Die Pariserin Julie Lacoste hat keine Wohnung, aber ein Blog. Darin beschreibt sie ihren Alltag: Mit zwei Kindern, einem Job und der Suche nach einer Bleibe.von Jeanne Guérout
@ Armin Krauß: Bitte sei nicht persönlich beleidigt wegen dem was ich jetzt schreibe. Ich unterstelle Dir nicht, so zu denken:
Ich kann es mir ja soo einfach machen. Ist in irgendeiner Sache mein persönliches Engagement gefragt habe ich mindestens vier "gute" Gründe die Mitarbeit zu verweigern: 1. Anderen geht es noch viel schlechter. 2. Es hilft doch nur einer Person, nicht allen Menschen in dieser Lage. 3. Es muss sich doch der Staat / die Gesellschaft darum kümmern. 4. Ich mache doch schon etwas anderes "nützliches" als Ehrenamt. Diese Argumente sind sehr bequem, da sie (bis auf evt. 4.) nicht zu widerlegen sind. Aber sind sie auch zutreffend?
Den Menschen, dem es noch viel schlechter geht (siehe 1.) muss ich ja nicht suchen. Es reicht für mein Gewissen, dass es ihn irgendwo geben muss. Also wenn der dann um meine Hilfe bittet bin ich selbstverständlich sofort bereit, alles mögliche zu tun...ect. ect. ect. "Allen" (siehe 2.) kann ich als Einzelner oder in einer kleinen Gruppe nicht helfen. Sich die eigene Hilflosigkeit zur Lösung einzureden beruhigt ungemein. Warum etwas tun wenn ich mir schon vorher einrede, dass es eigentlich nichts bringt? zu 3. Ach ja, wenn ich auch sonst auf den "Sch...staat" schimpfe so hat der sich im Bedarfsfall gefälligt um alles zu kümmern. Geschieht das im Einzelfall nicht, so ist das ja ein weiterer Beweis dafür dass es eben ein "Sch...staat" ist. Ist ja auch logisch, oder? (SCNR) Der Staat ersetzt nicht die Gesellschaft. In manchen Fällen ist eben die Hilfe der Gesellschaft gefragt und nicht das Warten auf den Staat.
Es ist keiner dazu genötigt, in diesem einzelnen Fall tätig zu werden. Aber solche Pseudo-rationellen Argumente kann ich nicht anerkennen.
Ein einfaches Schweigen oder "Nee, keine Lust" reicht doch auch. Das beruhigt aber das Gewissen nicht so fein wie oben genannte "Argumente", gell?
26.03.2009 00:05 Uhr
von Armin Krauß :
Es ist nett, dass sich hier Spenden für die arme Frau organisieren. Dennoch bin ich nicht sicher ob es richtig ist. Es hilft einer Frau und löst nicht das Problem. Ich denke hier ist der Staat gefragt das Problem für viele Menschen zu lösen.
25.03.2009 14:56 Uhr
von Radi:
@Nameistdochegal:
Sag ich ja. 10-20€ pro Monat für die Miete könnte ich auch noch aufbringen (email-Adresse ist der Red. bekannt). Macht was, taz.
Auf Dauer kann das zwar keine Lösung sein, unsere paar Kröten für überteuerte Miete zu spenden, aber das kann man später sehen, die Familie wäre erst mal von der Straße.
24.03.2009 20:37 Uhr
von Nameistdochegal:
Nette Kommentare, aber was helfen die denn? Kommt schon, die meisten der Leser haben es doch gut. Eigenes Wohnung, ausreichendes Einkommen, Zukunftsperspektiven..... Oder zumindest ein (noch) funktionierendes soziales Netz das sie im Bedarfsfall auffängt. Ich bewundere diese Frau auch wenn das das Letzte ist was sie will. Wie wäre es denn, wenn sich jemand (vielleicht die Taz) um eine Wohnung für sie bemüht. Da ich selbst solche Probleme nie hatte und warscheinlich nie haben werden beteilige ich mich mit 30-50€ pro Monat an der Miete (email-Adresse ist der Red. bekannt). Wenn nur einige von Euch mitmachen kriegen wir das zusammen hin. Wäre doch mal was anderes als immer nur kluge Reden zu schwingen.
24.03.2009 16:08 Uhr
von Radi:
Ich halte so was nicht aus. Wenn viele Leute nur ein paar Euro im Monat geben, wäre der Frau doch erstmal geholfen, oder? Was kann man da machen, taz?
24.03.2009 09:28 Uhr
von wespe:
Das ist der Alltag, die Wirklichkeit. Menschen leiden. Presse, Radio, Fernsehen stürzen sich sensationslüstern darauf. Wollen Einschaltquoten, Leser, Käufer. Aber dem leidenden Menschen wird nicht geholfen. Erbärmlich!
