Der Widerstand wird zum Protest auf professioneller Basis, gut vernetzt in Stuttgarts Bürgerschaft. Allein die SPD versteht immer noch nur Bahnhof.von Josef-Otto Freudenreich
Verträge ändern ? Wenn Konzernbosse es wollen, geht es auch mal mit nächtlichen telefonischen Absprachen, wenn tausende Bürger solches fordern ist es angeblich rechtlich nicht möglich.
10.09.2010 14:53 Uhr
von Siegfried Busch:
Sehr guter Artikel, danke! Lügenpack ist kein sehr feiner Ausdruck, aber er trifft halt zu, wie die Stuttgarter finden. Welche Schönreden das Projekt schmackhaft gemacht haben (vor den demokratischen Entscheidungen) und noch machen sollen, davon mehr bei http://www.siegfried-busch.de/page18/page18.html. Oben bleiben!
10.09.2010 12:29 Uhr
von jan:
M. Stocker: Das Projekt ist mitnichten "demokratisch legitimiert", das wird ja jetzt in aller Offenheit deutlich. Es ist lediglich legalistisch, also konform mit den Regeln, die sich der Filz ohne jede Legitimität selbst geschrieben hat.
10.09.2010 07:12 Uhr
von Katharina:
'Vertreter dieses Volksstamms' neigen nicht zur Renitenz... Was für ein Schwachsinn!
1. 'Volksstamm'. Habe ich richtig gelesen? Das ist ein Begriff, der historisch in Mitteleuropa im Mittelalter für Schwaben benutzt wurde. Und heute für nicht in die Nation integrierte, meist 'rückständige' Volksgruppen verwendet wird. Danke!
2. 'neigen nicht zur Renitenz' klar doch, die Menschen in Süddeutschland sind willig und fügsam... Was für ein historisch völlig unbelegter Mist! Das gibt's doch gar nicht! Muss gerade die taz alte Vorurteile weiterverbreiten?
3. 'Der Bahnchef steht für Brutalität, der Ministerpräsident für Machtgeilheit, der Oberbürgermeister für Autismus' Wow! Wie kann man Autismus in einem Atemzug mit Brutalität und Machtgeilheit nennen?
Vielleicht sollten wenigstens in der taz halbwegs gebildete Menschen schreiben! Habe mich noch selten so über einen taz-Artikel aufgeregt!
10.09.2010 04:07 Uhr
von D. Walz:
Ihren Kommentar hier eingeben
Lieber Florian Geyer, Herr Freudenreich hat recht. Selbstverständlich haben die Schwaben Wyhl verhindert, denn die Badener sind ja auch welche - ebenso wie die Württemberger und die Deutschschweizer. Historisch gesehen gehören alle demselben Volksstamm an. Die Begriffe Schwaben und Alemannen sind Synonyme. Hinsichtlich Stuttgart 21 wünsche ich mir, dass der traditionell revolutionäre Geist der Badener (1848-unvergessen!), welcher nun endlich auch von den Württembergern aufgegriffen wird, unseren badisch-württembergischen Volksstamm, gegen „die da oben“, einen möge.
10.09.2010 01:03 Uhr
von M. Stocker:
@Korkie:
Deutschland verkommt zu einer Bananenrepublik, weil sich trotz jahrzehntelanger Entscheidungsfindung, Verhandlungen und Vertragsabschlüssen kein Politiker für die Einwände der Kritiker interessiert hat. Auf einmal nimmt die Mehrheit der Bevölkerung wahr, dass es sich um einen Haufen Ignoranten handelt, die wie die Lemminge in Fraktionsdisziplin idiotische, völlig unbegründbare milliardenschwere Entscheidungen treffen. Auf Offenheit, Redlichkeit und Transparenz scheißen diese Politiker. Die Hausfrauen und Kleinbürger sind auf einmal besser informiert als ihre Repräsentanten. Und sie machen einen Aufstand aus weiß Gott anderen Gründen als aus Spaß: aus reiner Notwehr.
Denk doch mal darüber nach, wie weit uns die Sorge um Streetview am Stuttgarter Hbf am Arsch vorbeigeht. Deutschland verkommt zu einer Bananenrepublik, wenn der 'Mob', Danke auch für diese Blumen, S21 nicht stoppen kann. Und das noch für die Fans des Kadavergehorsams: Ein idiotisches, überflüssiges Projekt, das demokratisch legitimiert ist, ist immer noch ein idiotisches, überflüssiges Projekt.
09.09.2010 21:25 Uhr
von kerstin mahr:
@ stefan:
Hier ein Video, das die Stimmung, den Einfalsreichtum und die Vielfalt des Protestes sehr gut rüberbringt:
http://vimeo.com/14811601
09.09.2010 15:56 Uhr
von Florian Geyer:
In Wyhl(1974) haben nicht die Schwaben das Atomkraftwerk verhindert, sondern wir Badener.
