Deutschlands Bildungsföderalismus und der blinde Bologna-Aktionismus
haben die Hochschulen gelähmt. Doch die größten Aufgaben stehen noch
bevor. Ein Aufruf zu Lockerungsübungen.von Martin Kaul
von Jan Schmaldienst - Initiative soziale Hochschule:
Aber der Oberhammer ist ja, wenn, wie gestern in der großen Fragestunde des Bundestages zum Thema gebührenfreie Bildung, von dieser neuen FDP-Politikerin dem Bundestag und damit der politischen Öffentlichkeit Deutschlands, der Vorwurf erhoben worden war: "In welchen Bundesländern denn die Studiproteste begonnen hätten" und dann weiter polemisierend sowie unsachlich ausführte: "Wohl in den rot-roten Ländern Berlin und Brandenburg"! Mal abgesehen davon, dass die neue Protestwelle in den Unis Österreichs anfing, muss man die Gegenrede eröffnen: In welchen Bundesländern passieren denn die schlimmen Amokläufe in Schulen? Wohl nur in CDU-CSU regierten Ländern! Des weiteren kann ich nur bitten, am 30.11. auf den Campus der Universität zu Frankfurt am Main zu kommen (Campus "IG-Farben" Westend) und zwar um 14 Uhr wegen der dort stattzufindenden Vollversammlung und anschließender "Spontandemo" durch und in die City:
Und wenn jetzt der Bomber-Minister Jung endlich zurücktrat und dadurch, weil jetzt wohl wieder nach Hessen in den Landtag zurück muss, herauskommen sollte, dass er Koch damals gedeckt hatte in Sachen strafbarer Spendenaffaire der hessischen CDU - Kanther bekam 1 Jahr Freiheitsstrafe auf Bewährung - und dass Roland Koch perönlich die schwarzen Kassen als Erbe jüdischer (!) Vermächtnissen am Fiskus vorbei deklarierte um die Untreue zu begehen, dann kocht es in Hessen endgültig über:
Wir fordern den Rücktritt des Studiengebührenministerpräsidenten Roland Koch!
Es gibt kein richtiges studieren in falschem Bachelorstudium!
Fuer Solidarität und freie Bildung. Gegen Studiengebühren und Stiftungsuniversitäten.
26.11.2009 08:02 Uhr
von Sodon:
Leute, bitte immer daran denken:
Wäre unsere Regierung mit dem Ergebnis unserer Bildungspolitik wirklich unzufrieden, dann würde sie etwas ändern. Aber ein gebildeter Mensch frißt nun einmal kein Gammelfleisch und stopft auch keien Bürger in sich hinein. Und ein solcher Mensch ist nicht gut für die Wirtschaft, die doch schließlich von hirntoten Konsumenten lebt!
26.11.2009 03:18 Uhr
von stupident:
Minister fordern Milliarden-Nachschlag für 2010: Verkehrsminister 400Millionen Entwicklungshilfeminister 300Millionen Verteidigungsminister 300Millionen Außenminister 140Millionen Bildungsministerin 40Millionen
haha
25.11.2009 22:16 Uhr
von Klukschleifer:
Dieser Artikel sagt die Wahrheit- und irrt doch.
Die angebliche Reformunfähigkeit ist nichts weiter als die dem demokratischen Prozess entzogene Reform. Immer mehr Kompetenzen gibt die Politik freiwillig ab. Der Bund an die Länder, die Länder an Gremien wie den Hochschulrat. Und die Hochschulgesetze lasse sie sich vom CHE diktieren. "Reformiert" wird dabei fleißig. Bei so vielen Veränderungen wie in den letzten 15-20 Jahren kann von Stillstand keine Rede sein. Nur was unmöglich geworden ist, ist das Gegensteuern durch demokratische Willensbildung, weil die eigentlichen Akteure der Reformen nicht greifbar und niemandem rechenschaftspflichtig sind.
Von allen drängenden Problemen in der Hochschulpolitik, hätte ich gerne als allererstes folgendes gewusst: Wer trägt eigentlich in diesem Prozess irgendeine Verantwortung? Diese einfache Frage sollte jedem_r Politiker_in in jedem Interview gestellt werden.
25.11.2009 16:28 Uhr
von hto:
"Jede Wette: Das macht alle locker."
