EU am Polizeistaat getüftelt - http://news.google.de/news?q=indect - und die Grünen haben nix als Intrigen im Kopf - was für eine Blamage!
25.09.2009 18:10 Uhr
von martin:
So langsam wundert mich nichts mehr bei den 'Grünen' und deren Schulterschluß mit allem, was ihnen früher fremd war, inklusive fleissig Kriege führen lassen. Irgendein politisches Programm? Nach außen 'links', in Wahrheit stimmt davon kein Wort. Joschka Fischer macht es uns vor, was 'Grünsein' bedeutet, im BMW für RWE. Reimt sich sogar.
25.09.2009 17:46 Uhr
von Gerda:
Was "linke" Flügel oder "linke" Politik sind, will ich hier nicht erörtern. Aber wenn "links" davon abhängt, wer in eine Führung gewählt wird, dann ist "links" bereits gestorben, dann ist es nämlich von der Struktur her konSERVativ (lateinisch SERVus=Sklave). Inhalte, auch wenn sie "links" sind, haben dort nicht mehr viel zu sagen, wo sie von Führungen abhängig sind. Nur wenn die Basis wach bleibt, inklusive dem Volk wie auf den DDR-Montagsdemos 1989 oder bei den Castor-Transporten, dann haben wir es wirklich mit "links" zu tun.
25.09.2009 17:33 Uhr
von jonas:
das rechte kleinbürgertum verteidigt seine pfründe gegen die unterschicht. es gilt schließlich dort zurückzuholen, was ihnen die internationale finanzwirtschaft selbst abgezockt hat. das ist auch bei den grünen nicht anders. ökologie als hauptthema im parteiprogramm ist genauso reduziert wie internetpiraterie. die einen koalieren mit schwarz, die anderen haben keine berührungsängste mit den braunen. allgemeine konfusion und verzettelung, kein gesellschaftspolitischer entwurf in sicht, aber von 7.50€ mindestlohn soll dann auch noch bionahrung gekauft werden. wie hieß das noch? ohne sklaven gibt es keine humane gesellschaft...
25.09.2009 17:03 Uhr
von von Walter:
Mir geht es ähnlich wie dem Grünennichtmehrwähler. Ich habe seit den 70ern immer grün gewählt. Dieses Taktieren der grünen "Mitte", angesichts der aktuell sicht- und direkt erfahrbaren alles vernichtenden Gier des Kapitalismus habe ich soeben beschlossen meine Stimme nicht den Grünen zu geben. Ich bin sehr betroffen, aber auch sauer.
25.09.2009 16:52 Uhr
von Moped City:
Sicherlich nicht die feine Art. Aber eines ist auch klar. Göring-Eckardt ist eine der besten Politikerinnen Deutschlands - und in Thüringen mit Sicherheit die Allerbeste!
25.09.2009 16:35 Uhr
von Grünennichtmehrwähler:
Die Grünen werden langsam immer unwählbarer. Ich war ja bis vor einigen Tagen immer noch zwischen drei Parteien am schwanken (Linke/Grüne/Piraten), die Grünen haben sich rausgekegelt. Ausserdem haben die Linken auf ihrer Abschlusskundgebung die BOTS auftreten lassen, bei den Grünen hat es nur für Gayle Tufts gereicht, die so lustig ist, wie Mario Barth.
25.09.2009 16:20 Uhr
von Rosa:
Damit dürfte endgültig klar sein, wer linke Politik möchte muss auch linke Politik wählen, mit den Grünen ist die nämlich schon längst nicht mehr zu bekommen.
25.09.2009 16:04 Uhr
von grafinger:
Sag mal, "Juergen K.", gibt des außer den Störungen Deines Stoffwechsels noch andere Themenbereiche in welchen Du Dich mitteilen kannst?
