• 15.03.2009

Muslime missbrauchen Rassismusbegriff

Der menschliche Makel

Die Muslimverbände bagatellisieren nicht nur den Rassismus-Begriff, sie schlagen auch Kapital aus dem Schreckenswort. Es wird zum Knüppel gegen Kritik und verschleiert eigene Ressentiments.von Necla Kelek

  • 07.11.2011 23:31 Uhr

    von Rojas:

    Ganz egal, wie man es dreht und wendet:

    Muslime zeigen NICHT die gleiche(!) Toleranz bei Konversionen vom Islam zum Christentum, die sie umgekehrt bei Übertritten vom Christentum zum Islam ERWARTEN.

    Und das kann nicht akzeptabel sein!

  • 04.04.2011 19:10 Uhr

    von Daniel Leon Schikora:

    @Carlo

    Die von Ihnen genannten liberalen oder republikanischen Verfechter der Säkularität, die sich gegen die Re-Islamisierungspolitiken der EU-Hätschelkinder der regierenden AKP zur Wehr setzen, haben mit den Anliegen des Rassisten Stefan Herre, dessen Blog der selbsterklärte Altachtundsechziger Niedermann so vehement in Schutz nimmt, nicht das geringste zu tun. Im Gegenteil: Muslime, die in Deutschland für die Trennung von Religion und Politik eintreten - wie etwa Prof. Bassam Tibi oder die Alevitische Gemeinde -, werden von Herres Blog periodisch in wüstester Weise diffamiert. (Im Falle der Aleviten berief sich "Politically Incorrect" übrigens ausdrücklich auf die anti-alevitischen Haßtiraden der taz-Autorin Kelek.)

  • 04.04.2011 19:10 Uhr

    von Carlo:

    @Peter Niedermann klärt:

    "Nicht die Muslime sind das Problem: das Problem heisst Koran."

    Treffer. btw, was ist mit den HUNDERTTAUSENDEN Türkinnen und Türken, die gegen Erdogans Islamisierungskampagne demonstrieren? Das sind eher Linke und Liberale, die Nationalisten und Koranbrüder wählen AKP, perverserweise gesponsored von unseren sog. "Linken".

    Kardinalfrage: "Ewiggültige" Allahworte oder rassistische Hetze?:

    Sure 98,6:
    "Die Ungläubigen unter den Leuten des Buches (Juden und Christen):
    Sie sind von allen Wesen am abscheulichsten".

  • 04.04.2011 19:10 Uhr

    von Botschaft:

    Necla Kelek schrieb noch im Jahre 2002 in ihrer Dissertationsschrift, dass sich besonders die "muslimischen" Jugendlichen „handlungspraktisch mehr oder minder auf dem Weg in die Moderne“ befinden, „wo sie ihre Perspektive sehen“.

    5 Jahre später aber schrieb sie genau das Gegenteil von dem, was sie zuvor schrieb: „Die ‚kulturelle Dimension des Muslim-Seins’ und ihre religiöse Fundierung im Islam hat sich in den letzten Jahren weder in der Luft der Moderne aufgelöst noch einer säkularen Gesellschaft angepasst, sondern mit rasender Geschwindigkeit unter den hiesigen Migranten ausgebreitet. Wir haben nicht mit Auflösungserscheinungen religiöser Identität zu tun, sondern im Gegenteil mit dem Aufblühen einer Gegenkultur“ (Kelek in ihrem Buch die Verlorenen Söhne, S. 20)

    Was ist in diesen ein paar Jahren passiert, so dass Frau Kelek mit rasender Geschwindigkeit das Gegenteil vom dem behauptet, was in ihrer Dissertaion zu lesen ist? Eine eventuelle Antwort ist in ihrem Buch Die verlorenen Söhne zu lesen: „Die ‚frohe Botschaft’ des Christentums half mir, Zutrauen zu mir selbst zu fassen, Verantwortung für mich und andere zu übernehmen. Sie half mir, mich von dem ‚Wir’ zu lösen und ein ‚Ich’ zu werden“. (Kelek, Die Verlorenen Söhne, S. 229)

  • 04.04.2011 19:10 Uhr

    von Mikael:

    Ich glaube kaum, dass diese Probleme auf nur einer Seite existieren. Ich kann mich an einen türkischen Freund der in meiner Realschul-Klasse war erinnern, er wurde als Kuffar und Schweinefleischfresser in der Gesamtschule gehänselt, weil ihm der Glaube egal war. Von Diskriminierung aus urdeutscher Sicht war in diesem Fall fast keine Spur. Verbittert aus urdeutscher Sicht war hier nur die Antifa. Statt den Jungen so zu lassen wie er glücklich war, wurde er von der Antifa als CDU-Lakaie beschimpft. Dies war für ihn damals sehr belastend und auch eine Art von Fremdenfeindlichkeit. Wie kann man Integration fordern und die Probleme von beiden Seiten bestreiten, in erster Linie sind wir alle Menschen! Bei den Baptisten wird man erst getauft, wenn man voll von sich selbst aus entscheidungsfähig ist; so etwas finde ich lobenswert.

  • 04.04.2011 19:10 Uhr

    von Tadelus:

    Bitte nich zweierlei Maß anlegen

    Wenn hier einige muslimische Teilnehmer ihre Meinung schreiben, dann werden sie gleich in eine extremistische Ecke gestellt. Denn das hilft gleich die Segel auf die andere Seite zu drehen. Aber das Keleks und Cos Artikel auf Seiten wie pi-news und Co verbreitet werden, kümmert es ja keinen. Denn Kelek und CO sprechen ja aus dem Herzen vieler Deutscher.??? Gut, dass einer den Muslimen, das sagt, was viele Deutsche sich nicht wagen zu sagen. Das können ja nur diejenigen die auch mal vorher Moslems waren oder Ex-Moslems oder Kultur-Moslems. Und wir Deutsche klatschen nur. Dass haben wir leider auch in der Vergangenheit getan.

  • 04.04.2011 19:10 Uhr

    von Daniel Leon Schikora:

    @Peter Niedermann

    Wenn Sie "Politically Incorrect" (PI) für nicht "fremdenfeindlich" erklären, drängen sich mir die folgenden Fragen auf:

    (1) Warum begrüßte das "nicht fremdenfeindliche" Blog 2006 enthusiastisch die Ankündigung Bassam Tibis - eines liberalen Islamismus- und Multikulturalismus-Kritikers -, seine Lehrtätigkeit in Deutschland zu beenden, und fügte bedauernd hinzu, daß Tibi in Deutschland Rentenansprüche habe?

    (2) Aus welchem Grund beteiligte sich PI an der Kampagne gegen die Alevitische Gemeinde, mithin gegen assimilierungswillige und -fähige Muslime, die wegen ihrer prowestlichen Haltung seitens islamischer Integristen schärfsten Anfeindungen ausgesetzt sind?

    Wurden mit Tibi und den Aleviten etwa 'Agenten' Ahmadinedjads bekämpft?

    Tatsache ist, daß Rechtsextremisten wie der 'Gründungsvater' von PI Stefan Herre, ein bekennender Anhänger von "Pro Köln", in ihrem Verständnis von Menschen- und Bürgerrechten nicht allzu weit von radikalen Islamisten entfernt sind (weshalb PI im Mai 2006 - wie auch im darauffolgenden Jahr - die gewalttätigen Angriffe gegen Volker Beck während dessen Teilnahme an einer Demonstration für Homosexuellenrechte in Moskau mit offener Schadenfreude bedachte).

    Die westliche Zivilisation ist - im Schulterschluß mit einer humanistischen Linken, wie sie etwa durch die Exil-Iranerin Maryam Namazie repräsentiert wird, gegenüber Islamofaschisten ebenso wie gegenüber deren feindlichen Brüdern, den "autochthonen" europäischen Faschisten und Nazis kompromißlos zu verteidigen.

  • 04.04.2011 19:10 Uhr

    von oxymoron:

    Necla Kelek ist eine verbitterte Person, die ihre schlimmen familiären Erfahrungen durch solche Artikel verarbeitet.

    Natürlich gibt es Islamfeindlichkeit. Nicht nur in Deutschland sondern in fast allen nicht islamischen Ländern. Der Rassismus gegenüber Muslime spüren zur Zeit viele Menschen, die Atheisten sind aber durch ihr Aussehen für alle anderen "Muslime" sind immer wieder drauf angesprochen werden oder komische Bemerkungen hören müssen. Ich bin Atheist und komme aus einem islamischen Land. Seit dem 9/11 wird mir automatisch die Identitäts eines Muslims zugewiesen und ich spüre den Rassismus gegenüber mir seit 11/9 deutlich! Und so geht sehr viele MigrantInnen, die für andere vermeintlich "muslimisch" aussehen. Ich habe früher immer gesagt, dass ich ein Atheist bin, inzwischen sage ich, dass ich Muslim bin, weil die meisten sowieso mich als Muslim wahrnehmen.
    Übrigens Frau Kelek, die meisten Opfer im Kampf gegen islamistischen Organisationen haben MigrantInnen gebracht.
    Es wäre genauso wenn man alle Deutsche als Christen sieht und ihnen unterstellt, dass die der gleichen Meinung sind wie Papst und alle gegen die Verhütung sind. Oder nicht mehr zwischen Nazis und Deutsche unterscheidet.
    Definitiv gibt es faschistische islamische Organisationen und sollten bekämpft werden. Aber bestimmt nicht durch solche Artikel.

  • 04.04.2011 19:10 Uhr

    von Peter Niedermann:

    Zum PS von 'Kommentator' etc: Wer Politically Incorrect – gemeint ist woh pi-news.net - "Fremdenfeindlichkeit" unterstellt, ist auf dem Holzweg. Es gibt gute Gründe, warum inzwischen Zehntausende PI lesen. Ich gehöre auch dazu, mit langjähriger beruflicher Erfahrung in islamischem Umfeld, ich bin 68er und genau das Gegenteil von fremdenfeindlich. Das einzige, was ich fordere, ist Respekt und Toleranz gegenüber Andersdenken, Andersgläubigen, Agnostikern, Atheisten, Christen, Juden etc. - genau jener Respekt und jene Toleranz, die der Koran per definitionem ausschliesst.
    Sure 8:13: "Ich bin mit euch, stärkt daher die Gläubigen, aber in die Herzen der Ungläubigen will ich Furcht bringen; darum haut ihnen die Köpfe ab und haut ihnen alle Enden ihrer Finger ab."
    Das Vorbild von Präsident Achmadinedjad (das ist der Mann, der versprochen hat, "Israel von der Landkarte zu tilgen", und der u.a. serienweise Schwule, ja sogar minderjährige Mädchen an Baukranen aufhängen lässt, und zwar ganz langsam, damit sie möglichst lange zappeln müssen) - also das Vorbild von Achmadinedjad, der verstorbene iranische Ayatollah Chomeini, hat gesagt: "Juden und Christen sind dem Schweissgestank von Kamelen und Dreckfressern gleichzusetzen und gehören zum Unreinsten der Welt. Alle nichtmuslimischen Regierungen sind Schöpfungen Satans, die vernichtet werden müssen."
    Gegen diese Zumutungen setzt sich PI zur Wehr. Und genau darum ist es absurd, PI "Fremdenfeindlichkeit" vorzuwerfen.
    Nicht die Muslime sind das Problem: das Problem heisst Koran. Und je schneller wir es kapieren, desto eher besteht die Chance, sich gegen diese unmenschliche Ideologie zu wehren.
    Wir haben keine Ahnung, was in Eurabien in wenigen Jahren abgehen wird. Und wir alle werden bitter dafür bezahlen müssen, vor allem die Frauen.

  • 04.04.2011 19:10 Uhr

    von A-Gnostiker:

    @MK

    Sie schreiben:

    „Ich finde es gut, dass @Raida Chabib mal die Fakten nennt und damit zeigt, dass Diskriminierungserscheinungen nicht nur von den Muslimverbänden hergeredet werden, sondern messbar sind.“

    Mag ja sein, dass es messbare Diskriminierungserscheinungen gibt.

    Doch
    erstens hängen diese Erscheinungen von den Messverfahren ab
    und
    zweitens unabhängig von Messverfahren fühlt sich immer eine Migrantengruppe –und das weltweit (sie brauchen nur nach Süd-Thailand zu schauen)- besonders diskriminiert.

    Glauben Sie mir, die Politreligion Islam ist eine nach Maßstäben einer rechtsstaatlichen Demokratie sehr problembehaftet und heutzutage eine kraftvolle Bewegung der Gegenaufklärung.

    Wachen wir auf, bevor es zu spät ist! Beseitigen wir die einseitige Erkenntnisblindheit einfach und kehren wir zu den Prinzipien der Aufklärung in voller Gänze wieder zurück!

    Und wir sollten uns eins merken: Die Kritik der Apologeten and der Islamkritik hat ein festes Schema:

    1. Islamkritik sei methodisch falsch angelegt
    2. Die Islamkritiker hätten keine Ahnung
    3. Eigentlich sei nur innerislamische Kritik legitim, also keine Kritik von außen
    4. Islamkritik beleidige
    5. Islamkritik sei rassistisch

    Das alles schön verpackt unter dem Terminus "Politische Korrektheit"

    Lassen wir uns also keinen Sand mehr in die Augen steuen!


  • 04.04.2011 19:10 Uhr

    von S.N.:

    Es ist mir unverständlich, warum die TAZ einen solchen polemisierenden Artikel abdruckt. Ich finde es wichtig und gut, Missstände zu kritisieren aber nicht auf die undifferenzierte und *sorry* streitsüchtige Art und Weise von Frau Kelek. Damit kommt man auf keinen grünen Zweig. Man heitzt die Gemüter an (was man hier deutlich an den Kommentaren sieht), was jegliche Verständigungsmöglichkeit verhindert.

  • 04.04.2011 19:10 Uhr

    von Peter Niedermann:

    Zum PS von 'Kommentator': Wer Poltically Incorrect - ich nehme an, Sie meinen pi-news.net - "Fremdenfeindlichkeit" zu unterstellt, ist schwer auf dem Holzweg. Es gibt gute Gründe, warum inzwischen Zehntausende PI lesen. Ic gehöre auch dazu, ich bin 68er, ich bin genau das Gegenteil von fremdenfeindlich. Das einzige, was ich fordere, ist Respekt und Toleranz gegenüber Andersdenken, Andersgläubigen, Agnostikern, Atheisten, Christen, Juden etc. - genau jener Respekt und jene Toleranz, die der Koran per definitionem ausschliesst.

    Sure 8:13: "Ich bin mit euch, stärkt daher die Gläubigen, aber in die Herzen der Ungläubigen will ich Furcht bringen; darum haut ihnen die Köpfe ab und haut ihnen alle Enden ihrer Finger ab."
    Der Djihad ist für jeden Muslim eine Pflicht, für deren Erfüllung er mit der Vergebung der Sünden und dem Eintritt in das Paradies belohnt wird (Sure 47,4-6).
    Das Vorbild von Präsident Achmadinedjad (das ist der Mann, der versprochen hat, "Israel von der Landkarte zu tilgen", und der u.a. serienweise Schwule, ja sogar minderjährige Mädchen an Baukranen aufhängen lässt, und zwar ganz langsam, damit sie möglichst lange zappeln müssen) - also das Vorbild von Achmadinedjad, der verstorbene iranische Ayatollah Chomeini, hat wörtlich gesagt: "Juden und Christen sind dem Schweißgestank von Kamelen und Dreckfressern gleichzusetzen und gehören zum Unreinsten der Welt. Alle nichtmuslimischen Regierungen sind Schöpfungen Satans, die vernichtet werden müssen."

    Gegen diese Zumutungen setzt sich sich PI zur Wehr. Und genau darum ist es absurd, PI "Fremdenfeindlichkeit" vorzuwerfen.

    Nicht die Muslime sind das Problem: das Problem heisst Koran. Und je schneller wir es kapieren und uns zur Wehr setzen, desto eher besteht die Chance, dieser bösartigen Ideologie in die Schranken zu weisen.

    Die europäischen Gutmenschen haben keine Ahnung, was in Eurabien in wenigen Jahren abgehen wird. Und wir alle werden bitter dafür bezahlen müssen, vor allem die Frauen.

  • 04.04.2011 19:10 Uhr

    von Daniel Leon Schikora:

    @Kommentar

    "Rassismus - etwa stumpfer Hass auf Schwarze - ist ihnen fremd, ja es wiedert sie an, so zu denken.
    Vielmehr hat es mich SEHR erstaunt, als ich zufällig doch mal einen Araber über "neger" herziehen hörte. Sehr selten."

    Dann würde es mich außerordentlich interessieren, wie Sie den "Zufall" erklären, daß die völkermörderische (nord-)sudanesische Regierung seitens der Arabischen Liga stets vor internationaler Kritik in Schutz genommen worden ist - ungeachtet der Tatsache, daß dem Baschir-Regime nicht nur südsudanesische Christen und Animisten, sondern auch die in Darfur lebenden "schwarzen" Muslime als todeswürdig gelten.

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von Benno:

    @christine rölke-sommer: "Dieser Satz, werte Frau Kelek, schrammt bestenfalls ganz knapp an „hate-speech“ vorbei".

    Liebe Frau Christine Rölke-Sommer, schauen Sie doch mal in die einschlägigen Islam-Internetforen, danach wissen Sie, was "hate-speech" ist. Es macht wenig Sinn, diejenigen, die das benennen, ihrerseits des "hate-speech" zu bezichtigen.

    Seien wir doch ehrlich: "hate-speech" gibt es bei Nazigruppen rechts aussen, es gibt sie aber auch im Islam: in Moscheen, Koranschulen und auf der Strasse. Ist es Ihnen irgendwie peinlich, wenn das mal ausgesprochen wird? Viel peinlicher wird es für uns alle, wenn wir nicht rechtzeitig die Augen aufmachen und uns dem Hass auf andere überall entgegenstellen.

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von Benno:

    @M.K. "Maßvolle Kritik ist gefragt und nicht dieses Streitgedöns"

    Wie bitte? Warum rufen Sie nicht die Moslems auf, die Scharia "massvoll" anzuwenden, die Ungläubigen nur "massvoll" zu beschimpfen, die Homosexuellen "massvoll" zu bestrafen, die Mordaufrufe für die Feinde des Propheten doch "massvoll" zu formulieren?

    Was not tut, sind klare Worte und nicht Beschwichtigungsversuche.

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von Heiner und sonst keiner:

    Selbst wenn man mal unterstellen würde, dass hierzulande Ausländern mit Ressentiments begegnet würde und dies der Integration hinderlich wäre: Die Vietnamesen wurden ebensowenig mit dem roten Teppich empfangen wie Türken. Die meisten der nicht hier geborenen Vietnamesen haben auch nach wie vor enorme Schwierigkeiten mit der "Integration" in die hiesige Gesellschaft, insbesondere mit der Sprache.

    Darum verwundert es umso mehr, warum nicht auch unter den Vietnamesen die Hälfte der hier geborenen Generation in der Schule so katastrophal scheitert, wie dies bei den Türken und Arabern leider der Fall ist. Unter den vietnamesischstämmigen Jugendlichen schaffen nämlich 70 Prozent das Abitur, während unter Türken und Arabern nicht einmal die Hälfte überhaupt einen Schulabschluss erreicht!

    Es muss also spezifisch kulturelle Unterschiede geben. Hier muss man ansetzen und die Probleme auch mal benennen, ohne ein Blatt vor dem Mund. Stets die deutsche Bevölkerung für die Probleme der Einwanderer verantwortlich zu machen und ihr verallgemeinernd Rassismus zu unterstellen, wird der Realität offensichtlich nicht gerecht.

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von Mikael:

    Ehrenmord und Familiendrama sind zwei verschiedene Dinge. Beim Ehrenmord billigt und fördert die ganze Familie den Mord und beim Familiendrama gibt es "nur" einen Täter.

    Das der Islam die Verhütung lobt ist mir neu. Die Fehler der einen Seite dürfen nicht von den Fehlern der anderen ablenken. Der Islam und das Christentum haben ihre Schattenseiten. Der Islam wird aber bei weitem nicht so offen kritisiert wie das Christentum.

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von Kommentator:

    @ Jonathan
    ""1. Rassismus ist dem Koran und frommen Muslimen tatsächlich fremd.
    Einem gläubigen Muslim kommt bei rasistischen Kommentaren der Brechreiz. [Kommentator]"

    Tatsächlich?

    Haben sie sich schon einmal auf youtube die Ausschnitte aus arabischen Fernsehsendungen angesehen, wo über Juden hergezogen wird und zuweilen sogar der Holocaust ausdrücklich gelobt(!) wird?"
    -----

    Hallo Jonathan,

    das sehe ich anders.
    Rassismus ist die vermengung biologischer Tatsachen mit kulturellen Stereotypen.

    Die Nazis haben das tatsächlich getan, nämlich in den Stürmer-Karikaturen (Hakennase, dicke Lippe...).
    Die Muslime, die Juden hassen, tun DAS nicht.
    Sie hassen die Religion des Judentums und all ihre Anhänger - oft sogar alle "Schriftbesitzer" (= Christen und Juden).

    Rassismus - etwa stumpfer Hass auf Schwarze - ist ihnen fremd, ja es wiedert sie an, so zu denken.
    Vielmehr hat es mich SEHR erstaunt, als ich zufällig doch mal einen Araber über "neger" herziehen hörte. Sehr selten.

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von Frank:

    @ Christine Rölke-Sommer:

    Sie schreiben "[...] gläubigen wie ungläubigen Angehörigen dieser Religion [...]" und zeigen damit fehlendes Verständnis für den Diskussionsgegenstand, denn es kann per-definitionem keine ungläubigen Angehörigen einer Religion geben: Keine ungläubigen Katholiken, keine ungläubigen Moslems. Glaubt ein Mensch nicht an 'seine' Religion, so ist er auch kein Mitglied der jeweiligen Religionsgemeinschaft. So einfach ist das.

    Hinsichtlich Ihres Rassismus-Vorwurfs gegenüber jenen, die den Islam als "Ideologie" bezeichnen, muss ich Ihnen entgegenhalten, dass es kaum möglich ist, für den Islam ein anderes Attribut zu finden, denn entgegen den anderen Weltreligionen, deren Dogmen sich auf die spirituelle und ethische Gestaltung des Lebens eines Einzelnen beschränken, regelt - oder vielmehr bestimmt - der Islam allumfassend eine Gesellschaftsform. Er ist sozusagen Bibel, Verfassung, Strafrecht und Zivilrecht in einem, wobei er einen absoluten Ansatz hat und jede abweichende Gesellschaft als abzuschaffendes Übel definiert. Der Begriff 'Religion' wird solch einem Ansatz nicht gerecht.

    Die Realität in Staaten wie dem Iran, Jemen oder Saudi-Arabien beruht - auch wenn Sie vielleicht gerne anderes glauben möchten - nicht auf Auswüchsen, die von einigen irregeleiteten Fanatikern geschaffen wurden, sondern auf der mehr oder weniger konsequenten Umsetzung dessen, was der Koran bestimmt.

    Insofern gelangt das Gebot der Religionsfreiheit bei der Konfrontation mit dem Islam an seine Grenzen: Toleranz begegnet Intoleranz.

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von christine rölke-sommer:

    @Jengre:
    Nur zum besseren Verständnis sei gefragt, ob es seit neuestem ehrenrührig ist, bei einer aus öffentlichen Mitteln geförderten Einrichtung zu arbeiten und sich im Zuge dieser Arbeit mit Islam in all seinen Formen und Farben, seinen Geschichten wie geschichtlichen Entwicklungen und gegenwärtigen Verbindungen zu anderen gegenwärtigen sozialen, kulturellen, politischen, religiösen etc Phänomena zu beschäftigen und etwas von den Inhalten wie Ergebnissen dieser Arbeit nach außen und an andere weiterzugeben. Sollte dies so sein, dann hätten wir hierzulande allerdings ein ganz heftiges Problem, nämlich mit der christlichen Variante von Säkularisierung. Ansonsten, liebe(s/r) Jengre, geht es Sie schlicht gar nichts an, wovon ich meinen Lebensunterhalt bestreite.
    Im übrigen finde ich die Erwartung ausgesprochen witzig, dass wenn schon nicht der kommentierte Zeitungsartikel dann doch wenigstens der Kommentar zu selbigem eine „differenzierte Stellungnahme zu den Beobachtungen und Überlegungen der Autorin“ enthalten möge. Ich erlaube mir deshalb den Hinweis, dass in den „kritischen“ Kommentaren erheblich mehr an Differenzierung zu finden ist als in den rundweg zustimmenden. Und stelle abschließend die Frage, woher das wohl kommen mag?!

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von Edward Sayidd:

    Sehr geehrte TAZ, und TAZ leserInnen

    "der moslem ist gewalttätig, der moslem ist homophob ,der moslem ist frauenverachtend, der moslem ist ein terrorist..." dies ist zumindest der grundtenor dieser kommentare und des kommentars von Necla Kelek.(interessant ist,dass frau Kelek zu ihrer Studienzeit wesentlich diffenrenzierter diese Problematik des "MOSLEM" sah). ich finde, mann sollte nicht ohnehin benachteiligte (durch politik, 3 gliedriges-selektives schulsystem, oder einfach schon vor der diskotüre, wenn man mit dunklen haaren nirgends in berlin reinkommt) jugendliche in wedding, kreuzberg oder sonst wo mit dem moslem gleichsetzen. es ist recht interessant, wie sich menschen menschen konstruieren(der böse,bärtige Muselmane,der seine frauen schlägt und ehrenmord begeht). es gibt diese probleme ,und diese sollten auf GAR KEINEN FALL relativiert werden, aber all dies mit dem ISLAM zu verbinden, ist mumpitz. jede 4. frau in deutschland wird oder wurde zuhause einmal missbraucht. verstärken tut sich das natürlich in sozialen brennpunkten. ehrenmorde gibt es, auch ohne "böse moslems" genug in deutschland: familiendrama heißt es dann allerdings.
    und vergessen wir nicht die breitseite Keleks jedesmal gegen die AKP (ebenso die Taz).
    einige fakten zum festhalten; vor der AKP-
    -Die kemalisten(linke Nationalisten) unterdrückten die minderheiten massiv heute: gibt es einen kurdischen sender und eine kurdische partei, obwohl die massiv von Militär und Kemalisten angefeindet werden; vor der AKP: regelmäßige politische Attentate, die von den ach so "säkularen Militärs" begannen,und dank Immunität und Vetternwirtschaft ungesüht blieben, Heute: ERGENEKON verfahren (wenn dieses verfahren, wie zumindest die meisten taz kommentatoren denke, eine reine vendetta gegen die opposition ist, dann frage ich mich woher all die waffen und tonbänder mit exakten plänen die regierung zu putschen in häusern von gewissen militärs kommen)
    -und ach ja, bald wird es eine Vereinigung in zypern zu einer föderation geben, vor der AKP undenkbar

    also ,falls das jemand ließt, danke
    falls es natürlich die Taz zensur zulässt

    p.s.
    wenn ihr wirklich nach einem feindbild und massenmörder sucht; der Papst hat heute in Afrika gesagt, dass Kondome AIDS verschlimmern
    ciao

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von Nasowas:

    Man kann noch so sehr sämtliche Anforderungen wissenschaftlichen Arbeitens einhalten, wenn man den Kern des zu untersuchenden Gegenstandes nicht richtig erkennt oder versteht, oder ihn aufgrund politischer Dogmen nicht erkennen will, wird man die Realität nicht begreifen.

