• 23.02.2009

"Shared Space" in der Diskussion

Auf der Straße sind alle gleich

Der Bezirk Mitte prüft, ob er Straßen von Ampeln und Schildern befreien kann. Anderswo ist das ein Erfolg - es gibt deutlich weniger Unfälle.von Kristina Pezzei

  • 23.02.2009 18:14 Uhr

    von M. Heller:

    Ein in der öffentlichen Debatte noch kaum bekannter Aspekt ist, daß Shared Space nur funktioniert, wenn der Straßenraum *übersichtlich* ist. Das heißt, ein Großteil der parkenden Autos muß dort verschwinden. Ich nehme an, daß die derzeitige Begeisterung bei vielen sehr schnell schwindet, sobald ihnen das klar wird - auch in Berlin ist das private Auto eine heilige Kuh. In Bohmte z.B. gibt es keine oder kaum parkende Autos im Shared Space Straßenabschnitt, und auch deshalb sind die dortigen Behindertenverbände weniger skeptisch.

    Ein weiterer entscheidender Punkt ist wohl auch, daß die bekannten Shared Space Bereiche erst nach einem jahrelangen Diskussionsprozess eingeführt wurden. Dies hatte offenbar den Effekt, daß sich die Autofahrer eben weniger rücksichtslos verhalten als sonst. Dieser partizipative Aspekt wird auch von den Shared Space Protagonisten immer betont ! Ob man das auch in Berlin hinkriegt ? Nach der Entscheidung zu "Bred & Butter" ist Skepsis angebracht ...

  • 23.02.2009 13:11 Uhr

    von Rolf Fendler:

    Eine grossflaechige Verkehrsberuhigung waere besser. Der Automief muss aus belebten Strassen verschwinden, nur fuer Elektroautos koennte es evtl. Ausnahmen geben. rolf

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