Ist nur so eine Frage vom
grafinger
25.09.2009 15:48 Uhr
von Bernd Goldammer:
Wenn Frau G.E. als blutige Kriegsbefürworterin von links ins Ministeramt gewählt werden sollte, werde ich daraus meine Wahl- Konsequenzen ziehen. Dann hat sich die Linke für mich erledigt. Jeder weiß: Grüne ekeln sich inzwischen vor nichts mehr, aber dieser Mundgeruch muss ja nicht auf die Linken abfärben. In dieser Frage kann es keine Kompromisse geben.
25.09.2009 15:38 Uhr
von Juergen K.:
Wenn ich MITTE höre, möchte ich in diese hineinkotzen.
25.09.2009 15:06 Uhr
von Wolfgang:
"Das Gerücht, sie könne die Kompromiss-Ministerpräsidentin in einer Rot-Rot-Grünen Koalition werden, dementierte sie zwar, ließ sich dafür jedoch reichlich Zeit." Angenommen, jemand würde behaupten, ich würde thüringischer Ministerpräsident, würde ich es überhaupt nicht dementieren.
25.09.2009 15:00 Uhr
von Katev:
So sind sie halt, die Realos und Konservativen in unseren "linken" Parteien. Intrigante Verfechter des Status Quo. Das kennen wir ja schon von der SPD mit ihrem Seeheimer Kreis und den Netzwerkern. Bürgerliche sind gut im Intigrieren. Wird ganz allmählich Zeit über einen Übertritt zu den Linken nachzudenken, was?
Leserkommentare
11.02.2011 17:58 Uhr
von Mabuse:
Ja, Ja, so sind sie, die Grünen. Links (= fortschrittlich und sozial) in der Opposition um dann, falls ein Politikwechsel mit ihrer Hilfe Realität zu werden "droht", flugs ihr wahres Gesicht zu zeigen: konservativ-bürgerlich.
Denn ihren guten Platz in der Gesellschaft (gutes Einkommen, sicherer Arbeitsplatz, womöglich sogar vererbbares Vermögen(!)) zu behalten und sogar auszubauen ist ihnen in Wirklichkeit weit wichtiger als eine sozialere und ökologischere Gesellschaft. Denn diese würde die Umkehrung der seit Jahren bestehenden Umverteilung von unten nach oben bedeuten. Diese würde einen höheren Spitzeneinkommenssteuersatz, eine Vermögenssteuer, eine höhere Erbschaftssteuer, eine höhere Besteuerung der Kapitaleinkünfte, etc. bedeuten. Alles Maßnahmen, von dessen Fehlen etliche Grüne profitieren - ganz so wie beispielsweise FDP- oder CDU-Anhänger.
Was wundern also die Vorgänge in Thüringen? Als Beispiel schaue man nur nach Hamburg. Dort machten die Grünen den "Ypsilanti": Vor der Wahl wollten sie den Politikwechsel. Ole van Beust und seine CDU sollten nicht länger Hamburg regieren. Sie hatten ein Programm, deren Kernpunkte ökologisch und sozial unvereinbar war mit der bestehenden CDU-Politik (Gemeinschaftsschule, Elbvertiefung, Kohlekraftwerk, etc.).
Nach der Wahl? Alles vergessen! Um bei der Besetzung gut bezahlter Posten dabei zu sein, gingen sie in die Regierung und opferten dafür praktisch ihr ganzes(!) Wahlprogramm. Politikwechsel? Was soll's. Was haben wir den Wählern vor der Wahl versprochen? Was soll's!
Was lernen wir daraus? Will man wirklich einen Politikwechsel, will man wirklich linke Politik, so darf man nicht die Grünen wählen. Die sind nur in der Opposition links.
