Susanne Schneiders Filmdebüt "Es kommt der Tag" seziert eine schwierige Mutter-Tochter-Beziehung und greift das schleichende Bashing der 68er-Frauengeneration auf.von Sophie Fehrenbach
etwas unrealistisch. Ehemalige Terroristen setzen sich höchstens selbstmitleidig und besserwisserisch mit ihrer Vergangenheit auseinander oder reden immer noch wie damals. Und zum Glück haben die meisten von ihnen keine Kinder, die deren Lebenslügen heute noch ertragen müssten. Trotzdem ein interessantes Thema. Schuld ist nicht abstrakt. Sie betrifft immer Menschen. Im Fall der RAF die Opfer und Angehörige, denjenigen denen sie Angst gemacht haben und nichjt zuletzt ihren eigenen Angehörigen. Ihr Schweigen zu den Taten ist unerträglich, so wie es nach 45 das Schweigen der damaligen Täter war.
30.09.2009 16:52 Uhr
von ein mann:
leider bleibt bei der - nicht zu glorifizierenden aber auch nicht als tyrannisch darzustellenden - trennung von mutter und kind außer acht, das zu kindern mindestens 2 personen gehören, mit den männern aber zumeist nicht derart abgerechnet wird. zu fest sitzt die historizität der erfahrung das diese sich eh immer verpissen - und damit fast schon eine art normalität hergestellt wird. eine ziemlich patriarchale logik. und genau das ist vllt. auch welches viele in der politischen auseinandersetzung bestätigt, die dann eben zu lasten des kindes endet, denn den schmerz der trennung möchte ich auch nicht relativieren. jedoch sollte auch dort mal geachtet werden, wie die konstellation mit unterschiedlichen maße betrachtet wird.
Leserkommentare
30.09.2009 17:33 Uhr
von carlos:
etwas unrealistisch. Ehemalige Terroristen setzen sich höchstens selbstmitleidig und besserwisserisch mit ihrer Vergangenheit auseinander oder reden immer noch wie damals. Und zum Glück haben die meisten von ihnen keine Kinder, die deren Lebenslügen heute noch ertragen müssten.
Trotzdem ein interessantes Thema. Schuld ist nicht abstrakt. Sie betrifft immer Menschen. Im Fall der RAF die Opfer und Angehörige, denjenigen denen sie Angst gemacht haben und nichjt zuletzt ihren eigenen Angehörigen.
Ihr Schweigen zu den Taten ist unerträglich, so wie es nach 45 das Schweigen der damaligen Täter war.
30.09.2009 16:52 Uhr
von ein mann:
leider bleibt bei der - nicht zu glorifizierenden aber auch nicht als tyrannisch darzustellenden - trennung von mutter und kind außer acht, das zu kindern mindestens 2 personen gehören, mit den männern aber zumeist nicht derart abgerechnet wird. zu fest sitzt die historizität der erfahrung das diese sich eh immer verpissen - und damit fast schon eine art normalität hergestellt wird. eine ziemlich patriarchale logik. und genau das ist vllt. auch welches viele in der politischen auseinandersetzung bestätigt, die dann eben zu lasten des kindes endet, denn den schmerz der trennung möchte ich auch nicht relativieren. jedoch sollte auch dort mal geachtet werden, wie die konstellation mit unterschiedlichen maße betrachtet wird.