    Also, C. Rölke-Sommer und R. Chabib, erstmal Augen auf und dann denken.

    Müssen sich nicht v.a. Muslimverbände in D. Diffamierungsvorwürfe gefallen lassen? N. Keleks Vorwürfe sind nicht aus der Luft geriffen.

    Müssen sich Muslimverbände in deutschland nicht auch Diffar

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von Joachim:

    Bin bestimmt kein typischer TAZ Leser, aber meine Respekt vor euch steigt mehr und mehr.
    Ihr traut euch immer wieder an heikle Themen und ich denke das ist auch Pflicht einer jeden Zeitung, welche sich um Aufklärung und ernsthafte Verbesserung für alle engagiert.
    Wir stehen einfach vor kulturellen Eigenschaften großer Gruppen, welche wir auf keinen Fall hinnehmen dürfen. 1968 haben wir scharf gegen solche Enge opponiert und mit großem Erfolg und ich toleriere es nicht wenn sich heute eine noch viel rigidere Ideologie Platz schafft.
    Wer unsere Freiheit beschneidet … und die steht jeder und jedem in unserem Land zu, dem soll scharfer Gegenwind ins Gesicht blasen.

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von Jonathan:

    @Kommentator

    "1. Rassismus ist dem Koran und frommen Muslimen tatsächlich fremd.
    Einem gläubigen Muslim kommt bei rasistischen Kommentaren der Brechreiz."

    Tatsächlich?

    Haben sie sich schon einmal auf youtube die Ausschnitte aus arabischen Fernsehsendungen angesehen, wo über Juden hergezogen wird und zuweilen sogar der Holocaust ausdrücklich gelobt(!) wird?

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von Tommy:

    Lassen wir mal KRM beiseite, Frau Kelek unterstellt dem interkulturellen Rat und vielen geistig gesunden Menschen dort, dass sie mit der Keule des Rassismus um sich schlagen. Mittlerweile ist es kein Geheimnis, dass ein großer Mehrheit der deutschen Bevölkerung sich vom Islam bedroht fühlt und diese Religion mit Gewalt und Terrorismus in Verbindung bringt. Der Interkulturelle Rat versucht gerade diesen Vorurteilen vorzubeugen. Frau Kelek macht gerade eigentlich das, was sie selbst kritisier. Zum Wohle der Rassisten.

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von christine rölke-sommer:

    @Özil Yilmaz: die „rassistische“ Argumentationsfigur beginnt da, wo eine Religion mitsamt ihre Gläubigen und auch Ungläubigen pauschal als „Ideologie“ bezeichnet und im Anschluß daran den gläubigen wie ungläubigen Angehörigen dieser Religion das voraussetzungslose Recht zum Mit-Reden verweigert wird. Das hat dann weder mit Religions- noch mit politischer Kritik (im aufgeklärten Sinne) zu tun sondern nur noch mit Diffamierung. Da Frau Kelek solche Argumentationsfiguren in ihrem Artikel verwendet, muss sie sich Kritik daran gefallen lassen. So aufgeklärt dürfen wir schon sein, auch in der taz! ... ich dachte ja, es sei heutzutage Allgemeingut, dass Rassismus mit allerlei zu tun hat, am wenigsten aber mit Biologie!

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von H83:

    Vielen dank für den tollen Beitrag! Ich liebe Frau Kelek für ihre offene und kritische Betrachtungsweise der aktuellen Ereignisse, sie spricht mir aus dem Herzen. Machen Sie weiter so

    Hochachtungsvoll

    Heiko & Gisela Hofmann

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von Benno:

    Die Linke hatte ja schon immer ein Problem mit individueller Freiheit und war jeweils unter den Letzten, die erkannt haben, wie Stalin, Mao, Che,... ihre Mitmenschen drangsalierten im Namen einer dubiosen Ideologie.

    Von daher passt "links" eben gut zum Islam. Das Frauen, Kinder, Ungläubige, Homosexuelle, ... von Islamomachos geknechtet werden, muss man eben hinnehmen...

    Ich glaube nicht, dass der TAZ tatsächlich einmal über den real existierenden Islam ein Licht aufgehen wird, obwohl: die Publikation des hervorragenden Artikels von Fau Kelek ist ja ein Hoffnungsschimmer.

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von Rainer David W. Früh:

    Frau christine rölke-sommer:

    Großartig!
    Ganz großes Kabarett, Ihr Beitrag!
    Glückwunsch!

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von christine rölke-sommer:

    keine ahnung, wer oder was "aha" auch sein mag ... aber: ich tue diesem und allen anderen, welche Kritik an Frau Kelek nicht mögen, kund und zu wissen, dass auch ich gegen Necla Keleks Artikel etc. gern "hetze"! am liebsten mit Schaum vorm Mund, damit läßt sich nämlich besser in die Tastatur hauen...
    Ernsthaft: Frau Raida Chabib ist " Politikwissenschaftlerin und Mitarbeiterin am Forschungsprojekt zur Religiösen Vielfalt in NRW, siehe Internetseite: www.religion-plural.org", die, wie mir ein kurzes guhgeln zeigte, nicht nur bei islam.de veröffentlicht. und zu Herrn Omar Abo-Namous fand ich außer seinem Blog folgendes: http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/terror-im-liebesnest/
    Diesen und anderen Fundstellen entnahm ich, dass es sich bei Frau Chabib und Herrn Abo-Namous wohl um Menschen handelt, die einerseits bekennen, praktizierende Muslime zu sein, und deren Äußerungen andererseits zeigen, dass sie (dennoch? deswegen?) bestimmungsgemäßen Gebrauch von ihren Köpfen machen. will sagen: sie benutzen sie zum Denken.
    Ganz offen gesagt setze ich mich mit solchen Menschen lieber auseinander als mit etlichen anderen aus der Reihe der hier schon kommentiert habenden, welche Entrüstung ausmachen, wo ein Artikel sachlich und in gebotener Kürze auseinandergenommen wurde.
    Und nun Ende von off-topic und zurück zum Thema: Frau Keleks Artikel war und ist handwerklich schlecht gemacht und wissenschaftlich wie politisch gesehen unseriös. Er/Sie arbeitet mit undifferenzierten Unterstellungen und Schuldzuweisungen. Zeigen läßt sich das am besten immer am Einzelfall/Einzelthema, beispielsweise der Kopftuchdebatte und dem Berliner Neutralitätsgesetz, welches tatsächlich die Integration von Frauen mit Kopftuch/Schleier in den Arbeitsmarkt eher behindert als fördert. Oder auch am islamophoben Terrorismusverdacht, wie er im oben verlinkten Taz-Artikel in Entstehung und Wirkungsweise recht detailliert beschrieben ist.

    Ein Zeitungsartikel wie der von Frau Kelek fördert genau dies, nämlich den islamophoben Terrorismusverdacht und die soziale und wirtschaftliche Exklusion von muslimischen Frauen, zu deren religiöser Praxis die Bedeckung des Kopfes gehört. Und das halte ich allerdings für ausgesprochen kritikwürdig! Zumal damit die immer noch bestehende Vermischung von (demokratischem?) Staat und christlichen Kirchen weiter befördert und zementiert wird.

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von Hassan Kal:

    Ich freue mich sehr, dass nun auch bei der taz eine realistische Einschätzung des Islam stattzufinden scheint. Frau KELEK schreibt wie immer sehr fundiert und treffsicher. Das ruft natürlich die Islamfaschisten auf den Plan, bei denen nicht nur Diffamierung zum "Handwerkszeug" gehört, daher wünsche ich ihr ein langes und gesundes Leben!

    www.ex-muslime.de

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von Sarah:

    Ich glaub es nicht. Sollte es tatsächlich wahr sein, dass die taz ihren muffigen, politisch-korrekten Vorhang lüftet, um so einen klaren (und immer noch: mutigen) Artikel zu veröffentlichen.
    Glückwunsch. Ich hätte es Euch wirklich nicht mehr zugetraut.

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von Nameh:

    WAS HABEN EIGENTLICH ALLE GEGEN DISKRIMINIERUNG?


    ..ausgehend vom Wortsinn bedeutet es zunächst einmal nur "Unterscheidung". Und Unterscheidung ist gut und notwendig - solange sie GERECHTFERTIGT ist. Das sieht auch unser Grundgesetz so.

    Daher werden auch Christen im Alltag diskriminiert - z.B. in der Art, dass sie im öffentlichen Dienst kein Kopftuch tragen dürfen.

    Dies ist wegen des "Neutralitätsgebots" des Staates gerechtfertigt (strittig aber herrschende Ansicht in der Rechtsprechung / zumindest bzgl. des öffentlichen Dienstes - anders hingegen z.T. bei privaten Arbeitsverträgen).

    FAZIT:

    Diskriminierung ist eben manchmal notwendig, um ein ausgewogenes soziales Umfeld zu schaffen und zu erhalten. Solange es "verhältnismäßig" ist, gibt unser Grundgesetz dazu eindeutig die Möglichkeit.

    Daran haben sich Christen und Muslime (usw.) zu orientieren und sich gefälligst nicht aufzuregen. Die Wahl, das Land zu verlassen haben sie. Und ich meine damit ganz bewusst alle Gläubigen.

    Das mussten auch unsere Christen in den letzten Jahrzehnten lernen. Auch die haben sie hysterisch beschwert als man auch nur daran dachte, mal diese dummen Kreuze aus den Schulklassen zu verbannen.

    Und genauso haben sich die Muslime jetzt an Ähnliches zu gewöhnen. Eine Gesellschaft ist keine "One-Man-Show".

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von spital8katz:

    Auch wenn es vielen taz- und multikultigläubigen nicht schmecken mag:

    Türken und andere Mitmenschen moslemischen Glaubens sind für deutsche Ureinwohner und auch nichtmoslemische Zuwanderer oft nur schwer zu ertragen.

    Wobei das Problem mit zunehmender Nähe zu diesen Mitmenschen wächst. Gutsituierte Bewohner im "Rotweingürtel" teildeutscher Großstädte haben da (noch) weniger Probleme...

    Menschen mit einer ablehnenden Haltung gegenüber moslemischen Einwohnern als "Rassisten" zu bezeichnen, ist schon vom Vokabular her falsch, denn der "Islam" ist keine Rasse. Er ist eine religiös verbrämte Ideologie.

    Zweck dieses beliebten Allzweckvorwurfs ist die Ausgrenzung des überwiegenden Teils der "indigenen" Bevölkerung als rechtsradikale Unverbesserliche.

    Wobei die Bezeichnung "indigene Bevölkerung", im Normalfall in einem anderen Sinne gebraucht, sehr bald sehr begründet sein dürfte.

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von Degnaphta:

    Was ist das denn für eine Konzentration an Menschenfeindlichkeit scheinbar kompletten Unverständnis für Religiosität?

    Religiöse Kriterien als Basis für faschistoide Denkweisen und damir einhergehende Ausgrenzungen sind ebenso böse und schlecht wie wirtschaftliche, ethnische oder sonstige Gründe.
    Die Autorin ist möglicherweise gezwungen, ihre die Religionsfreiheit verspottenden Ansichten zu verbreiten. Vielleicht droht die Kündigung? Vielleicht würden ansonsten ihre Kinder getötet? Vielleicht gibt es keine besseren journalistischen Möglichkeiten für einen mit ner Vier im Grundkurs Deutsch?
    Wie auch immer, bleibt es der Spekulation des Lesers überlassen.

    Besonders daneben und augenfällig ist der krampfhafte Versuch eine Gegensatzpaar aus Moslem - Deutscher zu machen. Gibt es keine deutschstämmigen Muslime? Sind die durch unser Grundgesetz nicht gedeckt?

    Daß sich die taz nicht zu schade ist, dieses islamophobische Geschwurbel an den Leser zu bringen, zeigt die Macht der hinter der Journaille steuernden Geldsäcke. Die schlichten Gemüter sollen aufeinander gehetzt werden. Das hat Ende der 20er geklappt. Warum sollte es heute nicht nochmal funktionieren?
    Da selbst Abiturienten heutzutage als ethikbefreite Moralkrüppel und weitgehende Nullchecks ins Leben entlassen werden, gibt es leider genügend zu Allem bereiten Nachwuchs in den Redaktionen.
    Das Broderline-Syndrom scheint es bezüglich des Ansteckungsaspektes mit Pest und Cholera aufnehmen zu können. Vielleicht sollten sich die Damen und Herren der taz mal alte Ausgaben schnappen, um dem Phänomen FDGO und Humanismus mal nachzuspüren.

    Jehova/Gott/Allah, bitte laß es Herz und Verstand regnen ... bitte, bitte ...


    edit:
    Dies ist die überarbeitete Version, die hoffentlich von der Zensur durchgelassen wird.

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von A-Gnostiker:

    Diese Artikel gibt Hoffnung.

    Meine Empfehlung an alle, eignet Euch ein Grundwissen über den klassischen und orthodoxen Islam, sprich Koran, Hadiths (Sunna), Konsens der Gelehrten und Analogieschluss an.

    Ihr werdet leicht erkennen, dass hier ein Konsens mit der rechtsstaatlichen Demokratie nahezu unmöglich erscheint.

    Es gab einmal eine islamische Aufklärung, die ihren Ausgangspunkt aus Übersetzungen des Aristoteles und des Platon durch christliche Araber hatte und von muslimischen Denkern übernommen wurde.

    Hier die herausragendsten Denker dieser Denkschule im Islam: al-Farabi, ibn Senna und ibn Rushd. Sie unterlag aber im Mittelalter der Orthodoxie. Sie wurde lediglich, neben anderen Einflüssen der griechisch-römischen Antike, in die europäische Renaissance tradiert. Im Islam ist sie aber mit wenigen Ausnahmen so gut wie tot.

    Dies alles sollte auch bedacht werden, wenn wir uns mit Integration von Muslimen beschäftigen.

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von Karl Kees:

    @ Raida Chabib
    Ich lese ihren Leserbeitrag erst jetzt und muss auch dazu etwas Klarstellen. Sie sind im falschen Land wenn Sie eine Studie oder Meinung eines Verbands oder Instution als Wahrheit darstellen. Nein, nach den Prinzipien des Humanismus und der Aufklärung die (bis jetzt noch) hier gelten, hinterfrage ich alles nach der ergebnisoffenen kritischen Methode und ich muss sagen das ist alles nicht die Druckerschwärze wert. Ihre Denkweise, nämlich "So und nicht anderes ist es" ist muslimisch geprägt, sei es in der Koranschule, und den arabischen Schulen, wo auswendiggelernt und als Wahrheit dargestellt wird, und nicht hinterfragt wird. Meine allerengsten Freunde durch mein Hobby sind anderer Hautfarbe, Nationalität, Kultur und Religion. Wenn ein Workshop veranstaltet wird, steht dort Haiti, DomRep, Cuba, Angola, Indien, Festlandchina usw., obwohl sie möglicherweise schon lange eine andere Staatsbürgerschaft haben und ihre Wurzeln positiv gesehen werden. Sie sollten mal sich überlegen warum es mit einem Teil der Bürger die Integration klappt mit dem anderen Teil nicht. Ein kleiner Tipp: Meine Schwester wanderte vor 40 Jahren mit ihrem deutschen Gatten nach Canada aus. Sie buchte auf eigene Kosten drüben zuerst man einen Sprachkurs, und bezeichnete sich in kürzester Zeit als Canadierin. Hier liegt der Hase im Pfeffer.

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von Carsten K.:

    Ein Superartikel! Ausdrücklichen Dank dafür. Dass dieser Beitrag in der taz stehen darf, ist schon ein bemerkenswerter Beleg dafür, dass der Druck der Realität auf der Straße inzwischen auch beim überzeugtesten Multikulti-Idealisten angekommen ist. Ein kritischer Diskurs über Sachlage, Möglichkeiten und Grenzen der Integration muslismischer Bevölkerungsteile ist längst überfällig. Nochmals vielen Dank dafür, dass ihr ihn hier ermöglicht und keine Rechtsextremismus-Reflexe zeigt, wenn man eine kritische Bestandsaufnahme wagt. Sehr cool!

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von Radiodays:

    Es ist nicht verwunderlich, dass die meisten Kelek-Anbeter Deutsche sind. Sie befriedigt ihre Ressentiments und bei jedem ihrer reaktionären Beiträge verfallen sie in ekstatische Zustände. Endlich eine, die es denen da heimzahlt. An diesem Tag brauchen sie nicht einmal Sex für ihren Orgasmus.

    Kelek ist eine, die längst nichts mehr mit ihrem Ursprungsland zu tun hat. Eigentlich besteht somit kein Grund mehr, dass sie sich mit diesen Menschen beschäftigt. Warum macht sie das aber trotzdem? Mit ihren Hasstiraden verdient sie leichtes Geld und kann mit ihrem Geschreibsel die Negativerlebnisse ihrer Vergangenheit verarbeiten.

    Es ist bestürzend, dass eine Spalterin wie Kelek nach wie vor gefragt ist. Schlimmer ist jedoch, dass die taz ihr diesen Platz erneut einräumt.

    Derzeit sind zwei muslimische Länder von fremden Nationen besetzt, die in diesen Ländern nichts zu suchen haben. Solange dies der Fall ist, braucht mir niemand die Geschichte von dem angeblich rückständigen Islam zu erzählen. Die aufgeklärten Beifallklatscher oben sind für mich dann glaubwürdig, wenn sie sich auch nach oben auflehnen. Ansonsten sind und blieben sie für mich Feiglinge.

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von Max75:

    Ein wie immer hervorragender Artikel von Frau Kelek.

    Wer sich auch nur minimal und kritisch mit dem Islam auseinandergesetzt hat, die islamische Geschichte und die "modernen" islamischen Länder kennt, für den ist Islamophobie nicht nur NICHT rassistisch, sondern zwingend notwendiger und gesunder Menschenverstand.

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von Conny:

    Muslime sind die einzige Bevoelkerungsgruppe, die einem immer unsympathischer wird, je mehr man sich mit deren "Kultur" der Ausgrenzung beschaeftigt.

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von kunde86:

    nach der lektüre des artikels und einiger kommentare ist es mir wichtig mein Verstandenes wiederzugeben:
    ICh denke fr. kelek ist eine demokratin und steht als solche voll hinter der deutschen verfassung. diese regelt das oft viel zu wenig bedachte:

    Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

    das impliziert ohne auch nur den spur einer theologischen argumentation sofort die existenz Mehrerer Religionen und Mehrere Volksstämme, Kulturen usw.
    Deutlich wird daraus, dass es keine allgemein gültige, für jeden akzeptierbare meinung in diesen dingen/sachverhalten gibt. und somit Kein richtig und falsch. wir müssen mit schwarz-weiß färberei aufhören und nicht unser hauptaugemerk auf überzeugung legen sondern auf Konsens/dialog/harmoniebestrebungen...Kritik an Verbänden und Personen ist dabei in jede richtung erlaubt und unbedingt notwendig, denn nur gott ist allmächtig.

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von Art:

    Keleks Ergüsse werden immer abstruser. Unfassbar, dass die taz so einen Blödsinn veröffentlicht.

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von Axel Dörken:

    Ich freue mich über so viel Resonanz! dachte ich doch: "da traut sich bestimmt wieder niemand öffentlich Stellung zu beziehen!" - Danke, dass ich mich mit eurer Hilfe eines anderen belehrt habe.

    Es ist also nicht der Papst, bzw. die katholische Kirche, allein der der Unfehlbarkeit und Göttlichkeit seiner selbst durch Fehler widerspricht, auch im Islam gibt es diese, bzw. ähnlich geartete Erlebnisse.

    Meine Frage: Wie lange halten sich solchartige Religionen noch, bis erkannt wird, wie überholt ihre Struktur ist?

    Spiritualität ist für mich sehr wichtig. Eine Religion nicht.

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von Marc:

    Liebe Frau Kelek, vielen Dank für diesen aufschlussreichen Artikel. Wären Sie nicht in Istanbul geboren und somit türkischstämmig, sondern deutscher Herkunft, würde man Ihnen wohl vorwerfen ein Nazi zu sein.
    Positives wird leider viel zu oft im „RAM-Speicher“ abgelegt, während negative Ereignisse gerne mehrfach auf „USB-Stick“, „Festplatte“ und „CD-ROM“ gesichert werden um sie immer wieder erneut als Repressalien verwenden zu können.

    „Je kleiner der Geist umso größer die Abneigung gegen alles Fremde und Unbekannte“
    (Verfasser unbekannt)

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von christine rölke-sommer:

    Oi-wa-woi, dieser Artikel ist nicht diskriminierungsfrei!
    Woran ich das festmache? An diesem Satz: „Aber die Islamverbände sollten dabei (gemeint ist „das Sprechen“ über Rassismus in Deutschland und „das Vorgehen“ gegen selbigen) zunächst vor der eigenen Tür kehren und kritisch hinterfragen, wie manche, angeblich so tolerante und friedliebende Muslime über die Deutschen denken“.
    Dieser Satz, werte Frau Kelek, schrammt bestenfalls ganz knapp an „hate-speech“ vorbei. Er schließt über Herstellung und damit verbundene Herabsetzung einer Gruppe bzw. Bildung eines willkürlichen Gruppenbegriffs Menschen vom Miteinander-Sprechen aus, denn er will dies Miteinander-Sprechen nur bei Erfüllung einer Voraussetzung zulassen. Und damit ist die willkürlich hergestellte Gruppe zum Miteinander-Sprechen nicht mehr zugelassen, schließlich ist es nicht mehr sie, welche die Voraussetzungen ihres Mit-Sprechens bestimmt, sondern eine andere, überhaupt nicht näher bestimmte Gruppe (die durchaus auch mehrere sein kann). Dabei wissen wir noch gar nicht, was nun eigentlich die eine wie die andere Gruppe ausmacht, außer dass die eine irgendwie muslimisch definiert wird und sich selbst auch muslimisch definieren soll, wohingegen die andere auf jeden Fall nicht zu denen gehört, welche alles glauben, was in der Zeitung Hürriyet steht. Das letztere ist, ich schreib es lieber dazu, eine leichte satirische Überzeichnung der Heterogenität dieser anderen Gruppe, welche sich nach Lektüre des Artikels nur dadurch auszeichnet, dass sie darüber bestimmen darf, wer mit ihr darüber spricht oder nicht, wie hierzulande gegen Rassismus vorzugehen sei.

    Ich ahne – oder glaube und hoffe, zu ahnen – was Frau Kelek meint. Aber sicher sein kann ich mir nicht.
    Andererseits bin ich mir aber nach Lektüre dieses Artikels ganz sicher, dass Frau Kelek nicht nachvollzogen hat, welche Probleme darin liegen, dass „Bio-Deutsche“ hierzulande den verpönten Antisemitismus nicht nur in Philosemitismus umwandeln sondern, weil es sich mit scheinbar klar umrissenen Feindbildern doch besser leben lässt, durch Islamophobie ersetzen. Und diesem Vorgang des Ersetzens leistet ein solcher Artikel wie der obige aus Frau Keleks Feder Vorschub!

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von E. Enninga:

    Danke, Frau Kelek, für diesen Artikel. Ich empfinde es als Befreiung, dass ein Diskurs zu diesem Thema angestoßen wird. -
    Sie sagen: "Wer mitbekommt, wie eine Gruppe muslimischer Jungen und Mädchen, Männer und Frauen unter sich über deutsche Mädchen, die Deutschen oder die Juden reden, dem wird es schlicht die Sprache verschlagen über die Ablehnung und die Verachtung, die ihm entgegenschlägt." -- Ist das nicht zu pauschal dahergesagt? Handelt es sich bei diesen Leuten nicht doch nur um eine Minderheit?

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von faststaatsbürger:

    ach frau kelek,

    wie gut sie es doch haben, sie können heimlich "türken" beim fluchen belauschen, aber sind sie auch dabei wenn nach dem freitagsgebet vor der hinterhofmoschee, die polizei steht und sechzig jährige ihre pässe vorzeigen müssen..?

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von Kontrabassist:

    Vielen Dank an die taz-Redaktion für diesen Artikel. Vielleicht regt er einige Leser dieser Zeitunng doch mal zum Nachdenken an.

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von fritz:

    Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun und die Autorin ist nicht viel besser. Im Zweifel sind Frauen aus muslimischen Laendern mit Kopftuch witziger und serioeser als ohne, aber es gibt immer solche und solche. Natuerlich ist eine kritische Einstellung zur doppelten Staatsbuergerschaft usw kein Rassismus, auch wenn Koch es zu seinem Thema macht, aber wie wir Irans Atombombe beurteilen uswusf hat schon was mit Kolonialismus zu tun. Zum Beispiel. Dummerweise koennen wir die deutsche Geschichte nicht ganz ausblenden. Sonst koennte man etwas deutlicher werden. Es sind nicht nur die Muslimverbaende, die die Rassismuskarte spielen. Es muss an der Gegend liegen.

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von Peter:

    Allein die Herabstufung von Jesus Christus zu einem simplen Propheten des Islam ist eine unverschämte Gotteslästerung und Beleidigung des Christlichen Glaubens!

    Steinigt sie!!!!

    (Ach nein. War nicht so gemeint. Das Steinigen habe wir Christen ja abgeschaft, wir gehen auch nicht auf die Strasse und brüllen Morddrohungen wenn Pierre Vogel mal wieder Vater, Sohn und heiligen Geist beleidigt und ausserdem lieben wir unsere Feinde. Eigentlich sind wir überhaupt viel zu lieb...)

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von s.fuchs:

    Dank an Necla Kelek für diese offenen Worte. Hier werden endlich mal Hintergründe und Methoden der Muslimverbände aufgedeckt. Sie sehen sich selbst zu gerne als Opfer und versuchen ihre eigene Intolleranz zu vertuschen.

    @ Kommentator:
    Richtig, Kritik wie sie N. Kelek äußert, hat nichts mit der Agitation und Fremdenfeindlichkeit von PI zu tun. Sie ist v.a. aus linkspolitischen Aspekten dringend notwendig. Und das wollen viele nicht verstehen.

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von Masado:

    Was dabei rauskommt, wenn nach dem Islam gelebt wird, kann man am Iran oder Saudi Arabien genau beobachten.

    Von der Tatsache, das viel islamische Fanatiker die Westliche Kultur ablehnen und bekämpfen ganz zu schweigen.
    Erschreckender ist fast, was sich in den vielen Köpfen derer abspielt, die schon zum großen Teil hier in Deutschland geboren und aufgewachen sind...

