Bayerns Ex-Innenminister Günther Beckstein muss vor dem Untersuchungsausschuss aussagen. Fehler der bayerischen Behörden sieht er nur im Detail von Wolf Schmidt

Bevor sie 1998 untertauchten, trafen sich Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt wiederholt mit bayerischen Rechtsextremen. Hätten die Ermittler die Verbindung entdecken müssen? von Wolf Schmidt

Fünf der NSU-Morde passierten in Bayern. Bayerns ehemaliger Innenminister Beckstein soll schon früh ein fremdenfeindliches Motiv für möglich gehalten haben – ging der These aber nicht nach.

„Ich brauche keine Aufsicht“, soll der ehemalige Chef des Thüringer Verfassungsschutzes gesagt haben. Nun wird deutlich: Ende der 90er war das Amt außer Kontrolle geraten. von Wolf Schmidt

Das Gutachten des Ausschusses zum NSU-Terrortrio kommt zu einem vernichtenden Urteil. Handwerkliche Fehler und Konkurrenz zwischen Behörden verhinderten die Festnahme. von Michael Bartsch

Der NSU hatte nicht nur Kontakt zur Blood-&-Honour-Bewegung, sondern war womöglich Teil des militanten Netzes. 1998 rechneten Fahnder sie zum „harten Kern“. von Wolf Schmidt

BKA-Chef Ziercke bedauert, dass Sinti und Roma nach dem Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter unter Verdacht gerieten. Die Schuld gibt er den Medien. von Wolf Schmidt

Früh gab es Hinweise, dass die Mordserie an Migranten mit einem Anschlag 2004 in Köln zusammenhängen könnte. Im BKA hielt man das für ein Hirngespinst. von Wolf Schmidt

Die Deutschen alarmierten 1998 Bulgariens Polizei: Sie müsse die Neonazis Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe festnehmen. In Sofia tauchten zwei andere Rechtsextreme auf. von Wolf Schmidt

Im Zuge der NSU-Ermittlungen durchsucht die Polizei die Räume eines NPD-Abgeordneten - und findet dabei einen Brief des Terror-Trios an Sympathisanten von W. Schmidt & A. Speit

Am Montag tagt der NSU-Untersuchungsausschuss in Dresden und will endlich erste Beschlüsse fassen. Doch aufs Tempo drückt nur die Opposition. von Michael Bartsch

Drei Anstalten produzieren ein Radiofeature zur NSU. In „Rechter Terror“ kommen überraschende Zeitzeugen zu Wort und machen das Stück durchaus hörenswert. von Wolf Schmidt

Die ersten Zeugen sind vom Ausschuss zur Neonazi-Terrorzelle „NSU“ befragt worden. Sie berichten, wie schlecht die Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden war. von Wolf Schmidt

Im Zusammenhang mit dem Terrortrio NSU sind am Donnerstag mehrere Wohnungen durchsucht worden. Es geht um mögliche Helfer der Neonazi-Terroristen. Festnahmen gab es nicht.

Bei den Ermittlungen zur NSU-Mordserie ignorierte die Polizei Hinweise des FBI, dass es sich um Neonazis handeln könnte. Nun müssen die Ermittler vor dem Bundestag aussagen. von Wolf Schmidt

Schon 2006 hatten Ermittler die These eines rechtsextremen Motivs hinter der Mordserie an Migranten. Doch die Spur wurde „zurückgestellt“ – warum, ist unklar. von Wolf Schmidt

Ein interner Bericht offenbart ein Desaster beim Thüringer Verfassungsschutz, das auch die Anfänge des NSU betrifft. Doch der Bericht soll geheim bleiben. von Andreas Speit

Die Eltern von Uwe Böhnhardt sprechen im „Panorama“-Interview in der ARD über die Taten ihres Sohns. Hätten sie die Morde des Nazitrios verhindern können? von Wolf Schmidt

Im Mordfall Michèle Kiesewetter hatte die Polizei Sinti und Roma unter Verdacht. Bei den Rechten wurde nicht ermittelt. Auf eine Entschuldigung warten Sinti und Roma bis heute. von Wolf Schmidt

