• 22.08.2009

Sextest in der Leichtathletik

XY ungelöst

Es müssen nicht immer Dopingmittel sein, mit denen sich Athleten einen Vorteil verschaffen. Manchmal rennt eine Sie einfach nur schnell, weil sie ein Er istvon E.Eggers & M.Völker

  • 28.05.2012 10:37 Uhr

    von Fiona, IS :

    Die doch extrem unterschiedlichen Sportarten hängen wohldavon ab dass es für jeder Gruppe von "biologischen Ausführungen" auch eine entsprechende Sportart gibt. Werden Sportler-Menschen erstmals nur aus Sicht der genetische Voraussetzungen zusammen mit den hormonelle Eigenschaften und deren Zusammenspiel betrachtet, kann man "sehr wohl" auf die ideale Sportart im Sinne von Höchstleistungen schließen.
    Niedriger Testosteronspeigel = längeres / schnelleres Wachstum und hoher Testosteronspiegel = Bremsungen der Wachstums.
    Kinder die früh mit Geräteturnen/Leistungssport anfangen bleiben kleiner und ideale Menschen für Basketball sind wohl Menschen mit Klienefeder-Syndrom. Niedriges Testo begünstigt das Wachstum und ist wegen den Vorteile im de Reichweiten der Arme günstig. Mit Sport wird dann das Testo für den Muskelaufbau gebraucht. Menschen mit zu viele Testosteron dürften eher Ringer, Gewichtheber, Kunstturner werden. Ähnlich ist das bei den Frauen.
    Es gibt "47,5 kg" Ringger/Boxer (Männer) und 100 kg Kugelstoßerinnen / Gewichtheberinnen (Frauen) ...
    Und ein Usain Bolt hat wohl die idealen biologischen Zusammensetzungen = Weltrekorde.
    Ergänzen wäre noch dass der gesamte Sport im Sinne "von Vergleichen" auch die physiologischen Voraussetungen, die Hormone und das Training beachtet werden müssen. Außerdem die Verhältnisse von Grüöe und Masse im Verhälnis zur Strecke, dem Gewicht der Last, der Springhöhe oder Laufstrecken.
    Dann könnte man das Geschlecht weglassen und ähnlich wie im Golfsport ein individuelles Handicape einführen. Erst dann wäre Sport gerechter.
    Es gäbe noch weitere Kriterien bezüglich des Testo-sterons über die Zeitachse des Lebens und die Lebensweise an sich was den Alterungsprozess erheblich beeinflust.
    Erst dan ist Sport wirklich gerecht.
    Und es eit egal - ob mehr Mann oder weniger Frau oder irgendwo dazwischen.
    Eine biologische Frau mit XY-Chromosomensatz und Androgen-Resistenz kann erheblich schneller Sprinten als sich das gleichalte "richtige XY-Männer" vorstellen können. Die Sport-Biologie hat noch überraschungen. LG

  • 23.07.2010 00:54 Uhr

    von transformer:

    betrüger_innen sind doch eh alle, die die ganze zeit männlich oder weiblich performen, oder?

  • 11.09.2009 16:08 Uhr

    von Ulf:

    Wegen Nachweises männlicher Genitalien wird Angela Merkel nachträglich der Sieg bei der Bundestagswahl aberkannt, da sie damit unter falschen Vorraussetzungen gestartet ist.

  • 27.08.2009 16:06 Uhr

    von Lucie Veith:

    Vieles ist gesagt, viel Reflektiertes, auch dem Schandblatt wurde erwähnt. Das eine junge schwarze, vermutlich intersexuelle Person, die mit großer Wahrscheinlich nicht über ihre Besonderheit informiert ist, in eine moderne Form der Hexenjagd geraten ist, ist nicht eine Zeile wert. Es reicht ein Verdacht, um ihr Intimstes, ihr Geschlecht vor aller Welt ohne ihre Zustimmung zu präsentieren. Zur besten Sendezeit ein Knaller. Als intersexueller Mensch
    habe ich vielleicht eine andere Sichtweise: Ich frage mich, wo der Aufschrei dieses Blattes und der kritischen Leser bleibt. Hier wurde die Würde eines Menschen verletzt. Dieser Mensch gehört einer Minderheit an, die der intersexuellen Menschen, und die Art und Weise, wie hier die Grenzen überschritten werden, ist nicht zu akzeptieren. Was wird nun aus dem Mädchen? wer wird sie die nächsten 50 Jahre versorgen? Wer wird sie einstellen? Wer wird ihr Trauma, das sie in unserem Land erlitten hat ausgleichen?

