Der Noch-Bahn-Chef will bis zum Ende seines Fünfjahresvertrags weiterbezahlt werden. Wegen der Spitzelaffären in seiner Amtszeit stößt das auf Unbehagen.von Annette Jensen
Wenn ich einem integeren Menschen das Mensch-sein abgesprochen haben soll, so tut es mir leid- ansonsten.....
08.04.2009 16:58 Uhr
von iris:
nee, "der kleine mann" wird wegen einem vermutlich unterschlahenen pfandbon/einem stück kuchen/einer klorolle/etc. fristlos ohne abfindung gekündigt...
08.04.2009 16:50 Uhr
von Thomas Paulsen:
"Normalen" Arbeitnehmern wird bei einer derartigen vorsätzlichen Störung des Betriebsfriedens außerordentlich und fristlos gekündigt. Damit erledigt sich dann jedwede Form von weiterer Vertragserfüllung, darunter auch Abfindungsansprüche.
Nur mal so als Anregung...
08.04.2009 15:32 Uhr
von Lukas:
Ich wusste gar nicht, dass ein fristlose Kuendigung - und das koennte der Arbeitgeber des Arbeitnehmers Mehdorn durchaus ausspechen, noch zu weiteren Zahlungen verpflichtet. ... vor gar nicht mal so langer Zeit wurde in Berlin eine Kassiererin wegen Unterschlagung von Centbetraegen fristlos gefeuert. Wie ist denn nun der Status von Mehdorns "Kuendigung"? War Anlass hiefuer nicht auch ein Straftatbestand, nicht gar ein klein wenig schlimmerer in Hinblick auf Datenschutz, Briefgeheimnis etc etc ???? Mal ganz abgesehen davon, dass doch eigentlich auch dies noch juristisch aufgearbeitet werden sollte (Die Herren Staatsanwaelte, wo sind sie denn?), sollte man doch auch hier die arbeitsrechtlichen Konsequenzen fuer den Arbeitnehmer Mehdorn beruecksichtigem, wenn er denn schon so versessen auf Details ist.
08.04.2009 14:12 Uhr
von Willi:
an sperrgut:
der vergleich hinkt, aber so wird ein schuh draus: manager pflichtversichern in einer art arbeitslosenversicherung. dann brauch es keine abfindungen oder weiterzahlungen. außerdem: bei jahresgehältern von über 500.000 euro könnte man den kündigungsschutz abschaffen. wer soviel bekommt, muß ja besonders wichtig und gut sein, wovor sollte der sich also fürchten? so einer wird nur entlassen, wenn's zurecht ist, keine firma sägt einen guten manager einfach so ab.
noch ein entscheidender punkt: die bahn muß jetzt doppelt zahlen, den alten weiter und den neuen. hätte der alte nicht so große fehler gemacht, wäre das nicht nötig! warum also soll der alte also ein recht auf das geld haben? schuld sind aber die vertragspartner.
08.04.2009 13:48 Uhr
von Martin:
@ Leon
naja, in anderen fällen gibt's verdachtskündigungen. bekommt emily eine abfindung oder ihren lohn weiterbezahlt? an den gesetzen kann es also nicht scheitern.
08.04.2009 13:43 Uhr
von Andi:
Das nervt. Politiker, die sich selber per Abstimmung (auch in Zeiten, die "Fingerspitzengefühl" erfordern) die Diäten erhöhen und fette Pensionen kassieren suchen sich in Wahlkampfzeiten ein Thema, bei dem der kleine Mann von der Straße - oder am Stammtisch - lauthals JAWOHL schreit, obwohl dieser wo es geht versucht, den Staat bei der Steuer zu bescheissen. Mehdorn, auch wenn unsympatisch und Mist gebaut, hat einen Vertrag. Wenn dieser entsprechende Punkte enthält hat Mehdorn eben im Vorfeld gut verhandelt. Unterschrieben wird der Vertrag aber immer von mehr als einer Person. Den Grad der Aufregung von der Höhe der Geldsumme abhängig zu machen ist populistisch und verlogen.
08.04.2009 12:46 Uhr
von katch:
Eine zweckgebundene Auszahlung, einzulösen an Bahnautomaten in Form von 2.-Klasse-Bahntickets, nur gültig bei drittklassigen Abfahrts- und Ankunftsorten, fänd ich vollkommen in Ordnung. Zuschläge für IC und ICE müssen selber übernommen werden. Barauszahlung ausgeschlossen.
