• 23.03.2010

Resistenz gegen Gift

Schädlinge auch bei Gen-Baumwolle

In Indien sind Raupen aufgetaucht, die dem Gift der Genpflanzensorte Bollgard widerstehen: Für Umweltschützer ein Wettlauf mit der Natur, den man nicht gewinnen kann.von Thomas Schmid

  • 29.03.2010 08:11 Uhr

    von claudia:

    >>Offensichtlich hat Monsanto von diesen Dingen überhaupt keine Ahnung,...<<
    Monsanto ist ein Chemiekonzern, der ziemlich viel Ahnung hat und genau weiß wie sich Profit maximieren läßt. Dort werden Chemiker, Biologen, Biochemiker, Genetiker sehr gut für die profitmaximierende Forschung bezahlt.:
    >>..und da ist es durchaus gar nicht verkehrt wenn resistenzen auftreten...!! - dann können sie auch immer wieder neue teuere patentierte mittelchen verkaufen...<<
    So ist es.

    Zum Beispiel Blattläuse:
    Wenn sich in einer Kultur Blattläuse breit machen, dann wird ein Gift verspritzt. Die Mehrzahl der Läuse stirbt, eine robuste Minderheit überlebt und bildet die nächste Generation. Nach einigen Generationen sind diejenigen, die das Gift nicht vertragen, ausgestorben.
    Andererseits sind Blattläuse niemals gegen Marienkäfer resistent geworden. Mit Insektziden hat man aber die Marienkäfer mit erwischt, und die holen aufgrund ihres anderen Vermehrungszyklus langsamer auf als die Blattläuse. So wurde die Insektizidabhängigkeit gefestigt.

    Sinnvolle Forschung würde versuchen, Pflanzen zu züchten, die von den „Schädlingen” eher verschmäht werden.
    Wenn ich zum Beispiel beobachte, daß Löwenzahn kaum angefressen wird, dann schließe ich daraus, daß der hohe Gehalt an Bitterstoffen die meisten kleinen Fresserchen abschreckt. Löwenzahn ist eine sehr erfolgreiche nicht giftige Pflanze, die sich in dichten Kolonien ausbreiten kann. Ohne jede Unterstützung durch einen Gärtner oder Chemiekonzern.
    Könnten nicht die erfolgreichsten „Unkräuter” einen Weg zeigen für die Pflanzenzucht?

    Viele Zuchtpflanzen sind anfälliger gegen Schädlingsbefall als die „Wildform”. Man hatte nämlich bei der Zucht ausschließlich den Ertrag im Sinne, der Rest war Sache der chemishcen Industrie.
    Bevor nun Bauern auf die Idee kommen, selber ein Pflanzenzuchtinstitut zu gründen, das nicht am Interesse der Chemieaktionäre ausgerichtet ist, muß die Industrie die Bauern von ihren gentechnisch erzeugten Produkten abhängig machen. Von der Pestizid-Abhängigkeit direkt in die Gentechnik-Abhängigkeit. Zucht ist billiger, aber Gentechnik ist schneller und kann deswegen „Standards” setzen.

    ---
    >>Auch bei neu entwickelten Antibiotika treten gelegentlich nach kurzer Zeit die ersten resistenten Krankheitserreger auf,...<<
    Antibiotika sollten eigentlich dann eingesetzt werden, wenn man nicht anders gegen eine bakterielle Infektion ankommt. Dann wäre die Entwicklung von resistenten Bakterien langsamer von statten gegangen. Nachdem Penicillin mal verfügbar war, wurde es aber mit der Gießkanne verteilt. Die Industrie hat natürlich kein Interesse daran, Antibiotika auf die Fälle beschränken, in denen keine Alternative verfügbar ist. So wurde der Wettlauf mit der Resistenz immer weiter beschleungt. Nicht zuletzt auch durch die Massentierhaltung, in der Tiere ohne pharmazeutische Hilfsmittel eben nicht gesund bleiben können.