Das System besteht hauptsächlich aus dem geistigen Stillstand, der mit Bildung zu Suppenkaspermentalität auf Sündenbocksuche vom Kindergarten an auf den "freiheitlichen" Wettbewerb um ... gebildet wird - die Studis sind dermaßen stumpfsinnig auf die Überproduktion von systemrationalen Kommunikationsmüll funktionalisiert, da würde ich noch lange keinen Pfifferling wetten das ...
25.11.2009 16:13 Uhr
von Nina8:
Beispiele zweier Kommillitonen, die es gewagt haben über ein Auslandssemester in England und den Staaten nachzudenken..
England fühlt sich der Bologna Erklärung bis heute nicht verpflichtet, was ja auch klar ist, weil es kein verbindlicher Vertrag ist.. Deswegen erkennen Großbritanniens Universitäten den Deutschen Bachelor auch nach 10 Jahren Bologna-prozess einfach nicht an!
Ebenso in den USA: dort hat ein Deutscher Bachelor keine Chancen auf Anerkennung, da deren Bachelor 4 Jahre dauert und der Deutsche hingegen nur 3 Jahre!
Man hat also überhaupt keine Chance in den USA mit einem Deutschen Bachelor an einer graduate school aufgenommen zu werden, um dort den Master zu machen! Fakt ist also, man braucht bereits einen Deutschen Master, um in den USA einen Masterstudienplatz zu bekommen..
25.11.2009 15:32 Uhr
von student:
Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich traurig, was in Leipzig abgeht.
Die Rektoren sagen, das Land ist schuld, die Länder meinen, die Unis haben es nicht umgesetzt (Rektoren) und so geht das hin und her.
Es wird sich auch so schnell nichts ändern, wenn nicht Sachen passieren, wie wirklich Besetzungen. Ganze Rektorate oder wichtige Gebäude.
Und wenn Schavan ihren Mund aufmacht, dann geht einem schon das Messer in der Tasche auf. Sie hat einfach nichts zu sagen, wieso gibt es ein Bildungsministerium im Bund eigtl, ist doch eh Ländersache...
Leserkommentare
27.11.2009 14:45 Uhr
von Jan Schmaldienst - Initiative soziale Hochschule:
Aber der Oberhammer ist ja, wenn, wie gestern in der großen Fragestunde des Bundestages zum Thema gebührenfreie Bildung, von dieser neuen FDP-Politikerin dem Bundestag und damit der politischen Öffentlichkeit Deutschlands, der Vorwurf erhoben worden war: "In welchen Bundesländern denn die Studiproteste begonnen hätten" und dann weiter polemisierend sowie unsachlich ausführte: "Wohl in den rot-roten Ländern Berlin und Brandenburg"! Mal abgesehen davon, dass die neue Protestwelle in den Unis Österreichs anfing, muss man die Gegenrede eröffnen: In welchen Bundesländern passieren denn die schlimmen Amokläufe in Schulen? Wohl nur in CDU-CSU regierten Ländern!
Des weiteren kann ich nur bitten, am 30.11. auf den Campus der Universität zu Frankfurt am Main zu kommen (Campus "IG-Farben" Westend) und zwar um 14 Uhr wegen der dort stattzufindenden Vollversammlung und anschließender "Spontandemo" durch und in die City:
http://video.google.com/videoplay?docid=5132924373219365319&ei=KDDNSob2Jp_E2wKHsb2XAQ&q=Studiengeb%C3%BChren+Frankfurt#
Hölle Hochschule:
http://www.swr.de/report/-/id=233454/did=3373434/pv=video/nid=233454/174ruhc/index.html
Und wenn jetzt der Bomber-Minister Jung endlich zurücktrat und dadurch, weil jetzt wohl wieder nach Hessen in den Landtag zurück muss, herauskommen sollte, dass er Koch damals gedeckt hatte in Sachen strafbarer Spendenaffaire der hessischen CDU - Kanther bekam 1 Jahr Freiheitsstrafe auf Bewährung - und dass Roland Koch perönlich die schwarzen Kassen als Erbe jüdischer (!) Vermächtnissen am Fiskus vorbei deklarierte um die Untreue zu begehen, dann kocht es in Hessen endgültig über:
http://video.google.com/videoplay?docid=-363409574704299677&ei=xwLwSujvJ6Wu2wLjoKnpBQ&q=das+schweigen+der+quandts&view=2#
http://www.muk.uni-frankfurt.de/pm/pm2006/0106/007/index.html
http://fias.uni-frankfurt.de/ur0901a.pdf
http://www.youtube.com/watch?v=DadSCvVdKNE
Wir fordern den Rücktritt des Studiengebührenministerpräsidenten Roland Koch!