11.02.2011 17:58 Uhr
von DasPferd:
Ich wäre vor einer Woche auch noch innerlich explodiert, doch ich muss gestehen das Gespräch mit einer Alt-Grünen, mit der ich an 'nem Stand gesprochen habe, hat mich da zum Nachdenke gebracht. Sie ist seit "Jugoslawien" nicht mehr aktiv gewesen und engagiert sich jetzt wieder seit etwa einem Jahr. zwischenzeitlich hat sie überwiegend PDS bzw. Linke gewählt. Als ich sie fragte, warum sie denn jetzt wieder aktiv sei, sagte sie mir folgendes.
Die Basis sei bei den Grünen so stark wie in keiner anderen Partei. Als nach dem Kosovo-Einsatz viele ausgetreten oder inaktiv geworden seien, habe das zu einem Rutsch in die Mitte geführt, obwohl vorher die sogenannten Fundis in der Regel die kritische Abstimmungen gewonnen hätten (Beispiel 5 Mark für 1 Liter Benzin). Der Unterschied zum Realo-Flügel: Die sind geblieben!
Sie vertrat die These wenn mehr Grüne den Weg von Ströbele gegangen wären, die Partei von innen wieder auf Kurs zu bringen, wäre Hartz IV nie gekommen. Sie wolle die - wie sie sagte - wieder sehr starke linke Basis der Grünen stärken und somit die Ursprünge der Partei wieder stärker betonen. Sie wolle nicht noch mal den Fehler machen bei Widerstand oder Dingen, die ihr nicht gefielen, das Feld kampflos zu räumen.
Den Gedanken fand ich interessant und nicht ganz abwegig. Zudem mit dem Zusatz, dass dieses Phänomen in allen Parteien zu beobachten ist.
Bleibt zu hoffen, dass die Basis der Grünen in Thüringen die Drahtzieher des Putsches aus dem Amt wählt und nicht wegrennt...
11.02.2011 17:58 Uhr
von Juergen K.:
Wenn ich MITTE höre,
möchte ich in diese hineinkotzen.
11.02.2011 17:58 Uhr
von Katev:
So sind sie halt, die Realos und Konservativen in unseren "linken" Parteien. Intrigante Verfechter des Status Quo. Das kennen wir ja schon von der SPD mit ihrem Seeheimer Kreis und den Netzwerkern. Bürgerliche sind gut im Intigrieren. Wird ganz allmählich Zeit über einen Übertritt zu den Linken nachzudenken, was?
27.09.2009 13:25 Uhr
von Dat Tinchen:
Meine Güte, glaubt hier wirklich jemand bei der Linken würde es dieses ganze Intrigenspiel nicht geben? Der muss ja dann wirklich mit dem Klammerbeutel gepudert sein. In meiner Stadt wird in der Linken genauso intrigiert wie in den anderen Parteien. Und wenn sie mal in der Regierung sind, müssen auch die Linken feststellen, dass mit Umverteilungslyrik allein kein Staat zu machen ist. Man muss doch nur mal einen Blick nach Berlin werfen...
In jeder Partei gibt es Flügel und mal setzt sich der eine durch, mal der andere. Was das mit Putsch zu tun haben soll, keine Ahnung.
26.09.2009 20:29 Uhr
von Jürgen Orlok:
@autor
"Putschvorwürfe der Konservativen" bedeutet doch nach einfacher deutscher Sprache, daß die Konservativen jemandem einen Putsch vorwerfen ...
Inhaltlich doch wohl andersherum ...
Ich vertehe ja, daß es nicht einfach ist eine gute Schlagzeile zu machen, aber ....
26.09.2009 17:50 Uhr
von Mabuse:
Ja, Ja, so sind sie, die Grünen. Links (= fortschrittlich und sozial) in der Opposition um dann, falls ein Politikwechsel mit ihrer Hilfe Realität zu werden "droht", flugs ihr wahres Gesicht zu zeigen: konservativ-bürgerlich.