    In unserem Land leben geschätzte 80.000 bis 120.000 intersexuelle Menschen. Was geht in denen vor, wenn sie diese Hexenjagd beobachten?
    Wer denkt daran, dass auch bei uns noch mehrere Zehntausend gibt, die über Besonderheit und die medizinischen Interventionen nicht bescheid wissen.

    Es lebe der Sport, aber bitte nur für Männer und Frauen?

  • 26.08.2009 14:20 Uhr

    von Ibernhard:

    mal wieder GER, alle reden über Chromosomenkonstellationen, während eine arme junge Frau durch die Weltpresse und für sie wahrscheinlich durchs Fegefeuer gejagt wird. Hoffentlich kann sie nicht nur schnell laufen, sondern auch damit klarkommen. Alles Gute

  • 23.08.2009 21:56 Uhr

    von ole:

    @Kim Schicklang
    Das müssen Sie verstehen. Schließlich bezieht man sich ja auf die Bild-Zeitung. Da macht das wieder Sinn und es ist Jacke wie Hose, ob man nun von Transsexuellen oder von Korallenfischen redet. Der Begriff Geschlechtsumwandlung klingt viel spektakulärer und ist massenkompatibel... der neue taz-Mainsteaem, Bild-light.

    Schlechte Journalisten. Setzen, sechs!

    ---
    zum thema_

    Ich finde es eine Unverschämtheit, wie man mit der 18jährigen Caster Semenya in der Öffentlichkeit umgeht. Und ich finde es unerträglich, daß einige "Erleuchtete" sie sogar als Betrügerin hinstellen. Wenn es sich tatsächlich um Intersexualität handelt so ist noch lange nicht gesagt, daß sie von dem Thema jemals in ihrem Leben gehört hat, geschweige denn eine Ahnung von ihrer eigenen Chromosomen-Konstellation hat.
    Und wenn die neuesten Gerüchte stimmen, daß in Südafrika bereits ein Test vorgenommen wurde, dessen Ergebnis den Vermutungen entspricht, ihr aber nicht mitgeteilt worden ist ... dann ist sie lediglich Opfer und nicht Täterin. Dann ist sie Spielball der Verbände und profilierungssüchtiger Trainer.

    Bis neue Fakten bekannt werden sollten wir uns wirklich zurückhalten.

  • 22.08.2009 20:51 Uhr

    von xxxy:

    "Damit nicht genug, sind auch die Varianten XXYY, XXXY oder Poly-X-Syndrome (XXXX) möglich. Die wenigsten Betroffenen wissen allerdings von diesen Anomalien."

    warum wird hier von "anomalien" gesprochen??
    wäre das wort "vielfalt" nicht angemessener, weil wertungsfrei?

  • 22.08.2009 15:36 Uhr

    von Matthias Pleye:

    Trackback: http://www.gedankenpflug.de/tipps/2009/08/22/lesetipp-zu-caster-semenya-und-der-frage-mann-oder-frau/

  • 22.08.2009 10:28 Uhr

    von Rudi Kallinsky:

    Es kotzt mich an, wenn in Bezug auf Intersexualität Worte wie "Anomalie" benutzt werden, als wäre geschlechtliche Ambiguität eine Krankheit. "Krank" finde ich vielmehr, wie mit diesem Menschen umgegangen wird: genitale Verstümmelung, daraus resultierender Verlust des sexuellen Lustempfindens, jahrelanges dehnen ("bougieren")der kunstlichen Vagina durch die Eltern, was nichts anderes ist als ärztlich angeordnete Vergewaltigung und entsprechende seelische Folgen für Eltern und Kind hat.

    Das ist die Realität von Kindern, die ohne eindeutige Genitalien geboren werden. Und diese sind dem gesellschaftlichen Zwang zuzuschreiben, die Menschen in Kategorien wie "er" und "sie", "normal" und "anormal" einsortiert.