08.04.2009 12:40 Uhr
von Ullrich F.J. Mies:
Dieses ewige dumme, verlogene Gequatsche und die Forderung nach "mehr Fingerspitzengefühl", "freiwilliger Sebstkontrolle", "bitte, bitte nicht mehr so gierig sein"
zeigt nur, dass diejenigen, die diese Phrasen immer wieder bedienen, eine wikliche Änderung der kranken Zustände gar nicht wollen.
08.04.2009 12:21 Uhr
von Leon Hartner:
@ Martin: "Jederzeit entlassen werden" steht aber in deutlichem Widerspruch zu den derzeit in der BRD geltenden Gesetzen. Da müsste man dann etwas etwas grundsätzlicher Regeln. (Was aber vll kein Fehler wäre)
@Amos: Menschen das Menschsein abzusprechen nimmt idR keinen guten Ausgang.
08.04.2009 12:15 Uhr
von sperrgut:
Ich bin nicht mit Abfindungen für Manager, die ein Unternehmen in den Ruin getrieben haben und sich dann vom Acker machen.
Man muss hier aber mal feststellen, dass es Verträge gibt und dass Herr Mehdorn bei allem Respekt nicht die schlechteste Arbeit für die Deutsche Bahn geleistet hat.
Wo kommen wir hin, wenn jeder angegriffen wird, der auf die Erfüllung seiner geschlossenen Verträge pocht?! Als Beispiel für den kleinen Mann: Sie verursachen mit ihrem Auto einen Unfall bei dem Personen zu Schaden kommen. Ihr Auto ist Vollkasko versichert und sie bekommen dafür noch viel Geld. Könnte man ja auch als moralisch verwerflich hinstellen, wenn jemand für einen Unfall und Leid bei anderen Menschen noch Geld bekommt??
Wären die Herren Politiker, die jetzt so laut schreien, bereit auf ihre üppigen Pensionen zu verzichten, wenn sie - wie so oft - über irgendeine Affäre stolpern??
Bitte auf dem Teppich bleiben. Irgendwo muss ein Vertrag auch eingehalten werden, wenn er rechtskonform ist. Ansonsten muss man solche Entschädigungen gesetzlich verbieten. Das gilt dann aber auch für Jedermann.
08.04.2009 11:50 Uhr
von Amos:
Für was stehen eigentlich die Millionen? Für gute Leistung oder für die Gier! Man hat schon mal gehört, dass man einen Nimmersatt mit flüssigen Gold gefüllt hat. Dann hatte er endlich genug. Mit diesen Machenschaften (gefördert von der Politik) geht doch unsere Gesellschaft vor die Hunde. Für das, was Mehdorn sich so alles erlaubt hat, müsste er doch noch Geld zurück geben. Das sind Schweine- keine Menschen.
08.04.2009 11:34 Uhr
von Martin:
... der Ärger muß sich also gegen die verantwortlichen Politiker richten, die sich jetzt auch noch selbst aufregen (!). Und bitte mal umgekehrt bedenken, wie schwer es einem selber fallen würde, freiwillig auf Millionen zu verzichten, nur um seinen eh schon schlechten Ruf etwas zu verbessern. Zumal wenn man Kinder hat, denen man mit dem Geld eine sorgenfreiere Zukunft vererben kann. Erst recht in dieser unabsehbar weitreichenden Krise.
08.04.2009 11:30 Uhr
von Martin:
Der Fehler liegt nicht beim Privatmann, bei der Einzelperson Mehdorn. Fast jeder würde ebenso versuchen, an möglichst viel Geld zu kommen. Nein, schuld ist sein Vertragspartner, also der Aufsichtsrat oder Eigentümer der Bahn. Diese haben den Arbeitsvertrag ausgehandelt. Dort müßte klipp und klar stehen, er könne jederzeit entlassen werden und hat keinen Anspruch auf Abfindung oder Weiterzahlung. Als Gegenleistung bekommt er ja pro Jahr so viel Kohle, daß ein Normalo damit fürs Leben ausgesorgt hätte. Und er kann natürlich darauf vertrauen, daß sein Arbeitgeber ihn wirklich nur dann rauswirft, wenn es gute Gründe gibt.