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von Unbequemer:

    Und - was meint der Durchschnitts-Taz-Leser dazu? Ein Thema, was man wegdrückt, oder einfach uminterpretiert?
    Auch wenn man jahrzehntelang es für schick gehalten hat, die eigene Kultur schlecht zu reden, sollte man irgendwann begreifen, daß diese Freiheit der Bewertung nur in einem demokratischen Rechtsstaat möglich ist und nicht in einem islamischen Gottesstaat. Wann schaffen die Linksintellektuellen den notwendigen Schritt, dieses zu erkennen und Konsequenzen zu ziehen?

  • 11.02.2011 17:51 Uhr

    von Daniel Leon Schikora:

    @Carlo

    Die von Ihnen genannten liberalen oder republikanischen Verfechter der Säkularität, die sich gegen die Re-Islamisierungspolitiken der EU-Hätschelkinder der regierenden AKP zur Wehr setzen, haben mit den Anliegen des Rassisten Stefan Herre, dessen Blog der selbsterklärte Altachtundsechziger Niedermann so vehement in Schutz nimmt, nicht das geringste zu tun. Im Gegenteil: Muslime, die in Deutschland für die Trennung von Religion und Politik eintreten - wie etwa Prof. Bassam Tibi oder die Alevitische Gemeinde -, werden von Herres Blog periodisch in wüstester Weise diffamiert. (Im Falle der Aleviten berief sich "Politically Incorrect" übrigens ausdrücklich auf die anti-alevitischen Haßtiraden der taz-Autorin Kelek.)

  • 11.02.2011 17:51 Uhr

    von Carlo:

    @Peter Niedermann klärt:

    "Nicht die Muslime sind das Problem: das Problem heisst Koran."

    Treffer. btw, was ist mit den HUNDERTTAUSENDEN Türkinnen und Türken, die gegen Erdogans Islamisierungskampagne demonstrieren? Das sind eher Linke und Liberale, die Nationalisten und Koranbrüder wählen AKP, perverserweise gesponsored von unseren sog. "Linken".

    Kardinalfrage: "Ewiggültige" Allahworte oder rassistische Hetze?:

    Sure 98,6:
    "Die Ungläubigen unter den Leuten des Buches (Juden und Christen):
    Sie sind von allen Wesen am abscheulichsten".

  • 11.02.2011 17:51 Uhr

    von Botschaft:

    Necla Kelek schrieb noch im Jahre 2002 in ihrer Dissertationsschrift, dass sich besonders die "muslimischen" Jugendlichen „handlungspraktisch mehr oder minder auf dem Weg in die Moderne“ befinden, „wo sie ihre Perspektive sehen“.

    5 Jahre später aber schrieb sie genau das Gegenteil von dem, was sie zuvor schrieb: „Die ‚kulturelle Dimension des Muslim-Seins’ und ihre religiöse Fundierung im Islam hat sich in den letzten Jahren weder in der Luft der Moderne aufgelöst noch einer säkularen Gesellschaft angepasst, sondern mit rasender Geschwindigkeit unter den hiesigen Migranten ausgebreitet. Wir haben nicht mit Auflösungserscheinungen religiöser Identität zu tun, sondern im Gegenteil mit dem Aufblühen einer Gegenkultur“ (Kelek in ihrem Buch die Verlorenen Söhne, S. 20)

    Was ist in diesen ein paar Jahren passiert, so dass Frau Kelek mit rasender Geschwindigkeit das Gegenteil vom dem behauptet, was in ihrer Dissertaion zu lesen ist? Eine eventuelle Antwort ist in ihrem Buch Die verlorenen Söhne zu lesen: „Die ‚frohe Botschaft’ des Christentums half mir, Zutrauen zu mir selbst zu fassen, Verantwortung für mich und andere zu übernehmen. Sie half mir, mich von dem ‚Wir’ zu lösen und ein ‚Ich’ zu werden“. (Kelek, Die Verlorenen Söhne, S. 229)

  • 11.02.2011 17:51 Uhr

    von Daniel Leon Schikora:

    @Peter Niedermann

    Wenn Sie "Politically Incorrect" (PI) für nicht "fremdenfeindlich" erklären, drängen sich mir die folgenden Fragen auf:

    (1) Warum begrüßte das "nicht fremdenfeindliche" Blog 2006 enthusiastisch die Ankündigung Bassam Tibis - eines liberalen Islamismus- und Multikulturalismus-Kritikers -, seine Lehrtätigkeit in Deutschland zu beenden, und fügte bedauernd hinzu, daß Tibi in Deutschland Rentenansprüche habe?

    (2) Aus welchem Grund beteiligte sich PI an der Kampagne gegen die Alevitische Gemeinde, mithin gegen assimilierungswillige und -fähige Muslime, die wegen ihrer prowestlichen Haltung seitens islamischer Integristen schärfsten Anfeindungen ausgesetzt sind?

    Wurden mit Tibi und den Aleviten etwa 'Agenten' Ahmadinedjads bekämpft?

    Tatsache ist, daß Rechtsextremisten wie der 'Gründungsvater' von PI Stefan Herre, ein bekennender Anhänger von "Pro Köln", in ihrem Verständnis von Menschen- und Bürgerrechten nicht allzu weit von radikalen Islamisten entfernt sind (weshalb PI im Mai 2006 - wie auch im darauffolgenden Jahr - die gewalttätigen Angriffe gegen Volker Beck während dessen Teilnahme an einer Demonstration für Homosexuellenrechte in Moskau mit offener Schadenfreude bedachte).

    Die westliche Zivilisation ist - im Schulterschluß mit einer humanistischen Linken, wie sie etwa durch die Exil-Iranerin Maryam Namazie repräsentiert wird, gegenüber Islamofaschisten ebenso wie gegenüber deren feindlichen Brüdern, den "autochthonen" europäischen Faschisten und Nazis kompromißlos zu verteidigen.

  • 11.02.2011 17:51 Uhr

    von A-Gnostiker:

    @MK

    Sie schreiben:

    „Ich finde es gut, dass @Raida Chabib mal die Fakten nennt und damit zeigt, dass Diskriminierungserscheinungen nicht nur von den Muslimverbänden hergeredet werden, sondern messbar sind.“

    Mag ja sein, dass es messbare Diskriminierungserscheinungen gibt.

    Doch
    erstens hängen diese Erscheinungen von den Messverfahren ab
    und
    zweitens unabhängig von Messverfahren fühlt sich immer eine Migrantengruppe –und das weltweit (sie brauchen nur nach Süd-Thailand zu schauen)- besonders diskriminiert.

    Glauben Sie mir, die Politreligion Islam ist eine nach Maßstäben einer rechtsstaatlichen Demokratie sehr problembehaftet und heutzutage eine kraftvolle Bewegung der Gegenaufklärung.

    Wachen wir auf, bevor es zu spät ist! Beseitigen wir die einseitige Erkenntnisblindheit einfach und kehren wir zu den Prinzipien der Aufklärung in voller Gänze wieder zurück!

    Und wir sollten uns eins merken: Die Kritik der Apologeten and der Islamkritik hat ein festes Schema:

    1. Islamkritik sei methodisch falsch angelegt
    2. Die Islamkritiker hätten keine Ahnung
    3. Eigentlich sei nur innerislamische Kritik legitim, also keine Kritik von außen
    4. Islamkritik beleidige
    5. Islamkritik sei rassistisch

    Das alles schön verpackt unter dem Terminus "Politische Korrektheit"

    Lassen wir uns also keinen Sand mehr in die Augen steuen!


  • 11.02.2011 17:51 Uhr

    von Peter Niedermann:

    Zum PS von 'Kommentator': Wer Poltically Incorrect - ich nehme an, Sie meinen pi-news.net - "Fremdenfeindlichkeit" zu unterstellt, ist schwer auf dem Holzweg. Es gibt gute Gründe, warum inzwischen Zehntausende PI lesen. Ic gehöre auch dazu, ich bin 68er, ich bin genau das Gegenteil von fremdenfeindlich. Das einzige, was ich fordere, ist Respekt und Toleranz gegenüber Andersdenken, Andersgläubigen, Agnostikern, Atheisten, Christen, Juden etc. - genau jener Respekt und jene Toleranz, die der Koran per definitionem ausschliesst.

    Sure 8:13: "Ich bin mit euch, stärkt daher die Gläubigen, aber in die Herzen der Ungläubigen will ich Furcht bringen; darum haut ihnen die Köpfe ab und haut ihnen alle Enden ihrer Finger ab."
    Der Djihad ist für jeden Muslim eine Pflicht, für deren Erfüllung er mit der Vergebung der Sünden und dem Eintritt in das Paradies belohnt wird (Sure 47,4-6).
    Das Vorbild von Präsident Achmadinedjad (das ist der Mann, der versprochen hat, "Israel von der Landkarte zu tilgen", und der u.a. serienweise Schwule, ja sogar minderjährige Mädchen an Baukranen aufhängen lässt, und zwar ganz langsam, damit sie möglichst lange zappeln müssen) - also das Vorbild von Achmadinedjad, der verstorbene iranische Ayatollah Chomeini, hat wörtlich gesagt: "Juden und Christen sind dem Schweißgestank von Kamelen und Dreckfressern gleichzusetzen und gehören zum Unreinsten der Welt. Alle nichtmuslimischen Regierungen sind Schöpfungen Satans, die vernichtet werden müssen."

    Gegen diese Zumutungen setzt sich sich PI zur Wehr. Und genau darum ist es absurd, PI "Fremdenfeindlichkeit" vorzuwerfen.

    Nicht die Muslime sind das Problem: das Problem heisst Koran. Und je schneller wir es kapieren und uns zur Wehr setzen, desto eher besteht die Chance, dieser bösartigen Ideologie in die Schranken zu weisen.

    Die europäischen Gutmenschen haben keine Ahnung, was in Eurabien in wenigen Jahren abgehen wird. Und wir alle werden bitter dafür bezahlen müssen, vor allem die Frauen.

  • 11.02.2011 17:51 Uhr

    von Benno:

    @christine rölke-sommer: "Dieser Satz, werte Frau Kelek, schrammt bestenfalls ganz knapp an „hate-speech“ vorbei".

    Liebe Frau Christine Rölke-Sommer, schauen Sie doch mal in die einschlägigen Islam-Internetforen, danach wissen Sie, was "hate-speech" ist. Es macht wenig Sinn, diejenigen, die das benennen, ihrerseits des "hate-speech" zu bezichtigen.

    Seien wir doch ehrlich: "hate-speech" gibt es bei Nazigruppen rechts aussen, es gibt sie aber auch im Islam: in Moscheen, Koranschulen und auf der Strasse. Ist es Ihnen irgendwie peinlich, wenn das mal ausgesprochen wird? Viel peinlicher wird es für uns alle, wenn wir nicht rechtzeitig die Augen aufmachen und uns dem Hass auf andere überall entgegenstellen.

  • 11.02.2011 17:51 Uhr

    von Frank:

    @ Christine Rölke-Sommer:

    Sie schreiben "[...] gläubigen wie ungläubigen Angehörigen dieser Religion [...]" und zeigen damit fehlendes Verständnis für den Diskussionsgegenstand, denn es kann per-definitionem keine ungläubigen Angehörigen einer Religion geben: Keine ungläubigen Katholiken, keine ungläubigen Moslems. Glaubt ein Mensch nicht an 'seine' Religion, so ist er auch kein Mitglied der jeweiligen Religionsgemeinschaft. So einfach ist das.

    Hinsichtlich Ihres Rassismus-Vorwurfs gegenüber jenen, die den Islam als "Ideologie" bezeichnen, muss ich Ihnen entgegenhalten, dass es kaum möglich ist, für den Islam ein anderes Attribut zu finden, denn entgegen den anderen Weltreligionen, deren Dogmen sich auf die spirituelle und ethische Gestaltung des Lebens eines Einzelnen beschränken, regelt - oder vielmehr bestimmt - der Islam allumfassend eine Gesellschaftsform. Er ist sozusagen Bibel, Verfassung, Strafrecht und Zivilrecht in einem, wobei er einen absoluten Ansatz hat und jede abweichende Gesellschaft als abzuschaffendes Übel definiert. Der Begriff 'Religion' wird solch einem Ansatz nicht gerecht.

    Die Realität in Staaten wie dem Iran, Jemen oder Saudi-Arabien beruht - auch wenn Sie vielleicht gerne anderes glauben möchten - nicht auf Auswüchsen, die von einigen irregeleiteten Fanatikern geschaffen wurden, sondern auf der mehr oder weniger konsequenten Umsetzung dessen, was der Koran bestimmt.

    Insofern gelangt das Gebot der Religionsfreiheit bei der Konfrontation mit dem Islam an seine Grenzen: Toleranz begegnet Intoleranz.

  • 11.02.2011 17:51 Uhr

    von A-Gnostiker:

    Hätte ich nie gedacht, einen solchen Artikel in der taz zu finden.

    Ein Hoffnungsschimmer, der vielleicht eine Initialzündung auch für die Linke ist, endlich die Scheuklappen abzulegen und auch den Islam und dessen Funktionäre, ohne Wenn und Aber zu kritisieren, inklusive daraus resultierender demokratiefeindlicher Denk- und Verhaltensweisen.

    Kritik ist doch wirklich das klassische Instrument der Aufklärung, wenn es auch von Teilen der Linken vergessen worden zu sein scheint, wenn es um Krikik am Islam geht.

    Das hat nichts mit Ausgrenzung zu tun. Wer sich mit legalisierter Ausgrenzung und Ungleichheit beschäftigen möchte, der lese islamische Schriften.

    Er wird schnell fündig werden, denn dort ist unmisserverständlich Rechtsungleichheit nicht nur zwischen Frau und Mann, sondern auch zwischen Muslim (volle Rechtsfähigkeit), Schriftbesitzern (Schutzgeld, eingeschränkte Rechtsfähigkeit) und Atheisten, Polytheisten sowie Agnostikern (sehr eingeschränkte Rechtsfähigkeit). Nicht vergessen sollte frau/man, dass eine Muslime nur einen Muslim heiraten darf, ein männlicher Muslim darf zwar keine Atheistin etc. heiraten, jedoch Jüdinnen und Christinnen. Muslim wird ist man von Geburt an und muss es immer bleiben.

    Die erwähnten Beispiele lassen kinderleicht aus Koran, Hadiths und in Fiq(islamische Jurisprudenz)auslegungen der Scharia (Allahs Gesetz) verifizieren.

  • 11.02.2011 17:51 Uhr

    von Investigativer Journalist:

    Kelek ist im türkischen die Bezeichnung für die "unreife Zuckermelone", die keinesweigs süss, sondern bitter schmeckt. Wer mit Kelek zu tun hat, wird dieses bittere Geschmack in ihrer Art und Weise nicht los. Zudem steht dieses Wort auch für Unerfahrenheit. Frau Kelek schießt auf Menschen muslimischen Glaubens mit Vorwürfen und wirft alle in einen Topf, ohne sich detailliert mit den Themen vorher beschäftigt zu haben. Wer den Rassismus gegen Muslime heute verschweigt oder verschleiert, der tut den Muslimen und dieser Gesellschaft unrecht. Viele deutsche Wissenschaftler und Journalisten haben diese Thema aufgegriffen. Dieses Thema wird durch Instrumentalisierung von Seiten der NEcla Kelek nicht aus der Öffentlichkeit weggefegt werden. So schrieb ein Journalist:

    Diskriminierung und Rassismus sind heute prägende Erfahrungen im Alltag von Muslimen in Deutschland.
    Man muss nicht lange googeln, um aktuelle Beispiele zu finden - meist reicht ein Blick in die Tagespresse. Vor diesem Hintergrund ist es nicht weiter verwunderlich, dass neue Begrifflichkeiten zur Beschreibung dieses Phänomens Eingang in den Sprachgebrauch finden: war früher noch vom anti-islamischen Rassismus oder vom »Feindbild Islam« die Rede, so ist mittlerweile die Bezeichnung »Islamophobie« an ihre Stelle getreten.

  • 11.02.2011 17:50 Uhr

    von Alexander Voronin:

    Necla Kelek hat wie immer Recht! Und lieber Wanja, Sven hat genau so Recht!

    Die GrünINNEN, die sich echauffieren, wenn der Frauenparkplatz 5cm zu kurz geraten ist, nehmen es als Zeichen der toleranz hin, dass Frauen in Deutschland in einem Stoffkäfig rumrennen oder zwei Schritte hinter dem Mann. Sehe ich oft genug in der Stadt!

    Die GrünINNEN versagen total in Hinblick auf den Faschismus der heutigen Zeit!

    Hauptsache in Moskau demonstrieren, dass Schwule im Iran an den Baukran gehängt werden - Folklore! Das ist kein Problem der Grünen!

    Wer den Islam immer noch als eine Form von "Religion" ansieht, dem ist nicht mehr zu helfen!

    Kopftücher haben auf unseren Straßen nichts verloren!


  • 11.02.2011 17:50 Uhr

    von Nameh:

    WAS HABEN EIGENTLICH ALLE GEGEN DISKRIMINIERUNG?


    ..ausgehend vom Wortsinn bedeutet es zunächst einmal nur "Unterscheidung". Und Unterscheidung ist gut und notwendig - solange sie GERECHTFERTIGT ist. Das sieht auch unser Grundgesetz so.

    Daher werden auch Christen im Alltag diskriminiert - z.B. in der Art, dass sie im öffentlichen Dienst kein Kopftuch tragen dürfen.

    Dies ist wegen des "Neutralitätsgebots" des Staates gerechtfertigt (strittig aber herrschende Ansicht in der Rechtsprechung / zumindest bzgl. des öffentlichen Dienstes - anders hingegen z.T. bei privaten Arbeitsverträgen).

    FAZIT:

    Diskriminierung ist eben manchmal notwendig, um ein ausgewogenes soziales Umfeld zu schaffen und zu erhalten. Solange es "verhältnismäßig" ist, gibt unser Grundgesetz dazu eindeutig die Möglichkeit.

    Daran haben sich Christen und Muslime (usw.) zu orientieren und sich gefälligst nicht aufzuregen. Die Wahl, das Land zu verlassen haben sie. Und ich meine damit ganz bewusst alle Gläubigen.

    Das mussten auch unsere Christen in den letzten Jahrzehnten lernen. Auch die haben sie hysterisch beschwert als man auch nur daran dachte, mal diese dummen Kreuze aus den Schulklassen zu verbannen.

    Und genauso haben sich die Muslime jetzt an Ähnliches zu gewöhnen. Eine Gesellschaft ist keine "One-Man-Show".

  • 11.02.2011 17:50 Uhr

    von keks:

    @ Martin

    "Wenn es für durchschnittliche taz-Redakteure immer schwerer wird das heiße Eisen Islam anzufassen, sind Artikel von islamkritischen Leuten mit muslimischem Hintergund eine sehr gute Idee."

    Da gebe ich ihnen recht, allerdings, und da bin ich wieder ganz schnell bei Necla Kelek, würden dieselben Wort wie die von Necla Kelek von einem Deutschen oder einer Deutschen kommen, würde sofort unterschwellig der Rassismusverdacht kommen, und zwar von den Deutschen selbst, also denen, die meinen über dieses Thema eine Meinunghoheit zu haben.
    Warum, möglicherweise weil Fakten nur von "Insidern" akzeptiert werden, also von Leuten, die selbst aus dem Land kommen, oder einiges worüber sie sprechen selbst erlebt haben.
    Alle anderen, die sich anmaßen über bestimmte Sachverhalten ihre Meinung kund zu tun, werden dann nur zu gern in der Rassismusschublade abgelegt, manche zu recht, manche zu unrecht, was aber diese Leute nicht weiter stört.
    Und mittlerweile muß ich ganz ehrlich sagen, es ist mir schon fast egal, sollen doch die Muslime machen was sie wollen, mir doch egal, solange sie nicht gegen Gesetze verstoßen.

    Meine Güte, dann heiraten deren Töchter eben mit 14, was solls. War doch schon immer so. Haben das bestimmte Leute nicht gewußt ? Komisch, warum eigentlich ? Scheuklappen ?

  • 11.02.2011 17:50 Uhr

    von niemand:

    @aha:
    schade, dass man nach Ihrem Namen nicht googlen kann?!

  • 11.02.2011 17:50 Uhr

    von Omar Abo-Namous:

    Dass Frau Kelek nun als Zeugin (die nichts gesehen hat) für islamfeindlich eingestellte Zeitgenossen gilt, ist schon bedrückend.

    "Frau Kelek, ich wusste schon immer, dass diese Menschen mit der komischen Sprache, die ich nicht verstehe, schlecht über mich gesprochen haben (warum sonst benutzen sie eine mir fremde Sprache?). Danke, dass Sie es mir bestätigt haben. Nun kann ich sie ja berechtigterweise dafür in den Magen treten.."

    Dabei spricht Frau Kelek über eine Bevölkerungsgruppe, in der sie schon längst nicht mehr anwesend ist.

    Wenn selbst Diskriminierung bei der Arbeitssuche als "o.k." betrachtet wird, dann muss man sich fragen, ob Frau Kelek abseits von ihren Horror-Vorstellungen von Muslimen und ihren offensichtlich den Staat unterwandernden "Funktionären" noch Rassismus ausmachen kann. Machen wir mal den einfachsten Vergleich: Wie fände es Frau Kelek, wenn Frauen ohne Kopftuch vom Unterrichten abgehalten würden?

    Interessant auch folgendes: Als diskriminiert können Muslime nur dann gelten, wenn keiner unter ihnen schlecht über Deutsche (oder einfach nur andere) redet! Deshalb empfiehlt Frau Kelek den Verbänden auch das "Kehren vor der eigenen Haustür". Das ist aber komisch. Kann man dann auch nicht von Rechtsradikalität sprechen, wenn doch durchaus Italiener, Spanier und Chinesen (ja, und Türken und Araber) schlecht über Deutsche reden? Der gleichen Logik folgend ist die Diskriminierung von Ausländern "o.k." und kann nicht beanstandet werden.

    Ach, und noch eine Kleinigkeit: Dass man sich als Abkömmling von Muslimen nicht frei entscheiden kann, welcher Religion man folgen möchte, ist ein Mythos, den selbst die zum Kulturislam konvertierte Frau Kelek heute noch aufrecht erhalten kann! Sie wäre wahrscheinlich auch gerne zum Christentum oder zum Atheismus konvertiert, aber noch gibt das (Kultur-)Muslimsein einen Hauch von Authentizität, der sich schnell in bare Münze übersetzen lässt, wenn man weiß, aus welchen Töpfen man schöpfen soll..

  • 11.02.2011 17:50 Uhr

    von Kontrabassist:

    Vielen Dank an die taz-Redaktion für diesen Artikel. Vielleicht regt er einige Leser dieser Zeitunng doch mal zum Nachdenken an.

  • 11.02.2011 17:50 Uhr

    von Leon Hartner:

    Und das in der taz... ich bin erstaunt...

    Wette: Der Artikel würde so nicht veröffentlicht werden, wenn er nicht von einer Türkischstämmigen geschrieben wäre.

  • 11.02.2011 17:50 Uhr

    von Unbequemer:

    Und - was meint der Durchschnitts-Taz-Leser dazu? Ein Thema, was man wegdrückt, oder einfach uminterpretiert?
    Auch wenn man jahrzehntelang es für schick gehalten hat, die eigene Kultur schlecht zu reden, sollte man irgendwann begreifen, daß diese Freiheit der Bewertung nur in einem demokratischen Rechtsstaat möglich ist und nicht in einem islamischen Gottesstaat. Wann schaffen die Linksintellektuellen den notwendigen Schritt, dieses zu erkennen und Konsequenzen zu ziehen?

  • 26.03.2009 13:57 Uhr

    von Daniel Leon Schikora:

    @Carlo

    Die von Ihnen genannten liberalen oder republikanischen Verfechter der Säkularität, die sich gegen die Re-Islamisierungspolitiken der EU-Hätschelkinder der regierenden AKP zur Wehr setzen, haben mit den Anliegen des Rassisten Stefan Herre, dessen Blog der selbsterklärte Altachtundsechziger Niedermann so vehement in Schutz nimmt, nicht das geringste zu tun. Im Gegenteil: Muslime, die in Deutschland für die Trennung von Religion und Politik eintreten - wie etwa Prof. Bassam Tibi oder die Alevitische Gemeinde -, werden von Herres Blog periodisch in wüstester Weise diffamiert. (Im Falle der Aleviten berief sich "Politically Incorrect" übrigens ausdrücklich auf die anti-alevitischen Haßtiraden der taz-Autorin Kelek.)

  • 24.03.2009 09:51 Uhr

    von Carlo:

    @Peter Niedermann klärt:

    "Nicht die Muslime sind das Problem: das Problem heisst Koran."

    Treffer. btw, was ist mit den HUNDERTTAUSENDEN Türkinnen und Türken, die gegen Erdogans Islamisierungskampagne demonstrieren? Das sind eher Linke und Liberale, die Nationalisten und Koranbrüder wählen AKP, perverserweise gesponsored von unseren sog. "Linken".

    Kardinalfrage: "Ewiggültige" Allahworte oder rassistische Hetze?:

    Sure 98,6:
    "Die Ungläubigen unter den Leuten des Buches (Juden und Christen):
    Sie sind von allen Wesen am abscheulichsten".

  • 20.03.2009 20:22 Uhr

    von Botschaft:

    Necla Kelek schrieb noch im Jahre 2002 in ihrer Dissertationsschrift, dass sich besonders die "muslimischen" Jugendlichen „handlungspraktisch mehr oder minder auf dem Weg in die Moderne“ befinden, „wo sie ihre Perspektive sehen“.

    5 Jahre später aber schrieb sie genau das Gegenteil von dem, was sie zuvor schrieb: „Die ‚kulturelle Dimension des Muslim-Seins’ und ihre religiöse Fundierung im Islam hat sich in den letzten Jahren weder in der Luft der Moderne aufgelöst noch einer säkularen Gesellschaft angepasst, sondern mit rasender Geschwindigkeit unter den hiesigen Migranten ausgebreitet. Wir haben nicht mit Auflösungserscheinungen religiöser Identität zu tun, sondern im Gegenteil mit dem Aufblühen einer Gegenkultur“ (Kelek in ihrem Buch die Verlorenen Söhne, S. 20)

    Was ist in diesen ein paar Jahren passiert, so dass Frau Kelek mit rasender Geschwindigkeit das Gegenteil vom dem behauptet, was in ihrer Dissertaion zu lesen ist? Eine eventuelle Antwort ist in ihrem Buch Die verlorenen Söhne zu lesen: „Die ‚frohe Botschaft’ des Christentums half mir, Zutrauen zu mir selbst zu fassen, Verantwortung für mich und andere zu übernehmen. Sie half mir, mich von dem ‚Wir’ zu lösen und ein ‚Ich’ zu werden“. (Kelek, Die Verlorenen Söhne, S. 229)

  • 19.03.2009 18:34 Uhr

    von Rojas:

    "Rassismus - etwa stumpfer Hass auf Schwarze - ist ihnen fremd, ja es wiedert sie an, so zu denken.
    Vielmehr hat es mich SEHR erstaunt, als ich zufällig doch mal einen Araber über "neger" herziehen hörte. Sehr selten."