  • 25.03.2010 23:46 Uhr

    von alzhanz:

    Ah, ja, habe verstanden. Monsanto versucht neue Insekten zu züchten, mit Erfolg....

  • 24.03.2010 11:52 Uhr

    von Onboard:

    Tja das wäre mit Hanf nie passiert. Ich rede nicht vom THC sondern von der Nutzpflanze HANF
    Eine kleine Geschichte dazu:
    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2009/05/warum-die-wunderpflanze-hanf-verboten.html

  • 24.03.2010 08:50 Uhr

    von avelon:

    Eines ist sicher: Gegen die Natur ist der Mensch mit all seinen Chemiekeulen und Genmanipulierten Pflanzen auf Dauer machtlos.

    Bleibt zu hoffen, daß jene Übel nicht auf die Menschheit zurückschlagen, weil die Natur gegen uns streikt.

    Das Beste gegen Schädlinge waren, sind und bleiben Mischkulturen, so wie es uns die Natur vormacht.

    Solange eigene Profitgier an 1. Stelle der Chemie-Konzerne steht, gegen die Natur und nicht mit ihr und für ihren Erhalt zu arbeiten, wird das die gesamte Menschheit sehr viel kosten.

  • 24.03.2010 07:54 Uhr

    von thomas ziegler:

    > ...ein Wettlauf mit der Natur, den man nicht gewinnen kann...

    aber leut!, denen gehts doch um NACHHALTIGKEIT!


    aber einer sehr speziellen form der "nachhaltigkeit": der des nachhaltigen PROFITES nämlich!


    und da ist es durchaus gar nicht verkehrt wenn resistenzen auftreten...!! - dann können sie auch immer wieder neue teuere patentierte mittelchen verkaufen...

    u warum nicht auch eines schlimmer als das andre... dann brauchts wieder ganz viel dolle forschung um da n gegenmittel zu finden usw pp -goethes zauberlehrling lässt grüssen-


    +++

    hallo!

    +++

    wielange wollen wir uns das als gesellschaft noch bieten lassen?

    +++

    ich meine: schluss damit! je früher desdo besser!!

    + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +
    http://www.gentech-weg.de.vu/index.php/Aufruf_2010
    + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +
    thomas ziegler, marktheidenfeld, thomas@biopilze.de

  • 23.03.2010 20:06 Uhr

    von Gentechnikgegner:

    Hervorragendes Beispiel, das die Naivität der Technokraten zeigt, die meinen, sie hätten die Natur unter Kontrolle. Gentechnikbefürworter sind wie Menschen, die immer wieder auf eine glühend heiße Herdplatte fassen. Sie begreifen es einfach nicht.

  • 23.03.2010 19:47 Uhr

    von thiotrix:

    Resistenzen sind ein generelles Problem, nicht nur bei gentechnisch veränderten Pflanzen!

    Jeder Landwirt ist auf verschiedene Pestizide angewiesen, will er nicht einen großen Teil seiner Ernte an Schädlinge aller Art verlieren. Ohne Insektizide und Herbizide (Unkrautvernichtungsmittel) und oft genug auch Fungizide (pilztötende Mittel) ist ein intensiver, ertragreicher Anbau von Nutzpflanzen aller Art nicht möglich. Auch hier treten Resistenzen auf, so daß die Mittel der ersten Stunde praktisch alle wirkungslos geworden sind. Nur durch ständige Forschung können neue Wirkstoffe gefunden werden. Wenn Resistenzen gegen gentechnisch veränderte Pflanzen auftreten, ist das eine vorhersehbare Entwicklung und natürlich kein Argument gegen Gentech-Pflanzen. Das kann man bestenfalls den unbedarften taz-LeserInne´n unterjubeln!
    Auch in der Medizin sind Resistenzen seit Jahrzehnten ein großes Problem; viele Antibiotika der ersten Generation sind heute wirkungslos. Soll deswegen auf den Einsatz von Antibiotika verzichtet werden oder der Kampf aufgegeben werden, wie es offenbar der „Gentechnik-Experte“ von Greenpeace empfiehlt: „Letztlich handle es sich um einen Wettlauf mit der Natur, den man nicht gewinnen könne.“ Auch bei neu entwickelten Antibiotika treten gelegentlich nach kurzer Zeit die ersten resistenten Krankheitserreger auf, in manchen Fällen nur ein Jahr nach der Markteinführung. Die einzige Antwort heißt: mehr Forschung, bei der Bekämpfung von Krankheitserregern ebenso wie bei Pestiziden oder eben auch bei Gentechnisch veränderten Pflanzen.