    Soviel Fähigkeit zur Abstraktion hätte ich dr taz eigentlich zugetraut.

  • 21.08.2009 21:49 Uhr

    von Monika:

    Könnt ihr bitte den englischen Begriff "sex test" richtig als "Geschlechtstest" und nicht falsch als "Sextest" ins Deutsche übersetzen? Schließlich bedeutet "Sex" im Deutschen ausschließlich "Geschlechtsverkehr" (und meinetwegen noch das Drumherum) und eben nicht "Geschlecht".

  • 21.08.2009 21:14 Uhr

    von Bild ist nicht das Tempo unter den Taschentüchern:

    > "Ist diese Weltmeisterin ein Mann?", fragte
    > nicht nur die Bild-Zeitung, sondern die gesamte
    >Welt der Leichtathletik.

    Schön dass ihr, wie Tagesschau, SZ, FAZ und Co., durch regelmässige beiläufige Erwähnung der Bild-Zeitung deren Ansehen in der Bevölkerung steigert bzw. hochhaltet. Und zwar dauerhaft und seit unzähligen Jahren.

    Scheint ja ein nie abbrechender Trend zu sein. Bin wohl der einzige, den diese Floskeln nerven: Wenn einer einen dümmlich-unstimmigen Vergleich zieht, sagt er "aber in Amerika..."; wenn einer zangsneurotisch eine Diskussion dominieren will, zieht er einen Hitler-Vergleich (Godwins Gesetz), und wenn einer eine unumstössliche Referenz bringen möchte, heisst es "wie die Bild-Zeitung schrieb". Super. Eintüten und wegkicken bitte.

  • 21.08.2009 19:53 Uhr

    von Axel Frentz:

    1. Es heißt nicht "Kinefelter" sondern Klinefelter-Syndrom.
    2. Echte Zwitter leiden unter echtem Hermaphroditismus, dieser zählt nicht zu den Übergangsformen, wie es Ihr Artikel nahezulegen scheint.
    3. Beim Swyer Syndrom kann ein phänotypischer Mann nicht als Frau erscheinen, weil der Phänotyp das äußere Erscheinungsbild ist. Der Phänotyp beim Swyer Syndrom ist weiblich.
    4. Der Karyotyp bezeichnet nicht bloß die Zusammensetzung der geschlechtsbestimmenden Chromosomen, sondern alle erkennbaren Chromosomeigenschaften und muss vom Begriff des Genotyps unterschieden werden.
    5. Der Doppelpunkt ist ein schönes Satzzeichen, wenn man es einzusetzen weiß.


    Mfg

    Axel Frentz

  • 21.08.2009 19:05 Uhr

    von Kim Schicklang:

    "Athleten, die früher Männer waren"... wird der Unsinn über die angeblichen "Geschlechtsumwandlungen" immer noch behauptet? Wann hört der Quatsch eigentlich einmal auf? Geschlechtsumwandlungen gibt es nicht. Transsexuelle Frauen sind Frauen (und waren schon als Mädchen trotz Penis und Hoden Frauen). Transsexuelle Männer sind Männer. Ich verstehe nicht, wie jemand der einerseits weiss, dass Geschlecht nicht auf einzelne Faktoren reduziert werden kann, gleichzeitig an Geschlechtsumwandlungen glauben kann. Wie ist so ein paradoxer Gedankenspagat zu schaffen?

  • 21.08.2009 19:00 Uhr

    von Alexander Erben:

    Da könnte man sich fragen, wie zeitgemäß noch die Geschlechtertrennung im sportlichen Wettkampf ist...

  • 21.08.2009 18:21 Uhr

    von Nick:

    >> "Einerseits stigmatisierten sie die "enttarnten" Frauen als Abnormale und Betrüger, wie die Kölner Soziologin Ilse Hartmann-Tews konstatiert."

    Jetzt ist es ja so dass auch eine positive Doping-Probe den Getesteten als Betrüger stigmatisiert, wogegen auch kaum jemand Einwände haben wird. Die "enttarnten Frauen" sind doch in Wahrheit Männer, warum ist es problematisch diese mittels solcher Tests als Betrüger (was sie de facto ja sind) zu entlarven?

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