Denn ihren guten Platz in der Gesellschaft (gutes Einkommen, sicherer Arbeitsplatz, womöglich sogar vererbbares Vermögen(!)) zu behalten und sogar auszubauen ist ihnen in Wirklichkeit weit wichtiger als eine sozialere und ökologischere Gesellschaft. Denn diese würde die Umkehrung der seit Jahren bestehenden Umverteilung von unten nach oben bedeuten. Diese würde einen höheren Spitzeneinkommenssteuersatz, eine Vermögenssteuer, eine höhere Erbschaftssteuer, eine höhere Besteuerung der Kapitaleinkünfte, etc. bedeuten. Alles Maßnahmen, von dessen Fehlen etliche Grüne profitieren - ganz so wie beispielsweise FDP- oder CDU-Anhänger.
Was wundern also die Vorgänge in Thüringen? Als Beispiel schaue man nur nach Hamburg. Dort machten die Grünen den "Ypsilanti": Vor der Wahl wollten sie den Politikwechsel. Ole van Beust und seine CDU sollten nicht länger Hamburg regieren. Sie hatten ein Programm, deren Kernpunkte ökologisch und sozial unvereinbar war mit der bestehenden CDU-Politik (Gemeinschaftsschule, Elbvertiefung, Kohlekraftwerk, etc.).
Nach der Wahl? Alles vergessen! Um bei der Besetzung gut bezahlter Posten dabei zu sein, gingen sie in die Regierung und opferten dafür praktisch ihr ganzes(!) Wahlprogramm. Politikwechsel? Was soll's. Was haben wir den Wählern vor der Wahl versprochen? Was soll's!
Was lernen wir daraus? Will man wirklich einen Politikwechsel, will man wirklich linke Politik, so darf man nicht die Grünen wählen. Die sind nur in der Opposition links.
26.09.2009 17:15 Uhr
von symphatisant:
Das rechte Kleinbürgertum an der Grenze zum Habenichts in seiner Eigenschaft als Niewiedergrünwähler hat sich nach 2003 bis zu den Knien in rot-grüner Jauche wiedergefunden. Jetzt zu hören, eine der verschrobensten Gestalten aus dieser zwielichtigen Kirchenfunktionärsszene könnte Ministerpräsident werden wollen - dazu fällt uns nur der Refrain jenes unnachahmlichen Biermann-Liedes "vom Regen in die Traufe" ein.
Wenn ich einen Tipp abgeben sollte: Es wird keine Rot-Rot-Grüne Koalition in Thüringen geben. Der Wunsch, die kommunal stark verankerte Linke in Thüringen ließe sich mit den vereinten Kräften von SPD und Grünen quasi öffentlich domestizieren, ist zwar fromm aber nicht realistisch. Darüber kann auch das aufgesetzte Lächeln des Herrn Matschie nicht hinwegtäuschen.
Das einzige Gute an den Grünen sind ihre Wahlplakate. Man sollte ihnen eine Preis dafür zusprechen.
26.09.2009 11:59 Uhr
von Axel:
Egal ob bei Grünen oder SPD, wenn die Linke zur Gefahr wird und entsprechende Koalitionen mit sozialerer Poltik für die Menschen "drohen", findet sich bestimmt ein "Gewissensmensch" dies zu verhindern...
Wer Grün wählt wird sich schwarz ärgern.
26.09.2009 10:25 Uhr
von Michael Scheier:
Wer sich über die politische Tendenz an der Spitze der Grünen noch Illusionen macht, der lese nach, was Cem Özdemir auf der Seite der Grünen unter der Rubrik "Frieden" nach einem Besuch in Israel und den palästinensischen Gebieten zur Frage äußert, ob Netanjahu "mutige Schritte" machen könne:"Vielleicht braucht Netanjahu Zeit. Seine Vorgänger Ariel Scharon und Ehud Olmert sind erst während ihrer Regierungsarbeit in ihre Rollen hineingewachsen". Gibt´s da noch was zu kommentieren?
