Die Regierungsfraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus wollen Internetdiensten verbieten, Fotos von Privathäusern ungefragt zu publizieren. Auch das von der Landesregierung geförderte "Virtual Berlin" müsste einpacken.von Sebastian Heiser
Linke und SPD (und in diesem Fall auch die TAZ) zeigen mit dieser Diskussion ihre netzpolitische Inkompetenz. Die Debatte um StreetView nimmt Raum und verhindert damit Tiefe wirklich wichtiger Themen wie INDECT, ACTA, Subventionsindex, Open Access, Open Government....
Die Gefahr über einen Lex StreetView Einschnitte in die Panoramfreiheit zu fördern ist zu groß. Die Kritikpunkte an StreetView sind diffus oder an den Haaren herbeigezogen.
Nur mal eine Frage: Wenn sich eine Community an Internetnutzern (Web 2.0) zusammentut um selbst gemachte Bilder von Straßen zu veröffentlichen sowie zu verschlagworten und diese Bilder in ihrer Gesamtheit sowas wie StreetView ergeben - wird das dann auch verboten?
23.07.2010 04:06 Uhr
von Jussuf:
Demnächst dürfen Passagiere von Flugzeugen im Landeanflug auch nicht mehr rausschauen? Bei allem Lob für den Drang zur Initiative (guten morgen..) wirkt die geschilderte Angst grotesk.
23.07.2010 00:02 Uhr
von -tk-:
Ich bin zu dem Entschluss gekommen, daß ich StreetView mag. Bin schon oft mit Freunden Straßen in der Schweiz und Frankreich "durchwandert", um ihnen einen alten Arbeitsplatz oder ähnliches zeigen zu können und ein Gefühl der Gegend, die mich geprägt hat, zu vermitteln.
Jede Technologie kann mißbraucht werden. Bisher habe ich StreetView als eher hilfreich und positiv kennengelernt.
22.07.2010 23:45 Uhr
von EnzoAduro:
Was soll das? Ich will street view in berlin! Dieses kleinbürgerliche Kaffhausen-bedenken können die gerne durchziehen und Oberbayrische Orte die die welt nicht besucht aus dem netz nehmen!
Wieviel Unsinn muss sich der digital-vernünftige Mensch von diesem zukunfts-feindlichen Pack noch gefallen lassen?
Aus. Schluß. Der Argumente sind genug gewechselt.
Die Digitale Armee Fraktion wird zurückfotografieren.
Jedes Deutschen Michel Haus wird HOCHAUFLÖSEND mit GEODATEN und Details aller Bewohner, Besitzer, Vorbesitzer, vorbeilaufenden Passanten, völlig Unbeteiligten und meiner Mutter online gestellt.
Mann, was hab' ich die Schnauze voll.
22.07.2010 19:46 Uhr
von Ein Leser:
Im Text heisst es: "Unternehmen sollen nur dann Bilder von privaten Hausfassaden im Internet veröffentlichen, wenn die Bewohner zugestimmt haben."
Gilt das eigentlich auch für die taz und andere Medien? Die sind ja auch ein Unternehmen.
Und ich warte schon drauf, daß sich die Proteste auch gegen Firmen wie Flickr und Co. richten, wo die Bürger laufend ungepixelte Fotos vom öffentlichen Raum hochladen, immer öfter inkl. GPS-tagging.
Datenschützer sind - mit Verlaub - bescheuert in ihrer Doppelmoral: Berlin hängt voller unkontrollierter Überwachungskameras, die *live* Videos aufnehmen, aber Datenschützer agieren lieber gegen monate- oder jahrealte Standfotos.
Kümmert Euch mal lieber um das dauernde Big Brother Filmen von tausenden Unternehmen in Berlin, deren Kameras bis tief in den öffentlichen Strassenraum reichen, gerade in Mitte!
Leserkommentare
23.07.2010 09:05 Uhr
von cervo:
Linke und SPD (und in diesem Fall auch die TAZ) zeigen mit dieser Diskussion ihre netzpolitische Inkompetenz. Die Debatte um StreetView nimmt Raum und verhindert damit Tiefe wirklich wichtiger Themen wie INDECT, ACTA, Subventionsindex, Open Access, Open Government....
Die Gefahr über einen Lex StreetView Einschnitte in die Panoramfreiheit zu fördern ist zu groß. Die Kritikpunkte an StreetView sind diffus oder an den Haaren herbeigezogen.
Nur mal eine Frage: Wenn sich eine Community an Internetnutzern (Web 2.0) zusammentut um selbst gemachte Bilder von Straßen zu veröffentlichen sowie zu verschlagworten und diese Bilder in ihrer Gesamtheit sowas wie StreetView ergeben - wird das dann auch verboten?
23.07.2010 04:06 Uhr
von Jussuf:
Demnächst dürfen Passagiere von Flugzeugen im Landeanflug auch nicht mehr rausschauen? Bei allem Lob für den Drang zur Initiative (guten morgen..) wirkt die geschilderte Angst grotesk.
23.07.2010 00:02 Uhr
von -tk-:
Ich bin zu dem Entschluss gekommen, daß ich StreetView mag. Bin schon oft mit Freunden Straßen in der Schweiz und Frankreich "durchwandert", um ihnen einen alten Arbeitsplatz oder ähnliches zeigen zu können und ein Gefühl der Gegend, die mich geprägt hat, zu vermitteln.
Jede Technologie kann mißbraucht werden. Bisher habe ich StreetView als eher hilfreich und positiv kennengelernt.
22.07.2010 23:45 Uhr
von EnzoAduro:
Was soll das? Ich will street view in berlin! Dieses kleinbürgerliche Kaffhausen-bedenken können die gerne durchziehen und Oberbayrische Orte die die welt nicht besucht aus dem netz nehmen!
22.07.2010 23:44 Uhr
von Jens Best:
Ahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh
K E I N E L U S T M E H R.
Wieviel Unsinn muss sich der digital-vernünftige Mensch von diesem zukunfts-feindlichen Pack noch gefallen lassen?
Aus. Schluß. Der Argumente sind genug gewechselt.
Die Digitale Armee Fraktion wird zurückfotografieren.
Jedes Deutschen Michel Haus wird HOCHAUFLÖSEND mit GEODATEN und Details aller Bewohner, Besitzer, Vorbesitzer, vorbeilaufenden Passanten, völlig Unbeteiligten und meiner Mutter online gestellt.
Mann, was hab' ich die Schnauze voll.
22.07.2010 19:46 Uhr
von Ein Leser:
Im Text heisst es:
"Unternehmen sollen nur dann Bilder von privaten Hausfassaden im Internet veröffentlichen, wenn die Bewohner zugestimmt haben."
Gilt das eigentlich auch für die taz und andere Medien? Die sind ja auch ein Unternehmen.
Und ich warte schon drauf, daß sich die Proteste auch gegen Firmen wie Flickr und Co. richten, wo die Bürger laufend ungepixelte Fotos vom öffentlichen Raum hochladen, immer öfter inkl. GPS-tagging.
Datenschützer sind - mit Verlaub - bescheuert in ihrer Doppelmoral: Berlin hängt voller unkontrollierter Überwachungskameras, die *live* Videos aufnehmen, aber Datenschützer agieren lieber gegen monate- oder jahrealte Standfotos.
Kümmert Euch mal lieber um das dauernde Big Brother Filmen von tausenden Unternehmen in Berlin, deren Kameras bis tief in den öffentlichen Strassenraum reichen, gerade in Mitte!