09.09.2010 15:54 Uhr
von Florian Geyer:
In Wyhl(1974) haben nicht die Schwaben das Atomkraftwerk verhindert, sondern wir Badener.
09.09.2010 15:22 Uhr
von Abgesang:
Steinigt mich nicht, der Bahnhof wird sicher "demontiert".
Die CDU demontiert sich damit felsenfest ebenso. Die Schwaben und schon gar nicht Badener oder Oberschwaben akzeptieren die steigenden Kosten. Auch der treueste CDU Wähler merkt sehr schnell, dass dies nicht zu seinem Vorteil ist.
Wegen des Protestes lassen sich diese nun klar zuschreiben. Die SPD rudert schon zurück und möchte sich mit einem Bürgerentscheide - welcher eh nicht stattfindet - aus der Affäre ziehen.
Ein paar inkompetente CDU Politiker haben und werden es schaffen den Nimbus der CDU in BaWü auf alle Ewigkeit zu brechen.
Das Projekt wird gänzlich egal welche Richtung eingeschlagen wird, zu Kosten führen, wie es das Land noch nie gesehen hat.
09.09.2010 14:12 Uhr
von Checker C:
1. Die TAZ wird immer besser, die Berichterstattung über Stuttgart betreffend.
2. Das von Weichbetonköpfe skizzierte Szenario lässt sich vermeiden:
Im März 2011 eine Denkzettelwahl wie sie das Land noch nicht erlebt hat. CDU und SPD müssen auf einen Stimmanteil reduziert werden, der dem entspricht was sie seit langem sind: keine Volksparteien sondern Splitterparteien, die mittelfristig vor dem Aus stehen. Mit anderen Worten: Im März 2011 darf es in Baden-Württemberg für CDU und SPD weder zu einer großen noch zu einer kleinen Koalition reichen...
09.09.2010 13:53 Uhr
von Korkie:
Deutschland verkommt zu einer Bananenrepublik, weil sich trotz jahrzentelanger Entscheidungsfindung, Verhandlungen und Vertragsabschlüssen, niemand für das Projekt interessiert hat. Auf einmal rückt das Thema in den öffentlichen Fokus (vgl. Google Street View Debatte) und fast jeder Kleinbürger und jede schwäbische Hausfrau rebelliert wild drauf los. Parlamentarische Demokratie hin- oder her... Auf Gesetz, Recht und Vertragsverpflichtungen kann man ja scheißen. Jeder weiß es auf einmal besser. Und einen Mob zu bilden und Aufständische zu spielen ist auf einmal cool.
Denkt doch mal drüber nach: Ein unterirdischer Bahnhof wäre doch prima, um die Fassade vor dem Zugriff vom bösen Google Street View zu schützen.
09.09.2010 13:40 Uhr
von hjalmar:
Bei dem Artikel muss man erst lachen dann weinen.
09.09.2010 13:34 Uhr
von Stefan:
http://www.youtube.com/watch?v=Tg-N_sEwf1s
09.09.2010 13:22 Uhr
von Alexander Riemer:
"...womit die These, dass es sich bei den Gegnern um Modernisierungsfeinde handelt, eindrucksvoll belegt ist." Sollte das nicht "widerlegt" heißen?
09.09.2010 12:44 Uhr
von hustensaft:
hab bei spon keine webcam gefunden, dafür aber hier: http://www.fluegel.tv/
09.09.2010 12:41 Uhr
von Jonah:
"Und dafür ist in der Technikmetropole genügend Fachpersonal vorhanden. Support kriegt er von IT-Experten, die ihr Geld bei Daimler, Bosch und Porsche verdienen, womit die These, dass es sich bei den Gegnern um Modernisierungsfeinde handelt, eindrucksvoll belegt ist."
Mal davon abgesehen, dass ein Satzanfang mit "und" stilistisch schlecht ist: Im folgenden Satz sollte bestimmt "widerlegt" und nicht "belegt" stehen, oder? Grüße an Herrn Freud. ;)
09.09.2010 12:37 Uhr
von Weichbetonköpfe:
Vielen Dank für diesen wunderbaren Artikel mit fast literarischer Bildgewalt! Noch beim Schmunzeln ballt man die Faust in der Tasche. Erbärmlich und bedauerlich nur, dass das Lügenpack schon mit der Koalition der Verlierer liebäugelt und das vermutlich sogar eine funktionierende Form des Aussitzens werden könnte.
09.09.2010 12:16 Uhr
von Thomas St.:
So, liebe TAZ-Redaktion, was soll eine "Liveschalte" sein? Oder sollte es doch eher "Liveschaltung" heißen? Bitte kein BILD-Niveau!