    ________________________

    @Kommentator

    Das ist die "Malcom X-Legende" (obwohl auch Malcolm X selber es vermutlich besser wusste).

    Tipp:

    Geben Sie z.B. einmal "schäbige Apartheid" (mit Anführungsstrichen) bei google ein und klicken Sie den allerersten Link an. Sie stoßen dann auf einen sehr interessanten "Spiegel"-Artikel von 1989.

  • 19.03.2009 18:29 Uhr

    von Mikael:

    Ich glaube kaum, dass diese Probleme auf nur einer Seite existieren. Ich kann mich an einen türkischen Freund der in meiner Realschul-Klasse war erinnern, er wurde als Kuffar und Schweinefleischfresser in der Gesamtschule gehänselt, weil ihm der Glaube egal war. Von Diskriminierung aus urdeutscher Sicht war in diesem Fall fast keine Spur. Verbittert aus urdeutscher Sicht war hier nur die Antifa. Statt den Jungen so zu lassen wie er glücklich war, wurde er von der Antifa als CDU-Lakaie beschimpft. Dies war für ihn damals sehr belastend und auch eine Art von Fremdenfeindlichkeit. Wie kann man Integration fordern und die Probleme von beiden Seiten bestreiten, in erster Linie sind wir alle Menschen! Bei den Baptisten wird man erst getauft, wenn man voll von sich selbst aus entscheidungsfähig ist; so etwas finde ich lobenswert.

  • 19.03.2009 17:46 Uhr

    von Tadelus:

    Bitte nich zweierlei Maß anlegen

    Wenn hier einige muslimische Teilnehmer ihre Meinung schreiben, dann werden sie gleich in eine extremistische Ecke gestellt. Denn das hilft gleich die Segel auf die andere Seite zu drehen. Aber das Keleks und Cos Artikel auf Seiten wie pi-news und Co verbreitet werden, kümmert es ja keinen. Denn Kelek und CO sprechen ja aus dem Herzen vieler Deutscher.??? Gut, dass einer den Muslimen, das sagt, was viele Deutsche sich nicht wagen zu sagen. Das können ja nur diejenigen die auch mal vorher Moslems waren oder Ex-Moslems oder Kultur-Moslems. Und wir Deutsche klatschen nur. Dass haben wir leider auch in der Vergangenheit getan.

  • 19.03.2009 16:48 Uhr

    von Daniel Leon Schikora:

    @Peter Niedermann

    Wenn Sie "Politically Incorrect" (PI) für nicht "fremdenfeindlich" erklären, drängen sich mir die folgenden Fragen auf:

    (1) Warum begrüßte das "nicht fremdenfeindliche" Blog 2006 enthusiastisch die Ankündigung Bassam Tibis - eines liberalen Islamismus- und Multikulturalismus-Kritikers -, seine Lehrtätigkeit in Deutschland zu beenden, und fügte bedauernd hinzu, daß Tibi in Deutschland Rentenansprüche habe?

    (2) Aus welchem Grund beteiligte sich PI 2007/08 an der Kampagne gegen die Alevitische Gemeinde, mithin gegen assimilierungswillige und -fähige Muslime, die wegen ihrer prowestlichen Haltung seitens islamischer Integristen schärfsten Anfeindungen ausgesetzt sind?
    Wurden mit Tibi und den Aleviten etwa 'Agenten' Ahmadinedjads bekämpft?

    Tatsache ist, daß Rechtsextremisten wie der 'Gründungsvater' von PI Stefan Herre, ein bekennender Anhänger von "Pro Köln", in ihrem Verständnis von Menschen- und Bürgerrechten nicht allzu weit von radikalen Islamisten entfernt sind (weshalb PI im Mai 2006 - wie auch im darauffolgenden Jahr - die gewalttätigen Angriffe gegen Volker Beck während dessen Teilnahme an einer Demonstration für Homosexuellenrechte in Moskau mit offener Schadenfreude bedachte).

    Die westliche Zivilisation ist - im Schulterschluß mit einer humanistischen Linken, wie sie etwa durch die Exil-Iranerin Maryam Namazie repräsentiert wird - gegenüber Islamofaschisten ebenso wie gegenüber deren feindlichen Brüdern, den "autochthonen" europäischen Faschisten und Nazis kompromißlos zu verteidigen.

  • 19.03.2009 16:41 Uhr

    von Daniel Leon Schikora:

    @Peter Niedermann

    Wenn Sie "Politically Incorrect" (PI) für nicht "fremdenfeindlich" erklären, drängen sich mir die folgenden Fragen auf:

    (1) Warum begrüßte das "nicht fremdenfeindliche" Blog 2006 enthusiastisch die Ankündigung Bassam Tibis - eines liberalen Islamismus- und Multikulturalismus-Kritikers -, seine Lehrtätigkeit in Deutschland zu beenden, und fügte bedauernd hinzu, daß Tibi in Deutschland Rentenansprüche habe?

    (2) Aus welchem Grund beteiligte sich PI an der Kampagne gegen die Alevitische Gemeinde, mithin gegen assimilierungswillige und -fähige Muslime, die wegen ihrer prowestlichen Haltung seitens islamischer Integristen schärfsten Anfeindungen ausgesetzt sind?

    Wurden mit Tibi und den Aleviten etwa 'Agenten' Ahmadinedjads bekämpft?

    Tatsache ist, daß Rechtsextremisten wie der 'Gründungsvater' von PI Stefan Herre, ein bekennender Anhänger von "Pro Köln", in ihrem Verständnis von Menschen- und Bürgerrechten nicht allzu weit von radikalen Islamisten entfernt sind (weshalb PI im Mai 2006 - wie auch im darauffolgenden Jahr - die gewalttätigen Angriffe gegen Volker Beck während dessen Teilnahme an einer Demonstration für Homosexuellenrechte in Moskau mit offener Schadenfreude bedachte).

    Die westliche Zivilisation ist - im Schulterschluß mit einer humanistischen Linken, wie sie etwa durch die Exil-Iranerin Maryam Namazie repräsentiert wird, gegenüber Islamofaschisten ebenso wie gegenüber deren feindlichen Brüdern, den "autochthonen" europäischen Faschisten und Nazis kompromißlos zu verteidigen.

  • 19.03.2009 15:26 Uhr

    von oxymoron:

    Necla Kelek ist eine verbitterte Person, die ihre schlimmen familiären Erfahrungen durch solche Artikel verarbeitet.

    Natürlich gibt es Islamfeindlichkeit. Nicht nur in Deutschland sondern in fast allen nicht islamischen Ländern. Der Rassismus gegenüber Muslime spüren zur Zeit viele Menschen, die Atheisten sind aber durch ihr Aussehen für alle anderen "Muslime" sind immer wieder drauf angesprochen werden oder komische Bemerkungen hören müssen. Ich bin Atheist und komme aus einem islamischen Land. Seit dem 9/11 wird mir automatisch die Identitäts eines Muslims zugewiesen und ich spüre den Rassismus gegenüber mir seit 11/9 deutlich! Und so geht sehr viele MigrantInnen, die für andere vermeintlich "muslimisch" aussehen. Ich habe früher immer gesagt, dass ich ein Atheist bin, inzwischen sage ich, dass ich Muslim bin, weil die meisten sowieso mich als Muslim wahrnehmen.
    Übrigens Frau Kelek, die meisten Opfer im Kampf gegen islamistischen Organisationen haben MigrantInnen gebracht.
    Es wäre genauso wenn man alle Deutsche als Christen sieht und ihnen unterstellt, dass die der gleichen Meinung sind wie Papst und alle gegen die Verhütung sind. Oder nicht mehr zwischen Nazis und Deutsche unterscheidet.
    Definitiv gibt es faschistische islamische Organisationen und sollten bekämpft werden. Aber bestimmt nicht durch solche Artikel.

  • 19.03.2009 15:05 Uhr

    von Peter Niedermann:

    Zum PS von 'Kommentator' etc: Wer Politically Incorrect – gemeint ist woh pi-news.net - "Fremdenfeindlichkeit" unterstellt, ist auf dem Holzweg. Es gibt gute Gründe, warum inzwischen Zehntausende PI lesen. Ich gehöre auch dazu, mit langjähriger beruflicher Erfahrung in islamischem Umfeld, ich bin 68er und genau das Gegenteil von fremdenfeindlich. Das einzige, was ich fordere, ist Respekt und Toleranz gegenüber Andersdenken, Andersgläubigen, Agnostikern, Atheisten, Christen, Juden etc. - genau jener Respekt und jene Toleranz, die der Koran per definitionem ausschliesst.
    Sure 8:13: "Ich bin mit euch, stärkt daher die Gläubigen, aber in die Herzen der Ungläubigen will ich Furcht bringen; darum haut ihnen die Köpfe ab und haut ihnen alle Enden ihrer Finger ab."
    Das Vorbild von Präsident Achmadinedjad (das ist der Mann, der versprochen hat, "Israel von der Landkarte zu tilgen", und der u.a. serienweise Schwule, ja sogar minderjährige Mädchen an Baukranen aufhängen lässt, und zwar ganz langsam, damit sie möglichst lange zappeln müssen) - also das Vorbild von Achmadinedjad, der verstorbene iranische Ayatollah Chomeini, hat gesagt: "Juden und Christen sind dem Schweissgestank von Kamelen und Dreckfressern gleichzusetzen und gehören zum Unreinsten der Welt. Alle nichtmuslimischen Regierungen sind Schöpfungen Satans, die vernichtet werden müssen."
    Gegen diese Zumutungen setzt sich PI zur Wehr. Und genau darum ist es absurd, PI "Fremdenfeindlichkeit" vorzuwerfen.
    Nicht die Muslime sind das Problem: das Problem heisst Koran. Und je schneller wir es kapieren, desto eher besteht die Chance, sich gegen diese unmenschliche Ideologie zu wehren.
    Wir haben keine Ahnung, was in Eurabien in wenigen Jahren abgehen wird. Und wir alle werden bitter dafür bezahlen müssen, vor allem die Frauen.

  • 19.03.2009 13:52 Uhr

    von A-Gnostiker:

    @MK

    Sie schreiben:

    „Ich finde es gut, dass @Raida Chabib mal die Fakten nennt und damit zeigt, dass Diskriminierungserscheinungen nicht nur von den Muslimverbänden hergeredet werden, sondern messbar sind.“

    Mag ja sein, dass es messbare Diskriminierungserscheinungen gibt.

    Doch
    erstens hängen diese Erscheinungen von den Messverfahren ab
    und
    zweitens unabhängig von Messverfahren fühlt sich immer eine Migrantengruppe –und das weltweit (sie brauchen nur nach Süd-Thailand zu schauen)- besonders diskriminiert.

    Glauben Sie mir, die Politreligion Islam ist eine nach Maßstäben einer rechtsstaatlichen Demokratie sehr problembehaftet und heutzutage eine kraftvolle Bewegung der Gegenaufklärung.

    Wachen wir auf, bevor es zu spät ist! Beseitigen wir die einseitige Erkenntnisblindheit einfach und kehren wir zu den Prinzipien der Aufklärung in voller Gänze wieder zurück!

    Und wir sollten uns eins merken: Die Kritik der Apologeten and der Islamkritik hat ein festes Schema:

    1. Islamkritik sei methodisch falsch angelegt
    2. Die Islamkritiker hätten keine Ahnung
    3. Eigentlich sei nur innerislamische Kritik legitim, also keine Kritik von außen
    4. Islamkritik beleidige
    5. Islamkritik sei rassistisch

    Das alles schön verpackt unter dem Terminus "Politische Korrektheit"

    Lassen wir uns also keinen Sand mehr in die Augen steuen!


  • 19.03.2009 08:49 Uhr

    von S.N.:

    Es ist mir unverständlich, warum die TAZ einen solchen polemisierenden Artikel abdruckt. Ich finde es wichtig und gut, Missstände zu kritisieren aber nicht auf die undifferenzierte und *sorry* streitsüchtige Art und Weise von Frau Kelek. Damit kommt man auf keinen grünen Zweig. Man heitzt die Gemüter an (was man hier deutlich an den Kommentaren sieht), was jegliche Verständigungsmöglichkeit verhindert.

  • 19.03.2009 01:30 Uhr

    von Peter Niedermann:

    Zum PS von 'Kommentator': Wer Poltically Incorrect - ich nehme an, Sie meinen pi-news.net - "Fremdenfeindlichkeit" zu unterstellt, ist schwer auf dem Holzweg. Es gibt gute Gründe, warum inzwischen Zehntausende PI lesen. Ic gehöre auch dazu, ich bin 68er, ich bin genau das Gegenteil von fremdenfeindlich. Das einzige, was ich fordere, ist Respekt und Toleranz gegenüber Andersdenken, Andersgläubigen, Agnostikern, Atheisten, Christen, Juden etc. - genau jener Respekt und jene Toleranz, die der Koran per definitionem ausschliesst.

    Sure 8:13: "Ich bin mit euch, stärkt daher die Gläubigen, aber in die Herzen der Ungläubigen will ich Furcht bringen; darum haut ihnen die Köpfe ab und haut ihnen alle Enden ihrer Finger ab."
    Der Djihad ist für jeden Muslim eine Pflicht, für deren Erfüllung er mit der Vergebung der Sünden und dem Eintritt in das Paradies belohnt wird (Sure 47,4-6).
    Das Vorbild von Präsident Achmadinedjad (das ist der Mann, der versprochen hat, "Israel von der Landkarte zu tilgen", und der u.a. serienweise Schwule, ja sogar minderjährige Mädchen an Baukranen aufhängen lässt, und zwar ganz langsam, damit sie möglichst lange zappeln müssen) - also das Vorbild von Achmadinedjad, der verstorbene iranische Ayatollah Chomeini, hat wörtlich gesagt: "Juden und Christen sind dem Schweißgestank von Kamelen und Dreckfressern gleichzusetzen und gehören zum Unreinsten der Welt. Alle nichtmuslimischen Regierungen sind Schöpfungen Satans, die vernichtet werden müssen."

    Gegen diese Zumutungen setzt sich sich PI zur Wehr. Und genau darum ist es absurd, PI "Fremdenfeindlichkeit" vorzuwerfen.

    Nicht die Muslime sind das Problem: das Problem heisst Koran. Und je schneller wir es kapieren und uns zur Wehr setzen, desto eher besteht die Chance, dieser bösartigen Ideologie in die Schranken zu weisen.

    Die europäischen Gutmenschen haben keine Ahnung, was in Eurabien in wenigen Jahren abgehen wird. Und wir alle werden bitter dafür bezahlen müssen, vor allem die Frauen.

  • 18.03.2009 18:20 Uhr

    von Daniel Leon Schikora:

    @Kommentar

    "Rassismus - etwa stumpfer Hass auf Schwarze - ist ihnen fremd, ja es wiedert sie an, so zu denken.
    Vielmehr hat es mich SEHR erstaunt, als ich zufällig doch mal einen Araber über "neger" herziehen hörte. Sehr selten."

    Dann würde es mich außerordentlich interessieren, wie Sie den "Zufall" erklären, daß die völkermörderische (nord-)sudanesische Regierung seitens der Arabischen Liga stets vor internationaler Kritik in Schutz genommen worden ist - ungeachtet der Tatsache, daß dem Baschir-Regime nicht nur südsudanesische Christen und Animisten, sondern auch die in Darfur lebenden "schwarzen" Muslime als todeswürdig gelten.

  • 18.03.2009 16:24 Uhr

    von Benno:

    @christine rölke-sommer: "Dieser Satz, werte Frau Kelek, schrammt bestenfalls ganz knapp an „hate-speech“ vorbei".

    Liebe Frau Christine Rölke-Sommer, schauen Sie doch mal in die einschlägigen Islam-Internetforen, danach wissen Sie, was "hate-speech" ist. Es macht wenig Sinn, diejenigen, die das benennen, ihrerseits des "hate-speech" zu bezichtigen.

    Seien wir doch ehrlich: "hate-speech" gibt es bei Nazigruppen rechts aussen, es gibt sie aber auch im Islam: in Moscheen, Koranschulen und auf der Strasse. Ist es Ihnen irgendwie peinlich, wenn das mal ausgesprochen wird? Viel peinlicher wird es für uns alle, wenn wir nicht rechtzeitig die Augen aufmachen und uns dem Hass auf andere überall entgegenstellen.

  • 18.03.2009 15:30 Uhr

    von Benno:

    @Edward Sayidd: "wenn ihr wirklich nach einem feindbild und massenmörder sucht; der Papst hat heute in Afrika gesagt, dass Kondome AIDS verschlimmern"

    So ein Quatsch; Sie wissen anscheinend nicht, was Sie reden. Irgendwie wohl in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stehengeblieben.

  • 18.03.2009 15:19 Uhr

    von Benno:

    @M.K. "Maßvolle Kritik ist gefragt und nicht dieses Streitgedöns"

    Wie bitte? Warum rufen Sie nicht die Moslems auf, die Scharia "massvoll" anzuwenden, die Ungläubigen nur "massvoll" zu beschimpfen, die Homosexuellen "massvoll" zu bestrafen, die Mordaufrufe für die Feinde des Propheten doch "massvoll" zu formulieren?

    Was not tut, sind klare Worte und nicht Beschwichtigungsversuche.

  • 18.03.2009 14:52 Uhr

    von Heiner und sonst keiner:

    Selbst wenn man mal unterstellen würde, dass hierzulande Ausländern mit Ressentiments begegnet würde und dies der Integration hinderlich wäre: Die Vietnamesen wurden ebensowenig mit dem roten Teppich empfangen wie Türken. Die meisten der nicht hier geborenen Vietnamesen haben auch nach wie vor enorme Schwierigkeiten mit der "Integration" in die hiesige Gesellschaft, insbesondere mit der Sprache.

    Darum verwundert es umso mehr, warum nicht auch unter den Vietnamesen die Hälfte der hier geborenen Generation in der Schule so katastrophal scheitert, wie dies bei den Türken und Arabern leider der Fall ist. Unter den vietnamesischstämmigen Jugendlichen schaffen nämlich 70 Prozent das Abitur, während unter Türken und Arabern nicht einmal die Hälfte überhaupt einen Schulabschluss erreicht!

    Es muss also spezifisch kulturelle Unterschiede geben. Hier muss man ansetzen und die Probleme auch mal benennen, ohne ein Blatt vor dem Mund. Stets die deutsche Bevölkerung für die Probleme der Einwanderer verantwortlich zu machen und ihr verallgemeinernd Rassismus zu unterstellen, wird der Realität offensichtlich nicht gerecht.

  • 18.03.2009 12:19 Uhr

    von Mikael:

    Ehrenmord und Familiendrama sind zwei verschiedene Dinge. Beim Ehrenmord billigt und fördert die ganze Familie den Mord und beim Familiendrama gibt es "nur" einen Täter.

    Das der Islam die Verhütung lobt ist mir neu. Die Fehler der einen Seite dürfen nicht von den Fehlern der anderen ablenken. Der Islam und das Christentum haben ihre Schattenseiten. Der Islam wird aber bei weitem nicht so offen kritisiert wie das Christentum.

  • 18.03.2009 12:10 Uhr

    von Kommentator:

    @ Jonathan
    ""1. Rassismus ist dem Koran und frommen Muslimen tatsächlich fremd.
    Einem gläubigen Muslim kommt bei rasistischen Kommentaren der Brechreiz. [Kommentator]"

    Tatsächlich?

    Haben sie sich schon einmal auf youtube die Ausschnitte aus arabischen Fernsehsendungen angesehen, wo über Juden hergezogen wird und zuweilen sogar der Holocaust ausdrücklich gelobt(!) wird?"
    -----

    Hallo Jonathan,

    das sehe ich anders.
    Rassismus ist die vermengung biologischer Tatsachen mit kulturellen Stereotypen.

    Die Nazis haben das tatsächlich getan, nämlich in den Stürmer-Karikaturen (Hakennase, dicke Lippe...).
    Die Muslime, die Juden hassen, tun DAS nicht.
    Sie hassen die Religion des Judentums und all ihre Anhänger - oft sogar alle "Schriftbesitzer" (= Christen und Juden).

    Rassismus - etwa stumpfer Hass auf Schwarze - ist ihnen fremd, ja es wiedert sie an, so zu denken.
    Vielmehr hat es mich SEHR erstaunt, als ich zufällig doch mal einen Araber über "neger" herziehen hörte. Sehr selten.

  • 18.03.2009 11:21 Uhr

    von Frank:

    @ Christine Rölke-Sommer:

    Sie schreiben "[...] gläubigen wie ungläubigen Angehörigen dieser Religion [...]" und zeigen damit fehlendes Verständnis für den Diskussionsgegenstand, denn es kann per-definitionem keine ungläubigen Angehörigen einer Religion geben: Keine ungläubigen Katholiken, keine ungläubigen Moslems. Glaubt ein Mensch nicht an 'seine' Religion, so ist er auch kein Mitglied der jeweiligen Religionsgemeinschaft. So einfach ist das.

    Hinsichtlich Ihres Rassismus-Vorwurfs gegenüber jenen, die den Islam als "Ideologie" bezeichnen, muss ich Ihnen entgegenhalten, dass es kaum möglich ist, für den Islam ein anderes Attribut zu finden, denn entgegen den anderen Weltreligionen, deren Dogmen sich auf die spirituelle und ethische Gestaltung des Lebens eines Einzelnen beschränken, regelt - oder vielmehr bestimmt - der Islam allumfassend eine Gesellschaftsform. Er ist sozusagen Bibel, Verfassung, Strafrecht und Zivilrecht in einem, wobei er einen absoluten Ansatz hat und jede abweichende Gesellschaft als abzuschaffendes Übel definiert. Der Begriff 'Religion' wird solch einem Ansatz nicht gerecht.

    Die Realität in Staaten wie dem Iran, Jemen oder Saudi-Arabien beruht - auch wenn Sie vielleicht gerne anderes glauben möchten - nicht auf Auswüchsen, die von einigen irregeleiteten Fanatikern geschaffen wurden, sondern auf der mehr oder weniger konsequenten Umsetzung dessen, was der Koran bestimmt.

    Insofern gelangt das Gebot der Religionsfreiheit bei der Konfrontation mit dem Islam an seine Grenzen: Toleranz begegnet Intoleranz.

  • 18.03.2009 10:11 Uhr

    von Nicolai von Neudeck:

    Danke!

    Ich hatte schon den Glauben daran verloren, dass das Problem der antiemanzipatorischen Elemente des Islams (je nach Richtung im Alltag mehr oder weniger dominant. In jedem Fall ekelhaft.) den liberalen/libertären Akademiker_innen jemals durch das eigene Leitmedium nahegebracht werden würde.

    Bei aller berechtigten Kritik (und davon gibt es eine Menge) muss aber aufgepasst werden, dass den ebenso emanzipationsfeindlichen Anhängern von "Political Incorrect" genauso die Stirn geboten wird. Die selbsternannte "Mehrheitsgesellschaft" und der rechte Rand dürfen nicht die Gelegenheit bekommen, sich in Abgrenzung zu Muslimen als achso emanzipatorisch darzustellen.



    Ein schöner Tag,

    Nicolai von Neudeck

  • 18.03.2009 09:49 Uhr

    von M.K.:

    Ich finde es gut, dass @Raida Chabib mal die Fakten nennt und damit zeigt, dass Diskriminierungserscheinungen nicht nur von den Muslimverbänden hergeredet werden, sondern messbar sind. Dass in den Kommentaren einige Leute, die selbst so feige sind, sich hinter Pseudonymen zu verstecken (@Art), genau wie Frau Kelek es übrigens nicht nur in diesem Artikel tut - emotionalisieren statt sachlich zu argumentieren, ist empörend! Natürlich werden einige Verhaltensarten von Muslimen eine Ursache dafür sein, dass sich die Stimmung innerhalb der Bevölkerung gegen sie wendet. Aber die platte und oft populistische Art, mit der sogenannte IslamexpertInnen und -kritikerInnen und andere in den Medien zum Islam und zu Moslems Stellung beziehen ist die Hauptursache für die schlechte Stimmung. Maßvolle Kritik ist gefragt und nicht dieses Streitgedöns-

    "Vielfalt, die sich nicht zur Einheit ordnet, ist Verwirrung. Einheit, die sich nicht zur Vielfalt gliedert, ist Tyrannei" (B.Pascal).

  • 18.03.2009 08:46 Uhr

    von christine rölke-sommer:

    @Jengre:
    Nur zum besseren Verständnis sei gefragt, ob es seit neuestem ehrenrührig ist, bei einer aus öffentlichen Mitteln geförderten Einrichtung zu arbeiten und sich im Zuge dieser Arbeit mit Islam in all seinen Formen und Farben, seinen Geschichten wie geschichtlichen Entwicklungen und gegenwärtigen Verbindungen zu anderen gegenwärtigen sozialen, kulturellen, politischen, religiösen etc Phänomena zu beschäftigen und etwas von den Inhalten wie Ergebnissen dieser Arbeit nach außen und an andere weiterzugeben. Sollte dies so sein, dann hätten wir hierzulande allerdings ein ganz heftiges Problem, nämlich mit der christlichen Variante von Säkularisierung. Ansonsten, liebe(s/r) Jengre, geht es Sie schlicht gar nichts an, wovon ich meinen Lebensunterhalt bestreite.
    Im übrigen finde ich die Erwartung ausgesprochen witzig, dass wenn schon nicht der kommentierte Zeitungsartikel dann doch wenigstens der Kommentar zu selbigem eine „differenzierte Stellungnahme zu den Beobachtungen und Überlegungen der Autorin“ enthalten möge. Ich erlaube mir deshalb den Hinweis, dass in den „kritischen“ Kommentaren erheblich mehr an Differenzierung zu finden ist als in den rundweg zustimmenden. Und stelle abschließend die Frage, woher das wohl kommen mag?!

