• 12.08.2010

Rollenvorbild Soap-Opera

Ingenieurin dank Dr. House

Durch amerikanische Krankenhausserien werden deutsche Mädchen animiert, technische Berufe zu ergreifen. Deutsche Soaps motivieren nicht in dieser Form.von Simone Schmollack

  • 16.08.2010 13:14 Uhr

    von Arno Nym:

    @Lulu: "Genau, über den Beruf definieren, das sollen Frauen unbedingt machen, dann sind sie endlich emanzipiert."

    Klar doch. Emanzipation ist erst erfolgreich, wenn die Frauen alles so schlecht machen dürfen und können wie die Männer auch.

    Dr. House im Titel machte mich schmunzeln - ist er doch ein menschenverachtendes Ekelpaket mit mehr Komplexen als man in der Summe einer psychiatrischen Abteilung vorfindet. Und der soll Frauen ermutigen? Naja, vielleicht als Negativ-Beispiel.

    Meine Hypothese ist, dass die Berufswahl vom Umfeld bestimmt wird. Welche Berufe sind bekannt, welche unbekannt? Lehrer kennen alle, denn die sehen sie täglich. Mediziner, Juristen, und Manager (BWLer) sind präsent. Dann gibt es noch die eigene Familie und das Umfeld. Und der Rest kommt nicht auf den Schirm.

    So gut wie alle weniger bekannten Studiengänge haben derzeit Probleme mit der Auslastung, auch ganz geschlechterunabhängig.

    Lieber machen sich die jungen Menschen unglücklich und glauben, alle Lehrer werden zu müssen.

  • 13.08.2010 10:42 Uhr

    von Sebastian Hamm:

    Der Aufmacher ist ziemlich doof. Alle genannten amerikanischen Serien (Dr. House, CSI und Greys Anatomy) sind wöchentliche Sendungen, die mit großen Budget produziert werden und in sich abgeschlossene Handlungen haben. Marienhof u.ä. sind tägliche, billig produzierte daily soaps. Die gibt es in den USA genau so und sind dort genau so dämlich.

    Das ist ein bisschen so, als würde man sagen "Englische Druckerzeugnisse vermitteln viel mehr Wissen als deutsche. Aus dem Oxford Dictionary kann man unheimlich viel lernen, was man von den Flyern, die ich immer von Pizzaläden und Umzugshelfern im Briefkasten habe, nicht sagen kann... Apropos Pizza, die Soziologin..."

  • 13.08.2010 09:56 Uhr

    von Lulu:

    "Junge Frauen in naturwissenschaftlichen Studiengängen treffen ihre Berufswahl vielfach wegen der weiblichen Vorbilder in den amerikanischen Serien"

    Das klingt gruselig, ich will nicht wissen, was für Entscheidungen solcher Frauen noch von amerikanischen Serien beeinflusst werden. Zumal es sich wahrscheinlich um kluge Frauen handelt. Und die Frauen in solchen Serien handelt oft- trotz ihrer 1,0 Abschlussnote- völlig irrational und kompromisslos.
    Schrecklich, welchen Einfluss das Fernsehen scheinbar auf manchen hat.

    "In den amerikanischen Serien gibt es toughe Ärztinnen und Profilerinnen, die sich über ihren Beruf definieren"
    Genau, über den Beruf definieren, das sollen Frauen unbedingt machen, dann sind sie endlich emanzipiert.

  • 13.08.2010 07:56 Uhr

    von runzbart:

    ist eine soziologin nicht die denkbar schlechteste lobbyistin für mint-fächer?
    das wär ja so, als ob mir ein ingenieur den altenpfleger-beruf schmackhaft machen möchte, da würd ich mir veräppelt vorkommen.

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