• 04.06.2010

Reporter protestieren gegen Rammstein

Fotograbenkämpfe

Die Rockgruppe Rammstein will volle Kontrolle über ihre Konzertfotos. Auch andere Bands versuchen zunehmend selbst Geld an ihren Fotos zu verdienen.von Jan Scheper

  • 05.06.2010 13:54 Uhr

    von wielangmussdenndernamesein:

    Bein Knebelverträgen im zweiten Satz fehlt ein »n«

    (Stimmt, danke für den Hinweis. Die online-Red./wlf)

  • 04.06.2010 17:14 Uhr

    von Christof Leim:

    Bezeichnenderweise findet das Festival Rock Im Park in Nürnberg zu weiten Teilen auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände statt. Außerdem nennt sich Nürnberg "Stadt der Menschenrechte". Das mit der Pressefreiheit haben Bands und Veranstalter nicht richtig kapiert. Rammstein beriefen sich zwar auf Freiheit der Kunst als es um die Indizierung ihres Albums ging, aber Fotokünstler finden bei ihnen kein Gehör.

  • 04.06.2010 12:44 Uhr

    von Ralph Aichinger:

    Naja, ich kann es nachvollziehen, daß die Bildjournalisten ein Konzert als "öffentlichen Raum" sehen, das sehe ich auch so.

    Bloß frage ich mich, warum diese Diskussion immer anhand der Fotografier- (oder Verwertungsverbote)
    bei Konzerten geführt wird, und nie bezüglich der
    Fotografierverbote z.B. in Shopping-Malls und
    Kaufhäusern (dort ist auch relativ oft Fotografieren
    verboten, dort ist auch meistens die Intention dahinter das Image zu kontrollieren) oder anderen öffentlichen Räumen unter privater Kontrolle mit Hausordnungen.

    Ist wahrscheinlich einfach mehr Geld drin in der Konzertfotografie als im Verteidigen des öffentlichen Raums an anderen Orten (und deren realistischen Darstellung).

  • 04.06.2010 11:43 Uhr

    von cervo:

    Kann ja nicht wahr sein. Immer mehr restriktionen. Panoramafreiheit wird ausgehöhlt (da kam vielen Streetview gerade recht), Sportveranstaltungen haben mehr Restriktionen am Content als eine G8-Konferenz und Konzerte dürfen nicht mehr dokumentiert werden. Ich wähle jetzt doch die Piraten.

  • 04.06.2010 11:12 Uhr

    von Joachim Jung:

    Von einer Kommerzialisierung des öffentlichen Raums kann keine Rede sein. Konzerthallen und Festivalplätze sind Privatgrund. Auch die aktuelle Rechtsprechung sieht Konzerte nicht als Versammlungen im Sinne des Grundgesetzes. Von daher gehen die Vorwürfe des DJV mal wieder ins Leere. Schade, dass sich die taz dann auch noch vor den PR-Karren von Zörner spannen lässt.

  • 04.06.2010 09:55 Uhr

    von broxx:

    Rammstein macht es richtig. Wie kann sich ein Pressefotograf anmaßen Geld für seine mal eben geknipsten Fotos zu verlangen? Das sind ausschließlich Fotos im Eigentum der jeweiligen Künstler.
    Fazit: Keine Konzertfotos mehr von Presseleuten in Zeitungsmeldungen. Oder Geld her! Die Zeitungen wollen ja schließlich auch Geld für die geschriebenen Worte...

  • 04.06.2010 09:15 Uhr

    von Hobbyfotograf:

    Wenn derartige Bedingungen wirklich rechtlich problematisch sind (ich kenne mich selbst da nicht so aus, als dass ich das beurteilen könnte), frage ich mich, warum es dann die Agenturen nicht einfach mal drauf ankommen lassen. Sprich, die Bedingungen unterschreiben, dann aber die gemachten Fotos dennoch frei nutzen unter dem Hinweis, dass die im Vertrag genannten Bedingungen dem deutschen Urheberrecht und Presserecht widersprechen und damit nichtig sind.
    Wenn es aber nicht so eindeutig ist, dann bleibt da nur noch ein Boykott, denn wenn das Schule macht, schadet es letztendlich sowohl den Fotografen als auch den Bands...

  • 04.06.2010 08:24 Uhr

    von Rod:

    Hier denke ich sind die Konzertfotografen zu großen Stücken selbst an ihrem Leid schuld.

    In Deutschland gibt es eine Menge Bands, die es Wert sind fotografiert zu werden. Da braucht man sich nicht auf ein paar wenige Promis zu beschränken!

    Die Fotografen sollten nicht rumjammern, sondern sich einfach Bands suchen, die sich bereitwilliger fotografieren lassen.

  • 04.06.2010 08:21 Uhr

    von zehnerpack:

    ...tja, wenn die Künstlerkarriere ins Straucheln gerät, muss die Gier eben anders befriedigt werden!

    Hauptsache, der Rubel rollt jedes Geschäftsjahr besser (siehe Eintrittspreise und Getränkepreise im Auditorium) - ein Grund mehr, derart agierende Künstler nicht mehr zu beachten.




  • 04.06.2010 08:05 Uhr

    von DunkelWelle:

    Sieh an, die "bösen" Jungs von Rammstein machen einen auf Kelly Family. Die hatten doch auch mal die Furzidee, Fotografen mit Knebelverträgen zu gängeln. Inzwischen sind sie zu Recht in der Versenkung verschwunden.

  • 04.06.2010 01:19 Uhr

    von Heike:

    Ich habe die Konzertfotografie vor zwei Jahren an den Nagel gehängt. Zum einen sind die Preise nicht mehr tragbar und decken kaum die Unkosten und zum anderen ist die Technik mittlerweile auf dem Weg, den Fotografen im Graben zu ersetzen.

    In ein paar Jahren (teilweise bereits schon heute) machen die Besucher in der ersten Reihe mit Kompaktkameras und Handies ausreichend gute Bilder, die dann unentgeltlich für den Ruhm der Namensnennung zur Verfügung stehen (s. Bild-Leserreporter, etc.).

    Außerdem ist es eh meist schade, wenn man nur zu den ersten drei Liedern fotografieren darf, wenn die Band noch nicht wirklich loslegt.

    Bands die ähnlich lustige Knebelverträge verlangen: Marlyn Manson, Green day, etc.

  • 03.06.2010 23:48 Uhr

    von Kaaf:

    Dass gerade die DPA sich beschwert, während sie sich wie viele anderen Nachrichtenagenturen - ddp, AP,... - die sämtlichen Rechte an den Bildern ihrer Fotografen mit einmaliger Honorarzahlung sichern, ist eine Sauerei.

    Nebenbei erwähnt, liegen alle Verwertungsrechte des obigen Fotos entgegen des Bilduntertitels bei der Agentur AP und der Fotograf sieht kein Geld mehr für weitere Verwendungen dieses Fotos.

  • 03.06.2010 23:44 Uhr

    von takka<:

    solln se sicht halt selber gegeseitig abknipsen. Für viele Photographen sind die meisten Bands eh eine Zumutung

  • 03.06.2010 21:05 Uhr

    von Stimmvieh:

    *Kopfschüttel*
    Man sollte meinen, MusikerInnen hätten ein Interesse daran, dass ihr Bild möglichst viel Verbreitung findet - immerhin ist das im Grunde kostenlose Werbung.

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