  • 17.03.2009 23:33 Uhr

    von Edward Sayidd:

    Sehr geehrte TAZ, und TAZ leserInnen

    "der moslem ist gewalttätig, der moslem ist homophob ,der moslem ist frauenverachtend, der moslem ist ein terrorist..." dies ist zumindest der grundtenor dieser kommentare und des kommentars von Necla Kelek.(interessant ist,dass frau Kelek zu ihrer Studienzeit wesentlich diffenrenzierter diese Problematik des "MOSLEM" sah). ich finde, mann sollte nicht ohnehin benachteiligte (durch politik, 3 gliedriges-selektives schulsystem, oder einfach schon vor der diskotüre, wenn man mit dunklen haaren nirgends in berlin reinkommt) jugendliche in wedding, kreuzberg oder sonst wo mit dem moslem gleichsetzen. es ist recht interessant, wie sich menschen menschen konstruieren(der böse,bärtige Muselmane,der seine frauen schlägt und ehrenmord begeht). es gibt diese probleme ,und diese sollten auf GAR KEINEN FALL relativiert werden, aber all dies mit dem ISLAM zu verbinden, ist mumpitz. jede 4. frau in deutschland wird oder wurde zuhause einmal missbraucht. verstärken tut sich das natürlich in sozialen brennpunkten. ehrenmorde gibt es, auch ohne "böse moslems" genug in deutschland: familiendrama heißt es dann allerdings.
    und vergessen wir nicht die breitseite Keleks jedesmal gegen die AKP (ebenso die Taz).
    einige fakten zum festhalten; vor der AKP-
    -Die kemalisten(linke Nationalisten) unterdrückten die minderheiten massiv heute: gibt es einen kurdischen sender und eine kurdische partei, obwohl die massiv von Militär und Kemalisten angefeindet werden; vor der AKP: regelmäßige politische Attentate, die von den ach so "säkularen Militärs" begannen,und dank Immunität und Vetternwirtschaft ungesüht blieben, Heute: ERGENEKON verfahren (wenn dieses verfahren, wie zumindest die meisten taz kommentatoren denke, eine reine vendetta gegen die opposition ist, dann frage ich mich woher all die waffen und tonbänder mit exakten plänen die regierung zu putschen in häusern von gewissen militärs kommen)
    -und ach ja, bald wird es eine Vereinigung in zypern zu einer föderation geben, vor der AKP undenkbar

    also ,falls das jemand ließt, danke
    falls es natürlich die Taz zensur zulässt

    p.s.
    wenn ihr wirklich nach einem feindbild und massenmörder sucht; der Papst hat heute in Afrika gesagt, dass Kondome AIDS verschlimmern
    ciao

  • 17.03.2009 23:02 Uhr

    von A-Gnostiker:

    Hätte ich nie gedacht, einen solchen Artikel in der taz zu finden.

    Ein Hoffnungsschimmer, der vielleicht eine Initialzündung auch für die Linke ist, endlich die Scheuklappen abzulegen und auch den Islam und dessen Funktionäre, ohne Wenn und Aber zu kritisieren, inklusive daraus resultierender demokratiefeindlicher Denk- und Verhaltensweisen.

    Kritik ist doch wirklich das klassische Instrument der Aufklärung, wenn es auch von Teilen der Linken vergessen worden zu sein scheint, wenn es um Krikik am Islam geht.

    Das hat nichts mit Ausgrenzung zu tun. Wer sich mit legalisierter Ausgrenzung und Ungleichheit beschäftigen möchte, der lese islamische Schriften.

    Er wird schnell fündig werden, denn dort ist unmisserverständlich Rechtsungleichheit nicht nur zwischen Frau und Mann, sondern auch zwischen Muslim (volle Rechtsfähigkeit), Schriftbesitzern (Schutzgeld, eingeschränkte Rechtsfähigkeit) und Atheisten, Polytheisten sowie Agnostikern (sehr eingeschränkte Rechtsfähigkeit). Nicht vergessen sollte frau/man, dass eine Muslime nur einen Muslim heiraten darf, ein männlicher Muslim darf zwar keine Atheistin etc. heiraten, jedoch Jüdinnen und Christinnen. Muslim wird ist man von Geburt an und muss es immer bleiben.

    Die erwähnten Beispiele lassen kinderleicht aus Koran, Hadiths und in Fiq(islamische Jurisprudenz)auslegungen der Scharia (Allahs Gesetz) verifizieren.

  • 17.03.2009 22:33 Uhr

    von Nasowas:

    Man kann noch so sehr sämtliche Anforderungen wissenschaftlichen Arbeitens einhalten, wenn man den Kern des zu untersuchenden Gegenstandes nicht richtig erkennt oder versteht, oder ihn aufgrund politischer Dogmen nicht erkennen will, wird man die Realität nicht begreifen.

    Also, C. Rölke-Sommer und R. Chabib, erstmal Augen auf und dann denken.

    Müssen sich nicht v.a. Muslimverbände in D. Diffamierungsvorwürfe gefallen lassen? N. Keleks Vorwürfe sind nicht aus der Luft geriffen.

    Müssen sich Muslimverbände in deutschland nicht auch Diffar

  • 17.03.2009 21:06 Uhr

    von UweRietmöller:

    Sehr geehrte Frau Kelek,

    es sieht so aus, als wenn Sie die Spielregeln in diesem Land noch nicht vollständig verstanden hat. Deshalb (bestimmt lesen Sie mit) will ich hier Regeln zur Pauschalierung aufzeigen:

    Pauschal niedergemacht werden dürfen
    1. Männer
    Die sind durch die Bank weg Mörder, Kinderschänder, Vergewaltiger und häusliche Gewaltierer. Wenn mal ein Fall von Vergewaltigung vorkommt, dann bitte sofort auf alle Männer (das sog. Patriarchat) projizieren.
    Nicht sagen: Ein Mann hat eine Frau vergewaltigt.
    Stattdessen beklagen, dass das Patriarchat die Frauen sexuell erniedrigt.

    2. Deutsche
    Sind eh alles Nazis. Diese Behauptung bedarf keines Beweises.
    Und wenn doch einer angefragt wird, dann sagen Sie einfach, die Deutschen sprechen die Sprache der Täter, stehen also bewusst in der NS-Tradition

    3. Unternehmer
    Durch die Bank weg frauen- und ausländerfeindliche Ausbeuter. Auch diese Behauptung bedarf keines Beweises.
    Und wenn doch einer angefragt wird, dann sagen Sie einfach, wissenschaftliche Studien würden beweisen, dass die Reichen reicher sind als die Armen.

    Nie, wirklich nie verallgemeinern dürfen Sie jedoch im Hinblick auf folgende Klientel:
    1. FrauInnen
    Auch wenn in 90% der Fälle von Kindermord die Täterin ein Mitglied der bestausgebildeten Frauengeneration aller Zeiten ist – dürfen Sie trotzdem nicht sagen, dass Frauen ihre Kinder ermorden. Im Gegenteil. Sie müssen dieses Verbrechen rhetorisch als Beweis für die Schlechtigkeit der Männer benutzen.
    Genauso dürfen Sie die Tatsache, dass die deutschen Frauen das Arbeiten weitgehend eingestellt haben, nie, wirklich nie als Beleg für Faulheit deuten. Im Gegenteil, Sie diese Tatsache nutzen um zu „beweisen“, dass das Patriarchat die armen Frauen aus dem Erwerbsleben rausdrängt.

    2. AusländerInnen
    Hier gilt die Regel: Alle Ausländer sind lieb. Sollte die Realität was anderes zeigen, dann liegt das daran, dass die von den Deutschen brutal unterdrückt werden.

    3. Sozialhilfeempfänger
    Die sind generell Opfer des Stamokap. Und sollten wir im Fernsehen und der wirklichen Welt die übelsten Gestalten aus diesem Milieu sehen, dann müssen Sie sofort sagen, dass man das ja nicht auf alle anderen extrapolieren darf.

    So, Frau Kelek, wenn Sie das beachten, werden Ihnen Zurechtweisungen wie von Mathias Fuchs (17.03.2009 15:18 Uhr) erspart bleiben. Und Sie werden sich nicht retten können vor Journalistenpreisen.
    Versuchen Sie es einfach!

  • 17.03.2009 20:19 Uhr

    von Joachim:

    Bin bestimmt kein typischer TAZ Leser, aber meine Respekt vor euch steigt mehr und mehr.
    Ihr traut euch immer wieder an heikle Themen und ich denke das ist auch Pflicht einer jeden Zeitung, welche sich um Aufklärung und ernsthafte Verbesserung für alle engagiert.
    Wir stehen einfach vor kulturellen Eigenschaften großer Gruppen, welche wir auf keinen Fall hinnehmen dürfen. 1968 haben wir scharf gegen solche Enge opponiert und mit großem Erfolg und ich toleriere es nicht wenn sich heute eine noch viel rigidere Ideologie Platz schafft.
    Wer unsere Freiheit beschneidet … und die steht jeder und jedem in unserem Land zu, dem soll scharfer Gegenwind ins Gesicht blasen.

  • 17.03.2009 19:33 Uhr

    von Jonathan:

    @Kommentator

    "1. Rassismus ist dem Koran und frommen Muslimen tatsächlich fremd.
    Einem gläubigen Muslim kommt bei rasistischen Kommentaren der Brechreiz."

    Tatsächlich?

    Haben sie sich schon einmal auf youtube die Ausschnitte aus arabischen Fernsehsendungen angesehen, wo über Juden hergezogen wird und zuweilen sogar der Holocaust ausdrücklich gelobt(!) wird?

  • 17.03.2009 17:13 Uhr

    von ojee:

    Islam ist Frieden.
    das sollte nie vergessen werden.


    was ich nicht verstehe ist das ewige draufrumgereite auf der rassismuskeule, hallo islam nix rasse allerhöchstens eine religion aber nichtmal das ist islam. islam ist einfach eine allumfassende lebensideologie (vom arschabwischen bis zum kopf-abschlagen-des-dhimmis)!!! das is doch nicht so schwer zu verstehen.

    naja hier bei den TAZ lesern wachen jetzt eventuell ein paar mehr auf, nur die ewiggestrigen werden bis zu ihrem lebensende was von multikulti schwaffeln.

  • 17.03.2009 16:53 Uhr

    von Investigativer Journalist:

    Kelek ist im türkischen die Bezeichnung für die "unreife Zuckermelone", die keinesweigs süss, sondern bitter schmeckt. Wer mit Kelek zu tun hat, wird dieses bittere Geschmack in ihrer Art und Weise nicht los. Zudem steht dieses Wort auch für Unerfahrenheit. Frau Kelek schießt auf Menschen muslimischen Glaubens mit Vorwürfen und wirft alle in einen Topf, ohne sich detailliert mit den Themen vorher beschäftigt zu haben. Wer den Rassismus gegen Muslime heute verschweigt oder verschleiert, der tut den Muslimen und dieser Gesellschaft unrecht. Viele deutsche Wissenschaftler und Journalisten haben diese Thema aufgegriffen. Dieses Thema wird durch Instrumentalisierung von Seiten der NEcla Kelek nicht aus der Öffentlichkeit weggefegt werden. So schrieb ein Journalist:

    Diskriminierung und Rassismus sind heute prägende Erfahrungen im Alltag von Muslimen in Deutschland.
    Man muss nicht lange googeln, um aktuelle Beispiele zu finden - meist reicht ein Blick in die Tagespresse. Vor diesem Hintergrund ist es nicht weiter verwunderlich, dass neue Begrifflichkeiten zur Beschreibung dieses Phänomens Eingang in den Sprachgebrauch finden: war früher noch vom anti-islamischen Rassismus oder vom »Feindbild Islam« die Rede, so ist mittlerweile die Bezeichnung »Islamophobie« an ihre Stelle getreten.

  • 17.03.2009 16:28 Uhr

    von Tommy:

    Lassen wir mal KRM beiseite, Frau Kelek unterstellt dem interkulturellen Rat und vielen geistig gesunden Menschen dort, dass sie mit der Keule des Rassismus um sich schlagen. Mittlerweile ist es kein Geheimnis, dass ein großer Mehrheit der deutschen Bevölkerung sich vom Islam bedroht fühlt und diese Religion mit Gewalt und Terrorismus in Verbindung bringt. Der Interkulturelle Rat versucht gerade diesen Vorurteilen vorzubeugen. Frau Kelek macht gerade eigentlich das, was sie selbst kritisier. Zum Wohle der Rassisten.

  • 17.03.2009 16:19 Uhr

    von Andreas Gottwald:

    Ein lobenswerter Artikel und überraschenderweise viel positive Resonanz. Wortgewaltig in ihren Diskussionsbeiträgen allein die intellektuell Gestrigen

  • 17.03.2009 15:18 Uhr

    von Mathias Fuchs:

    Frau Kelek könnte auch vor ihrer eigenen Tür kehren: Ich finde es von sehr geringer Wertschätzung pauschal zu behaupten, "muslimische Jungen und Mädchen, Männer und Frauen" würden ablehnend und verachtend über Deutsche sprechen.

  • 17.03.2009 14:28 Uhr

    von freddy:

    Liebe taz,

    endlich. Ich lese Euer Blatt sehr gerne -als ich noch in der Provinz wohnte- hatte ich sogar ein Abo... Geärgert und verwundert hat mich allerdings immer die Berichterstattung über den Komplex "Nahost, Israel, Islam etc.", speziell in der Le Monde. Die taz Berichterstattung und die Kommentare erschienen mir immer wie von einer anderen Welt, so ClaudiaRothWolfgangThiersemäßig, Multikulti toll, aber mehr so Restaurantlinie und FolkloreWeltmusik. Fremde aber bitte nicht in der Nachbarschaft und auf der Schule unserer Kleinen.
    Den zaghaften Hinweis das man gute Gründe hatte als Provinzschwuler, der ich nun mal bin, nach Berlin zu ziehen und jetzt fassungslos vor einer Welle von offenem Hass steht und es leider nicht mehr möglich ist in speziellen Ecken in Kreuzberg, Neukölln, Wedding etc., also überall dort wo eine nennenswerte muslimische Nachbarschaft siedelt (Türken, Araber, Schwarzafrikaner vollkommen egal) nicht mehr sicher ist, wenn man als Schwuler geoutet wird, wurde nicht zur Kenntnis genommen. Dann galt man als islamophob, nur weil die muslimischen Jungmänner, vollkommen verblödet mir und meinem Freund eine aufs Maul hauten. Toll. Wohlgemerkt weil man schwul ist, das reicht diesen aufgehetzten Bengeln.
    Ich freue mich das die taz in der Wirklichkeit angekommen ist. Ich wohne jetzt übrigens in Charlottenburg...

  • 17.03.2009 14:19 Uhr

    von Jengre:

    Liebe Frau Rölke-Sommer,
    es ist ja schön, daß Frau Raida Chabib und weahrscheinlich auch Sie einen Weg gefunden haben, mit Islampromotion auf Steuerkosten den Lebensunterhalt zu bestreiten, aber eine ernstzunehmende, differenzierte Stellungnahme zu den Beobachtungen und Überlegungen der Autorin vermag ich in Ihrem beutrag nihct zu entdecken. Ein Zeitungsartikel ist keine soziologische Hausarbeit, und nicht alles, was "unwissenschaftlich" sein mag (d.h. keine empirische Studie mit astreiner Methodik, aber typischerweise falschen Prämissen, Denkfehlern und von Urteilsschwäche geprägten Schlußfolgerungen) ist nachweisbar Unsinn.

  • 17.03.2009 13:47 Uhr

    von christine rölke-sommer:

    @Özil Yilmaz: die „rassistische“ Argumentationsfigur beginnt da, wo eine Religion mitsamt ihre Gläubigen und auch Ungläubigen pauschal als „Ideologie“ bezeichnet und im Anschluß daran den gläubigen wie ungläubigen Angehörigen dieser Religion das voraussetzungslose Recht zum Mit-Reden verweigert wird. Das hat dann weder mit Religions- noch mit politischer Kritik (im aufgeklärten Sinne) zu tun sondern nur noch mit Diffamierung. Da Frau Kelek solche Argumentationsfiguren in ihrem Artikel verwendet, muss sie sich Kritik daran gefallen lassen. So aufgeklärt dürfen wir schon sein, auch in der taz! ... ich dachte ja, es sei heutzutage Allgemeingut, dass Rassismus mit allerlei zu tun hat, am wenigsten aber mit Biologie!

  • 17.03.2009 13:04 Uhr

    von Daniel Leon Schikora:

    @wanja

    "Menschen wie Albert Einstein oder Romain Rolland, die sich z.B. gegen den Nationalismus gewehrt haben, der - amalgamiert mit Militarismus und Kapitalismus - zum I. Weltkrieg geführt hat, sind zu allen Zeiten, auch heute nötig. Frau Kelek ist ein solcher Mensch [...]"

    Sie irren: Romain Rolland war alles andere als ein Mensch wie Necla Kelek. Lassen wir den großen Humanisten Rolland selbst zu Wort kommen: "Ich füge hinzu, dass ich es von einer höheren Warte aus als der des französischen Staatsinteresses (denn mein Vaterland und das Ihre ist die Menschheit) - ehrlos finden würde, durch mein Zuwarten mit einer Regierung zu paktieren, die Europa zur dümmsten, grausamsten Finsternis der Vergangenheit zurückgeführt hat - zum bösen Geist der Inquisition und der Unterdrückung, weit hinter das Edikt von Nantes zurück, zur Vernichtung der Rassen, zur Verfolgung der Juden, zur Aechtung des freien Gedanken und der freien Denker, - zu den teutonischen Rittern der Reaktion.

    Man darf Deutschland nicht mit Hitler verwechseln [...]" (Dezember 1933)

    Genauso wenig wäre es heute statthaft, diejenigen, die - wie die Alevitische Gemeinde Deutschlands - GEGEN religiöse Intoleranz und ethno-kulturell begründete Abkapselung islamischer Gemeinschaften von der säkularisierten deutschen Mehrheitsgesellschaft protestieren - im Geiste des Humanisten und Antifaschisten Rolland -, mit ihren Verleumdern zu verwechseln, die - wie auch die Rechtsextremisten von "Pro Köln" oder "Politically Incorrect" - gelegentlich als "Islamisierungs-Kritiker" auftreten.

    Niemals würde Rolland auf die Idee gekommen sein, Juden, die (ob in Deutschland oder im Exil) gegen antisemitische Kampagnen der Nazis demonstrierten, vorzuwerfen, sie "drängten" sich in die Politik - wie Kelek es den Aleviten gegenüber tat, als diese sich (im Kontext der Debatte über eine "Tatort"-Sendung 2007/08) öffentlich gegen ihre Verleumdung zur Wehr setzten.

  • 17.03.2009 13:00 Uhr

    von Wolf:

    Ich weiß nicht worüber hier diskutiert wird. Es gibt so etwas wie Gott nicht.

  • 17.03.2009 12:46 Uhr

    von Carsten K.:

    Ein hervorragender Beitrag! Herzlichen Dank an die taz-Redaktion, dass sie dieser kritischen Stimme ein Forum gibt und sich beherzt einem kritischen Diskurs stellt. Multikulti, so wie in den 1980ern gedacht, hat eine andere Richtung genommen, als die idealistisch vorhergesehene. Dem müssen sich alle stellen - auch die islamischen Einwanderer. Man kann nicht »Rassist« sagen und Deutscher meinen; man kann nicht »diskrimiert sein« sagen und fordern meinen.

  • 17.03.2009 12:31 Uhr

    von Özil Yilmaz:

    Ein sehr guter Artikel von Frau Kelek. Das sich ausgerechnet die Islamisten über "Rassismus" beklagen - abgesehen von der Frage wie eine Ideologie überhaupt eine "Rasse" sein kann - schlägt angesichts der Beschimpfungen gegen alles "Ungläubige" dem Fass den Boden aus.

    Die aufgeklärte Gesellschaft sollte gut darauf achten, das sich unter der Schutzbezeichnung eines "Anti-Rassismus" nicht eine selbst rassistische, ja gänzlich undemokratische Ideologie einschleicht.

    Und auch hier gebe ich Frau Kelek reicht: Wer grundsätzlich hinter jeder Ecke "Rassismus" oder "Nazis" vermutet, der trägt nur zur Abstumpfung der Öffentlichkeit bei und bagatellisiert in unverantwortlicher Weise.

  • 17.03.2009 12:24 Uhr

    von H83:

    Vielen dank für den tollen Beitrag! Ich liebe Frau Kelek für ihre offene und kritische Betrachtungsweise der aktuellen Ereignisse, sie spricht mir aus dem Herzen. Machen Sie weiter so

    Hochachtungsvoll

    Heiko & Gisela Hofmann

  • 17.03.2009 11:59 Uhr

    von Benno:

    Die Linke hatte ja schon immer ein Problem mit individueller Freiheit und war jeweils unter den Letzten, die erkannt haben, wie Stalin, Mao, Che,... ihre Mitmenschen drangsalierten im Namen einer dubiosen Ideologie.

    Von daher passt "links" eben gut zum Islam. Das Frauen, Kinder, Ungläubige, Homosexuelle, ... von Islamomachos geknechtet werden, muss man eben hinnehmen...

    Ich glaube nicht, dass der TAZ tatsächlich einmal über den real existierenden Islam ein Licht aufgehen wird, obwohl: die Publikation des hervorragenden Artikels von Fau Kelek ist ja ein Hoffnungsschimmer.

  • 17.03.2009 11:28 Uhr

    von Art:

    "Muslime sind die einzige Bevoelkerungsgruppe, die einem immer unsympathischer wird, je mehr man sich mit deren "Kultur" der Ausgrenzung beschaeftigt."

    Das was Sie und einige andere Kommentatoren hier schreiben, ist Kultur der Ausgrenzung par excellence. Wer soll Ihnen abkaufen, dass Ihnen dieser Umstand nicht bewusst ist?

  • 17.03.2009 11:26 Uhr

    von Rainer David W. Früh:

    Frau christine rölke-sommer:

    Großartig!
    Ganz großes Kabarett, Ihr Beitrag!
    Glückwunsch!

  • 17.03.2009 11:21 Uhr

    von Oha:

    Nun gut, dass die TAZ sich leider nicht mehr wirklich mit seriösen, (mindestens) gut recherchierten und weniger populistischen
    Beiträgen an der Meinungsbildung der Öffentlichkeit beteiligt, ist kein Geheimnis. Dass konsequente Abo Kündigungen auch nach diesem Artikel erfolgen werden, undzwar mit Verweis auf solchen wiederholten Unfug, ist auch nicht zu vermeiden. Ich meinerseits rufe zumindest dazu auf.

    Wieso also in Zeiten einer ernsthaften rassistischen, antisemitischen, homophoben, klassistischen Radikalisierung und Fragmentierung einer Gesellschaft, die sich womöglich - man siehe die Krise - grundlegend in Veränderung befindet, ein solcher Beitrag, der wie man an den Kommentaren sieht, anscheinend eher dazu einlädt, Hassgefühle zu propagieren als zur Reflektion einzuladen? Frau Kelek hat an vielen Stellen ihre unzulängliche Argumentationsweise und ihr oberflächliches - 1/4 soziologisches Halbwissen - bewiesen. Aber das deutsche Uiversitätssystem sieht sich mit ihr wohl bestätigt, was angesichts der Bildungsmisere und dem konservativen Rechtsruck an den Unis in Deutschland ja auch internationale bekannt ist.

    Was also kann der Satz beudeten:

    "Der Versuch, den Diskurs über Wesen und Alltag des Islam, seiner Sitten und Auswüchse zu verhindern, indem man Kritik oder Ablehnung als "rassistisch" diskriminiert, zeigt wie weit die Islamverbände und die sogenannten Antirassisten ideologisch argumentieren. Das Schreckenswort "Rassismus" wird zum Knüppel gegen Kritik."


    Wieso drängt dieser Satz eher dazu, Partei und Position für eine Fraktion zu ergreifen und nicht eher mal kritisch distanziert über einen problematischen Gesamtkontext zu diskutieren? Na, weil sie tatsächlich versucht hier ein Wesen, ja einen Alltag des Islam zu verteidigen, den es so einfach nicht gibt. Wenn es eine bestimmte Fraktion innerhalb der islamischen Gemeinde geschafft hat, dominant zu werden, dann hat dies gewiss auch politische HIntergründe, die innerhalb der bundesrepublikanischen, ja sogar europäischen Politik der letzten 40 Jahre zu finden sind. Ich meinerseits erinnere mich daran, dass mit Freude eher islamische Verbände seitens deutscher Politik unterstützt wurden und weniger kritische linke Fraktionen innerhalb der migrantischen Verbände. Ja, dass die Entwicklung im internationalen politischen KOntext, dementspechend auch versucht wird an unterschiedliche soziale Gruppe weitergegeben zu werden, ist auch nichts neues. Der "war on terrorism", die Durchsetzung von Angst und Schrecken, um militrisch aufzurüsten und überall Kameras zu platzieren ging einher mit einem Terrorverdacht. Dass sich der Rassismus, der sich immer ändert und reagiert auf gesellschaftliche Entwicklungen, an denen auch Kelek und die TAZ sich beteiligen, derzeit einhergeht mit einer Islamophobie und einem wachsenden Antisemitismus (die Rationalierung des HAsses ist identisch) ist doch so erschreckend, dass man als Meinungsmedium von Keleks eher zurückweichen sollte?
    Aber die Vergangenheit ist eben Vergangenheit, selbst in Deutschland, wo man lieber mit der Vergangenheit in die ZUkunft gehen sollte.

    Weiter mit Kelek:
    "Die türkische Tageszeitung Hürriyet schreibt täglich darüber, wie schrecklich es den Türken und Muslimen in Deutschland geht, gibt aber gleichzeitig Tipps, wie man nach Deutschland kommen kann, ohne einen Deutschkurs zu belegen. Nämlich: Man wird schwanger."

    Wieso sollen sich Menschen nicht frei bewegen können? Wieso sollen Menschen, die aufgrund der ökonomischen Misere in ihrem eigenen LAnd, der Kriege (oder einfach, weil sie es wollen), die ja begingt sind duch die Politik in den westlichen Ländern (man siehe Afrika, Jugoslawien, Naher Osten) nicht versuchen, der Misere und der Staatsgewalt auf beiden Seiten zu entfliehen? HAben Keleks Eltern denn was anderes getan als diejenigen Schwangeren, die dann auf den Booten lieber dem Tod und der GEwalt der Polizeit entgegen schwimmen?
    Warum sollen aufgesteigene VorzeigemigrantInnen, die noch viel rassistischer sein können als Mehrheitsdeutsche (man siehe da, Türkinnen können auch mal ganz schnell deutsch werden - oh je, dass heißt es gibt ja auch kein Wesen des Türkischen, sondern es ist immer Produkt gesellschaftlicher Auseinandersetzungen, die nunmal auch Produkt von Herrschaftsverhältnissen sind), sich frei auf der Welt bewegen können und Flüchtlinge eben nicht?

    Interessant ist doch, dass Religion wieder offensiv von allen Seiten instrumentaliert wird. So drückt man sich langsam gar nicht mehr um das Problem, dass die GEsellschaft verreligiösiert wird. Auch werte ChristInnen nicht. Etwa die FAZ (auch Habermas ja nicht), wenn sie am Sonntag mt einem Beitrag danach fragt "Schluss mit dem Säkularismus
    Sollten wir uns nicht ein Beispiel am Islam nehmen? Die Trennung von Glaube und Politik ist nicht mehr zeitgemäß"

    Und wenn die Chefredakteurin einer türkischen Wissenschaftszeitrischrift gekündigt wird, weil sie Darwin und seine Evolutionstheorie zum 200sten Geburtstag würdigt, dann ist darauf aufmerksam zu machen, dass der KLerus in Deutschland und in Europa unbedingt die Menschen zu mehr Moral und Religion aufruft, da die Gesellschaft und die Familie ja sonst immer mehr verkommen würden. Deshalb ist es etwa Sarkozy u.a. ja auch so wichtig, nach im Vatikan von Papst Benedikt XVI. zur Audienz empfangen zu werden (2007) und die Religion in Frankreich ein wenig anzukurbeln. Na ja, dass es riesen Steritereinen an us-amerikanischen Schulen gibt, weil die DArwin nicht an den Schulen lehren wollen, ist ja auch bekannt.

