Drei Anschläge in Ruandas Hauptstadt Kigali. Die Präsidentschafts-Kandidatin Victoire Ingabire-Umuhoza wird verdächtigt, für die Taten mitverantwortlich zu sein.von Simone Schlindwein
Eine der wenigen Zeitungen, die in Deutschland über den Anschlag berichten. Vielen Dank TAZ. Einige Formulierungen in dem Artikel klingen in meinen Ohren aber leichtfertig. Ich bin der Überzeugung, dass der President Paul Kagame, auch wenn er nach unseren Maßstäben mit "harter Hand" regiert, das beste ist, was dem Land passieren kann. Wir legen immer nur unsere Maßstäbe an, was Demokratie bedeuten soll. Dass aber unsere eigene oft eher schwach daher kommt, bei der man das Gefühl hat nur Lobiisten regieren über uns, ist mir jemand, der mit Verantwortung ein so spannungsgeladenes Land führen kann viel lieber. Deutschland trägt an dieser Spannung keinen geringen Anteil, in dem arrogant verkündigt wird, wir liefern die Massenmörder Ignace Murwanashyaka und sein Vize Straton Musoni nicht aus, weil sie dort nicht gerecht behandelt werden würden. Auf der anderen Seite töten, vergewaltigen sie tausende von Menschen. Deutschland als größter Verbraucher an Coltan weltweit hat ein Interesse an dem "Krieg" im Ostkongo. Aus Deutschland werden Waffen in diese unruhige Gegend geliefert, zumeist über Burundi in der Ostkongo an die Huturebellen. Ruanda hat ein Recht und die Pflicht sich vor Aggressoren zu schützen. Auch Deutschland würde Holocaustleugner, Leute mit aktiver Nazivergangenheit einsperren - und das zu Recht. Aber dieses Recht muss auch Ruanda eingeräumt werden.
Europa schützt dagegen immer noch die Verantwortlichen des Völkermordes in Ruanda, gewährt ihnen Asyl. Gerade den verantwortungsbewußten Politiker, wie Hrn. Kagame gestehe ich das Recht zu, alles zu unternehmen, dass so ein Gemezel sich nicht mehr wiederholen kann.
Deutschland und Europa sollen ihre bluten Hände, da heraushalten.
Leserkommentare
08.03.2010 14:38 Uhr
von Pretorius:
Eine der wenigen Zeitungen, die in Deutschland über den Anschlag berichten. Vielen Dank TAZ.
Einige Formulierungen in dem Artikel klingen in meinen Ohren aber leichtfertig. Ich bin der Überzeugung, dass der President Paul Kagame, auch wenn er nach unseren Maßstäben mit "harter Hand" regiert, das beste ist, was dem Land passieren kann. Wir legen immer nur unsere Maßstäbe an, was Demokratie bedeuten soll. Dass aber unsere eigene oft eher schwach daher kommt, bei der man das Gefühl hat nur Lobiisten regieren über uns, ist mir jemand, der mit Verantwortung ein so spannungsgeladenes Land führen kann viel lieber. Deutschland trägt an dieser Spannung keinen geringen Anteil, in dem arrogant verkündigt wird, wir liefern die Massenmörder Ignace Murwanashyaka und sein Vize Straton Musoni nicht aus, weil sie dort nicht gerecht behandelt werden würden. Auf der anderen Seite töten, vergewaltigen sie tausende von Menschen.
Deutschland als größter Verbraucher an Coltan weltweit hat ein Interesse an dem "Krieg" im Ostkongo. Aus Deutschland werden Waffen in diese unruhige Gegend geliefert, zumeist über Burundi in der Ostkongo an die Huturebellen.
Ruanda hat ein Recht und die Pflicht sich vor Aggressoren zu schützen.
Auch Deutschland würde Holocaustleugner, Leute mit aktiver Nazivergangenheit einsperren - und das zu Recht.
Aber dieses Recht muss auch Ruanda eingeräumt werden.
Europa schützt dagegen immer noch die Verantwortlichen des Völkermordes in Ruanda, gewährt ihnen Asyl.
Gerade den verantwortungsbewußten Politiker, wie Hrn. Kagame gestehe ich das Recht zu, alles zu unternehmen, dass so ein Gemezel sich nicht mehr wiederholen kann.
Deutschland und Europa sollen ihre bluten Hände, da heraushalten.