Leserkommentare
10.09.2010 15:26 Uhr
von Klaus H:
Verträge ändern ?
Wenn Konzernbosse es wollen,
geht es auch mal mit
nächtlichen telefonischen Absprachen,
wenn tausende Bürger solches fordern ist es angeblich rechtlich nicht möglich.
10.09.2010 14:53 Uhr
von Siegfried Busch:
Sehr guter Artikel, danke! Lügenpack ist kein sehr feiner Ausdruck, aber er trifft halt zu, wie die Stuttgarter finden. Welche Schönreden das Projekt schmackhaft gemacht haben (vor den demokratischen Entscheidungen) und noch machen sollen, davon mehr bei http://www.siegfried-busch.de/page18/page18.html.
Oben bleiben!
10.09.2010 12:29 Uhr
von jan:
M. Stocker: Das Projekt ist mitnichten "demokratisch legitimiert", das wird ja jetzt in aller Offenheit deutlich. Es ist lediglich legalistisch, also konform mit den Regeln, die sich der Filz ohne jede Legitimität selbst geschrieben hat.
10.09.2010 07:12 Uhr
von Katharina:
'Vertreter dieses Volksstamms' neigen nicht zur Renitenz... Was für ein Schwachsinn!
1. 'Volksstamm'. Habe ich richtig gelesen? Das ist ein Begriff, der historisch in Mitteleuropa im Mittelalter für Schwaben benutzt wurde. Und heute für nicht in die Nation integrierte, meist 'rückständige' Volksgruppen verwendet wird. Danke!
2. 'neigen nicht zur Renitenz' klar doch, die Menschen in Süddeutschland sind willig und fügsam... Was für ein historisch völlig unbelegter Mist! Das gibt's doch gar nicht! Muss gerade die taz alte Vorurteile weiterverbreiten?
3. 'Der Bahnchef steht für Brutalität, der Ministerpräsident für Machtgeilheit, der Oberbürgermeister für Autismus' Wow! Wie kann man Autismus in einem Atemzug mit Brutalität und Machtgeilheit nennen?
Vielleicht sollten wenigstens in der taz halbwegs gebildete Menschen schreiben! Habe mich noch selten so über einen taz-Artikel aufgeregt!
10.09.2010 04:07 Uhr
von D. Walz:
Ihren Kommentar hier eingeben
Lieber Florian Geyer,
Herr Freudenreich hat recht. Selbstverständlich haben die Schwaben Wyhl verhindert, denn die Badener sind ja auch welche - ebenso wie die Württemberger und die Deutschschweizer. Historisch gesehen gehören alle demselben Volksstamm an. Die Begriffe Schwaben und Alemannen sind Synonyme.
Hinsichtlich Stuttgart 21 wünsche ich mir, dass der traditionell revolutionäre Geist der Badener (1848-unvergessen!), welcher nun endlich auch von den Württembergern aufgegriffen wird, unseren badisch-württembergischen Volksstamm, gegen „die da oben“, einen möge.
10.09.2010 01:03 Uhr
von M. Stocker:
@Korkie:
Deutschland verkommt zu einer Bananenrepublik, weil sich trotz jahrzehntelanger Entscheidungsfindung, Verhandlungen und Vertragsabschlüssen kein Politiker für die Einwände der Kritiker interessiert hat. Auf einmal nimmt die Mehrheit der Bevölkerung wahr, dass es sich um einen Haufen Ignoranten handelt, die wie die Lemminge in Fraktionsdisziplin idiotische, völlig unbegründbare milliardenschwere Entscheidungen treffen. Auf Offenheit, Redlichkeit und Transparenz scheißen diese Politiker. Die Hausfrauen und Kleinbürger sind auf einmal besser informiert als ihre Repräsentanten. Und sie machen einen Aufstand aus weiß Gott anderen Gründen als aus Spaß: aus reiner Notwehr.
Denk doch mal darüber nach, wie weit uns die Sorge um Streetview am Stuttgarter Hbf am Arsch vorbeigeht. Deutschland verkommt zu einer Bananenrepublik, wenn der 'Mob', Danke auch für diese Blumen, S21 nicht stoppen kann. Und das noch für die Fans des Kadavergehorsams: Ein idiotisches, überflüssiges Projekt, das demokratisch legitimiert ist, ist immer noch ein idiotisches, überflüssiges Projekt.
09.09.2010 21:25 Uhr
von kerstin mahr:
@ stefan:
Hier ein Video, das die Stimmung, den Einfalsreichtum und die Vielfalt des Protestes
sehr gut rüberbringt:
http://vimeo.com/14811601
09.09.2010 15:56 Uhr
von Florian Geyer:
In Wyhl(1974) haben nicht die Schwaben das Atomkraftwerk verhindert, sondern wir Badener.
