• 25.06.2008

Rache der polnischen Bischöfe

Ministerin soll exkommuniziert werden

Die polnische Gesundheitsministerin Ewa Kopacz soll bestraft werden, weil sie einem vergewaltigtem 14-jährigen Mädchen zur Abtreibung verhalf.von Gabriele Lesser

  • 06.07.2008 12:00 Uhr

    von Christian Münster:

    Na, wie schon meine Vorkommentatoren schrieben, wo ist der Unterschied zu Islamisten und Zionisten.
    Sie versuchen Geschichten aus der Wüste für alle verbindlich zu erklären.
    Von mir aus, kann jeder glauben was er will, aber belästigt "Andersgläubige" nicht damit.
    Wir brauchen keine glaubensinitierten Probleme. Wie einer lebt, hat keinen zu interessieren, der nicht betroffen ist. Der noch bewusstlose "Zellhaufen", der in dem armen Mädchen heranwächst, ist, so er denn eine katholische Seele hat, evtl. froh über das ihm ersparte Schicksal. Denkt an Tucholsky's Embryo.

  • 04.07.2008 19:18 Uhr

    von John Pracht:

    Wie sich die Bilder doch gleichen. Die Ultras in den verschiedensten christlichen Kirchen, nicht nur die der katholischen, in Polen, Irland, USA und Spanien, gehen über die Androhung von Exkommunikation auch bis zu Morddrohungen und würden, wenn sie denn dürften, auch wieder autodafés (die Vollstreckung eines Urteils der Inquisition, Anm. d. Red.) abhalten und Hexen verbrennen. Was unterscheidet sie von Terroristen?

  • 26.06.2008 23:15 Uhr

    von Kyle Broflovski:

    Die Essenz von Patriarchat
    - ob katholisch oder islamisch -
    ist die Furcht vor und der Haß auf Frauen.

  • 26.06.2008 20:22 Uhr

    von hassan:

    Die Taz ist großartig.

    @Hans-Martin Moderow :

    Oh mein Gott, wer hätte das erwartet! ^^

    @einige vom rest:
    Wer gibt euch das recht über andere menschen zu richten?
    wer keine ahnung von religion hat, sollte einfach mal ruhig sein.
    Niemand zwingt die leute katholiken zu sein, es stehet jedem frei seine religion zu wechseln.

    Ich dachte immer wenn man sich für eine religion entscheidet, dann muss man sie bediengungslos akzeptieren ohne wenn und aber, ansonsten ist es die falschen für einen, aber das passt manchen ja nicht.

    @ellen: rassimus und sexismus hilft keinem

    zitat:"Und die polnische Gesellschaft ist zu großem Prozent offensichtlich leider nicht so intelligent und primitiv (tja, die Geschichte des Landes war wohl zu schwer)." etc.

  • 26.06.2008 08:36 Uhr

    von Hans-Martin Moderow:

    Die TAZ zeigt wieder einmal, dass sie, wie die ganze grüne Ecke, keine Ahnung und kein Verständnis für religiöse Fragen hat.

  • 25.06.2008 19:32 Uhr

    von berthold:

    Mit der Aufnahme von Vize-Bush-Krieger Tony Blair hat die vatikanische Sekte wieder einmal durch die Tat bewiesen, dass sie die gleiche Strategie verfolgt wie bei der Indianerausrottung, dem Dreißigjährigen Krieg oder dem Ermächtigungsgesetz. Dort NICHT Mitglied zu sein kennzeichnet anständige, gebildete Menschen. Austritt oder Ausschluss ist ein großer persönlicher Fortschritt für die polnische Ministerin und er stärkt die europäische Kultur der Freiheit und Selbstbestimmung.

  • 25.06.2008 18:54 Uhr

    von Ellen:

    Das Problem in Polen ist nicht nur die katholische Kirche, sondern auch (bzw.vor allem) die Gesellschaft - patriarchalische, in der männliches Denken und Handeln, auch zerstörerisches, diskriminierendes, verletzendes, grundsätzlich immer entschuldigt wird. Männer sagen etwas, und die Frauen sagen dazu ja, egal was es ist (vielleicht aus Angst). Einer vergewaltigten oder sexuell belästigten Polin wird oft nicht nur nicht geholfen, sondern die Schuld zugeschrieben. Es ist (noch?) nicht gut in Polen jemand anderer als heterosexueller Mann zusein.
    Sehr viele polnische Kommentare zu dieser Tragödie (ua. in Online-Foren), die von Männern verfasst wurden, unterstützen unkritisch die Meinung, dass es keine Vergewaltigung war, sondern mit Beteiligung der jungen Frau geschah.
    Kirche ist nur Kirche und Politiker nur Politiker, aber Macht und Anerkennung haben sie in einem demokratischen Staat nur, wenn die Gesellschaft das will. Und die polnische Gesellschaft ist zu großem Prozent offensichtlich leider nicht so intelligent und primitiv (tja, die Geschichte des Landes war wohl zu schwer). In die Kirche gehen und dann Unrecht akzeptieren.
    Die Welt braucht keine Machos. Sexuelle Gewalt ist die schlimmste Art von Gewalt.

