• 20.11.2011

Online-Musikbörse "ReDigi"

Downloads in der Ramschkiste

Wohin mit totgehörten Musik-Downloads? In den USA kann man sie jetzt auf "ReDigi" weiterverkaufen. Die Industrie ist erzürnt über den neuen Angriff der Filesharing-Apologeten.von Thomas Winkler

  • 03.02.2012 12:51 Uhr

    von Paint.Black:

    @hotzenplotz

    stimme völlig zu!

    Entweder ich kaufe etwas - es gehört mir - und dann kann ich es bedarfsweise auch wieder verkaufen (wie sollte ich sonst auch z.B. meine Mißbilligung gegenüber Bands oder Autoren zum Ausdruck bringen: offentliche datenformatierung?)
    oder auch verschenken. Oder auch Rückgaberecht bei Nicht-Gefallen! Wieso ist es mein - Endverbraucher- Problem das es den Anbietern zu aufwenig ist, dann zu prüfen, ob es "bei mir auch wirlich verschwunden ist"? - und wie auch ramsch-kiste bereits sehr richtig formulierte, kann das bei anderen Formaten auch nicht zweifelsfrei ausgeschlossen werden.
    Gibt es eigentlich keine Verbraucherrechte mehr, oder was ist hier überall eigentlich los?

    Leute: Machen wir einfach alle Musik selbst und schenken sie uns gegenseitig. Das wäre doch die einzig richtige Antwort auf diese Willkür!

  • 29.11.2011 13:47 Uhr

    von Contentschnecke:

    Contentmafia halt die Klappe !

  • 21.11.2011 13:07 Uhr

    von ramsch- kiste:

    @murks: Der Rechnungszweck bestimmt die Rechnungsart. Also definier erst mal, was den legalen Besitz ausmacht. Dann definiert sich meist von selber, wie der Verkauf abzulaufen hat. Bei Autos beispielsweise durch übergabe von KFZ-Schein und Fahrzeugbrief.
    Du kannst auch Windows legal weiterverkaufen und (danach illegal) auf deinem Laptop weiter betreiben.
    Es geht bei der Löschung also eher um Convenience und das man in seinen üblichen Mediaplayer-Ablage-Orten keine Kopien behält.
    Wenn man den Gebrauchtverkauf von Digital-Gütern verbietet, weil man im Auto noch eine CD mit den Songs oder Ebooks halten könnte, müsste man den Gebrauchtverkauf von Büchern, zeitschriften und Comics verbieten, weil man die ja mit dem Handy oder Scanner oder Fotokopierer kopiert haben könnte. oder den Gebrauchtverkauf von Kunstwerken verbieten weil man sie im 3D-Drucker nachgebaut haben könnte in einer Größe die besser in die Eingangshalle oder die Sammler-Vitrine oder den Vorgarten passt.
    Nur weil jemand die KFZbriefe und Fahrzeugscheine kopieren und sich identische Autos vom Schrottplatz holen und weiterverkaufen oder für sich benutzen kann, wird Gebrauchtautoverkauf ja auch nicht verboten.

  • 20.11.2011 16:28 Uhr

    von Murks:

    Wie soll denn diese Software funktionieren, die "garantieren" soll, dass die Datei gelöscht wird. Dann speichere ich sie eben auf meiner externen Festplatte, die nicht irgendwie synchronisiert ist o.ä.. Und dann kann ich mir wieder Songs runterladen, von dem Geld für den "Verkauf", aber ausgezahlt wird es nicht. Das ist die unlogischste, dümmste Idee seit Langem, und legal kann das eigentlich nicht sein.