    Nur in diesem Zusmmenhang kann man Islamfeindlichkeit, Antisemitismus und Rassismus verstehen. Der KOntext der politischen Transformation ist unumgänglich, wenn man/frau darüber nachdenken wollen, was ganz klug wäre. Und dass populistische Gefühle in diesen Kontexten nicht mit Keleks und Co geschürt werden sollten, sollte der TAZ auch deutlich sein, wenn sie nicht ganz absinken will. Kelek ist keinswegs mutig, sonst würde sie rassistischen (in welche Richtung auch immer)und jetzt kommt`s BÜRGERLICHEN Gefühlen nicht unreflektiert affimativ hinterher eilen.

  • 17.03.2009 11:12 Uhr

    von C. Busch:

    @ Raida Chabib:

    Reden wir doch aml Tacheles: Solange es einem Nichtmuslim verboten ist, eine Muslimin zu heiraten; solange Kinder aus bikonfessionellen Ehen automatisch Muslime sind; solange auf die Abkehr vom Islam nach Ansicht der meisten islamischen Rechtsgelehrten die Todesstrafe steht; solange es Nichtmuslimen verboten ist, Mekka zu betreten – solange brauchen wir über einen angeblichen Rassismus der Deutschen nicht zu diskutieren. Der konservative Islam ist nämlich der schlimmste Rassismus.

  • 17.03.2009 10:59 Uhr

    von Alex:

    Sehr guter Atikel Frau Kelek Danke!
    Die taz beweist endlich wider Mut echt Tol!

  • 17.03.2009 10:18 Uhr

    von Alexander Voronin:

    Necla Kelek hat wie immer Recht! Und lieber Wanja, Sven hat genau so Recht!

    Die GrünINNEN, die sich echauffieren, wenn der Frauenparkplatz 5cm zu kurz geraten ist, nehmen es als Zeichen der toleranz hin, dass Frauen in Deutschland in einem Stoffkäfig rumrennen oder zwei Schritte hinter dem Mann. Sehe ich oft genug in der Stadt!

    Die GrünINNEN versagen total in Hinblick auf den Faschismus der heutigen Zeit!

    Hauptsache in Moskau demonstrieren, dass Schwule im Iran an den Baukran gehängt werden - Folklore! Das ist kein Problem der Grünen!

    Wer den Islam immer noch als eine Form von "Religion" ansieht, dem ist nicht mehr zu helfen!

    Kopftücher haben auf unseren Straßen nichts verloren!


  • 17.03.2009 09:57 Uhr

    von christine rölke-sommer:

    keine ahnung, wer oder was "aha" auch sein mag ... aber: ich tue diesem und allen anderen, welche Kritik an Frau Kelek nicht mögen, kund und zu wissen, dass auch ich gegen Necla Keleks Artikel etc. gern "hetze"! am liebsten mit Schaum vorm Mund, damit läßt sich nämlich besser in die Tastatur hauen...
    Ernsthaft: Frau Raida Chabib ist " Politikwissenschaftlerin und Mitarbeiterin am Forschungsprojekt zur Religiösen Vielfalt in NRW, siehe Internetseite: www.religion-plural.org", die, wie mir ein kurzes guhgeln zeigte, nicht nur bei islam.de veröffentlicht. und zu Herrn Omar Abo-Namous fand ich außer seinem Blog folgendes: http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/terror-im-liebesnest/
    Diesen und anderen Fundstellen entnahm ich, dass es sich bei Frau Chabib und Herrn Abo-Namous wohl um Menschen handelt, die einerseits bekennen, praktizierende Muslime zu sein, und deren Äußerungen andererseits zeigen, dass sie (dennoch? deswegen?) bestimmungsgemäßen Gebrauch von ihren Köpfen machen. will sagen: sie benutzen sie zum Denken.
    Ganz offen gesagt setze ich mich mit solchen Menschen lieber auseinander als mit etlichen anderen aus der Reihe der hier schon kommentiert habenden, welche Entrüstung ausmachen, wo ein Artikel sachlich und in gebotener Kürze auseinandergenommen wurde.
    Und nun Ende von off-topic und zurück zum Thema: Frau Keleks Artikel war und ist handwerklich schlecht gemacht und wissenschaftlich wie politisch gesehen unseriös. Er/Sie arbeitet mit undifferenzierten Unterstellungen und Schuldzuweisungen. Zeigen läßt sich das am besten immer am Einzelfall/Einzelthema, beispielsweise der Kopftuchdebatte und dem Berliner Neutralitätsgesetz, welches tatsächlich die Integration von Frauen mit Kopftuch/Schleier in den Arbeitsmarkt eher behindert als fördert. Oder auch am islamophoben Terrorismusverdacht, wie er im oben verlinkten Taz-Artikel in Entstehung und Wirkungsweise recht detailliert beschrieben ist.

    Ein Zeitungsartikel wie der von Frau Kelek fördert genau dies, nämlich den islamophoben Terrorismusverdacht und die soziale und wirtschaftliche Exklusion von muslimischen Frauen, zu deren religiöser Praxis die Bedeckung des Kopfes gehört. Und das halte ich allerdings für ausgesprochen kritikwürdig! Zumal damit die immer noch bestehende Vermischung von (demokratischem?) Staat und christlichen Kirchen weiter befördert und zementiert wird.

  • 17.03.2009 06:09 Uhr

    von Migrant:

    Glückwunsch zu diesem Artikel in der taz. Als ehemaliger „Gutmensch“ habe ich zahlreiche Positionen im Kontext mit dem Islam über Bord geworfen um weiterhin vernünftig über die geschilderten Probleme urteilen zu können.

  • 17.03.2009 01:40 Uhr

    von Hassan Kal:

    Ich freue mich sehr, dass nun auch bei der taz eine realistische Einschätzung des Islam stattzufinden scheint. Frau KELEK schreibt wie immer sehr fundiert und treffsicher. Das ruft natürlich die Islamfaschisten auf den Plan, bei denen nicht nur Diffamierung zum "Handwerkszeug" gehört, daher wünsche ich ihr ein langes und gesundes Leben!

    www.ex-muslime.de

  • 17.03.2009 00:42 Uhr

    von Stefan:

    Schön anzusehen, welche Reaktionen dieser Artikel unter einigen Genossen hervorruft.

    Für mich ist die Sache recht einfach: Ausländerfeindlichkeit und Rassismus kann man nicht bekämpfen, liebe Genossen, wenn man jeden Ausländer oder Migranten per se zu einem guten Menschen deklariert, auch wenn er ein bekennender Feind unserer Demokratie und unserer zivilisatorischen Grundwerte ist. Ein faschistoider Antisemit ist ein faschistoider Antisemit, egal, ob er sich auf Hitler und Co., den Koran oder auf beide bezieht. Da bin ich absolut vorurteilsfrei und unrassistisch. Und wenn jemand widerspricht und behauptet, dass Islam ja Frieden bedeuten würde, dann bitte ich Ihn, er möge das denen erklären, die sich faschistisch, rassistisch und antisemitisch verhalten und sich dabei auf den Koran beziehen, nicht mir.

    Das absolute Sahnehäubchen in dem ganzen Themenkomplex ist die Argumentation, dass die Muslime die Juden von heute seien und der Westen einen Holocaust an ihnen und ihrer Kultur verüben würde. Ein Holocaust, der an den Juden nie stattgefunden hätte, aber andererseits gerechtfertigt gewesen sei und dessen Vollendung angestrebt werden müsse.

    Und Leute, die so etwas äußern, gelten leider bei manchen Rot/GrünInnen als besonders schützenswert, was ich nicht ganz nachvollziehen kann.

  • 16.03.2009 22:20 Uhr

    von Sarah:

    Ich glaub es nicht. Sollte es tatsächlich wahr sein, dass die taz ihren muffigen, politisch-korrekten Vorhang lüftet, um so einen klaren (und immer noch: mutigen) Artikel zu veröffentlichen.
    Glückwunsch. Ich hätte es Euch wirklich nicht mehr zugetraut.

  • 16.03.2009 21:23 Uhr

    von UweRietmöller:

    Die gute Nachricht:
    Die taz ist in der Realität angekommen.

    Die schlechte Nachricht:
    Es musste eine Türkin sein, die die Wahrheit sagen darf. Kelek ist durch ihre türkischen Gene vor der Ausländerfeindlich- und Nazi-Keule geschützt.
    Hätte ein Deutscher diesen Artikel publiziert, dann wäre er gnadenlos als reaktionär faschistioder Frauenfeind gebrandmarkt worden.

  • 16.03.2009 20:50 Uhr

    von Daniel Leon Schikora:

    "Eine Kampagne gegen Rassismus und Nationalismus in den Reihen der Islamverbände, eine Aufarbeitung des Verhältnisses zu Christen, Juden und "Ungläubigen", die Klärung der Verhältnisse zu den Deutschen, den Minderheiten in den Herkunftsländern, all das wäre ein Thema nicht nur für Wochen, sondern für Generationen."

    Hic Rhodus, hic salta! Den Opfern islamisch-integristischer Barbarei nützt es wenig, wenn Necla Kelek ihnen bescheinigt, daß die Lösung des Problems, mit dem sie konfrontiert sind, ein Thema "für Generationen" ist. Als die Alevitische Gemeinde Deutschlands (anläßlich der Debatte über eine "Tatort"-Sendung) vor einem Jahr die - hierzulande bislang einzigen! - öffentlichkeitswirksamen Proteste gegen "multikulturalistisch" begründetes Appeasement gegenüber islamistischen Herrschaftsansprüchen organisierte, wurde sie hierbei von Kelek nicht etwa ermutigt, sondern (ebenfalls in der taz) diffamiert (die Aleviten hätten sich in die Politik "gedrängt").

    Allerdings erkennen heute auch und gerade christdemokratische Konservative den unschätzbaren Wert des nicht zuletzt durch die in Deutschland beheimateten Aleviten für die Demonstration der Möglichkeit muslimischen Lebens in unserer Republik außerhalb ethno-kultureller "Parallelstrukturen", die die individuellen Freiheitsrechte des (oder der) Einzelnen beeinträchtigen. In diesem Zusammenhang möchte ich an dieser Stelle auf den christlich-alevitischen Freundeskreis in der CDU hinweisen.

    Die Hetze gegen die Aleviten, an der sich Kelek beteiligte, war hier glücklicherweise nicht erfolgreich! Bei echten Konservativen (wie bei echten Linken!) kommt Hetze gegen religiöse Minderheiten (gemeint ist nicht der Mehrheitsislam, sondern die v. a. seitens sunnitischer Traditionalisten angefeindeten Aleviten!) nicht gut an.

  • 16.03.2009 20:36 Uhr

    von X-tian:

    Mir ist es völlig egal, ob mich irgendwelche beleidigten Leberwürste aus der Islam-Ecke als Rassisten, Rechtsradikalen oder Ausländerfeind bezeichnen.
    Wem ist das auch egal?
    Bitte melden!

  • 16.03.2009 20:19 Uhr

    von Nick:

    WAS HABEN EIGENTLICH ALLE GEGEN DISKRIMINIERUNG?


    ..ausgehend vom Wortsinn bedeutet es zunächst einmal nur "Unterscheidung". Und Unterscheidung ist gut und notwendig - solange sie GERECHTFERTIGT ist. Das sieht auch unser Grundgesetz so.

    Daher werden auch Christen im Alltag diskriminiert - z.B. in der Art, dass sie im öffentlichen Dienst kein Kopftuch tragen dürfen.

    Dies ist wegen des "Neutralitätsgebots" des Staates gerechtfertigt (strittig aber herrschende Ansicht in der Rechtsprechung / zumindest bzgl. des öffentlichen Dienstes - anders hingegen z.T. bei privaten Arbeitsverträgen).

    FAZIT:

    Diskriminierung ist eben manchmal notwendig, um ein ausgewogenes soziales Umfeld zu schaffen und zu erhalten. Solange es "verhältnismäßig" ist, gibt unser Grundgesetz dazu eindeutig die Möglichkeit.

    Daran haben sich Christen und Muslime (usw.) zu orientieren und sich gefälligst nicht aufzuregen. Die Wahl, das Land zu verlassen haben sie. Und ich meine damit ganz bewusst alle Gläubigen.

    Das mussten auch unsere Christen in den letzten Jahrzehnten lernen. Auch die haben sie hysterisch beschwert als man auch nur daran dachte, mal diese dummen Kreuze aus den Schulklassen zu verbannen.

    Und genauso haben sich die Muslime jetzt an Ähnliches zu gewöhnen. Eine Gesellschaft ist keine "One-Man-Show".

  • 16.03.2009 20:18 Uhr

    von Nameh:

    WAS HABEN EIGENTLICH ALLE GEGEN DISKRIMINIERUNG?


    ..ausgehend vom Wortsinn bedeutet es zunächst einmal nur "Unterscheidung". Und Unterscheidung ist gut und notwendig - solange sie GERECHTFERTIGT ist. Das sieht auch unser Grundgesetz so.

    Daher werden auch Christen im Alltag diskriminiert - z.B. in der Art, dass sie im öffentlichen Dienst kein Kopftuch tragen dürfen.

    Dies ist wegen des "Neutralitätsgebots" des Staates gerechtfertigt (strittig aber herrschende Ansicht in der Rechtsprechung / zumindest bzgl. des öffentlichen Dienstes - anders hingegen z.T. bei privaten Arbeitsverträgen).

    FAZIT:

    Diskriminierung ist eben manchmal notwendig, um ein ausgewogenes soziales Umfeld zu schaffen und zu erhalten. Solange es "verhältnismäßig" ist, gibt unser Grundgesetz dazu eindeutig die Möglichkeit.

    Daran haben sich Christen und Muslime (usw.) zu orientieren und sich gefälligst nicht aufzuregen. Die Wahl, das Land zu verlassen haben sie. Und ich meine damit ganz bewusst alle Gläubigen.

    Das mussten auch unsere Christen in den letzten Jahrzehnten lernen. Auch die haben sie hysterisch beschwert als man auch nur daran dachte, mal diese dummen Kreuze aus den Schulklassen zu verbannen.

    Und genauso haben sich die Muslime jetzt an Ähnliches zu gewöhnen. Eine Gesellschaft ist keine "One-Man-Show".

  • 16.03.2009 20:17 Uhr

    von Nameh:

    WAS HABEN EIGENTLICH ALLE GEGEN DISKRIMINIERUNG?


    ..ausgehend vom Wortsinn bedeutet es zunächst einmal nur "Unterscheidung". Und Unterscheidung ist gut und notwendig - solange sie GERECHTFERTIGT ist. Das sieht auch unser Grundgesetz so.

    Daher werden auch Christen im Alltag diskriminiert - z.B. in der Art, dass sie im öffentlichen Dienst kein Kopftuch tragen dürfen.

    Dies ist wegen des "Neutralitätsgebots" des Staates gerechtfertigt (strittig aber herrschende Ansicht in der Rechtsprechung / zumindest bzgl. des öffentlichen Dienstes - anders hingegen z.T. bei privaten Arbeitsverträgen).

    FAZIT:

    Diskriminierung ist eben manchmal notwendig, um ein ausgewogenes soziales Umfeld zu schaffen und zu erhalten. Solange es "verhältnismäßig" ist, gibt unser Grundgesetz dazu eindeutig die Möglichkeit.

    Daran haben sich Christen und Muslime (usw.) zu orientieren und sich gefälligst nicht aufzuregen. Die Wahl, das Land zu verlassen haben sie. Und ich meine damit ganz bewusst alle Gläubigen.

    Das mussten auch unsere Christen in den letzten Jahrzehnten lernen. Auch die haben sie hysterisch beschwert als man auch nur daran dachte, mal diese dummen Kreuze aus den Schulklassen zu verbannen.

    Und genauso haben sich die Muslime jetzt an Ähnliches zu gewöhnen. Eine Gesellschaft ist keine "One-Man-Show".

  • 16.03.2009 19:50 Uhr

    von Marti:

    Ach nur so nebenbei, wenn man mehr darüber wissen will, wie Muslime Nichtmuslime sehen, sollte man einfach mal nach Begriffen wie "Kuffar" oder "Harbi" googeln.

  • 16.03.2009 19:49 Uhr

    von haydar:

    Nein, hierzulande hat es noch nie Rassismus gegeben, und wie, Islamfeindlichkeit? Frechheit! Hierzulande wurden & werden Ausländer, Muslime & sonstige Nichtchristen immer nur nett behandelt & wer was anderes sagt, ist bestimmt ein mieser Zwangsverheirater, der nicht anständig Deutsch sprechen will!

    Ansonsten kümmert's die Kelek in ihrer standardisierten Attitüde & mit ihrer binären Wahrnehmung mal wieder gar nicht, dass heutzutage kaum noch klassische Rassisten existieren, sondern sich auch der allerletzte bürgerlichen-Mitte-Halbfanatiker den Schafspelz aus "Ich hab ja gar nix gegen Ausländer, aber diese Muslime gehören ALLE abgeschoben!"-istan übergezogen hat, so dass zwischen gerechtfertigter Religionskritik und dürftigst getarntem Oberrassismus nicht mehr hinreichend & nachhaltig unterschieden werden kann...& die halbe "politicallyincorrect"-Entourage hat sie irgendwie auch mal wieder mit reingeschleift hier ins Forum...oder sollen das alles so richtig echte Linke sein, die wegen Altersrechtsruck ihre Islamkritik nicht mehr anders artikulieren können als alles in einen Topf zu werfen?
    Sorry, aber viele klingen hier m.E. eher stark nach paranoiden Reihenhausbesitzer (z.B. die Sorte, die auch glaubt, eine Waffe im Schlafzimmer erhöhe irgendwie die persönliche Sicherheit).

  • 16.03.2009 19:47 Uhr

    von spital8katz:

    Auch wenn es vielen taz- und multikultigläubigen nicht schmecken mag:

    Türken und andere Mitmenschen moslemischen Glaubens sind für deutsche Ureinwohner und auch nichtmoslemische Zuwanderer oft nur schwer zu ertragen.

    Wobei das Problem mit zunehmender Nähe zu diesen Mitmenschen wächst. Gutsituierte Bewohner im "Rotweingürtel" teildeutscher Großstädte haben da (noch) weniger Probleme...

    Menschen mit einer ablehnenden Haltung gegenüber moslemischen Einwohnern als "Rassisten" zu bezeichnen, ist schon vom Vokabular her falsch, denn der "Islam" ist keine Rasse. Er ist eine religiös verbrämte Ideologie.

    Zweck dieses beliebten Allzweckvorwurfs ist die Ausgrenzung des überwiegenden Teils der "indigenen" Bevölkerung als rechtsradikale Unverbesserliche.

    Wobei die Bezeichnung "indigene Bevölkerung", im Normalfall in einem anderen Sinne gebraucht, sehr bald sehr begründet sein dürfte.

  • 16.03.2009 19:45 Uhr

    von spital8katz:

    Auch wenn es vielen taz- und multikultigläubigen nicht schmecken mag:

    Türken und andere Mitmenschen moslemischen Glaubens sind für deutsche Ureinwohner und auch nichtmoslemische Zuwanderer oft nur schwer zu ertragen.

    Wobei das Problem mit zunehmender Nähe zu diesen Mitmenschen wächst. Gutsituierte Bewohner im "Rotweingürtel" teildeutscher Großstädte haben da (noch) weniger Probleme...

    Menschen mit einer ablehnenden Haltung gegenüber moslemischen Einwohnern als "Rassisten" zu bezeichnen, ist schon vom Vokabular her falsch, denn der "Islam" ist keine Rasse. Er ist eine religiös verbrämte Ideologie.

    Zweck dieses beliebten Allzweckvorwurfs ist die Ausgrenzung des überwiegenden Teils der "indigenen" Bevölkerung als rechtsradikale Unverbesserliche.

    Wobei die Bezeichnung "indigene Bevölkerung", im Normalfall in einem anderen Sinne gebraucht, sehr bald sehr begründet sein dürfte.

  • 16.03.2009 19:43 Uhr

    von spital8katz:

    Auch wenn es vielen taz- und multikultigläubigen nicht schmecken mag:

    Türken und andere Mitmenschen moslemischen Glaubens sind für deutsche Ureinwohner und auch nichtmoslemische Zuwanderer oft nur schwer zu ertragen.

    Wobei das Problem mit zunehmender Nähe zu diesen Mitmenschen wächst. Gutsituierte Bewohner im "Rotweingürtel" teildeutscher Großstädte haben da (noch) weniger Probleme...

    Menschen mit einer ablehnenden Haltung gegenüber moslemischen Einwohnern als "Rassisten" zu bezeichnen, ist schon vom Vokabular her falsch, denn der "Islam" ist keine Rasse. Er ist eine religiös verbrämte Ideologie.

    Zweck dieses beliebten Allzweckvorwurfs ist die Ausgrenzung des überwiegenden Teils der "indigenen" Bevölkerung als rechtsradikale Unverbesserliche.

    Wobei die Bezeichnung "indigene Bevölkerung", im Normalfall in einem anderen Sinne gebraucht, sehr bald sehr begründet sein dürfte.

  • 16.03.2009 19:19 Uhr

    von JanChris:

    Ich erkenne die taz nicht wieder .....

  • 16.03.2009 18:11 Uhr

    von Katzenmutti:

    Hey - welche Ueberraschung! Ich haette es ja fast schon nicht mehr fuer moeglich gehalten, dass der taz doch noch 'mal ein Licht aufgeht. Besteht etwa doch noch Hoffnung?

    Sehr guter Artikel, Frau Kelek, vielen Dank fuer die klaren Worte.
    Sehr interessant auch, dass sich offenbar ganz bestimmte Leute auf die Fuesse getreten fuehlen hier...

    Ich bin jedenfalls froh, dass die taz doch wieder Chancen hat, nun wieder ernstgenommen zu werden. Dieser Artikel war der erste Schritt.

  • 16.03.2009 18:09 Uhr

    von Degnaphta:

    Was ist das denn für eine Konzentration an Menschenfeindlichkeit scheinbar kompletten Unverständnis für Religiosität?

    Religiöse Kriterien als Basis für faschistoide Denkweisen und damir einhergehende Ausgrenzungen sind ebenso böse und schlecht wie wirtschaftliche, ethnische oder sonstige Gründe.
    Die Autorin ist möglicherweise gezwungen, ihre die Religionsfreiheit verspottenden Ansichten zu verbreiten. Vielleicht droht die Kündigung? Vielleicht würden ansonsten ihre Kinder getötet? Vielleicht gibt es keine besseren journalistischen Möglichkeiten für einen mit ner Vier im Grundkurs Deutsch?
    Wie auch immer, bleibt es der Spekulation des Lesers überlassen.

    Besonders daneben und augenfällig ist der krampfhafte Versuch eine Gegensatzpaar aus Moslem - Deutscher zu machen. Gibt es keine deutschstämmigen Muslime? Sind die durch unser Grundgesetz nicht gedeckt?

    Daß sich die taz nicht zu schade ist, dieses islamophobische Geschwurbel an den Leser zu bringen, zeigt die Macht der hinter der Journaille steuernden Geldsäcke. Die schlichten Gemüter sollen aufeinander gehetzt werden. Das hat Ende der 20er geklappt. Warum sollte es heute nicht nochmal funktionieren?
    Da selbst Abiturienten heutzutage als ethikbefreite Moralkrüppel und weitgehende Nullchecks ins Leben entlassen werden, gibt es leider genügend zu Allem bereiten Nachwuchs in den Redaktionen.
    Das Broderline-Syndrom scheint es bezüglich des Ansteckungsaspektes mit Pest und Cholera aufnehmen zu können. Vielleicht sollten sich die Damen und Herren der taz mal alte Ausgaben schnappen, um dem Phänomen FDGO und Humanismus mal nachzuspüren.

    Jehova/Gott/Allah, bitte laß es Herz und Verstand regnen ... bitte, bitte ...


    edit:
    Dies ist die überarbeitete Version, die hoffentlich von der Zensur durchgelassen wird.

  • 16.03.2009 18:03 Uhr

    von stecher:

    Was ist los TAZ?
    Wollt ihr den Rassismus der Antirassisten aufgeben und von nun an alle Menschen und Religionen gleich kritisieren?

  • 16.03.2009 17:23 Uhr

    von A-Gnostiker:

    Diese Artikel gibt Hoffnung.

    Meine Empfehlung an alle, eignet Euch ein Grundwissen über den klassischen und orthodoxen Islam, sprich Koran, Hadiths (Sunna), Konsens der Gelehrten und Analogieschluss an.

    Ihr werdet leicht erkennen, dass hier ein Konsens mit der rechtsstaatlichen Demokratie nahezu unmöglich erscheint.

    Es gab einmal eine islamische Aufklärung, die ihren Ausgangspunkt aus Übersetzungen des Aristoteles und des Platon durch christliche Araber hatte und von muslimischen Denkern übernommen wurde.

    Hier die herausragendsten Denker dieser Denkschule im Islam: al-Farabi, ibn Senna und ibn Rushd. Sie unterlag aber im Mittelalter der Orthodoxie. Sie wurde lediglich, neben anderen Einflüssen der griechisch-römischen Antike, in die europäische Renaissance tradiert. Im Islam ist sie aber mit wenigen Ausnahmen so gut wie tot.

    Dies alles sollte auch bedacht werden, wenn wir uns mit Integration von Muslimen beschäftigen.

  • 16.03.2009 17:20 Uhr

    von A-Gnostiker:

    @Art

    Sie bezeichnen Frau Keleks Artikel als abstrus. Es wäre hilfreich, Ihre Behauptung mit Belegen zu versehen.

  • 16.03.2009 17:02 Uhr

    von Thomas W:

    Ich kann kaum glauben, dass die TAZ noch soviel geistige und intellektuelle Freiheit an den Tag legt, um solchen Stimmen endlich ein offenes Forum zu geben.

    Was Frau Kelek schreibt, gilt in (vernünftigen) linken Kreisen hinter vorgehaltener Hand doch längst als verschwiegene Wahrheit. Man spricht diese Dinge aber nach wie vor sehr leise aus, denn man/frau will ja nicht als RassistIn gelten, oder? Laut werden wir erst, wenn unsere Kinder in Kreuzberg oder Wedding schulpflichtig werden, ist es nicht so?

    Es ist unglaublich, wie weit wir als Linke gekommen sind. Um nicht unseren eigenen Stigmata (rechtsradikal, rassistisch, etc.) anheimzufallen, trauen wir uns nicht mehr das offen auszusprechen, was längst für jedermann offensichtlich geworden ist. Wir spinnen uns ein und verweigern uns der Realität. Irgendwo auf halben Wege muss der gute Ansatz, den wir einmal hatten, in sein groteskes Gegenteil gefallen sein. Dieser Artikel ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.

