• 06.05.2010

Regierungssprecher wird BR-Intendant

Merkels lächelndes Fallbeil

Merkels Regierungssprecher Wilhelm ist heute zum BR-Intendanten gewählt werden. Eigentlich ein Skandal. Doch ein Aufschrei wie damals bei Brender – Fehlanzeige.von Steffen Grimberg

  • 09.05.2010 08:43 Uhr

    von Franzi:

    Mit den Journalisten und den Politikern ist es etwas wie bei einem Geschwisterpaar: Muss der eine da lang, geht der andere mit, macht der eine was falsch, macht es der andere nach. Und umgekehrt: Macht der eine was richtig, tut der andere es auch. Nimmt man den einen auf den schoss, will der andere auch oben sitzen, selbst wenn er zu groß ist und zu wenig Platz hat. Es ist der Grundtenor der Eifersucht, den beide Seiten so weit treiben, damit sie sich auch kontrollieren koennen. Daher sind sie natuerlicherweise miteinander verflochten, treiben sich gegenseitig an oder reiben sich aneinander auch hin und wieder auf.

  • 07.05.2010 10:46 Uhr

    von Borstell:

    Vielleicht gibt es ja keinen Aufschrei, weil den BR sowieso niemand für voll nimmt und es in diesem Fall nichts zu verlieren gibt.
    Das Programm auf dem BR war nie irgendwie kritisch.

  • 07.05.2010 09:33 Uhr

    von dietah:

    Der XXXVVI. revolutionäre Kongress der kapitalistischen Einheitspartei beschließt einstimmig den Endsieg der Angebotstheorie im 3ten Quartal 2010

    ,verkündet Generalsekretärin Merkel nicht ganz ohne Stolz.
    Wir von den kapitalistischen Einheitsmedien gratulieren von ganzem Herzen.

  • 07.05.2010 08:27 Uhr

    von avelon:

    Nicht nur eigentlich, es ist ein Skandal. Politiker gehören nicht als festes Bestandteil in die öffentlich-rechtlichen.

    Skandalös ist ebenfalls der Wechsel von Politik in Wirtschaft und umgekehrt von Heute auf Morgen.

    Und skandalös war gestern auch die Abstimmung im Bundestag gegen kostenlose Warteschleifen am Telefon, sodaß die Bevölkerung weiterhin für Mehrwertdienste zahlt, ohne überhaupt telefoniert zu haben, will sagen mit einem Menschen am anderen Ende der Leitung.

    Hoffentlich bekommen dieses noch genügend Wahlberechtigte in NRW mit, wie die Bevölkerung durch Schwarz/Geld veräppelt wird.

  • 07.05.2010 00:07 Uhr

    von Wolf:

    Wann gab es denn von Ihnen bitte den Aufschrei?

  • 07.05.2010 00:06 Uhr

    von Max:

    Bitte den Artikel nochmal durchlesen. Ich wollte das gerade zitieren, aber kaputtes Deutsch nagt immer arg an der Seriosität.

    "Merkels Regierungssprecher Wilhelm ist heute zum BR-Intendanten gewählt werden."

  • 06.05.2010 22:01 Uhr

    von kurz:

    Nun gut der Bayerische Rrundfunk ist etwas grösser, als die Abendzeitung Nürnberg, dennoch hier ist seit ein paar Jahren nachzulesen, was der Vorgang um Ulrich Wlihelm bedeutet: CSU in jeder dritten Schlagzeile, der politische Gegner kommt nur klein im Artikel vor, wenn überhaupt und dann nur negativ.
    sie wollen wissen, warum das bei der Abendzeitung so ist? Andreas Hock der Redaktionsleiter der Abendzeitung Nürnberg war in den Jahren 2004 - 2007 unter Markus Söder als Pressesprecher in der CSU-Landesleitung.
    Da kann man also gespannt sein, was der BR dannso bietet, denn wie schreibt die SZ online: "Dann muss er (Wilhelm, anm.) womöglich Journalisten des BR in Schutz nehmen, wenn sie aus Sicht Merkels und der Union Unbotmäßiges senden." Es wird wohl eher umgekehrt sein wie die Abendzeitung Nürnberg lehrt.