  • 23.03.2010 14:35 Uhr

    von Wexell Waela:

    ey, komm,
    dass konnt ja keiner ahnen,
    zumindest nicht jemand der sich damit nicht auskennt...
    jetzt ma nicht so empfindlich, ist doch war.

  • 23.03.2010 10:22 Uhr

    von vantast:

    Offensichtlich hat Monsanto von diesen Dingen überhaupt keine Ahnung, und sie sind extrem menschenverachtend, letzteres konnte man in der Vergangenheit schon lange beobachten. Wieviele Bauern haben sich schon umgebracht, weil sie auf die Versprechungen dieser furchtbaren Firma hereingefallen sind! Eigentlich müßte diese Firma als kriminelle Vereinigung verboten werden, aber leider haben sie zu viele teuer bezahlte "Anwälte des Teufels". Ich habe den Eindruck, daß "zufällig" recht wenig über diese miese Firma berichtet wird.

  • 22.03.2010 21:48 Uhr

    von thiotrix:

    Resistenzen sind ein generelles Problem, nicht nur bei gentechnisch veränderten Pflanzen!

    Jeder Landwirt ist auf verschiedene Pestizide angewiesen, will er nicht einen großen Teil seiner Ernte an Schädlinge aller Art verlieren. Ohne Insektizide und Herbizide (Unkrautvernichtungsmittel) und oft genug auch Fungizide (pilztötende Mittel) ist ein intensiver, ertragreicher Anbau von Nutzpflanzen aller Art nicht möglich. Auch hier treten Resistenzen auf, so daß die Mittel der ersten Stunde praktisch alle wirkungslos geworden sind. Nur durch ständige Forschung können neue Wirkstoffe gefunden werden. Wenn Resistenzen gegen gentechnisch veränderte Pflanzen auftreten, ist das eine vorhersehbare Entwicklung und natürlich kein Argument gegen Gentech-Pflanzen. Das kann man bestenfalls unbedarften taz-LeserInnen unterjubeln!
    Auch in der Medizin sind Resistenzen seit Jahrzehnten ein großes Problem; viele Antibiotika der ersten Generation sind heute wirkungslos. Soll deswegen auf den Einsatz von Antibiotika verzichtet werden oder der Kampf aufgegeben werden, wie es offenbar der „Gentechnik-Experte“ von Greenpeace empfiehlt: „Letztlich handle es sich um einen Wettlauf mit der Natur, den man nicht gewinnen könne.“ Auch bei neu entwickelten Antibiotika treten gelegentlich nach kurzer Zeit die ersten resistenten Krankheitserreger auf, in manchen Fällen nur ein Jahr nach der Markteinführung. Die einzige Antwort heißt: mehr Forschung, bei der Bekämpfung von Krankheitserregern ebenso wie bei Pestiziden oder eben auch bei gentechnisch veränderten Pflanzen.

  • 22.03.2010 18:44 Uhr

    von Son Hals:

    Monsanto enteignen!

  • 22.03.2010 18:13 Uhr

    von Mir wird schlecht:

    Microso.. ähh Monsanto geht mit der Natur um wie ein Softwarehersteller. Regelmäßige Versionsupdates, Lizenzgebühren und Patches sorgen für Lösungen der akuten Probleme. Besonders weit kommt man nie damit. Aber es lässt sich so konstant viel Geld verdienen und die Anwender sind für den Moment zufrieden.

    Das ist alles nicht schön.

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