  • 16.03.2009 16:42 Uhr

    von Knut:

    Danke für den Artikel, er hilft sicher einigen Zweiflern die Augen zu öffnen. Allzu leicht werden kritsche Deutsche, die sich zu Wort melden, als dumpfen Nazis abgestempelt.

  • 16.03.2009 16:28 Uhr

    von Karl Kees:

    @ Raida Chabib
    Ich lese ihren Leserbeitrag erst jetzt und muss auch dazu etwas Klarstellen. Sie sind im falschen Land wenn Sie eine Studie oder Meinung eines Verbands oder Instution als Wahrheit darstellen. Nein, nach den Prinzipien des Humanismus und der Aufklärung die (bis jetzt noch) hier gelten, hinterfrage ich alles nach der ergebnisoffenen kritischen Methode und ich muss sagen das ist alles nicht die Druckerschwärze wert. Ihre Denkweise, nämlich "So und nicht anderes ist es" ist muslimisch geprägt, sei es in der Koranschule, und den arabischen Schulen, wo auswendiggelernt und als Wahrheit dargestellt wird, und nicht hinterfragt wird. Meine allerengsten Freunde durch mein Hobby sind anderer Hautfarbe, Nationalität, Kultur und Religion. Wenn ein Workshop veranstaltet wird, steht dort Haiti, DomRep, Cuba, Angola, Indien, Festlandchina usw., obwohl sie möglicherweise schon lange eine andere Staatsbürgerschaft haben und ihre Wurzeln positiv gesehen werden. Sie sollten mal sich überlegen warum es mit einem Teil der Bürger die Integration klappt mit dem anderen Teil nicht. Ein kleiner Tipp: Meine Schwester wanderte vor 40 Jahren mit ihrem deutschen Gatten nach Canada aus. Sie buchte auf eigene Kosten drüben zuerst man einen Sprachkurs, und bezeichnete sich in kürzester Zeit als Canadierin. Hier liegt der Hase im Pfeffer.

  • 16.03.2009 16:18 Uhr

    von keks:

    @ Martin

    "Wenn es für durchschnittliche taz-Redakteure immer schwerer wird das heiße Eisen Islam anzufassen, sind Artikel von islamkritischen Leuten mit muslimischem Hintergund eine sehr gute Idee."

    Da gebe ich ihnen recht, allerdings, und da bin ich wieder ganz schnell bei Necla Kelek, würden dieselben Wort wie die von Necla Kelek von einem Deutschen oder einer Deutschen kommen, würde sofort unterschwellig der Rassismusverdacht kommen, und zwar von den Deutschen selbst, also denen, die meinen über dieses Thema eine Meinunghoheit zu haben.
    Warum, möglicherweise weil Fakten nur von "Insidern" akzeptiert werden, also von Leuten, die selbst aus dem Land kommen, oder einiges worüber sie sprechen selbst erlebt haben.
    Alle anderen, die sich anmaßen über bestimmte Sachverhalten ihre Meinung kund zu tun, werden dann nur zu gern in der Rassismusschublade abgelegt, manche zu recht, manche zu unrecht, was aber diese Leute nicht weiter stört.
    Und mittlerweile muß ich ganz ehrlich sagen, es ist mir schon fast egal, sollen doch die Muslime machen was sie wollen, mir doch egal, solange sie nicht gegen Gesetze verstoßen.

    Meine Güte, dann heiraten deren Töchter eben mit 14, was solls. War doch schon immer so. Haben das bestimmte Leute nicht gewußt ? Komisch, warum eigentlich ? Scheuklappen ?

  • 16.03.2009 16:09 Uhr

    von Karl Kees:

    Herzlichen Glückwunsch zu diesem Artikel Frau Kelek, ich kann jedes Wort davon bestätigen. Ich bewundere Ihren Mut, und ich erkenne gleichzeitig wie weit es in unserer "freiheitlichen"(???)Gesellschaft schon gekommen ist daß man eigentlich eine Selbstverständlichkeit schon bewundern muss. Ich erlebe Beruflich und Privat dies was Sie anprangern, ich erlebe aber auch privat - mein allerengster Freundeskreis ist anderer Hautfarbe, Nationalität, Kultur und Religion - daß es auch anders geht, sofern eine bestimmte Religion nicht das Sagen hat.

  • 16.03.2009 15:24 Uhr

    von Carsten K.:

    Ein Superartikel! Ausdrücklichen Dank dafür. Dass dieser Beitrag in der taz stehen darf, ist schon ein bemerkenswerter Beleg dafür, dass der Druck der Realität auf der Straße inzwischen auch beim überzeugtesten Multikulti-Idealisten angekommen ist. Ein kritischer Diskurs über Sachlage, Möglichkeiten und Grenzen der Integration muslismischer Bevölkerungsteile ist längst überfällig. Nochmals vielen Dank dafür, dass ihr ihn hier ermöglicht und keine Rechtsextremismus-Reflexe zeigt, wenn man eine kritische Bestandsaufnahme wagt. Sehr cool!

  • 16.03.2009 15:19 Uhr

    von A-Gnostiker:

    Diese Artikel gibt Hoffnung.

    Meine Empfehlung an alle, eignet Euch ein Grundwissen über den klassischen und orthodoxen Islam, sprich Koran, Hadiths (Sunna), Konsens der Gelehrten und Analogieschluss an.

    Ihr werdet leicht erkennen, dass hier ein Konsens mit der rechtsstaatlichen Demokratie nahezu unmöglich erscheint.

    Es gab einmal eine islamische Auklärung, die ihren Ausgangspunkt aus Übersetzungen des Aristoteles und des Platon durch christliche Araber hatte und von muslimischen Denkern übernommen wurde.

    Hier die herausragendsten Denker dieser Denkschule im Islam: al-Farabi, ibn Senna und ibn Rushd. Sie unterlag aber im Mittelalter der Orthodoxie. Sie wurde lediglich, neben anderen Einflüssen der griechisch-römischen Antike, in die europäische Renaissance tradiert. Im Islam ist sie aber mit wenigen Ausnahmen so gut wie tot.

    Dies alles sollte auch bedacht werden, wenn wir uns mit Integration von Muslimen beschäftigen.

  • 16.03.2009 15:13 Uhr

    von Frank:

    Dieser Artikel war für mich wieder einmal eine Bestätigung für mein Interesse an der taz und ein gutes Argument, sie auch weiterhin zu kaufen. - Überraschend häufig schafft es die taz, Autoren Platz für Artikel einzuräumen, die sich von der eigenen Sichtweise doch deutlich unterscheiden. Grosses Lob!

    Im Gegensatz zu Frau Kelek fehlen mir einige Einblicke, denn zum Beispiel die Diskussionen am 'Runden Tisch' mitverfolgen zu können, wäre sicher sehr erhellend, aber auch ausserhalb der 'grossen Politik' lässt sich feststellen, dass bestimmte Bevölkerungsgruppen intensiv mit der schwebenden Drohung eines Rassismusvorwurfs arbeiten. Erfolgreich arbeiten, wie leider festgestellt werden muss, denn viele Behördenmitarbeiter geben Forderungen lieber nach, als sich den Umständen eines Beschwerdeverfahrens auszusetzen.

    Die organisierten Interessenvertreter unterstreichen Ihre Forderungen nach weiterer Toleranz zunehmend auch mit diplomatisch formulierten Drohungen: Necla Kelek hat die IGD unvollständig wiedergegeben, denn im Original schreibt die IGD "Unter Islamfeindlichkeit verstehen wir, wenn Muslime herabwürdigend beurteilt und Diskriminierungen befürwortet werden. Dadurch werden Menschen in ihrer Würde verletzt und der gesellschaftliche Friede belastet." und auch Raida Chabib lässt im weiter unten stehenden Kommentar deutlich werden, dass ein "friedvolles Miteinander" nur möglich ist, wenn den Muslimen die uneingeschränkte Ausübung ihrer Religion gestattet wird. Das Kernproblem ist jedoch, dass eine ausgesprochen intolerante Ideologie auf eine tolerante Gesellschaft trifft und beide Gruppen - man muss bloss die Kairoer Erklärung über die Menschenrechte im Islam mit der Allgemeinen Erklärung Menschenrechte oder der Europäischen Menschenrechtskonvention vergleichen - höchst unterschiedliche Ansichten über Werte und Grundlagen einer Gesellschaft haben. Der Konflikt ist vorprogrammiert.

    Auffällig ist auch, dass sich in moslemisch dominierten Staaten wenig Anzeichen dafür finden lassen, dass man dort Minderheiten die gleichen Rechte einräumt, wie sie hier rigoros eingefordert werden. Aber auch in Deutschland werden zwar Toleranz (Sonder-)Rechte eingefordert, ohne dass man sich selber in der Lage sieht, eine angemessene Toleranz gegenüber der hiesigen Gesellschaft zu zeigen.

    Die Perspektiven für ein friedvolles Zusammenleben sind, da muss ich der IGD zustimmen, bedauerlicherweise gering. Aber trotzdem und auch unter Inkaufnahme gravierender Unruhen muss der Toleranz-bedingten Aufgabe von Werten entgegengewirkt werden, denn sonst gehen dieser Gesellschaft zwei wesentliche Eigenschaften verloren: Freiheit und Toleranz.

  • 16.03.2009 15:07 Uhr

    von Radiodays:

    Es ist nicht verwunderlich, dass die meisten Kelek-Anbeter Deutsche sind. Sie befriedigt ihre Ressentiments und bei jedem ihrer reaktionären Beiträge verfallen sie in ekstatische Zustände. Endlich eine, die es denen da heimzahlt. An diesem Tag brauchen sie nicht einmal Sex für ihren Orgasmus.

    Kelek ist eine, die längst nichts mehr mit ihrem Ursprungsland zu tun hat. Eigentlich besteht somit kein Grund mehr, dass sie sich mit diesen Menschen beschäftigt. Warum macht sie das aber trotzdem? Mit ihren Hasstiraden verdient sie leichtes Geld und kann mit ihrem Geschreibsel die Negativerlebnisse ihrer Vergangenheit verarbeiten.

    Es ist bestürzend, dass eine Spalterin wie Kelek nach wie vor gefragt ist. Schlimmer ist jedoch, dass die taz ihr diesen Platz erneut einräumt.

    Derzeit sind zwei muslimische Länder von fremden Nationen besetzt, die in diesen Ländern nichts zu suchen haben. Solange dies der Fall ist, braucht mir niemand die Geschichte von dem angeblich rückständigen Islam zu erzählen. Die aufgeklärten Beifallklatscher oben sind für mich dann glaubwürdig, wenn sie sich auch nach oben auflehnen. Ansonsten sind und blieben sie für mich Feiglinge.

  • 16.03.2009 14:43 Uhr

    von wanja:

    @ Unbequemer: Was ist denn "die eigene Kultur?"
    Sind Ihre Denkmuster nicht viel zu stereotyp?

    Die meisten deutschen & christlichen BILD Leser haben z.B. mit den meisten türkischen & muslimischen Hurriyet Lesern wahrscheinlich mehr gemeinsam, als mit den meisten deutschen, christlichen taz Lesern.

    Menschen wie Albert Einstein oder Romain Rolland, die sich z.B. gegen den Nationalismus gewehrt haben, der - amalgamiert mit Militarismus und Kapitalismus - zum I. Weltkrieg geführt hat, sind zu allen Zeiten, auch heute nötig. Frau Kelek ist ein solcher Mensch - auch wenn manche Sätze über den Islam vielleicht zu sehr verallgemeinern und Dinge als a priori behaupten, die durchaus historisch veränderbar sind.

  • 16.03.2009 14:32 Uhr

    von T. S.:

    Vielen Dank Frau Kelek und diesmal auch an die taz.

    Dieser Artikel lässt mich hoffen das es vielleicht doch möglich ist in den nächsten Jahren offen über den Islam zu diskutieren und zu hinterfragen ohne das gleich versucht wird mit der NS Keule mundtot gemacht zu werden.

    Hochachtungsvoll
    T. S.

  • 16.03.2009 14:21 Uhr

    von wanja:

    Ein ausgezeichneter Beitrag, und Frau Kelek ist bewundernswert mutig. Weiter so! Möge sie für viele ein motivierendes Vorbild sein!

    Es ist z.B. auch für die Muslime selbst nicht gut, wenn sie von fundamentalistischen Ansichten physisch und psychisch dominiert werden. Wenn Allah weise und gütig ist, wird er daran keinen Gefallen haben!

    Es scheint so, als missbraucht der Satan alle möglichen Religionen (und andere Weltansichten, vgl. Kommunismus, Wissenschaftsrationalismus), um in deren Namen seine Tier- und Menschenquälereien auf diesem Planeten durchzusetzen.

    @ Sven: Dein Kommentar strotzt nur so von Vorurteilen! - z.B. gegen Bündnis90DieGrünen.

    Diese Neigung zu Feindbildern, die aggressiv verurteilt, was sie gar nicht kennt, hast Du hier in Deinem Kommentar gerade mit vielen gemeinsam, die Du auf der "Gegenseite" vermutest. Die Grenzen verlaufen oft anders, als "man" derankt. Ich finde, Du solltest da einige Deiner Urteile dringend korrigieren.

  • 16.03.2009 14:16 Uhr

    von Max75:

    Ein wie immer hervorragender Artikel von Frau Kelek.

    Wer sich auch nur minimal und kritisch mit dem Islam auseinandergesetzt hat, die islamische Geschichte und die "modernen" islamischen Länder kennt, für den ist Islamophobie nicht nur NICHT rassistisch, sondern zwingend notwendiger und gesunder Menschenverstand.

  • 16.03.2009 14:06 Uhr

    von Aha II:

    Und der nächste Beweis für die Richtigkeit von Keleks Thesen:

    Diejenigen, die in diesem Blog gegen Kelek hetzen, unterstützen offen extremistische muslimische Organisationen. Dies gilt nicht "nur" wie bereits dargelegt für Raida Chabib.

    Dies gilt auch für den Diskussionsteilnehmer Omar Abo-Namous.

    Auch auf seinem Blog findet sich ein Link zu der extremistischen, verfassungsfeindlichen Milli Görüs und anderen offen verfassungsfeindlichen Organisationen.

    Liebe Frau Kelek, bitte machen Sie weiter! Lassen Sie sich bitte nicht von solchen Extremisten aufhalten!

  • 16.03.2009 14:02 Uhr

    von IEduard:

    Von faststaatsbürger:

    ...aber sind sie auch dabei wenn nach dem freitagsgebet vor der hinterhofmoschee, die polizei steht und sechzig jährige ihre pässe vorzeigen müssen..?
    -------------------------------------------------
    ...und was ist daran so unerträglich ?

  • 16.03.2009 13:57 Uhr

    von niemand:

    @aha:
    schade, dass man nach Ihrem Namen nicht googlen kann?!

  • 16.03.2009 13:55 Uhr

    von Conny:

    Muslime sind die einzige Bevoelkerungsgruppe, die einem immer unsympathischer wird, je mehr man sich mit deren "Kultur" der Ausgrenzung beschaeftigt.

  • 16.03.2009 13:51 Uhr

    von kunde86:

    nach der lektüre des artikels und einiger kommentare ist es mir wichtig mein Verstandenes wiederzugeben:
    ICh denke fr. kelek ist eine demokratin und steht als solche voll hinter der deutschen verfassung. diese regelt das oft viel zu wenig bedachte:

    Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

    das impliziert ohne auch nur den spur einer theologischen argumentation sofort die existenz Mehrerer Religionen und Mehrere Volksstämme, Kulturen usw.
    Deutlich wird daraus, dass es keine allgemein gültige, für jeden akzeptierbare meinung in diesen dingen/sachverhalten gibt. und somit Kein richtig und falsch. wir müssen mit schwarz-weiß färberei aufhören und nicht unser hauptaugemerk auf überzeugung legen sondern auf Konsens/dialog/harmoniebestrebungen...Kritik an Verbänden und Personen ist dabei in jede richtung erlaubt und unbedingt notwendig, denn nur gott ist allmächtig.

  • 16.03.2009 13:33 Uhr

    von Karen Hilling:

    Endlich ist die Realität auch bei der taz angekommen. Das ist der 1. ernsthafte Artikel zu dem Thema in der taz. Ohne ideologischen Ballast und devote Fremdenliebe, welche völlig unkritisch (und letztlich damit rassistisch) ist.

  • 16.03.2009 13:21 Uhr

    von Art:

    Keleks Ergüsse werden immer abstruser. Unfassbar, dass die taz so einen Blödsinn veröffentlicht.

  • 16.03.2009 13:15 Uhr

    von Marti:

    Danke für diesen sehr guten Artikel von Necla Kelek.

    Wenn es für durchschnittliche taz-Redakteure immer schwerer wird das heiße Eisen Islam anzufassen, sind Artikel von islamkritischen Leuten mit muslimischem Hintergund eine sehr gute Idee.

    Artikel von Seyran Ates, Mina Ahadi, Zafer Senocak, Bassam Tibi, Serap Cileli, Ahmed Toprak, Ayaan Hirsi Ali, Ibn Warraq und anderen könnten hier eine sehr fruchtbare Diskussion anstoßen.

    Das immer weitere Tabuisieren einer Auseinandersetzung mit dem Thema Islam macht die Probleme mit dem Islam nämlich zunehmend unlösbar


  • 16.03.2009 12:53 Uhr

    von Aha:

    @ Raida Chabib

    Wenn die inhaltliche Richtigkeit des Artikel von Keleks Artikel noch eines Beweises bedurft hätte (wohlbemerkt hätte!), Sie haben ihn geliefert.

    Sie, sehr geehrte Frau Chabib, publizieren u.a. auf Islam.de, einer Seite, die offen mit extremistischen Vereinigungen wie Milli Görüs zusammenarbeitet und auf deren Web-Seiten verlinkt.

    Genau solchen Organisationen wirft Kelek "Knüppel zwischen die Beine" (um bei Ihrer Wortwahl zu bleiben). Nur das geben Sie nicht zu, sondern behaupten es gehe gegen die "Gleichheit". Sie meinen wohl die Gleichheit, die Extremisten wie Milli Görüs vertreten. Dann sagen Sie es bitte auch offen, statt die üblichen Verschleierungstaktik zu verfolgen!

  • 16.03.2009 12:32 Uhr

    von Peter Roth:

    Vielen Dank Frau Kelek,
    Ich habe speziell in der TAZ selten einen so guten, und leider wahren Beitrag gelesen.
    Das das unverbesserlichen Multikulti-Begeisterten nicht gefällt haben haben sie sicher erwartet. Ich ünschte es gäbe mehr Menschen ihres Schlagen in den Medien.

  • 16.03.2009 12:30 Uhr

    von Axel Dörken:

    Ich freue mich über so viel Resonanz! dachte ich doch: "da traut sich bestimmt wieder niemand öffentlich Stellung zu beziehen!" - Danke, dass ich mich mit eurer Hilfe eines anderen belehrt habe.

    Es ist also nicht der Papst, bzw. die katholische Kirche, allein der der Unfehlbarkeit und Göttlichkeit seiner selbst durch Fehler widerspricht, auch im Islam gibt es diese, bzw. ähnlich geartete Erlebnisse.

    Meine Frage: Wie lange halten sich solchartige Religionen noch, bis erkannt wird, wie überholt ihre Struktur ist?

    Spiritualität ist für mich sehr wichtig. Eine Religion nicht.

  • 16.03.2009 12:28 Uhr

    von Sven:

    Eine verrückte Welt!

    Heute wird man in "die rechte Ecke" gestellt, wenn man es wagt den Islam zu hinterfragen.

    Die Propaganda-Maschine der Islam-Verbände wirkt!

    Und wen interessiert es schon, dass die Nationalsozialisten im Islam ihren besten Verbündeten sahen?

    Die gleichen GrünInnen und ähnliche, die sich ansonsten kämpferisch für feministische Positionen einsetzen, kämpfen zugleich für die Unterdrückung der Frau im und durch den Islam - und das Kopftuch ist "nur" das äußere Zeichen dieser Unterdrückung. Die gleichen, die alles und jeden versuchen in den Verdacht des "Antisemitismus" zu bringen, demonstrieren mit den Mördern unserer jüdischen Brüder und Schwestern auf Veranstaltungen bei denen Rufe wie "Juden ins Gas" und ähnliches geschrien werden. Usw...

    Ironie an der Geschichte: Wenn die GrünInnen und andere, die sich dezeit für die Verbreitung des Islam einsetzen, ihr Ziel erreichen, werden sie die ersten sein, die auf den Todeslisten der von ihnen geförderten stehen. Und die einzigen, die sich einem solchen Szenario entgegenstellen, sind Menschen, die von eben diesen GrünInnen und ähnlichen hassserfüllt in die "rechte Ecke" gestellt werden.

    Noch eine Anmerkung: Vielleicht sollten sich einige der Islam-Befürworter einfach einmal den Koran durchlesen. Ihnen würde - wie Biermann und anderen - die Klappe runterfallen. Es gibt kaum ein anderes Buch, das so hassserfüllt, so menschenverachtend und so antisemitisch ist. Aber genau das ist das Problem! Die Befürworter haben sich eben damit nie befasst! Statt dessen unterstützen sie ihren eigenen Untergang.

    Hauptsache der Kampf "gegen Rechts", der Kampf gegen das Bürgertum in Deutschland, geht weiter.

    Zum Kotzen!

  • 16.03.2009 12:19 Uhr

    von maria:

    @Raida Chabib

    Ich würde hier zu gern mal etwas darüber lesen, wie es denn zu dieser Islamfeindlichkeit in Deutschland kommen konnte - wenn sie tatsächlich so verbreitet ist.

    Ich habe bei meiner ehrenamtlichen Tätigkeit mit sehr vielen Moslems zu tun und muss leider sagen, sie grenzen sich ab, sie wollen keinen Kontakt, sie meiden Andersgläubige, sie wollen kein Deutsch sprechen und lernen es auch nur soweit es unbedingt erforderlich ist. Sie bleiben unter sich und sie wollen im Ghetto leben. Die, die irgendwann versuchen dort raus zu kommen, geben als Argument häufig nicht etwa einen Integrationswunsch an, sondern dass ihnen auf der Schule ihrer Kinder zu viele Ausländer sind. Sie erwarten in allem und jedem maximale Rüchsichtnahme, wollen aber selbst nicht einen Schritt für andere zurückweichen.

    Das ist die Realität - und es ist zum verzeifeln. Ich kümmere mich trotzdem, versuche beharrlich einen Zugang zu finden, tolerant zu bleiben, Verständnis zu haben - bei mäßigem Erfolg.

    Wenn man dies mikrokosmopolische Verhalten nimmt und dazu die weltweit politische Agitation der Moslems, dann würde es mich wundern, wenn es keine Probleme geben würde. In Deutschland werden immerhin für die Bevölkerung inakzeptable Gesetze installiert, die aufgrund von Drohungen islamischer Fundamentalisten zustande gekommen sind. Ich habe nie gehört, dass ein mir bekannter Moslem auf Distanz zu diesen Fundamentalisten gegangen ist und ihre Taten verurteilt hätte. Die Ermordung weiblicher Familienangehöriger aus Gründen eines zweifelhaften Ehrbegriffs wird schon eher kritisiert, überwiegend aber nicht kommentiert - was man als Zustimmung werten könnte.

    Es liegt in der Hand der Moslems, etwas für Akzeptanz und gegen Diskriminierung zu tun.

  • 16.03.2009 12:13 Uhr

    von Siduri:

    Frau Kelek - Danke für die klaren Worte! Als assyrische Christin aus der Türkei kann ich jedes Wort nur unterstreichen! Positiv überrascht bin ich von der taz - solch einen Artikel zu drucken. Die Europäer brauchen sich nur eine Frage zu stellen: Wo sind die Christen des ehemals christlichen Nahen Ostens - einschließlich Türkei hin?

  • 16.03.2009 12:10 Uhr

    von Rosi:

    Also meine Abneigung haben sich die Muslime in 35 Jahren hart erarbeitet. Jetzt koennen sie diese auch haben.

  • 16.03.2009 12:07 Uhr

    von Lisa:

    Und das bedeutet im Umkehrschluß:
    Wenn es rassistisch ist, gegen Türken zu sein, dann sind Türken eine "Rasse"?!
    Im Gegensatz zu "den Deutschen" oder wie?
    Nach welchen "Rassestandards"?!

    Herr Kiwitt sollte erst mal denken, bevor er unsinniges Zeugs von sich gibt.

  • 16.03.2009 12:02 Uhr

    von Marc:

    Liebe Frau Kelek, vielen Dank für diesen aufschlussreichen Artikel. Wären Sie nicht in Istanbul geboren und somit türkischstämmig, sondern deutscher Herkunft, würde man Ihnen wohl vorwerfen ein Nazi zu sein.
    Positives wird leider viel zu oft im „RAM-Speicher“ abgelegt, während negative Ereignisse gerne mehrfach auf „USB-Stick“, „Festplatte“ und „CD-ROM“ gesichert werden um sie immer wieder erneut als Repressalien verwenden zu können.

    „Je kleiner der Geist umso größer die Abneigung gegen alles Fremde und Unbekannte“
    (Verfasser unbekannt)

  • 16.03.2009 11:52 Uhr

    von Omar Abo-Namous:

    Dass Frau Kelek nun als Zeugin (die nichts gesehen hat) für islamfeindlich eingestellte Zeitgenossen gilt, ist schon bedrückend.

    "Frau Kelek, ich wusste schon immer, dass diese Menschen mit der komischen Sprache, die ich nicht verstehe, schlecht über mich gesprochen haben (warum sonst benutzen sie eine mir fremde Sprache?). Danke, dass Sie es mir bestätigt haben. Nun kann ich sie ja berechtigterweise dafür in den Magen treten.."

    Dabei spricht Frau Kelek über eine Bevölkerungsgruppe, in der sie schon längst nicht mehr anwesend ist.

    Wenn selbst Diskriminierung bei der Arbeitssuche als "o.k." betrachtet wird, dann muss man sich fragen, ob Frau Kelek abseits von ihren Horror-Vorstellungen von Muslimen und ihren offensichtlich den Staat unterwandernden "Funktionären" noch Rassismus ausmachen kann. Machen wir mal den einfachsten Vergleich: Wie fände es Frau Kelek, wenn Frauen ohne Kopftuch vom Unterrichten abgehalten würden?

    Interessant auch folgendes: Als diskriminiert können Muslime nur dann gelten, wenn keiner unter ihnen schlecht über Deutsche (oder einfach nur andere) redet! Deshalb empfiehlt Frau Kelek den Verbänden auch das "Kehren vor der eigenen Haustür". Das ist aber komisch. Kann man dann auch nicht von Rechtsradikalität sprechen, wenn doch durchaus Italiener, Spanier und Chinesen (ja, und Türken und Araber) schlecht über Deutsche reden? Der gleichen Logik folgend ist die Diskriminierung von Ausländern "o.k." und kann nicht beanstandet werden.