Leserkommentare
26.03.2009 13:38 Uhr
von Nameistdochegal:
@ Armin Krauß:
Bitte sei nicht persönlich beleidigt wegen dem was ich jetzt schreibe. Ich unterstelle Dir nicht, so zu denken:
Ich kann es mir ja soo einfach machen. Ist in irgendeiner Sache mein persönliches Engagement gefragt habe ich mindestens vier "gute" Gründe die Mitarbeit zu verweigern:
1. Anderen geht es noch viel schlechter.
2. Es hilft doch nur einer Person, nicht allen Menschen in dieser Lage.
3. Es muss sich doch der Staat / die Gesellschaft darum kümmern.
4. Ich mache doch schon etwas anderes "nützliches" als Ehrenamt.
Diese Argumente sind sehr bequem, da sie (bis auf evt. 4.) nicht zu widerlegen sind.
Aber sind sie auch zutreffend?
Den Menschen, dem es noch viel schlechter geht (siehe 1.) muss ich ja nicht suchen. Es reicht für mein Gewissen, dass es ihn irgendwo geben muss. Also wenn der dann um meine Hilfe bittet bin ich selbstverständlich sofort bereit, alles mögliche zu tun...ect. ect. ect.
"Allen" (siehe 2.) kann ich als Einzelner oder in einer kleinen Gruppe nicht helfen. Sich die eigene Hilflosigkeit zur Lösung einzureden beruhigt ungemein. Warum etwas tun wenn ich mir schon vorher einrede, dass es eigentlich nichts bringt?
zu 3. Ach ja, wenn ich auch sonst auf den "Sch...staat" schimpfe so hat der sich im Bedarfsfall gefälligt um alles zu kümmern. Geschieht das im Einzelfall nicht, so ist das ja ein weiterer Beweis dafür dass es eben ein "Sch...staat" ist. Ist ja auch logisch, oder? (SCNR) Der Staat ersetzt nicht die Gesellschaft. In manchen Fällen ist eben die Hilfe der Gesellschaft gefragt und nicht das Warten auf den Staat.
Es ist keiner dazu genötigt, in diesem einzelnen Fall tätig zu werden. Aber solche Pseudo-rationellen Argumente kann ich nicht anerkennen.
Ein einfaches Schweigen oder "Nee, keine Lust" reicht doch auch. Das beruhigt aber das Gewissen nicht so fein wie oben genannte "Argumente", gell?
26.03.2009 00:05 Uhr
von Armin Krauß :
Es ist nett, dass sich hier Spenden für die arme Frau organisieren.
Dennoch bin ich nicht sicher ob es richtig ist. Es hilft einer Frau
und löst nicht das Problem.
Ich denke hier ist der Staat gefragt das Problem für viele
Menschen zu lösen.
25.03.2009 14:56 Uhr
von Radi:
@Nameistdochegal:
Sag ich ja. 10-20€ pro Monat für die Miete könnte ich auch noch aufbringen (email-Adresse ist der Red. bekannt). Macht was, taz.
Auf Dauer kann das zwar keine Lösung sein, unsere paar Kröten für überteuerte Miete zu spenden, aber das kann man später sehen, die Familie wäre erst mal von der Straße.
24.03.2009 20:37 Uhr
von Nameistdochegal:
Nette Kommentare, aber was helfen die denn?
Kommt schon, die meisten der Leser haben es doch gut. Eigenes Wohnung, ausreichendes Einkommen, Zukunftsperspektiven.....
Oder zumindest ein (noch) funktionierendes soziales Netz das sie im Bedarfsfall auffängt.
Ich bewundere diese Frau auch wenn das das Letzte ist was sie will.
Wie wäre es denn, wenn sich jemand (vielleicht die Taz) um eine Wohnung für sie bemüht.
Da ich selbst solche Probleme nie hatte und warscheinlich nie haben werden beteilige ich mich mit 30-50€ pro Monat an der Miete (email-Adresse ist der Red. bekannt).
Wenn nur einige von Euch mitmachen kriegen wir das zusammen hin. Wäre doch mal was anderes als immer nur kluge Reden zu schwingen.
24.03.2009 16:08 Uhr
von Radi:
Ich halte so was nicht aus. Wenn viele Leute nur ein paar Euro im Monat geben, wäre der Frau doch erstmal geholfen, oder? Was kann man da machen, taz?
24.03.2009 09:28 Uhr
von wespe:
Das ist der Alltag, die Wirklichkeit.
Menschen leiden. Presse, Radio, Fernsehen stürzen sich sensationslüstern darauf. Wollen Einschaltquoten, Leser, Käufer.
Aber dem leidenden Menschen wird nicht geholfen.
Erbärmlich!
24.03.2009 00:17 Uhr
von vic:
Bon chance Julie, de tout cœur.
vic