Der NSU pflegte enge Verbindungen zu militanten Nazirockern. Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe vollstreckten die Ideen, die „Blood and Honour“ propagierte. von W. Schmidt & A. Speit

Die Terroristen vom NSU legten Namenslisten an, spionierten Anschlagsziele aus und markierten Stadtpläne. Zugeschlagen wurde dann doch woanders. von Wolf Schmidt

Die Naziterroristen des NSU wirkten freundlich – sogar auf Nachbarn mit Migrationshintergrund. Für die bürgerliche Fassade des Trios war Beate Zschäpe zuständig. von Wolf Schmidt

Sieben Städte planen Gedenktafeln für die Opfer der Neonazi-Terrorzelle NSU. Deren Angehörigen wurden nicht informiert – wollen nun aber mitsprechen dürfen. von Daniel Bax

Der Schweriner NPD-Abgeordnete Petereit soll NSU-Verbrechen bejubelt haben – und deswegen raus aus dem Schweriner Landtag. Das fordert die SPD-Fraktion. von W. Schmidt / A. Speit

Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe fehlten Unterstützer, schrieb der Verfassungsschutz 2004 in einem internen Papier. Da hatte der NSU schon fünf Menschen ermordet. von W. Schmidt / A. Speit

In einem Szeneheft bedankten sich Neonazis nach Antifa-Recherchen schon vor zehn Jahren bei einem „NSU“. Hatten die Rechtsterroristen frühe Mitwisser? von W. Schmidt & A. Speit

Die Angehörigen der Opfer der Terrorgruppe NSU erhalten fast 500.000 Euro Entschädigung. Die Anträge können unbefristet gestellt werden.

Beate Zschäpe wusste, was in den Köpfen der mutmaßlichen Mörder der Terrorzelle NSU vor sich ging. Das belegen Beweise der Ermittler in der Mordserie. Ob Zschäpe an Tatorten war, ist unklar.

Während die Innenminister über ein NPD-Verbot beraten, erklären Experten im NSU-Untersuchungsausschuss, wie sich die Neonaziszene radikalisiert hat. von Wolf Schmidt

Die Taten des Terrortrios NSU beflügeln die rechte Szene in Bayern, sagt der Leiter der Antifaschistischen Informationsstelle. Neonazigewalt ist in Bayern nicht ungewöhnlich.

Fast 13 Jahre lang konnte die Gruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" mordend und raubend quer durch Deutschland ziehen, ohne dass ihr die Ermittlungsbehörden auf die Spur gekommen waren.
Erst als die Mitglieder Uwe M. und Uwe B. nach einem Banküberfall in Eisenach in einem Wohnmobil Selbstmord begingen, ihre Komplizin Beate Z. die gemeinsame Wohnung in Zwickau in die Luft jagte und sich dann der Polizei stellte, fügten sich die Puzzleteilchen vieler ungelöster Verbrechen plötzlich zu einem größeren Bild zusammen: Die Morde an acht türkischen und einem griechischen Kleingewerbetreibenden haben einen rassistischen Hintergrund und gehen sämtlichst auf das Konto der Gruppe.
Die ist auch verantwortlich für die tödlichen Schüsse auf eine Polizistin in Heilbronn sowie ein Nagelbombenattentat in einem mehrheitlich von MigrantInnen bewohnten Kölner Viertel. Ihre Beteiligung an weiteren Taten wird derzeit geprüft. Eigentlich undenkbar ist, dass die Gruppe so lange ohne breitere Unterstützung durch das rechtsextreme Milieu im Verborgenen operieren konnte.
Erste Festnahmen mutmaßlicher Helfer haben schon stattgefunden. Und zudem stellt sich die Frage: Inwieweit war der Verfasssungschutz mit seinen Fühlern in dier Nazi-Szene über das Treiben der Gruppe informiert? Die taz berichtet ausführlich über den Terror von rechts.
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