26.09.2009 09:59 Uhr
von bichette:
links denken und grün wählen - ist paradox. wenn die grünen ihre paar pseudolinken nicht hätten, wären sie längst in der cdu aufgegangen. so wie ihr neoliberaler ideologe m e t z g e r , der sich in widerlicher manier der cdu in baden-württ. andiente.
und die spd mit ihren seeheimer mitte-kandidaten, die in letzter minute n i c h t zu ihrer partei standen. auch die ist nicht wählbar.
halb schwanger geht nicht - deshalb auch nicht grün, und auch nicht spd. wir sollten uns entscheiden....
26.09.2009 09:03 Uhr
von runzbart:
laut abgeordnetenwatch hat frau g.e. allen militäreinsätzen ausser der oef zugestimmt.
ökologie gehört auch nicht zu ihren politikfeldern.
warum ist die frau überhaupt bei den grünen?
26.09.2009 06:48 Uhr
von DieFeineArt:
Solche Göring-Eckardt-Grüne werde ich sicher nicht wählen. So ein Politikstil, rein machtorientiert, Macchiavelli-Methoden, erst Intrigen im Hinterzimmer, dann krampfige "Geschlossenheit": Das mag in SPD und CDU täglich üblich sein, ja. Zu was es führt, sieht man auch in diesen Parteien. Bei den Grünen möchte ich sowas nicht sehen. Oder sie sehen eben keine Stimme von mir. Von daher: Danke fürs Augenöffnen vor der BTW, Katrin. Wünsche viel Erfolg bei den weiteren Schritten auf diesem sonderbaren "Karriereweg". Endete er ganz pragmatisch irgendwann in der CDU, würde mich das wenig überraschen.
Auch wegen sowas ist übrigens die Piratenpartei entstanden.
26.09.2009 01:11 Uhr
von helmuthase:
Bü90 - das war ein mal, die Opportunisten haben seit langem die Macht.
K-G-E ist eines der Symbole des letzten Jahrzehnts für Verrat an Werten und Positionen bei Bü90/Die Lügner.
Wenn jemand diese Farce noch wundert, dann ab in den Keller!
HH
26.09.2009 00:56 Uhr
von DasPferd:
Ich wäre vor einer Woche auch noch innerlich explodiert, doch ich muss gestehen das Gespräch mit einer Alt-Grünen, mit der ich an 'nem Stand gesprochen habe, hat mich da zum Nachdenke gebracht. Sie ist seit "Jugoslawien" nicht mehr aktiv gewesen und engagiert sich jetzt wieder seit etwa einem Jahr. zwischenzeitlich hat sie überwiegend PDS bzw. Linke gewählt. Als ich sie fragte, warum sie denn jetzt wieder aktiv sei, sagte sie mir folgendes.
Die Basis sei bei den Grünen so stark wie in keiner anderen Partei. Als nach dem Kosovo-Einsatz viele ausgetreten oder inaktiv geworden seien, habe das zu einem Rutsch in die Mitte geführt, obwohl vorher die sogenannten Fundis in der Regel die kritische Abstimmungen gewonnen hätten (Beispiel 5 Mark für 1 Liter Benzin). Der Unterschied zum Realo-Flügel: Die sind geblieben!
Sie vertrat die These wenn mehr Grüne den Weg von Ströbele gegangen wären, die Partei von innen wieder auf Kurs zu bringen, wäre Hartz IV nie gekommen. Sie wolle die - wie sie sagte - wieder sehr starke linke Basis der Grünen stärken und somit die Ursprünge der Partei wieder stärker betonen. Sie wolle nicht noch mal den Fehler machen bei Widerstand oder Dingen, die ihr nicht gefielen, das Feld kampflos zu räumen.
Den Gedanken fand ich interessant und nicht ganz abwegig. Zudem mit dem Zusatz, dass dieses Phänomen in allen Parteien zu beobachten ist.