Leserkommentare
08.04.2009 17:41 Uhr
von Amos:
Wenn ich einem integeren Menschen das Mensch-sein
abgesprochen haben soll, so tut es mir leid- ansonsten.....
08.04.2009 16:58 Uhr
von iris:
nee, "der kleine mann" wird wegen einem vermutlich unterschlahenen pfandbon/einem stück kuchen/einer klorolle/etc. fristlos ohne abfindung gekündigt...
08.04.2009 16:50 Uhr
von Thomas Paulsen:
"Normalen" Arbeitnehmern wird bei einer derartigen vorsätzlichen Störung des Betriebsfriedens außerordentlich und fristlos gekündigt.
Damit erledigt sich dann jedwede Form von weiterer Vertragserfüllung, darunter auch Abfindungsansprüche.
Nur mal so als Anregung...
08.04.2009 15:32 Uhr
von Lukas:
Ich wusste gar nicht, dass ein fristlose Kuendigung - und das koennte der Arbeitgeber des Arbeitnehmers Mehdorn durchaus ausspechen, noch zu weiteren Zahlungen verpflichtet.
... vor gar nicht mal so langer Zeit wurde in Berlin eine Kassiererin wegen Unterschlagung von Centbetraegen fristlos gefeuert. Wie ist denn nun der Status von Mehdorns "Kuendigung"? War Anlass hiefuer nicht auch ein Straftatbestand, nicht gar ein klein wenig schlimmerer in Hinblick auf Datenschutz, Briefgeheimnis etc etc ???? Mal ganz abgesehen davon, dass doch eigentlich auch dies noch juristisch aufgearbeitet werden sollte (Die Herren Staatsanwaelte, wo sind sie denn?), sollte man doch auch hier die arbeitsrechtlichen Konsequenzen fuer den Arbeitnehmer Mehdorn beruecksichtigem, wenn er denn schon so versessen auf Details ist.
08.04.2009 14:12 Uhr
von Willi:
an sperrgut:
der vergleich hinkt, aber so wird ein schuh draus: manager pflichtversichern in einer art arbeitslosenversicherung. dann brauch es keine abfindungen oder weiterzahlungen. außerdem: bei jahresgehältern von über 500.000 euro könnte man den kündigungsschutz abschaffen. wer soviel bekommt, muß ja besonders wichtig und gut sein, wovor sollte der sich also fürchten? so einer wird nur entlassen, wenn's zurecht ist, keine firma sägt einen guten manager einfach so ab.
noch ein entscheidender punkt: die bahn muß jetzt doppelt zahlen, den alten weiter und den neuen. hätte der alte nicht so große fehler gemacht, wäre das nicht nötig! warum also soll der alte also ein recht auf das geld haben? schuld sind aber die vertragspartner.
08.04.2009 13:48 Uhr
von Martin:
@ Leon
naja, in anderen fällen gibt's verdachtskündigungen. bekommt emily eine abfindung oder ihren lohn weiterbezahlt? an den gesetzen kann es also nicht scheitern.
08.04.2009 13:43 Uhr
von Andi:
Das nervt. Politiker, die sich selber per Abstimmung (auch in Zeiten, die "Fingerspitzengefühl" erfordern) die Diäten erhöhen und fette Pensionen kassieren suchen sich in Wahlkampfzeiten ein Thema, bei dem der kleine Mann von der Straße - oder am Stammtisch - lauthals JAWOHL schreit, obwohl dieser wo es geht versucht, den Staat bei der Steuer zu bescheissen. Mehdorn, auch wenn unsympatisch und Mist gebaut, hat einen Vertrag. Wenn dieser entsprechende Punkte enthält hat Mehdorn eben im Vorfeld gut verhandelt. Unterschrieben wird der Vertrag aber immer von mehr als einer Person. Den Grad der Aufregung von der Höhe der Geldsumme abhängig zu machen ist populistisch und verlogen.
08.04.2009 12:46 Uhr
von katch:
Eine zweckgebundene Auszahlung, einzulösen an Bahnautomaten in Form von 2.-Klasse-Bahntickets, nur gültig bei drittklassigen Abfahrts- und Ankunftsorten, fänd ich vollkommen in Ordnung. Zuschläge für IC und ICE müssen selber übernommen werden. Barauszahlung ausgeschlossen.