  • 06.05.2010 20:56 Uhr

    von I DenkSchlächter:

    …Auch ZDF-Intendant Markus Schächter wurde unter Druck gesetzt, Brender wegen seiner drastischen Kritik an Merkel zurückzupfeifen.
    Brender war im Kanzleramt da schon unten durch, subtil wurde seine Weigerung, sich dem Merkelschen Komment zu unterwerfen, und seine Kritik, bei der Kanzlerin gehe es "wie bei Hofe" zu, als "undiplomatische Art" getadelt. Die Quittung kam im November: Wie erwartet scheiterte Brenders Vertragsverlängerung im von der Union dominierten ZDF-Verwaltungsrat….schreiben Sie.
    Liebe Frau Dr. Merkel, wenn ich richtig unterrichtet bin, ist mit „Pressefreiheit“ nicht gemeint, daß man mit der Presse nach Gutdünken umgehen kann. Noch nicht im Westen angekommen, oder schon feudalistisch?

  • 06.05.2010 20:36 Uhr

    von wasserzahn:

    wer stoppt diese wahnsinnigen verfassungsfeinde?!!

  • 06.05.2010 18:26 Uhr

    von Ralf:

    S-K-A-N-D-A-L !

    damit wird BR zur Propagandaplattform.

  • 06.05.2010 18:20 Uhr

    von Flx F:

    In dem Stückchen "Democracy" des Satirikers und Philosophen Gerhard Polt hält ein Abgesandter der Hans Seidel Stiftung (CSU) in einem afrikanischen Land einen Vortrag (er sieht eine direkte Verbindung zwischen Platon und "the Ochsensepp"). Es fällt der Satz: [but how to get a majority - the very essence of democracy is Freibier] "And you need your own Rundfunkstations, as we have for example in bavaria se Bayrischer Rundfunk."

    Tja, Bayern wird vom Land aus regiert und da ist das Radio und se Drittes fast so wichtig oder wichtiger wie die Kirchenkanzel und die Agrarsubvention.

    Das soll auch so bleiben - ein wahrhaftes Lehrstück über Propaganda im sog. aufgeklärten Dtld.. Auch die große C-Schwester hat Interesse nicht nur an der Bullen-, sonder auch an der Wählerzucht!

  • 06.05.2010 15:43 Uhr

    von Elvenpath:

    Gleichgeschaltete, regierungstreue Medien.
    Herzlichen Glückwunsch!
    Ein weiterer Dolchstoß für unsere Demokratie. Und da wundern sie die Regierenden, dass immer mehr Autos brennen?


    So long...

  • 06.05.2010 14:57 Uhr

    von reblek:

    "... wurde das Kanzlerinneninterview genauso kurzfristig abgesagt, wie es anberaumt worden war." Nur mal so als Frage: Wie viele Kanzlerinnen sollten interviewt werden? Oder handelte es sich um ein "Kanzlerininterview"?

  • 06.05.2010 14:10 Uhr

    von Tribunius:

    Überrascht das eigentlich noch jemanden der sich mit der Struktur des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland beschäftigt?

    Nein, ich glaube nicht. Es ist seit Jahrzehnten leider üblich, den einen Genfälligkeitsintendanten durch einen andren auszutauschen - gerade so wie es der Landesregierung gefällt. OB BR, HR oder WDR - Jacke wie Hose!

    Darunter leidet natürlich die Neutralität - gut daran zu erkenne, was der BR als "Nachrichten" verkauft und in welchem Tenor.

    Auch Parteien kommen unterschiedlich gut weg, CSU ist immer gut, SPD nicht akzeptabel, die FDP war lange unwichtig, die Grünen sind komische Baumkuschler und die Linke der Antichrist. Andere Parteien kommen nicht vor, weder ÖDP, PIRATEN noch FW - so manipuliert man Wahrnehmung und so steuert man Wahlen.

    Und was könne wir tun? Nichts außer abwählen, ich befürchte nur dass sich dadurch nichts ändert ...

    Tribunius

  • 06.05.2010 12:57 Uhr

    von K.O.:

    Lalalala...alles schläft, keiner wacht...Mit 'Großdebatten' wird man hier von den vielen kleinen Grausamkeiten und Gemeinheiten abgelenkt. Aber inzwischen sind das ja alles offene Geheimnisse. Ackermann hat direkten Zugang zur Macht. PolitikerInnen berufen ihre Parteifreunde in Spitzenpositionen. Die Wirtschaft bedient sich ehemaligen ParlamentarierInnen für Aufsichtsratsposten. Spenden gehören zum guten Ton und es wird auch noch behauptet diese wären völlig zweckfrei geflossen. Da aber fast alle Parteien massiv davon profitieren, wird sich nichts ändern. Naja, weiterschlafen Deutschland! Und nicht wundern wenn keines der Probleme gelöst wird.

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