  • 25.06.2008 17:34 Uhr

    von Sven Berner:

    Ganz unabhängig ob es nun eine Vergewaltigung war oder nicht, bin ich der Meinung Glaubensvertreter sollten ihre Meinung ausschlieslich in der Kirche äußern und Andersdenkende nicht damit belästigen. Schließlich gibt es in einer modernen Demokratie so etwas wie die Trennung von Staat und Kirche und ein wenig Toleranz sollte man erwarten dürfen. Leider gibt es Fundamentalisten nicht nur im Islam.

  • 25.06.2008 14:45 Uhr

    von GlaubAnDichSelbstUndNichtAnDieKirche:

    Interessant, was die kirchlichen Institutionen in Polen und anderswo sich anmaßen. Mit der Trennung von Staat und Religion scheint es ja nicht gerade weit zu sein.
    Wann geht diesen "Gläubigen" endlich ein Licht auf und wann kapieren sie endlich, dass die Institution seit Hunderten von Jahren Hetze gegen Minderheiten und Benachteiligte betreibt??? Wieso diskriminiert die Katholische Kirche Homosexuelle? Wieso wird einem vergewaltigten Mädchen die Zukunft verbaut und das ganze Leben zur Hölle gemacht, nur weil irgendein ignoranter "Mensch" eine ganz bestimmte Meinung über Gott und die Welt hat? Die Beispiele sind vielfältig...
    Leute, glaubt an euch und eure Vernunft und nicht an ein solch elenden Laden wie die Kirche. Ich sage nichts gegen den Glauben an sich, aber was vor allem die katholische Kirche daraus macht, ist mehr als haarsträubend. Mich wundert es immer wieder, dass sich diese Menschen noch offen auf der Straße bewegen können...

  • 25.06.2008 12:23 Uhr

    von wolfsraunen:

    Wer trotz allem weiter Mitglied der katholischen Kirche bleibt, ist, ob er will oder nicht, Sympathisant und Unterstützer einer faschistoiden, weltumspannenden, totalitären Institution. Die katholische Kirche ist genauso wenig reformierbar, wie es die NSDAP war. Für einen geistig gesunden, integeren Menschen kann es nur eine Konsequenz geben: Austreten!!!!

  • 25.06.2008 12:08 Uhr

    von Monsterchen:

    In Polen scheint die katholische Kirche im 14. Jahrhundert geistig stehen geblieben zu sein. Für mich ist das nichts anderes wie ideologisch geprägter kirchlicher Fanatismus was sich da abspielt. Ich hoffe das auf politischer Ebene die EU Rückgrat zeigt und den rechten neoradikalen polnischen Katholiken Ihre Grenzen aufzeigt.
    Mann kann gegen Abtreibung sein aber gerade in diesem Fall ist es geradezu eine zumutung was da abläuft zu mal die Abtreibung rechtens war durch die geletene Gesetzgebung. Wenn Polen ein teil des modernen Europa sein will dann muß man sich auch an Rechtsstaatlichkeit und deren Verläßlichkeit wie auch tolleranz gegenüber andersdenkener messen lassen und nicht wie hier propagiert ins Zeitalter der Inquisition zurückfallen.

  • 25.06.2008 10:27 Uhr

    von Konrad Walenrod:

    http://tiny.pl/kn11

    Aus einem polnisch-katholischen Forum!

    Ich darf mit der freundlichen Genehmigung der Redaktion übersetzen?

    Entgegen der früheren Presseberichten war die Schwangerschaft des 14-jährigen Teenegers nicht die Folge einer Vergewaltigung.
    Das Mädchen hatte eine Mehrmonatige Beziehung mit einem um ein Jahr älteren Jungen...

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    Ciąża 14-latki z Lublina – wbrew pierwszym doniesieniom prasowym - nie była wynikiem gwałtu, ale związku z o rok starszym od dziewczynki chłopcem, z którym utrzymywała relacje od wielu miesięcy.
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    http://forum.fronda.pl/?akcja=pokaz&id=1732051

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