• 20.01.2010

Netzneutralität

Tiefe Blicke in den Traffic

Treibt die Industrie das Ende der Netzneutralität voran? in Großbritannien will ein Provider nun Deep-Packet-Inspection gegen Filesharer einsetzen. Das kann in Deutschland auch so kommen.von Ben Schwan

  • 25.01.2010 11:03 Uhr

    von pEt:

    @wespe und banaarama
    soweit ich weiß
    muß ein künstler einen vertrag mit der gema abschließen
    oder sein produzent, damit die gema auch die gebühren für ihn eintreibt.
    verkäuft ein künstler sich nicht an die gema muß mensch auch keine gema-gebühren für dessen kunst bezahlen.

  • 22.01.2010 18:58 Uhr

    von Banaarama:

    @chaosproduktion:
    Schade, dass du bis jetzt nicht geantwortet hat. Dabei hätte es mich sehr interessiert. Falls du die mac-id der Netzwerkkarte gemeint hast: Die kann jeder jeden TAG/Minute ändern (sowohl bei linux als auch bei windows.). Dies ist meineransicht nach aber unnötig, da sie hinter einem Router/VPN-Netz/Proxy eh nicht gesehen wird. Oder täusche ich mich etwa?

    @H0wkeye
    So schlimm ist das ganze nicht. Denn diese Personen stellen sehr schnell fest, dass filesharing über tor nicht wirklich Spass macht. Auch wenn eine bittorrent-client jetzt sogar ein integriertes plugin hat, was ich ehrlich gesagt noch nicht ausprobiert habe.
    Dennoch gehe ich davon, dass die meisten, die behaupten über tor filesharing zu betreiben, und womöglich über traumhafte Downloadraten berichten, so sichtbar wie jeder normale nutzer sind. Denn meist versuchen die clients immer wieder erneut den direkten weg zu wählen.
    Selbst mit durch eine Desktop-firewall geblockten traffic des bittorrent-clients (Damit der client gezwungen wird, auch wirklich nur den proxy zu nehmen), traue ich mir kein urteil darüber abzugeben, ob jemand nicht die wahre Adresse herausfinden kann, wenn der bittorrent client einen DNS-Server benutzt.
    Manchmal bringt mich auch die Rolle javas auf meinen Pc zum grüblen.
    Also nicht Java oder Macromedia Flash oder Shockwave oder QuickTime oder RealAudio oder Active X und VBScript im Browser, sondern ganz einfach auf dem Pc, -selbst wenn man es im Browser abgestellt hat.


    @wespe:
    Ein Laie -zu faul um nachzuschauen- frägt:
    Ich dachte, dass Künstler, zb. Newcomer, ihre Werke frei ins Netz stellen können, sodass jeder darüber frei verfügen kann?

    Was ist mit alten Aufnahmen, irgendwann verfallen die Ansprüche meines Wissens?

  • 21.01.2010 20:38 Uhr

    von TimuristMongole:

    @chaos-produtction

    Mich würde interessieren, wie das herauslesen der mac-ip (die mac ip von was? von der netzwerkkarte des Pc? von modem des Routers) und anhand dieser das problemlose zuordnen zur einer Person funktioniert? Erkläre doch bitte mal anhand 2 Fällen:

    1.Fall
    Surfer aus internen heim oder was auch immer netzwerk.

    2.Fall
    Surfer über VPN oder Proxy( mehreren Proxies)



    Ich freue mich auf Antworten.

  • 21.01.2010 14:06 Uhr

    von chaos-production:

    Immer wieder werden im Net Warnungen ausgesprochen und BESONDERS darauf hingewiesen, dass "man" über die IP-Adresse einen User IDENTIFIZIEREN könnte.
    Keiner spricht aber über die WAHRE Idenfifizierungsadresse, die MAC-ID. Die IP-Nummer ist eine reine VIRTUELL vergebene SOFTware-Adresse. Die kann JEDER jeden Tag/Minute ändern. Die MAC-Id ist aber die HARDware-Adresse der Netzwerkkarte selber. Die meisten Netzwerkkarten haben eine FESTE "eingebrannte" Kennnummer "Mac xx:xx:xx:xx". Die lässt sich natürlich wie eine IP-Nummer ABFRAGEN/AUSLESEN. Netzwerkkarten mit "veränderbarer" Mac-Id sind aus naheliegenden Gründen unerwünscht. Existieren jedoch (Wie bei den DVD-Geräten mit dem Nationalbereichspeicher AUCH SO EIN BLÖDSINN der CopySchutzHerren)

    Die Deep-Packet-Inspection war immer schon eine theoretische UND im Intranet bereits parktikable Option (zur Überprüfung der Korrektheit von Kommunikationspaketen). Dass dies nur eine Frage der Zeit war, dass das dann auch "professionalisiert" wird, war abzusehen.