08.04.2009 12:40 Uhr
von Ullrich F.J. Mies:
Dieses ewige dumme, verlogene Gequatsche und die Forderung nach
"mehr Fingerspitzengefühl",
"freiwilliger Sebstkontrolle",
"bitte, bitte nicht mehr so gierig sein"
zeigt nur, dass diejenigen, die diese Phrasen immer wieder bedienen, eine wikliche Änderung der kranken Zustände gar nicht wollen.
08.04.2009 12:21 Uhr
von Leon Hartner:
@ Martin:
"Jederzeit entlassen werden" steht aber in deutlichem Widerspruch zu den derzeit in der BRD geltenden Gesetzen. Da müsste man dann etwas etwas grundsätzlicher Regeln. (Was aber vll kein Fehler wäre)
@Amos:
Menschen das Menschsein abzusprechen nimmt idR keinen guten Ausgang.
08.04.2009 12:15 Uhr
von sperrgut:
Ich bin nicht mit Abfindungen für Manager, die ein Unternehmen in den Ruin getrieben haben und sich dann vom Acker machen.
Man muss hier aber mal feststellen, dass es Verträge gibt und dass Herr Mehdorn bei allem Respekt nicht die schlechteste Arbeit für die Deutsche Bahn geleistet hat.
Wo kommen wir hin, wenn jeder angegriffen wird, der auf die Erfüllung seiner geschlossenen Verträge pocht?! Als Beispiel für den kleinen Mann: Sie verursachen mit ihrem Auto einen Unfall bei dem Personen zu Schaden kommen. Ihr Auto ist Vollkasko versichert und sie bekommen dafür noch viel Geld. Könnte man ja auch als moralisch verwerflich hinstellen, wenn jemand für einen Unfall und Leid bei anderen Menschen noch Geld bekommt??
Wären die Herren Politiker, die jetzt so laut schreien, bereit auf ihre üppigen Pensionen zu verzichten, wenn sie - wie so oft - über irgendeine Affäre stolpern??
Bitte auf dem Teppich bleiben. Irgendwo muss ein Vertrag auch eingehalten werden, wenn er rechtskonform ist. Ansonsten muss man solche Entschädigungen gesetzlich verbieten. Das gilt dann aber auch für Jedermann.
08.04.2009 11:50 Uhr
von Amos:
Für was stehen eigentlich die Millionen? Für gute
Leistung oder für die Gier! Man hat schon mal gehört, dass man einen Nimmersatt mit flüssigen
Gold gefüllt hat. Dann hatte er endlich genug. Mit diesen Machenschaften (gefördert von der Politik)
geht doch unsere Gesellschaft vor die Hunde. Für das, was Mehdorn sich so alles erlaubt hat, müsste er doch noch Geld zurück geben. Das sind Schweine-
keine Menschen.
08.04.2009 11:34 Uhr
von Martin:
... der Ärger muß sich also gegen die verantwortlichen Politiker richten, die sich jetzt auch noch selbst aufregen (!). Und bitte mal umgekehrt bedenken, wie schwer es einem selber fallen würde, freiwillig auf Millionen zu verzichten, nur um seinen eh schon schlechten Ruf etwas zu verbessern. Zumal wenn man Kinder hat, denen man mit dem Geld eine sorgenfreiere Zukunft vererben kann. Erst recht in dieser unabsehbar weitreichenden Krise.
08.04.2009 11:30 Uhr
von Martin:
Der Fehler liegt nicht beim Privatmann, bei der Einzelperson Mehdorn. Fast jeder würde ebenso versuchen, an möglichst viel Geld zu kommen. Nein, schuld ist sein Vertragspartner, also der Aufsichtsrat oder Eigentümer der Bahn. Diese haben den Arbeitsvertrag ausgehandelt. Dort müßte klipp und klar stehen, er könne jederzeit entlassen werden und hat keinen Anspruch auf Abfindung oder Weiterzahlung. Als Gegenleistung bekommt er ja pro Jahr so viel Kohle, daß ein Normalo damit fürs Leben ausgesorgt hätte. Und er kann natürlich darauf vertrauen, daß sein Arbeitgeber ihn wirklich nur dann rauswirft, wenn es gute Gründe gibt.