Bleibt zu hoffen, dass die Basis der Grünen in Thüringen die Drahtzieher des Putsches aus dem Amt wählt und nicht wegrennt...
25.09.2009 19:32 Uhr
von Ein Brandenburger:
Es gibt wirklich keine bessere Kandidatin für das Amt des Ministerpräsidenten in Thüringen als die Präses der EKD-Synode Katrin Göring-Eckhardt.
Als Ministerpräsidentin hätte sie eine ausgezeichnete Möglichkeit auf die Nichtgläubigen zuzugehen und sie christlich zu missionieren.
http://www.dernewsticker.de/news.php?id=140555&i=ckrefm
Schon der Gedanke ist absurd, daß die Ministerpräsidentin aus einer 6% Fraktion kommen könnte. Wenn dann noch ein hoher Würdenträger der evangelischen Kirche mit Missionierungsabsichten ins Spiel gebracht wird, kann es nur ein Spiel aus dem Tollhaus sein.
25.09.2009 18:36 Uhr
von rose:
Bisher hatte ich noch Hoffnung,wollte trotz Afghanistan-Krieg und neoliberaler Spuren noch mal Grün wählen.Das war der letzte Tropfen,der das Fass zum überlaufen brachte!Nie mehr Grün!!!Dann schon das Original Schwarz+Gelb,wäre auch ehrlicher!
Hallo Moped-City!Dein Beitrag war sicherlich reine Ironie,sonst müsste ich dir gehörigen Realitätsverlust attestieren!Frau G-E kennt nur ein Interesse:ihr persönliches!Das aber mit allen Mitteln!Wenn die MP in Thüringen werden sollte,wandere ich aus!!!
25.09.2009 18:35 Uhr
von rose:
Bisher hatte ich noch Hoffnung,wollte trotz Afghanistan-Krieg und neoliberaler Spuren noch mal Grün wählen.Das war der letzte Tropfen,der das Fass zum überlaufen brachte!Nie mehr Grün!!!Dann schon das Original Schwarz+Gelb,wäre auch ehrlicher!
Hallo Moped-City!Dein Beitrag war sicherlich reine Ironie,sonst müsste ich dir gehörigen Realitätsverlust attestieren!Frau G-E kennt nur ein Interesse:ihr persönliches!Das aber mit allen Mitteln!Wenn die MP in Thüringen werden sollte,wandere ich aus!!!
25.09.2009 18:31 Uhr
von Maddin:
Was für ein Kindergarten! Da wird in der EU am Polizeistaat getüftelt - http://news.google.de/news?q=indect - und die Grünen haben nix als Intrigen im Kopf - was für eine Blamage!
25.09.2009 18:10 Uhr
von martin:
So langsam wundert mich nichts mehr bei den 'Grünen' und deren Schulterschluß mit allem, was ihnen früher fremd war, inklusive fleissig Kriege führen lassen. Irgendein politisches Programm? Nach außen 'links', in Wahrheit stimmt davon kein Wort. Joschka Fischer macht es uns vor, was 'Grünsein' bedeutet, im BMW für RWE. Reimt sich sogar.
25.09.2009 17:46 Uhr
von Gerda:
Was "linke" Flügel oder "linke" Politik sind, will ich hier nicht erörtern. Aber wenn "links" davon abhängt, wer in eine Führung gewählt wird, dann ist "links" bereits gestorben, dann ist es nämlich von der Struktur her konSERVativ (lateinisch SERVus=Sklave). Inhalte, auch wenn sie "links" sind, haben dort nicht mehr viel zu sagen, wo sie von Führungen abhängig sind. Nur wenn die Basis wach bleibt, inklusive dem Volk wie auf den DDR-Montagsdemos 1989 oder bei den Castor-Transporten, dann haben wir es wirklich mit "links" zu tun.