    Zur Einstellung ALLES was illegal ist, sollte auch VERFOLGBAR sein, darf ich vielleicht auch daran erinnern, das damit z. B. im Vergleich zum Alltagsleben dann JEDE Übertretung der Geschwindigkeit, JEDES "nicht-ganz-korrekte-Verhalten" wie z. B. auch das versehentliche Ausfüllen von Formularen geahndet werden könnten bzw. müsste?! -> Ab 51km/h folgt Strafzettel?

    Ein anderer Hinweis sei noch erlaubt, weil das auch noch nicht ALLE wissen: Es gibt (bisher) nur EIN Urheber- und Copyrightgesetz. D. h. ein Buch wird genauso behandelt wie eine digitale Copie. Ich kann MEIN Buch zerreißen, bekritzeln, Auszüge kopieren, verleihen, verschenken, vorlesen - solange ich das nicht KOMMERZIELL betreibe. Mit dem Kaufpreis wurde dafür bereits eine pauschale GEBÜHR bezahlt. Gleiches gilt für den Drucker, den Scanner, den Kopierer, den CdDVD-Brenner, den Videorekorder etc. (deswegen sind die auch gleich immer TEURER und werden in Multfunktionsgeräten gemieden - Mehrfachbebühr).

    Wir ZAHLEN also bereits MEHRFACH für die MEHRFACHE Nutzung. Im Rahmen dieser Gesetztesoption ist es LEGAL Werke zu TAUSCHEN und Originale WEITERZUVERKAUFEN. Ausnahme: Ich habe lediglich eine "Nutzugslizenz" am Original gekauft (erworben müsste man eher sagen). Dann ist eine Weitergabe untersagt. Das ist dann auch der Streit bei den Download-Stores.

    Eigentlich müsste daher ein "Wasserzeichen" in deren Daten versteckt werden, um deren Herkunft im Gegensatz vom Original nachzuweisen. Aber DAS kommt sicherlich AUCH noch, aber dann sicherlich OHNE voher die ganze Öffentlichkeit darauf bereit aufmerksam zu machen. ;-)

    Zu den Filesharing-Gelüsten: Wer das nutzen will, der sollte sich an die Anfänge der Netzwerke erinnern - ISDN & Filesharing. Aber da hat ja fast die ganze Community vergessen, das man Browser, Provider etc eigentlich gar nicht zum Austausch von Daten braucht. Das ist lediglich nettes Schnickschnak zum BEQUEMEREN Surfen. DARÜBER klärt aber kein Lehrer, keine Institution und keine Verbraucherzentrale auf.
    Jedenfalls muss ich zugeben: es ist/wird lästig wieder alles manuell in die Hand zu nehmen und auf den Autopiloten zu verzichten. Fahrradfahren und Schreiben muss aber auch erst erlernt werden.

  • 21.01.2010 13:15 Uhr

    von Jonas:

    "Content"-Industrie – Alogismus!
    Urheberschutz - Anachronismus!
    Niedergang des Bullshits im selbstgeschaufelten Grab.
    VPNs, gescholssene P2Ps, One Click Hoster, 128bit Verschlüsselung - na und? Diese "Schlagzeilen" sind keine Bedrohung, sondern immer wieder ein Hilferuf derer, die vermeindlich Verluste fahren, durch Datenklau.
    Am Beispiel der Musikindustrie zeigt sich doch deutlich die krasse Bigotterie und einhergehend mit den Verkaufszahlen sind vor allem die Eigenschaftslosigkeit und mangelnde Künstlerfördeurng zu nennen. Von Nichts kommt nichts!

  • 21.01.2010 10:09 Uhr

    von H0wkeye:

    @ blubird

    Genau da wird deutlich, woran das Internet krnkt. Da wird ein Tool entwickelt, um Journalisten, Bloggern, Systemkritikern und "normalen Bürgern" ein gewisses Maß an Sicherheit zu geben und schon kommen die ersten Schlauen, die der Meinung sind, Meinungsfreiheit beinhalte die Freiheit, die Rechte anderer nach belieben zu verletzten. Eine freiheitlich rechtliche Grundordnung zeichnet sich durch die Durchsetzung der Rechte ALLER aus. Auch derer, die im Besitz z.B. von Urheberrechten sind.
    Der Mißbrauch "freiheitswahrender" Initiativen wie z.B. Tor tut nichts anderes, als den Wettlauf zwischen Kontrolle und Zensur sowie deren Umgehung und Aushebelung zu beschleunigen.