09.09.2010 15:54 Uhr
von Florian Geyer:
In Wyhl(1974) haben nicht die Schwaben das Atomkraftwerk verhindert, sondern wir Badener.
09.09.2010 15:22 Uhr
von Abgesang:
Steinigt mich nicht, der Bahnhof wird sicher "demontiert".
Die CDU demontiert sich damit felsenfest ebenso.
Die Schwaben und schon gar nicht Badener oder Oberschwaben akzeptieren die steigenden Kosten.
Auch der treueste CDU Wähler merkt sehr schnell, dass dies nicht zu seinem Vorteil ist.
Wegen des Protestes lassen sich diese nun klar zuschreiben.
Die SPD rudert schon zurück und möchte sich mit einem Bürgerentscheide - welcher eh nicht stattfindet - aus der Affäre ziehen.
Ein paar inkompetente CDU Politiker haben und werden es schaffen den Nimbus der CDU in BaWü auf alle Ewigkeit zu brechen.
Das Projekt wird gänzlich egal welche Richtung eingeschlagen wird, zu Kosten führen, wie es das Land noch nie gesehen hat.
09.09.2010 14:12 Uhr
von Checker C:
1. Die TAZ wird immer besser, die Berichterstattung über Stuttgart betreffend.
2. Das von Weichbetonköpfe skizzierte Szenario lässt sich vermeiden:
Im März 2011 eine Denkzettelwahl wie sie das Land noch nicht erlebt hat. CDU und SPD müssen auf einen Stimmanteil reduziert werden, der dem entspricht was sie seit langem sind: keine Volksparteien sondern Splitterparteien, die mittelfristig vor dem Aus stehen.
Mit anderen Worten:
Im März 2011 darf es in Baden-Württemberg für CDU und SPD weder zu einer großen noch zu einer kleinen Koalition reichen...
09.09.2010 13:53 Uhr
von Korkie:
Deutschland verkommt zu einer Bananenrepublik, weil sich trotz jahrzentelanger Entscheidungsfindung, Verhandlungen und Vertragsabschlüssen, niemand für das Projekt interessiert hat.
Auf einmal rückt das Thema in den öffentlichen Fokus (vgl. Google Street View Debatte) und fast jeder Kleinbürger und jede schwäbische Hausfrau rebelliert wild drauf los. Parlamentarische Demokratie hin- oder her... Auf Gesetz, Recht und Vertragsverpflichtungen kann man ja scheißen.
Jeder weiß es auf einmal besser.
Und einen Mob zu bilden und Aufständische zu spielen ist auf einmal cool.
Denkt doch mal drüber nach: Ein unterirdischer Bahnhof wäre doch prima, um die Fassade vor dem Zugriff vom bösen Google Street View zu schützen.
09.09.2010 13:40 Uhr
von hjalmar:
Bei dem Artikel muss man erst lachen dann weinen.
09.09.2010 13:34 Uhr
von Stefan:
http://www.youtube.com/watch?v=Tg-N_sEwf1s
09.09.2010 13:22 Uhr
von Alexander Riemer:
"...womit die These, dass es sich bei den Gegnern um Modernisierungsfeinde handelt, eindrucksvoll belegt ist."
Sollte das nicht "widerlegt" heißen?
09.09.2010 12:44 Uhr
von hustensaft:
hab bei spon keine webcam gefunden, dafür aber hier: http://www.fluegel.tv/
09.09.2010 12:41 Uhr
von Jonah:
"Und dafür ist in der Technikmetropole genügend Fachpersonal vorhanden. Support kriegt er von IT-Experten, die ihr Geld bei Daimler, Bosch und Porsche verdienen, womit die These, dass es sich bei den Gegnern um Modernisierungsfeinde handelt, eindrucksvoll belegt ist."
Mal davon abgesehen, dass ein Satzanfang mit "und" stilistisch schlecht ist: Im folgenden Satz sollte bestimmt "widerlegt" und nicht "belegt" stehen, oder?
Grüße an Herrn Freud. ;)
09.09.2010 12:37 Uhr
von Weichbetonköpfe:
Vielen Dank für diesen wunderbaren Artikel mit fast literarischer Bildgewalt! Noch beim Schmunzeln ballt man die Faust in der Tasche. Erbärmlich und bedauerlich nur, dass das Lügenpack schon mit der Koalition der Verlierer liebäugelt und das vermutlich sogar eine funktionierende Form des Aussitzens werden könnte.
09.09.2010 12:16 Uhr
von Thomas St.:
So, liebe TAZ-Redaktion, was soll eine "Liveschalte" sein? Oder sollte es doch eher "Liveschaltung" heißen?
Bitte kein BILD-Niveau!