25.09.2009 17:33 Uhr
von jonas:
das rechte kleinbürgertum verteidigt seine pfründe
gegen die unterschicht. es gilt schließlich dort zurückzuholen, was ihnen die internationale finanzwirtschaft selbst abgezockt hat.
das ist auch bei den grünen nicht anders.
ökologie als hauptthema im parteiprogramm ist genauso reduziert wie internetpiraterie.
die einen koalieren mit schwarz, die anderen
haben keine berührungsängste mit den braunen.
allgemeine konfusion und verzettelung,
kein gesellschaftspolitischer entwurf in sicht,
aber von 7.50€ mindestlohn soll dann auch noch bionahrung gekauft werden. wie hieß das noch?
ohne sklaven gibt es keine humane gesellschaft...
25.09.2009 17:03 Uhr
von von Walter:
Mir geht es ähnlich wie dem Grünennichtmehrwähler.
Ich habe seit den 70ern immer grün gewählt. Dieses Taktieren der grünen "Mitte", angesichts der aktuell sicht- und direkt erfahrbaren alles vernichtenden Gier des Kapitalismus habe ich soeben beschlossen meine Stimme nicht den Grünen zu geben. Ich bin sehr betroffen, aber auch sauer.
25.09.2009 16:52 Uhr
von Moped City:
Sicherlich nicht die feine Art. Aber eines ist auch klar. Göring-Eckardt ist eine der besten Politikerinnen Deutschlands - und in Thüringen mit Sicherheit die Allerbeste!
25.09.2009 16:35 Uhr
von Grünennichtmehrwähler:
Die Grünen werden langsam immer unwählbarer. Ich war ja bis vor einigen Tagen immer noch zwischen drei Parteien am schwanken (Linke/Grüne/Piraten), die Grünen haben sich rausgekegelt. Ausserdem haben die Linken auf ihrer Abschlusskundgebung die BOTS auftreten lassen, bei den Grünen hat es nur für Gayle Tufts gereicht, die so lustig ist, wie Mario Barth.
25.09.2009 16:20 Uhr
von Rosa:
Damit dürfte endgültig klar sein, wer linke Politik möchte muss auch linke Politik wählen, mit den Grünen ist die nämlich schon längst nicht mehr zu bekommen.
25.09.2009 16:04 Uhr
von grafinger:
Sag mal, "Juergen K.", gibt des außer den Störungen Deines Stoffwechsels noch andere Themenbereiche in welchen Du Dich mitteilen kannst?
Ist nur so eine Frage vom
grafinger
25.09.2009 15:48 Uhr
von Bernd Goldammer:
Wenn Frau G.E. als blutige Kriegsbefürworterin von links ins Ministeramt gewählt werden sollte, werde ich daraus meine Wahl- Konsequenzen ziehen. Dann hat sich die Linke für mich erledigt. Jeder weiß: Grüne ekeln sich inzwischen vor nichts mehr, aber dieser Mundgeruch muss ja nicht auf die Linken abfärben. In dieser Frage kann es keine Kompromisse geben.
25.09.2009 15:38 Uhr
von Juergen K.:
Wenn ich MITTE höre,
möchte ich in diese hineinkotzen.
25.09.2009 15:06 Uhr
von Wolfgang:
"Das Gerücht, sie könne die Kompromiss-Ministerpräsidentin in einer Rot-Rot-Grünen Koalition werden, dementierte sie zwar, ließ sich dafür jedoch reichlich Zeit."
Angenommen, jemand würde behaupten, ich würde thüringischer Ministerpräsident, würde ich es überhaupt nicht dementieren.
25.09.2009 15:00 Uhr
von Katev:
So sind sie halt, die Realos und Konservativen in unseren "linken" Parteien. Intrigante Verfechter des Status Quo. Das kennen wir ja schon von der SPD mit ihrem Seeheimer Kreis und den Netzwerkern. Bürgerliche sind gut im Intigrieren. Wird ganz allmählich Zeit über einen Übertritt zu den Linken nachzudenken, was?