  • 21.01.2010 09:26 Uhr

    von wespe:

    "Ziel der Aktion sei es zunächst, festzustellen, ob die Kunden urheberrechtlich geschütztes Material "saugten" oder nicht."
    In dem Zusammenhang möchte ich darauf hinweisen, dass es keine GEMA-freie Musik gibt. Dies ist die aktuelle Aussage eines Anwalts für EDV- und Medienrecht.

  • 21.01.2010 09:05 Uhr

    von F K:

    Ich verstehe immer noch nicht, warum nicht einfach eine Art GEMA-Gebühr für mediale Inhalte angeboten wird. Diese könnte freiwillig gezahlt werden und für das Herunterladen von x Dateien gelten.
    Bei den aktuellen technischen Möglichkeiten, wäre es m. E. kein Problem, dafür dann ein Erfassungssystem zu erstellen.

  • 21.01.2010 09:02 Uhr

    von der Don:

    Sie lernen es nicht und sie werden es offensichtlich nie lernen. Es wird niemals eine Möglichkeit geben Filesharing zu verhindern ohne eine allgegenwärtige Überwachungsinfrastruktur aufzubauen.

    Wenn die DPI eingeführt wird kommt von der gegen Seite ein neuer Schritt gegen den man nicht mehr so einfach etwas machen kann: Eine Verschlüsselung des Traffics.

    IHR könnt nicht gewinnen und ihr müsst es auch nicht, es gibt andere Wege um Gewinne zu machen ...

  • 21.01.2010 08:17 Uhr

    von Totti:

    Im Grunde genommen haben die Benutzer die Infrastruktur bezahlt.
    Jetzt soll das alles an gewisse Konzerne verscherbelt, und die freie Nutzung somit eingeschränkt werden.
    Einige Dinge gehören in staatliche Hände, beispielsweise die Wasserversorgung, Straßen und eben auch Telekommunikationswege.
    Wir sind der Staat!

  • 21.01.2010 07:56 Uhr

    von Hoast:

    Kommt doch endlich von dem Hirngespinnst des "geistigen Eigentums" weg!

  • 21.01.2010 07:36 Uhr

    von nutzer:

    @Banaarama & bluebird
    richtig tor taugt nicht dazu, doch I2P!

  • 21.01.2010 06:10 Uhr

    von ganz einfach:

    Man kann doch die Pakete verschlüsseln, die man hochlädt. Dann kann der, der sie herunterlädt nur mit Passwort entschlüsseln. Das wird doch auf vielen Warez-Seiten so gehandhabt. Die sehen dann nur, dass sich Nutzer xyz ein 100MB-Paket bei rapidshare runterlädt. Das ist per se nicht verboten.
    Ausserdem halte ich DPI in Deutschland für verfassungswidrig, zumindest wenn dies Firmen machen.

  • 20.01.2010 21:49 Uhr

    von Industry666:

    Hüstel, Tor taugt zum Filesharen tatsächlich nix. Ist aber sehr nützlich, wenn es darum geht zu verhindern dass der Provider jede noch so scheißkleine Datei der IP zuordnen kann. Oder ist das etwa zu 'billigen'? Vgl. das Schlußwort von nobody.

  • 20.01.2010 19:50 Uhr

    von anonymous:

    Man sollte per se verschlüsseln, sonst - wie man sieht - geschieht Unfug mit den Daten.

    Für Tauscher ist "gnunet" sicher einen Blick wert. Tor hingegen ist für sowas nicht konzipiert, deshalb sollte man es auch nicht für größere Transfers verwenden.

    Schlussendlich werden wir sowieso im "Darknet" landen, da Politik und Wirtschaft alles daran setzen, das Internet zu einem "großen Geschäft" zu degradieren. (Ja, das ist doppelsinnig gemeint!) Deshalb ist der Kampf um die Bewahrung der Netzneutralität der entscheidende Punkt für ein freies Internet und freie Nutzer.

  • 20.01.2010 18:42 Uhr

    von Banaarama:

    @blubird
    ich huste dir gleich was.
    tor ist nicht für filesharing gedacht!Ausserdem ist tor dafür so gut wie gar nicht zu gebrauchen.
    Desweiteren missbillige ich das illegale filesharing von urheberechtlich geschützen Werke zutiefst

  • 20.01.2010 15:34 Uhr

    von blubird:

    http://www.torproject.org/ sollte da helfen...

  • 20.01.2010 15:27 Uhr

    von nobody:

    unterhaltungsindustrie und provider machen sich ihre eigenen märkte kaputt...idioten

Ihr Name (wird angezeigt):*

Email (wird nicht angezeigt):*

Kommentar* - bitte beachten Sie unsere Netiquette:

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spamvermeidung Wenn Sie das Wort nicht lesen konnten, bitte hier klicken.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz

Wenn Sie auf "Abschicken" klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald einRedakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.

*Pflichtfelder