Es gibt kein richtiges studieren in falschem Bachelorstudium!
Fuer Solidarität und freie Bildung. Gegen Studiengebühren und Stiftungsuniversitäten.
26.11.2009 08:02 Uhr
von Sodon:
Leute, bitte immer daran denken:
Wäre unsere Regierung mit dem Ergebnis unserer Bildungspolitik wirklich unzufrieden, dann würde sie etwas ändern. Aber ein gebildeter Mensch frißt nun einmal kein Gammelfleisch und stopft auch keien Bürger in sich hinein. Und ein solcher Mensch ist nicht gut für die Wirtschaft, die doch schließlich von hirntoten Konsumenten lebt!
26.11.2009 03:18 Uhr
von stupident:
Minister fordern Milliarden-Nachschlag für 2010:
Verkehrsminister 400Millionen
Entwicklungshilfeminister 300Millionen
Verteidigungsminister 300Millionen
Außenminister 140Millionen
Bildungsministerin 40Millionen
haha
25.11.2009 22:16 Uhr
von Klukschleifer:
Dieser Artikel sagt die Wahrheit- und irrt doch.
Die angebliche Reformunfähigkeit ist nichts weiter als die dem demokratischen Prozess entzogene Reform. Immer mehr Kompetenzen gibt die Politik freiwillig ab. Der Bund an die Länder, die Länder an Gremien wie den Hochschulrat. Und die Hochschulgesetze lasse sie sich vom CHE diktieren. "Reformiert" wird dabei fleißig. Bei so vielen Veränderungen wie in den letzten 15-20 Jahren kann von Stillstand keine Rede sein. Nur was unmöglich geworden ist, ist das Gegensteuern durch demokratische Willensbildung, weil die eigentlichen Akteure der Reformen nicht greifbar und niemandem rechenschaftspflichtig sind.
Von allen drängenden Problemen in der Hochschulpolitik, hätte ich gerne als allererstes folgendes gewusst: Wer trägt eigentlich in diesem Prozess irgendeine Verantwortung? Diese einfache Frage sollte jedem_r Politiker_in in jedem Interview gestellt werden.
25.11.2009 16:28 Uhr
von hto:
"Jede Wette: Das macht alle locker."
Das System besteht hauptsächlich aus dem geistigen Stillstand, der mit Bildung zu Suppenkaspermentalität auf Sündenbocksuche vom Kindergarten an auf den "freiheitlichen" Wettbewerb um ... gebildet wird - die Studis sind dermaßen stumpfsinnig auf die Überproduktion von systemrationalen Kommunikationsmüll funktionalisiert, da würde ich noch lange keinen Pfifferling wetten das ...
25.11.2009 16:13 Uhr
von Nina8:
Beispiele zweier Kommillitonen, die es gewagt haben über ein Auslandssemester in England und den Staaten nachzudenken..
England fühlt sich der Bologna Erklärung bis heute nicht verpflichtet, was ja auch klar ist, weil es kein verbindlicher Vertrag ist..
Deswegen erkennen Großbritanniens Universitäten den Deutschen Bachelor auch nach 10 Jahren Bologna-prozess einfach nicht an!
Ebenso in den USA: dort hat ein Deutscher Bachelor keine Chancen auf Anerkennung, da deren Bachelor 4 Jahre dauert und der Deutsche hingegen nur 3 Jahre!
Man hat also überhaupt keine Chance in den USA mit einem Deutschen Bachelor an einer graduate school aufgenommen zu werden, um dort den Master zu machen!
Fakt ist also, man braucht bereits einen Deutschen Master, um in den USA einen Masterstudienplatz zu bekommen..
25.11.2009 15:32 Uhr
von student:
Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich traurig, was in Leipzig abgeht.
Die Rektoren sagen, das Land ist schuld, die Länder meinen, die Unis haben es nicht umgesetzt (Rektoren) und so geht das hin und her.
Es wird sich auch so schnell nichts ändern, wenn nicht Sachen passieren, wie wirklich Besetzungen. Ganze Rektorate oder wichtige Gebäude.
Und wenn Schavan ihren Mund aufmacht, dann geht einem schon das Messer in der Tasche auf. Sie hat einfach nichts zu sagen, wieso gibt es ein Bildungsministerium im Bund eigtl, ist doch eh Ländersache...
Leere Worte.