• 13.03.2009

Straßenplaner pro Autobahn

"Die A 100 würde entlasten"

Der Straßenplaner Thomas Richter sieht in der geplanten Autobahn eine Chance für die Anwohner. Lärm und Schleichverkehr in engen Straßen nähmen ab. Polarisieren werde so ein Projekt immer.von Kristina Pezzei

  • 20.10.2010 15:20 Uhr

    von rentnerunion:

    warum glaubt hier jeder den fortschritt aufhalten zu müssen!wir können doch davon ausgehen,dass es noch hundert jahre autos geben wird.irgendwann passen die sowieso nicht mehr durch die engen strassen.eine leserin beklagt sich doch jetzt schon über lärm,dreck und erschütterungen,das wird bestimmt nicht weniger werden!natürlich wird es immer leute geben die bsonders betroffen sind,das hat es beim bbi gegeben, das gibt es bei stuttgart 21,die liste der veränderungen ist lang und die der betroffenen noch länger.doch davon darf sich der fortschritt nicht aufhalten lassen.mit freundlichen grüßen rentnerunion

  • 13.04.2009 09:33 Uhr

    von Maria K.:

    Solche Projekte können nur von solchen Leuten geplant, verteidigt und durchgeführt werden, die nicht in den betroffenen Gegenden wohnen und leben.
    Es ist unfassbar, wie den Autofahrern das Leben mit unglaublichen Millionenbeträgen erleichtert werden soll. Anstatt zuzusehen, dass man die Autozahl verrringert, macht man es ihnen noch leichter, bequem von A nach B zu fahren und reisst dafür lieber etlichen Menschen das Dach über dem Kopf weg und bietet den verbleibenden ein Leben neben einem stinkenden, lauten Betonmonster.
    Einen Großteil der Autofahrer fährt doch nur aus Bequemlichkeit mit dem Auto zur Arbeit. Soll man da jetzt Mitleid haben, wenn sie dann im Stau stehen und erfreut "Ja" sagen, wenn zu ihren Gunsten entschieden wird eine Autobahnverlängerung zu bauen? Das Ziel sollte eigentlich sein, dass Verkehrsaufkommen in der Stadt zu reduzieren und nicht noch zu fördern.

    Und das Entlastungsargument? Wieso gelten die vielleicht wirklich etwas entlasteten Anwohner mehr, als die nachher im Anschluss der Auf-und Abfahrten mehr belasteten?
    Als Anwohner im Bereich der Modersohnbrücke weiss ich sehr gut, wie schlimm sich ein stark erhöhtes Verkehrsaufkommen auf die Lebensqualität auswirkt. Durch die Sperrung der Kynastbrücke quetscht sich jetzt der größte Teil des Verkehrs über die Modersohnbrücke. Die Zunahme von Lärm, Dreck und Erschütterungen (vor allem LKW bedingt) sind unglaublich.

  • 14.03.2009 11:26 Uhr

    von Petra Schäfter:

    Der Bau würde AnwohnerInnen in manchen Vierteln vermutlich entlasten, in anderen aber zusätzlich belasten. Wir brauchen stattdessen Entlastung für alle! Durch die Schlesische Straße fahren täglich ca. 20.000 Fahrzeuge, wenn die A 100 in der jetzigen Form kommt, werden dreimal so viele prognostiziert. Schon jetzt ist es kaum mehr möglich, die Straße heil zu überqueren ... Die A 100 steht für eine insgesamt verfehlte Verkehrspolitik. Sie ist deshalb nicht akzeptabel!

  • 13.03.2009 17:44 Uhr

    von Tagedieb:

    Schön, da werden Straßen parallel zur Autobahn entlastet, die Zubringerstraßen dürfen sich über mehr Verkehr freuen. Und wo bleibt jetzt die Entlastung? Also bleibt das ganze ein Nulssummenspiel? Und dafür werden mind. 430 Mio. EUR verballert, um ein weiteres Asphaltband durch die Stadt zu legen? Eine weitere trennende Trasse, die die Stadt versiegelt? Eine Trasse, auf der aufgrund höherer Geschwindigkeiten mehr Abgase ausgestoßen werden?

    Lassen sich diese 430 Mio. EUR wirklich nicht nesser anlegen? Ganz abgesehen davon, dass damit dder Weiterbau der A100 bis zur Frankfurter Allee quasi notwendig wird? Es gibt ja dann die Sachzwänge, die einen Weiterbau erfordern.

    Nein, dieser Autobahnbau ist übeflüssig wie ein Kropf. Seine vermeindlichen Vorteile wiegen die Nachteile wie höhere Verkehre in den Zubringerstraßen, die weitere Versiegelung von Freiflächen, den Abriss von Wohnbauten wie auch die Entwertung direkt angrenzender Viertel durch ein erhöhtes Larm- und Abgasaufkommen, die Errichtung weiterer trennender Barrieren längst nicht auf.






    Auch hier gilt: sowohl als auch. In den Parallelstraßen wird der Verkehr sicher abnehmen - wer sich bisher von A nach B quält, kann dann zügig auf der Autobahn fahren. Im Zulauf zu den Auffahrten werden mehr Fahrzeuge rollen.

  • 13.03.2009 09:47 Uhr

    von hansDurst:

    fuer mich als anwohner bedeutet der mit 430millionen euro teuerste verkehrsbau in der geschichte deutschlands, das zwischen mir und dem treptower park eine 6 spurige autobahn droehnt uns stinkt. auch wenn ich zur sbahn moechte ist dann da ein betonwand.
    zu dem wird sich der verkehr zb. auf der schlesischen strasse, und der puschkin allee, als zubringer strassen erheblich vermehren.
    das geben die 'stadtplaner' ja auch zu. ich frage mich jetzt warum den einen (autofahrern) eine angebliche entlastung zu gestanden wird, und den anderen (anwohner) eine belastung!
    warum wird ein solches megateures (in den 60ziger jahren) geplantes betonmonster ueberhaupt noch gebaut in direkter konkuzenz zur der sbahn, als gaebe es keine anderen vehrkehrspolitischen konzepte?

    weitere infos stop-a100.de

    ps: gysi ist hier direkt kandidat fuer die bundestagswahl. aber die linke versteckt sich hinter dem koallitionsvertrag mit der spd.

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