• 22.06.2011

Missouri-Hochwasser bei Fort Calhoun

Ein Akw als Wasserburg

Seit einigen Tagen ist das Akw Fort Calhoun von Wasser umspült. Anfang Juni war im Kraftwerk ein Feuer ausgebrochen – 90 Minuten lang fiel die Kühlung aus.von Dorothea Hahn

  • 28.06.2011 10:43 Uhr

    von reclaim:

    Das passt jetzt echt nicht mehr in mein Weltbild rein:

    Die beinahe einzigen Mainstream Zeitungen/Zeitschriften, die noch Meldungen zu den aktuellen, hochbrisanten Entwicklungen in Fort Calhoun, Cooper, Los Alamos und Fukushima bringen, heißen derzeit BILD und FOCUS.

    Alle Anderen - inklusive der TAZ - schweigen und warten bis sie nächste belanglose Agenturmeldung zu irgendeiner Pressemeldung von TEPCO oder einer amerikanischen Behörde über den Ticker geht.

    Wer informiert sein will zu den Entwicklungen, dem kann ich nur enenews.com empfehlen (Die Artikel. Nicht die Kommentare). Auch der TAZ.

  • 27.06.2011 14:03 Uhr

    von Anne:

    Wie man in diversen US-Medien lesen konnte, ist jetzt die Gummiwurscht um das AKW geplatzt. Aber es gibt ja noch die Sandsäcke....Die Notstromversorgung (Dieselgeneratoren) ist angelaufen, da die Wasser in die Stromanlagen eingedrungen ist. Zur selben Zeit war die NRC vor Ort, aber es besteht ja keine Gefahr!?
    Bis heute habe ich nichts davon in den Nachrichten gehört und auch die sonst so eifrigen Print/online-Medien berichten nicht (außer der Zeitung mit den 4 roten Buchstaben). Ich wundere mich immer mehr so wie viele andere auch. Das ist anscheinend keine Meldung wert.
    Danke an die TAZ auf jeden Fall. So bin ich drauf gestoßen und google jeden Tag. Bitte nochmals ein update über die Situation für die deutschen Leser, liebe TAZ!

  • 27.06.2011 08:10 Uhr

    von einer:

    Korrektur: Nicht die Sandsäcke um den "swich-yard" haben aufgegeben, sondern der "Aqua Dam" ums Reaktorgebäude.

    "Flood wall fails at Fort Calhoun"
    ( http://www.omaha.com/article/20110626/NEWS01/110629782/1020977 )

    "Floodwater surrounded the nuclear plant's main electrical transformers after the Aqua Dam, a water-filled tubular levee, collapsed, and power was transferred to emergency diesel generators."
    "Plant operators later reconnected to off-site power [...]
    "Water now surrounds the auxiliary and containment buildings, which are designed to handle flooding up to 1,014 feet above sea level. The river is at 1,006.3 feet and isn't forecast to exceed 1,008 feet."

    Trennen also noch sechs Fuß (ca 2m) die Hochwasser-Vorhersage von der Überschreitung der Auslegung. Falls die letzten Barrieren besser funktionieren als der Aqua Dam.

  • 26.06.2011 21:30 Uhr

    von einer:

    Läuft jetzt seit heut morgen auf Notstrom.

    "Flood berm collapses at Nebraska nuclear plant"
    ( http://www.google.com/hostednews/ap/article/ALeqM5hwsIdVXW-V7xE60P0dUnI_qSIaIw?docId=252989d1dda94c1d83ee47ba8907e484 )

    "[...] the 2,000-foot berm collapsed about 1:30 a.m. Sunday."
    "[...] power supply was cut after water surrounded the main electrical transformers [...]. Emergency generators powered the plant Sunday while workers tried to restore power."

    Ohne aktuelle Bilder puzzle ich das mal zusammen zu: Besagter "switch-yard" steht unter Wasser.

  • 23.06.2011 10:42 Uhr

    von 50zu50:

    Ist schon traurig dass Regierungen in aller Welt glauben; Ihre Bevölkerung sei dumm. Wer schon selbst einmal Sandsäcke gestapelt hat um sein Gebäude vor reißenden Fluten zu schützen weiss, dass das Wasser auch da durchdringt. Überhaupt wenn sich das Ganze über Wochen hinzieht.
    Hier, genau so wie in Japan, wird nur vertuscht. Weil`s ums Geld und die Glaubwürdikkeit einiger geht. Erbauer, Betreiber und Regierungen.
    Es tut mir für alle Betroffenen sehr leid.
    Es sollte täglich schonuhgslose Berichte über die Ereignisse von haverierten Kernkraftwerken geben. Es sollten die Folgen und die unsäglichen Leiden der Betroffenen Verletzten gezeigt werden. Vielleicht wäre dann auch der Befürworter bereit Strom einzusparen wo er nur kann. NACHFRAGE BESTIMMT DAS ANGEBOT

  • 23.06.2011 08:23 Uhr

    von Peter:

    Alles Verschwörungstheorien. Das Hochwasser gibt es eigentlich garnicht und das AKW ist eine Ü-Ei Fabrik!

  • 23.06.2011 08:05 Uhr

    von H.Werner:

    Mit dieser Meldung hat die taz soch aber lange Zeit gelassen!!!
    Ich frage mich warum?