    Ach, und noch eine Kleinigkeit: Dass man sich als Abkömmling von Muslimen nicht frei entscheiden kann, welcher Religion man folgen möchte, ist ein Mythos, den selbst die zum Kulturislam konvertierte Frau Kelek heute noch aufrecht erhalten kann! Sie wäre wahrscheinlich auch gerne zum Christentum oder zum Atheismus konvertiert, aber noch gibt das (Kultur-)Muslimsein einen Hauch von Authentizität, der sich schnell in bare Münze übersetzen lässt, wenn man weiß, aus welchen Töpfen man schöpfen soll..

  • 16.03.2009 11:36 Uhr

    von Hans.Lotus:

    Wow, Frau Kelek schreibt in der taz und dann noch gleich einen solchen Artikel.

    Danke Euch dafür, ist es doch ein deutliches Anzeichen dafür, daß auch der linke Teil des politischen Spektrums so langsam zu begreifen scheint, wie die Dinge hier wirklich laufen und was hier vor unseren Augen immer stärker wird.

    Denn es gilt auch und gerade im Zusammenhang mit dem Islam:"Wehret den Anfängen!"



    @Raida Chabib:

    Ihrer unangebrachten, schäumenden Entrüstung möchte ich nur eine Frage entgegensetzen: An was liegt es denn wohl, daß der Islam in Deutschland immer mehr abglehnt wird? An den Deutschen, die früher dabei immer nur an "1001 Nacht" dachten und ihn erst in letzter Zeit näher kennenlernen "durften" - oder doch eher an vielen Muslimen mit ihrem Verhalten in Deutschland und anderswo selbst?

  • 16.03.2009 11:33 Uhr

    von Arne:

    Ein wirklich großartiger Artikel, der insbesondere dadurch an Überzeugungskraft gewinnt, dass sich hier ein nicht gerade als "rechts" bekanntes Blatt kritisch mit dem Thema auseinander setzt! Klasse!!! Vielen Dank!

  • 16.03.2009 10:55 Uhr

    von Corrina Gomani:

    Auch unangenehme Wahrheiten müssen gesagt werden. Nur tut dies Frau Kelek wieder einmal monokausal und stark verallgemeinernd. Warum geling ihr nicht, die wohl begründete Aversion gegen die muslimischen Interessenverbände und bestimmte Moscheevereine vom Islam allgemein wie vom "normalen" Alltag der Gläubigen zu trennen und in fruchtbare Aufklärung umzumünzen. Statt dessen bedienen ihre ausschließlich auf dem organisierten Turko-Islam und dessen Resultaten fussenden Kritiken nur islamophobe Tendenzen.

  • 16.03.2009 10:51 Uhr

    von Raida Chabib:

    KELEKS KRITIK-MANIE: EIN KNÜPPEL GEGEN GLEICHHEITSRECHTE
    Mir verschlägt es die Sprache, wie unsachlich Frau Kelek in diesem Artikel und wohl in ihren anderen Auftritten das Thema Diskriminierung von Muslimen angeht.
    Bereits in ihren Einstiegssätzen wird deutlich, dass sie die Begründung muslimischer Verbandsvertreter zum Rassismus nicht adäquat wiedergibt um sie anschließend zu kommentieren, wie es in Komentaren üblich ist. Bereits hier wird deutlich, dass Kelek, ihre missgückte Deutung dessen, was ihr das „Argumentationsmuster“ zu sein scheint als Grundlage für ihren Vorwurf nimmt, Muslime würden mit der Rassismus-Keule drohen, sobald jemand Kritik auszuüben versucht.

    Sie prangert die Behauptung an, Islamfeindlichkeit sei die derzeitig meist verbreitete Form des Rassismus in Deutschland als schlichte Erfindung muslimischer Verbandsvertreter.
    Damit blendet sie aus, dass bisher alle veröffentlichen Studien, die Rassismus bzw. Islamfeindlichkeit in Europa oder in Deutschland untersuchen, vor der Verbreitung islamfeindlicher Einstellungen warnen.
    Beispielsweise kommt die EUMC Studie (der EU Beobachtungsstelle für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit) zum Ergebnis, dass Muslime in Deutschland auf verschiedenen Ebenen benachteiligt werden und täglich Diskriminierung erfahren.
    Eine um sich greifende ablehnende Haltung gegenüber dem Islam und Muslimen innerhalb der deutschen Bevölkerung wird auch im Rahmen einer empirischen Langzeituntersuchung zur gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit am bielefelder Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung nachgewiesen.
    Die Ergebnisse dieser Studie über „Deutsche Zustände“ bestätigt das, was in verschiedenen Meinungsumfragen festgestellt wird: Die Ablehnung von Muslimen und von Phänomenen, die mit dem Islam in Verbindung gebracht werden, hat in Deutschland hohe Werte erreicht.

    Daher ist es nicht wie Frau Kelek meint, „Irre“, dass die „Spitzenorganisation des Islam in Deutschland die Muslime zu Opfern des Rassismus stilisiert“. Irrsinnig scheint dem informierten Beobachter, dass Kelek und ähnlich Gesinnte dieses langfristig gesellschaftsbedrohliche Faktum ignorieren und als taktische Lüge der Muslime deklarieren.
    Die Realitätsferne Keleks zeigt sich zudem in ihrer vermeintlichen „Enthüllung“, dass die Berichterstattung türkischer Medien über Diskriminierung in Europa auf eine Ausgrenzung der Muslime abstellten: hier eine Berichterstattung zu Diskriminierungserscheinungen beflissentlich als Abgrenzung zu deuten und damit zu verharmlosen, dass eigentlich Diskriminierung an sich zu Abgrenzung führt ist der Gipfel von Ignoranz.

    Schlimm erscheint es ihr, dass sogar das Kopftuchverbot für Lehrerinnen von Muslimen als Diskriminierung gewertet werden, fakt ist, dass die größte internationale Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch in ihrem im Februar veröffentlichten Bericht zum Ergebnis kommt, die in einigen Bundesländern bestehenden Verbote religiöser Bekleidungen verletzten grundlegende Menschenrechte und diskriminierten gezielt muslimische Frauen.

    Das Kelek das Rassismus-Argument muslimischer Verbandsvertreter als Knüppel gegen Kritik sieht, verdient einen Orden für Faktenverdrehung und für eine gelungene Selbstvermarktung auf Kosten benachteiligter Bevölkerungsgruppen. Knüppelförmig ist allein Keleks Kritik-Manie: ein Knüppel gegen das Recht auf freie Religionsausübung und gegen ein friedvolles Miteinander in gegenseitigem Respekt.

    Schade nur, dass Inkompetenz heutzutage mit so viel Anerkennung honoriert wird!

  • 16.03.2009 10:48 Uhr

    von christine rölke-sommer:

    Oi-wa-woi, dieser Artikel ist nicht diskriminierungsfrei!
    Woran ich das festmache? An diesem Satz: „Aber die Islamverbände sollten dabei (gemeint ist „das Sprechen“ über Rassismus in Deutschland und „das Vorgehen“ gegen selbigen) zunächst vor der eigenen Tür kehren und kritisch hinterfragen, wie manche, angeblich so tolerante und friedliebende Muslime über die Deutschen denken“.
    Dieser Satz, werte Frau Kelek, schrammt bestenfalls ganz knapp an „hate-speech“ vorbei. Er schließt über Herstellung und damit verbundene Herabsetzung einer Gruppe bzw. Bildung eines willkürlichen Gruppenbegriffs Menschen vom Miteinander-Sprechen aus, denn er will dies Miteinander-Sprechen nur bei Erfüllung einer Voraussetzung zulassen. Und damit ist die willkürlich hergestellte Gruppe zum Miteinander-Sprechen nicht mehr zugelassen, schließlich ist es nicht mehr sie, welche die Voraussetzungen ihres Mit-Sprechens bestimmt, sondern eine andere, überhaupt nicht näher bestimmte Gruppe (die durchaus auch mehrere sein kann). Dabei wissen wir noch gar nicht, was nun eigentlich die eine wie die andere Gruppe ausmacht, außer dass die eine irgendwie muslimisch definiert wird und sich selbst auch muslimisch definieren soll, wohingegen die andere auf jeden Fall nicht zu denen gehört, welche alles glauben, was in der Zeitung Hürriyet steht. Das letztere ist, ich schreib es lieber dazu, eine leichte satirische Überzeichnung der Heterogenität dieser anderen Gruppe, welche sich nach Lektüre des Artikels nur dadurch auszeichnet, dass sie darüber bestimmen darf, wer mit ihr darüber spricht oder nicht, wie hierzulande gegen Rassismus vorzugehen sei.

    Ich ahne – oder glaube und hoffe, zu ahnen – was Frau Kelek meint. Aber sicher sein kann ich mir nicht.
    Andererseits bin ich mir aber nach Lektüre dieses Artikels ganz sicher, dass Frau Kelek nicht nachvollzogen hat, welche Probleme darin liegen, dass „Bio-Deutsche“ hierzulande den verpönten Antisemitismus nicht nur in Philosemitismus umwandeln sondern, weil es sich mit scheinbar klar umrissenen Feindbildern doch besser leben lässt, durch Islamophobie ersetzen. Und diesem Vorgang des Ersetzens leistet ein solcher Artikel wie der obige aus Frau Keleks Feder Vorschub!

  • 16.03.2009 10:43 Uhr

    von A. Wick:

    Vor zwei Jahren hat sich das in der taz noch anderst angehört. Da wurde Frau Kelek noch als Lieferantin für konservative Kreise kritisiert. Und Heute? Bei der taz ist einigen anscheinend ein Lichtlein aufgegangen.

  • 16.03.2009 10:37 Uhr

    von Ösi:

    Wohne in Österreich, wo deutsche Entwicklungen manchmal erst 10 Jahre später ankommen. Hoffe, dass diese Diskussion ein bisschen schneller ist. Mir war schon vorher klar, dass in der Islam-Community abfällig über Deutsche und Ösis gesprochen wird und es kann ja nur so gehen, dass die islamische Zivilgesellschaft (=demokratisch und auf Basis der Menschenrechte) von sich aus den Anstoß für eine Korrektur gibt und in ihrer Szene dafür sorgt, dass eine Bewegung Richtung Demokratie und Menschenrechte einsetzt.

  • 16.03.2009 10:34 Uhr

    von Rosi:

    Ich kann Gruen deswegen schon lange nicht mehr waehlen. Vom Selbstverstaendnius dieser Partei her, muessten die Gruenen den Islam vehement bekaempfen. Da diese Partei aber den darin enthaltenen Faschismus nicht zu erkennen scheint, spreche ich den Gruenen auch in anderer Hinsicht das Urteilvermoegen ab. Nie wieder.

  • 16.03.2009 10:33 Uhr

    von otto:

    Endlich mal klare Worte, hab lange darauf
    warten müssen.
    Danke, Frau Kelek!

  • 16.03.2009 10:33 Uhr

    von Eckhardt Kiwitt, Freising:

    Wenn es rassistisch ist, gegen den Islam zu sein, dann ist Islam eine Rasse.
    Muslime sollten erst mal denken, bevor sie unsinniges Zeugs von sich geben.

  • 16.03.2009 10:18 Uhr

    von E. Enninga:

    Danke, Frau Kelek, für diesen Artikel. Ich empfinde es als Befreiung, dass ein Diskurs zu diesem Thema angestoßen wird. -
    Sie sagen: "Wer mitbekommt, wie eine Gruppe muslimischer Jungen und Mädchen, Männer und Frauen unter sich über deutsche Mädchen, die Deutschen oder die Juden reden, dem wird es schlicht die Sprache verschlagen über die Ablehnung und die Verachtung, die ihm entgegenschlägt." -- Ist das nicht zu pauschal dahergesagt? Handelt es sich bei diesen Leuten nicht doch nur um eine Minderheit?

  • 16.03.2009 10:12 Uhr

    von Kritik:

    Islam-Bashing auf unterstem Niveau. Vielen Dank Frau Kelek für diese nichts-sagenden und völlig sinnlosen Aussagen. Vielleicht sollte man von nun an von einer Diskriminierung der Mehrheit durch die Minderheit reden? Und wieso wird Rassismus mit Religion vermischt, und was anderes beweisen die hier stehenden Kommentare als die tatsächlich weit verbreitete Fremdenfeindlichkeit in Deutschland, die immer wieder auf stupide Weise mit einer diffusen Kritik an einer Religion verbunden wird, um den offenen Rassismus zu vermeiden.

  • 16.03.2009 10:03 Uhr

    von verwirrt und skeptisch:

    Ich finde, das Thema muss auf jeden Fall vorsichtiger behandelt werden als hier der ein oder andere Beitrag vermuten lässt. Eine derart einseitige Darstellung bietet nämlich dummerweise ebenso einen guten Nährboden für Fremdenfeindlichkeit. a) Muslim ist nicht gleich Muslim und b) Türke (Bsp.) ist nicht gleich Muslim - das lässt sich zwar aus dem Text entnehmen, aber auch leicht überlesen.

    Ich finde in einem solchen Bericht dürfen sich die Berichterstattungs- und persönliche Erfahrungsebene nicht vermischen. Vor allem, wenn ich lese, dass junge Muslime abfällig über Deutsche reden, frage ich mich, ob berücksichtigt wurde, dass die vorherrschenden diskriminierenden alltäglichen Erfahrungen dieser jungen Menschen eher Einfluss auf ihre Meinungsbildung haben könnten?

    Die Idee des Artikels ist gut, die Umsetzung leider verwirrend und unzureichend.

  • 16.03.2009 08:50 Uhr

    von faststaatsbürger:

    ach frau kelek,

    wie gut sie es doch haben, sie können heimlich "türken" beim fluchen belauschen, aber sind sie auch dabei wenn nach dem freitagsgebet vor der hinterhofmoschee, die polizei steht und sechzig jährige ihre pässe vorzeigen müssen..?

  • 16.03.2009 08:47 Uhr

    von redensart:

    obwohl ist mir klar ist, dass dieser kommentar nicht zugelassen wird, schreibe ich trotzdem..

    lassen Sie frau kelek ruhig sagen, was Sie nicht zu sagen wagen.. wenn zum beispiel diesen satz ein deutscher sagen würde, würde er in der luft zerrisen:
    "Rassismus ist wie Nazismus und Antisemitismus das Schlüsselwort, um zum Beispiel öffentliche Gelder zu akquirieren."
    liebe "linke" taz (!), ist das Euch klar, was das bedeutet? gratulierung würde "junge freiheit" schreiben und sich an Euch freuen... das problem in deutschland ist nicht der islam, sondern das selbstbild der deutschen mehrheitsgesellschaft..

  • 16.03.2009 08:43 Uhr

    von Sven:

    Hervoragender Artikel - Respekt Frau Kelek; Wirklcih gut - auch wenn sich bestimmr eingie jetzt auf den Schlips getreten fühlen!

    Ich bin gespannt auf kontruktive Kritik zu diesem Artikel aus deren Reihen.......

  • 16.03.2009 08:12 Uhr

    von deviantee:

    die anzahl der kommentare macht deutlich, welch heisses eisen hier angepackt wurde.
    das beschriebene phänomen der unterstellten fremdenfeindlichkeit, mit der auf jegliche form von kritik reagiert wird ist mir bereits bei vielen gelegenheiten selbst demonstriert worden.
    aber unsere vergangenheit wird offensichtlich immer noch dazu genutzt, uns durch einreden eines schlechtes gewissens zu gewünschtem verhalten zu bringen.
    die grundlegende haltung muslimischer bürger schlägt einem oft in einem rücksichtslosen und respektlosen verhalten entgegen, und wir bedanken uns fast noch dafür...
    wir sollten wieder ein wenig mehr bewusstsein für unsere nationalität bekommen, und nicht uns dafür entschuldigen müssen!
    mutig, mutig frau kelek!

  • 16.03.2009 07:55 Uhr

    von Kontrabassist:

    Vielen Dank an die taz-Redaktion für diesen Artikel. Vielleicht regt er einige Leser dieser Zeitunng doch mal zum Nachdenken an.

  • 16.03.2009 04:23 Uhr

    von Alchemy:

    Von Kommentator:
    "Auch die wenig einflussreichen musl. Verbänder in der BRD sind mir zu fundamental."

    Und warum tun die wahren Muslime nichts dagegen?
    Angst vor Terroristen?
    Hier in den Westlichen Ländern, sieht es so aus, als würde man dieses vorgehen dulden.

    PS: Es braucht nur einen Menschen, um den Islam zu vergiften.

    Von Unbequemer:

    "Und - was meint der Durchschnitts-Taz-Leser dazu? Ein Thema, was man wegdrückt, oder einfach uminterpretiert?"

    Angst vor dem Terroristen?
    Desinteresse?

    Der Muslime lebt sein Leben nach den Koran, redet nur in seine Muttersprache, Liebesbeziehungen zwischen Muslimischen Frauen und nicht Muslimischen Männern ist verboten. Kopftuch als symbol das man nach den Koran lebt.

    Wir müssen uns Europäer in unseren Europa nicht beweisen, das wir miteinander leben können.

    Die Lebensweise zwischen Islamgläubigern und Andersgläubigern passt einfach nicht zusammen.

    Trotzdem Akzeptieren wir die Islam Gläubigen, weil wir nicht nach den heiligen Buch gehen, sondern weil unsere Demokratie Religionsfreiheit Garantiert.

    PS: Nicht alle Muslime sind Fundamentalisten. Es gibt auch Muslime die sich nicht Isolieren. Aber irgentwie sieht es so aus, als ob dies die minderheit ist, in Europa.

  • 16.03.2009 02:57 Uhr

    von Anerkennender:

    Bleiben Sie am Ball liebe TAZ - evtl. gelingt es ihnen noch, dem Teufel der Verblödung von der Schippe zu springen!

    Dieser Kommentar enthält keinerlei Ironie oder ähnlichen Spott !

    Ich drücke Ihnen und unserem Land, jetzt einfach mal die Daumen.



  • 16.03.2009 02:20 Uhr

    von benyolcu:

    Nur weil Fr. Kelek keine blonden Haare, kann sie in der TAZ wohl die Meinung diverser Pseudo-Abendlandretter so einseitig und oberflächlich reinschreiben...
    Da wird so viel gemischt in diesem Beitrag - türkische Innen und Aussenpolitik, die Bedürfnisse von Muslimen, soziale Schieflagen, Integration, Assimilationsangst, Emanzipation, Boulevardpresse(Hurriyet) usw. Diese Themen haben zwar miteinander zu tun, aber das ganze oberflächlich zu einer Generalverurteilung bunt zu mischen ist wohl mehr als fragwürdig...

    Immer nur Parolen gegen Parolen... "Rassismus" gegen "Ehrenmord" -


    Kann sich Fr. Kelek nicht vorstellen, dass es Leute gibt - in den Verbänden - die sich wirklich für Werte einsetzen, die universell menschlich sind? Grundsätzliche Werte?

    Leute die sich das nicht vorstellen können oder wollen - tja - was sind das wohl für Autoren oder Menschen?

    Poltically Incorrect - auf so eine Webseite gehört der Artikel meiner Meinung eigentlich hin.

  • 16.03.2009 01:02 Uhr

    von vic:

    Islamophobie ist nicht zwingend rassistisch.
    Aber sie ist real, und sie ist falsch.

  • 16.03.2009 00:59 Uhr

    von fritz:

    Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun und die Autorin ist nicht viel besser. Im Zweifel sind Frauen aus muslimischen Laendern mit Kopftuch witziger und serioeser als ohne, aber es gibt immer solche und solche. Natuerlich ist eine kritische Einstellung zur doppelten Staatsbuergerschaft usw kein Rassismus, auch wenn Koch es zu seinem Thema macht, aber wie wir Irans Atombombe beurteilen uswusf hat schon was mit Kolonialismus zu tun. Zum Beispiel. Dummerweise koennen wir die deutsche Geschichte nicht ganz ausblenden. Sonst koennte man etwas deutlicher werden. Es sind nicht nur die Muslimverbaende, die die Rassismuskarte spielen. Es muss an der Gegend liegen.

  • 16.03.2009 00:52 Uhr

    von marco:

    Ein gelungener Artikel. Ich würde mir solche Gedanken auch von unserer Regierung wünschen.

    Grüße, marco

  • 16.03.2009 00:36 Uhr

    von balu:

    Frau Kelek benennt die Probleme präzise und hat meiner Erfahrung nach in jeder Nuance recht.

    Bei vielen Sozialprojekten, die staatlicherseits finanziert, Menschen unabhängig von ihren Weltanschauungen helfen sollen, wurde diese Art der Umwidmung schon vor etwa 15 Jahren begonnen.
    Es gab unter den entsprechenden GlaubensgenossInnen Tips, wie Projekte in ihrem Sinne übernommen werden können, und das wurde dann auch so in die Tat umgesetzt. Ich habe das leider mitansehen müssen. So einigen KollegInnen wurde da ganz übel mitgespielt.
    Wers nicht glaubt, soll mal zum Vereinsregister gehen und dort gucken, wer da inzwischen so in den Vorständen sitzt.
    Das wirklich Fatale ist, dass gerade ehemals progressive Projekte, die eben offen für Neues waren, als erstes übernommen wurden und deren Ansätze - ohne viel Aufhebens in der Öffentlichkeit zu machen - in ihr Gegenteil verdreht wurden.
    Für so manche Hilfesuchende wurde die Maxime der Beratung durch kulturidentische BeraterInnen zu einer ganz bösen Falle.

    Der kleine Lichtblick ist: Es ist nicht immer ausschließlich so. Es gibt auch Ausnahmen. Wie z. B. Frau Kelek. Aber die sind sehr selten. Ich hoffe allerdings, dass zunehmend mehr Menschen stärker darauf achten, was gesagt und getan wird, als sich mit einem Schlagwort-Austausch zufriedenzugeben oder auf vorgeschobene Plattitüden hereinzufallen - oder sich einfach dem banalen Gewaltverhalten zu unterwerfen.

  • 16.03.2009 00:03 Uhr

    von Andreas Haas:

    Diese Debatte um Islamophobie als "neue Formen des Rassismus" ist so lange komplett inakzeptabel, bis eine Negativliste aufgemacht wird, die aufzählt, wann man sich fürchten darf. Wenn Muslime, die zum Christentum konvertiert sind, neben ihrer Angst noch den Makel, eines Rassisten mit sich herumtragen sollen, dann zeigt das wohl, daß psychotherapeuthische Begriffsbildungen sich generell verbieten. Bei uns hat man im Mittelalter auch Menschen gefoltert, um ihnen bei der "Genesung" zu helfen.

  • 15.03.2009 23:12 Uhr

    von Peter:

    Allein die Herabstufung von Jesus Christus zu einem simplen Propheten des Islam ist eine unverschämte Gotteslästerung und Beleidigung des Christlichen Glaubens!

    Steinigt sie!!!!

    (Ach nein. War nicht so gemeint. Das Steinigen habe wir Christen ja abgeschaft, wir gehen auch nicht auf die Strasse und brüllen Morddrohungen wenn Pierre Vogel mal wieder Vater, Sohn und heiligen Geist beleidigt und ausserdem lieben wir unsere Feinde. Eigentlich sind wir überhaupt viel zu lieb...)

  • 15.03.2009 22:25 Uhr

    von dubo:

    @ Frau Kelek
    Ich habe noch nie erlebt, dass diese Frau ein einziges mal Muslime oder Islam in Schutz genommen hat.
    Desweiteren mischt sie türkische Tradition und die Religion durcheinander, was tatsächlich auch ein Problem der Muslime ist, nicht aber des Islams...
    Dinge sind viel zu komplex, als dass man immer mit dem selben Hammer rumhauen kann.
    Ich kann sie nicht ernst nehmen.

  • 15.03.2009 22:11 Uhr

    von s.fuchs:

    Dank an Necla Kelek für diese offenen Worte. Hier werden endlich mal Hintergründe und Methoden der Muslimverbände aufgedeckt. Sie sehen sich selbst zu gerne als Opfer und versuchen ihre eigene Intolleranz zu vertuschen.

    @ Kommentator:
    Richtig, Kritik wie sie N. Kelek äußert, hat nichts mit der Agitation und Fremdenfeindlichkeit von PI zu tun. Sie ist v.a. aus linkspolitischen Aspekten dringend notwendig. Und das wollen viele nicht verstehen.

  • 15.03.2009 21:59 Uhr

    von Eddie Marx:

    Danke für die offenen Worte. Toll, was für ein Gelumpe ich über meine Steuergelde mitfinanziere. Wahltag ist aber Zahltag. Ich freue mich schon!

  • 15.03.2009 21:35 Uhr

    von Leon Hartner:

    Und das in der taz... ich bin erstaunt...

    Wette: Der Artikel würde so nicht veröffentlicht werden, wenn er nicht von einer Türkischstämmigen geschrieben wäre.

  • 15.03.2009 20:52 Uhr

    von Masado:

    Was dabei rauskommt, wenn nach dem Islam gelebt wird, kann man am Iran oder Saudi Arabien genau beobachten.

    Von der Tatsache, das viel islamische Fanatiker die Westliche Kultur ablehnen und bekämpfen ganz zu schweigen.
    Erschreckender ist fast, was sich in den vielen Köpfen derer abspielt, die schon zum großen Teil hier in Deutschland geboren und aufgewachen sind...

  • 15.03.2009 19:48 Uhr

    von Kommentator:

    Dieser Artikel war hier längst überfällig.
    Höchste Zeit, auch unangenehme und diskussionswürdige Aspekte an der "schönen Religion" "Unterwerfung" (=Islam) zu besprechen.

    Zweierlei Kommentar von mir:
    1. Rassismus ist dem Koran und frommen Muslimen tatsächlich fremd.
    Einem gläubigen Muslim kommt bei rasistischen Kommentaren der Brechreiz.

    2. Sowohl der Koran und andere muslimsche Werke (Hadith etwa) las auch dessen wortgetreue Rezeption sind eine Gefahr für unsere Gesellschaft.
    Auch die wenig einflussreichen musl. Verbänder in der BRD sind mir zu fundamental.
    Konstruktive Kritik ist ein Muss!

    @ Frau Kelek
    Ihren Mut und ihren Kampfgeist für eine freie und offene Gesellschaft bewundere ich schon länger, Frau Kelek.
    Viel Kraft auch weiterhin!

    PS: Poltically Incorrect-Fremdenfeinden nicht das Feld überlassen!

  • 15.03.2009 19:34 Uhr

    von Unbequemer:

    Und - was meint der Durchschnitts-Taz-Leser dazu? Ein Thema, was man wegdrückt, oder einfach uminterpretiert?
    Auch wenn man jahrzehntelang es für schick gehalten hat, die eigene Kultur schlecht zu reden, sollte man irgendwann begreifen, daß diese Freiheit der Bewertung nur in einem demokratischen Rechtsstaat möglich ist und nicht in einem islamischen Gottesstaat. Wann schaffen die Linksintellektuellen den notwendigen Schritt, dieses zu erkennen und Konsequenzen zu ziehen?

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