• 13.06.2010

Orte der Subkultur

Suchtklinik wird Kulturzentrum

Die Stadt hat Künstlern aus der Techno-Szene für den Sommer eine ehemalige Rehaklinik an der Neuenlander Straße zur Zwischennutzung überlassenvon Christian Jakob

  • 16.06.2010 11:19 Uhr

    von -x-:

    Oh, jemand der offensichtlich schon lange nicht mehr in Bremen feiern war.... schade.
    Wer Ting & Niveau zusammenzubringen versucht der hat womöglich gar keine Vorstellung was Niveau ist bzw sein kann - die vielen entstehenden Gruppen in Bremen, die Partykultur fördern übersiehst Du.
    Als BremerIn habe ich in den letzten 2 Jahren in diesem Bereich sehr viele Überraschungen erlebt , positiver Art, und das Projekt Rehaklinik ist eben ein solches.
    (Drogen etc....vielleicht mal ein bisschen weiter denken!)

  • 16.06.2010 08:48 Uhr

    von Babsi:

    Nomen est omen;)

  • 14.06.2010 19:56 Uhr

    von Hank:

    In gewisser Weise eine passende Location für das Projekt, denn viele Stammgäste des Zucker-Club sind in einer Suchtklinik sehr passend aufgehoben.

    Objektiv betrachtet ist die sogenannte "Kulturszene" Bremens leider auf dem Weg ins Nichts. Nach der Schliessung des Ting! Club und vieler weiterer Locations im letzten Jahr verkommen auch die letzten verbleibenden Bastionen urbaner Feierkultur mehr und mehr zu Drogen- und Saufschuppen ohne Profil, Sinn und Verstand.

    Auch, wenn der Zucker-Club lange das Nonplusultra war, er hat inzwischen für viele Besucher extrem an Profil und Reiz verloren.

    Den Spagat zwischen Niveau, kulturellem und ideologischem Anspruch und wirtschaftlichem Ertrag haben in dieser Stadt bisher nur die Allerwenigsten bewerkstelligt.

    Zu wirtschaftlich schwach ist die hauptsächlich studentische Klientel, zu kurz die temporäre Verweildauer eben dieser in der Stadt, zu halbherzig, verplant und unprofessionell die Umsetzungsversuche der sogenannten Organisatoren.

    Geprägt von gegenseitigen Selbstbeweihräucherungsversuchen feiern sich in dieser Szene eben jene, für die der Begriff Solidarität oftmals ein Fremdwort ist und die sich gern als omnipotente Macher und Träger sehen - allerdings meistens zu Unrecht.

    Nahezu jegliches Engagement in dieser Stadt entsteht mit guten Vorsätzen, verebbt aber genauso schnell wieder, wenn es um die klingelnde Kasse geht. Wo der Rubel rollen muss, wird als erstes beim Niveau der Rotstift angesetzt. So ist es leider.

    Ich wünsche dieser Stadt und Ihrer "Kulturszene" alles Gute, glaube aber nicht, dass es sich jemals ändern wird.

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