  • 22.06.2011 14:27 Uhr

    von Heiko Höfle:

    Endlich berichtet mal jemand in Deutschland davon! Danke, taz!

  • 22.06.2011 14:05 Uhr

    von cyctologie:

    na das bestätigt doch nur das nach fukushima nichts mehr ist wie es war;)

    @ einer: vllt ist das (anscheinend alltägliche) absaufen (abbrennen, auslaufen etc.) eines akw wirklich keine meldung im weltmaßstab gesehen. die anderen nationen interessierts halt nicht. und hier in d.land hat es immerhin die taz gemeldet.
    wenn du, statt auf deinem rechner den ganzen tag google earth zu spielen, mal früher irgendwo in dieser zeitung nen kommentar geschrieben hättest...die werden nämlich tatsächlich gelesen. es muss so sein...so oft wie ich zensiert wurde.

  • 22.06.2011 13:52 Uhr

    von reclaim:

    "Was nicht über den Ticker geht gibts halt nicht."

    Ja. Das finde ich auch echt peinlich - gerade für die taz bei diesem Thema. Für Agenturmeldungen brauch ich keine taz. Da reicht mir auch ne WELT kompakt.

    Da nun aber Fukushima und drohende nukleare Katastrophen, wie die in den beiden Atomkraftwerken in Nebraska nun auch scheinbar in den Augen der Taz erledigter Schnee von Gestern sind, bleibt mir nur noch enenews.com als News-Aggregator zu diesen Themen zu empfehlen (Wenn die Kommentare dort auch mit Vorsicht zu genießen sind.)

  • 22.06.2011 12:27 Uhr

    von Rüdiger Stankowski:

    Das hochwasser kommt bestimmt von Al Quaida ;-)

  • 22.06.2011 12:07 Uhr

    von einer:

    "Seit einigen Tagen ..."
    Tatsächlich über zwei Wochen - in denen die taz genausowenig wie alle großen Medien irgendwas mitbekommen zu haben scheint. Was nicht über den Ticker geht gibts halt nicht.

    "... Gefahr, dass das Kühlbecken von dem Hochwasser überflutet wird ..."
    So ein Quatsch. Die Gefahr ist, daß die Elektrik und damit die Kühlung ausfällt. Im Bild die Insel links hinten ist der "switch yard", die Hauptstromversorgung. Die liegt offensichtlich niedriger als der Wasserstand den nur noch Sandsäcke zurückhalten.

  • 22.06.2011 11:10 Uhr

    von Marcus:

    Ist das nicht zumindest Momentan etwas viel Panik mache? Von wegen nichts genaues weis mann nicht. Natürlich weißman bis zu welcher Wasseröhe diese AKW's dicht wind und wie lange ein Wall aus Sandsäcken Wasser standhält. Im algemeinen nähmlich kaum da er eher Schlamm als Wasser´von gebieten/Gebäuden fernhalten soll deren Überflutung zwar in Kausgenommen wird die dadurch aber nicht beschädigt werden sollen. Auch hätte man stat nebulös ängste zu beschwören auf die möglichen Gefahren hinweisen können. So besteht die Hauptgefar bei solchen Bauwerken meist darin dass Sie trotz ihres enormen Gewichtes aufschwimmen und die Strucktur dann nachgibt und rissig wird. Solange dies nicht passiert ist es natürlich auch nicht schleierhaft wie das Grundwasser geschützt wird. Es hat schlicht keinen Kontackt zu Radiaktiven Material. Im bezug auf das Abklingbecken ist natürlich dessen genaue Konstruktion von bedeutung, aber allgemein handeslt es sich um einen mit wasser(und Brennstäben) gefüllten Behälter. Solange der äußer Wasserstand nicht den inneren Übersteigt besteht somit keine gefahr eines Aufschimmens. Da diese Becken recht groß sind solten dazu gut und gerne noch einige Meter fehlen.

  • 22.06.2011 11:06 Uhr

    von Nico:

    Laufzeitverlängerung aus SECHZIG Jahre?
    Jeder BUS, jedes AUTO, jeder ZUG, ja sogar jedes simple FAHRRAD wird nach 60 Jahren lange nicht mehr benutzt und ausgemustert, aber ein Atomkraftwerk kann natürlich weiterlaufen...

  • 22.06.2011 11:00 Uhr

    von Öko Fritz:

    Die Menschheit lernt offenbar nur über Schmerz:

    Harrisburg, Tschernobyl und Fukushima!

    Weltweit 440 AKWs und weitere sollen gebaut werden!

    Wir Deutschen werden im Ausland belächelt, da wir gegen Atomtechnik und GVOs etc sind.
    Die Merkelmafia verschaukelt uns gerade mit einer Pseudolaufzeitverkürzung, die unterm Strich eine Verlängerung darstellt.

    Selbst die Grünen haben nicht den Mumm, sich für eine unverzügliche und verbindliche Abschaltung von AKWs einzusetzen. Scheinbar vernebelt der Höhenflug der Macht auch dort die sonst so wachen Geister! - Schade!

    In der Geschichte der Menschkeit gingen alle sogenannten Hochkulturen unter, wenn man "Gott" spielen wollte!

    Uns werden die Themen ATOM, GEN und E-Smog an den Kragen gehen. Zig Menschen leiden schon jetzt!

    Wann werden wir vernünftig und steigen vom Roß der Bequemlichkeit und handeln verantwortlich und nachhaltig?

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