  • 20.11.2011 16:06 Uhr

    von hotzenplotz:

    Das entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass die Lobby, die mit Schwachsinnswortschöpfungen wie "Raubkopie" Terror verbreiten will, jetzt gegen ihre eigenen Hirngespinste kämpft. Schließlich impliziert ja der Begriff Raub die gewaltsame Wegnahme eines Gegenstands. D.h. eine Person hat ein Ding, und danach hat eine andere Person das Ding - die Ursprungsperson aber nicht. Das ist bei klassischem Filesharing logischerweise nicht der Fall.
    Jetzt bauen Leute ein System auf, das so funktioniert (was auch immer man davon halten soll), aber jetzt ist das den Herrschaften auch nicht mehr recht...

    ceterum censeo:
    "Er aber, sags ihm, er kann mich im Arsch lecken."

  • 20.11.2011 13:31 Uhr

    von ramsch kiste:

    Die Grünen haben unter Trittin-Schröder Rot-Grün die Ebook-Preisbindung eingeführt...
    Man hätte besser mal zentrale Lizenzserver aufsetzen können. Alle TV-Serien seit 1999 könnten dann darüber lizensiert werden und wir dürften Hulu, Netflix, Sky-IPad usw. auch hier kriegen und nicht nur den BBC-Player :-((

    Auch der Weiterverkauf und Besitz virtueller Güter hätte man man klar definieren können. Wenn man nicht ständig hinterherregiert. Jeder Bauer der so wirtschaftet, erntet nichts und erfriert im Winter. Jeder Igel und Eichhörnchen und Haustier (Winterfell, Winterspeck) ist schlauer.

    Interessant aber von piraten und digiges nicht interessiert wäre ein "Folgerecht": Jeder Betreiber MUSS einen funktionierenden Gebrauchtmarkt anbieten. 10% gehen als Folgerechtprovision an den Betreiber für die Umschreibung wie beim Grundbuchamt. Damit sind alle Kosten abgedeckt!
    Dann könnte man auch Windows-Lizenzen oder SAP-lizenzen weiterverkaufen. Fragt doch mal Insolvenzverwalter nach Softwarelizenzen neupreis vs. weiterverkaufbarkeit oder lest die ct-FAQs dazu. Der ewige Besitz sollte klar sein. Darüber ergibt sich, das millionen Windows-2000-Lizenzen auf dem Müllplatz verrotten und man somit Windows2000 zum freien Gut erklären könnte, weil ja genug verwaiste Lizenzen existieren. M$ könnte dann also Windows2000 als Werbefinanzierte Online-Cloud-Version anbieten. Und wieso ich für Windows8 den vollen Neupreis zahlen soll, wenn ich heute Windows7 kaufe, finde ich auch nicht gut. Das verzögert neukäufe wie auch immer wenn das neue VW-Golf-Modell herauskommt.
    Sowas interessiert Piraten, digiges usw aber leider nicht :-(
    Die Musikindustrie und Radiostationen sind zillionenfach weiter in der automatischen Abrechnung der gespielten Songs. Auch die Buchhandlungen waren 1970 besser durch ISBN-Einführung. Ebenso Walmart mit den EANs. Schon arm, wie Fortschritt verhindert wird.
    Wenn man ein Auto nicht weiterverkaufen darf, kaufen es viel weniger oder gar nicht mehr. Auto- und Pferdehändler sind also anständiger.
    Sinnvolle diskussionen dazu kenne ich nirgendwo. Alles wird auf Foren diffundiert damit sich nichts tut. Die hunderten Verarmten Hartz4-Musiker die vielleicht sogar Menschen die Arbeit "wegnehmen" obwohl sie mal hunderttausende Euros hatten ("bei münchner freiheit verdiente ich 1 Million DMark pro Jahr") kennen wir zu Genüge aus den Promi-Shows.

Ihr Name (wird angezeigt):*

Email (wird nicht angezeigt):*

Kommentar* - bitte beachten Sie unsere Netiquette:

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spamvermeidung Wenn Sie das Wort nicht lesen konnten, bitte hier klicken.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz

Wenn Sie auf "Abschicken" klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald einRedakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.

*Pflichtfelder